Psion 5MX/ MC218 - 32MB RAM Upgrade

OP #8109207
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Hallo Leute,

Ich bin gerade dabei einen ausrangierten Psion 5MX/ Ericsson MC218 von 16 MB auf 32 MB RAM aufzurüsten.

Hauptplatine ist Rev. 2.0, wohl baugleich zum Psion Series 5MX/ Pro. Mein Ziel ist es, dass das originale Ericsson-System (EPOC) die 32 MB in der Speicherübersicht erkennt. Später soll optional ein PsiLinux per CompactFlash-Karte gebootet werden. Die passenden 8-MB-RAM-ICs (K4E641612E TSSOP-50) habe ich eingelötet. Der MC218 bootet damit stabil in das originale OS, bleibt dort aber bei den standardmäßigen 16 MB stehen.

Ich versuche gerade, das Ganze anhand des bekannten Rev-3.0-Schaltplans nachzuvollziehen (https://variable1471.github.io/snowdrop/Psion_Series_5_HW_schematic_V3.00.pdf)

Allerdings verstehe ich die genaue Speicheradressierung und das Routing für meine ältere Revision 2.0 noch nicht komplett. Laut dem Rev-3.0-Plan (Seite 5) sitzen direkt bei den RAM-Chips die Gatter IC20 (TC7SH00F) und IC21 (TC7SH02F) für die CAS-Signale. Auf meinem Rev. 2.0-Board sind diese 5-poligen SOT-Plätze komplett unbestückt/leer. Das deckt sich allerdings mit Fotos, die ich von originalen 32-MB-Pro-Platinen gesehen habe – dort sind die Plätze bei den RAMs ebenfalls leer. Unter „Snowdrop Professional“ gibt es im Plan ein einzelnes NAND-Gatter (IC20) in der Nähe der MROM-Ecke (wo bei mir die beiden originalen Ericsson-System-ROMs „GEA4 V260“ sitzen). Ich habe versuchsweise dieses Gatter diskret mit zwei Dioden, einem NPN und Pull-Up) fliegend auf die Pads 3 (GND) und 5 (VCC) gesetzt. Das Gerät bootet damit einwandfrei mit 16 MB, schaltet aber nicht um. In der Nähe des RS-232-Ports gibt es einen unbestückten 3-poligen SOT-23-Footprint. Da bin mir aber unsicher, was er genau tut. Falls hier Psion-Experten unterwegs sind: Würde beim originalen Ericsson-ROM überhaupt 32 MB RAM anzeigt werden? Oder ignoriert das unmodifizierte ROM stur alles über 16 MB, sodass ich zwingend direkt auf Linux gehen muss? Müssen evtl. noch bestimmte Pads permanent gebrückt werden?

Viele Grüße, Alex

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#8109341
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Ich würde mal RAS und CAS deines RAMs auf einen Oszi legen, und einen Kaltstart des Systems machen. Eventuell hat der 5MX ja auch eine eingebaute Diagnose, bei der man beim Kaltstart eine (any) Key drücken muss, um sie zu aktivieren.
Die RAS und CAS-Signale des originalen RAMs, geben beim RAM-Test sicher eine gute Referenz, wie die Zugriffsmuster aussehen müssten.

Du könntest das angedachte Linux ja auch jetzt schon auf eine CF-Card schreiben, und den Körnel den RAM mal testen lassen.

Mein Psion Nachbau von Oregon Scientific hat nur 4 MB.
Alles was ich so an Software dafür habe, läuft damit ja auch.
Experte für Psions bin ich dadurch nicht geworden. ☺

OP #8109649
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Ich habe mal die LCAS Leitung von RAM3 ans Oszi gehängt. Beim Booten sieht man ziemlich wilde Nadeln, im Normalbetrieb sieht es viel ruhiger aus. Könnte das beim Booten eine Abfrage sein? Die 4 RAMS sind wohl alle parallel geschaltet (Pin2/RAM1 hängt auf Pin2/RAM3… usw.)?

Vielleicht muss ich nur die beiden Gatter TC7SH00F/TC7SH02F einsetzen?

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#8109656
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Hmm. Könnte es sein, dass das Oszi da nicht hinterherkommt? Ein 54501?

Eigentlich sollte man bei einem RAM-Zugriff eine ordentliche RAS-CAS-Sequenz sehen. Wenn es tatsächlich nur solche "Nadeln" sind, stimmt die Ansteuerung noch nicht.
Auch bei einem RAM-Test wird "normal" zugegriffen.

Wenn du die passenden Gatter hast, dann bau sie doch ein.

#8109784
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Wenn der Schaltplanausschnitt IMG_7415.png die Bestückungsoption für mehr Speicher mit dem Codenamen "Windermere" zeigt, dann ist offensichtlich, daß die Gatter bestückt werden müssen, denn die erzeugen das Signal DRAMWEb4 ... ohne dieses wird ein Beschreiben des RAMs nicht funktionieren, und damit kann der Speichertest nicht herausfinden, daß da RAM vorhanden ist.

#8109789
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Harald K. schrieb:

Wenn der Schaltplanausschnitt IMG_7415.png die Bestückungsoption für mehr Speicher mit dem Codenamen "Windermere" zeigt, dann ist offensichtlich, daß die Gatter bestückt werden müssen, denn die erzeugen das Signal DRAMWEb4 ... ohne dieses wird ein Beschreiben des RAMs nicht funktionieren, und damit kann der Speichertest nicht herausfinden, daß da RAM vorhanden ist.

Auf dem Bild scheint aber R39 bestückt zu sein, damit dürfte IC20/21 entfallen und er hat die Windermere Rev2.

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #8109978
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Cartman E. schrieb:

Hmm. Könnte es sein, dass das Oszi da nicht hinterherkommt? Ein 54501?

Bei einer Zeitablenkung von 50 µs/Skalenteil sind das nur wenige Pixel. Bei solchen alten Oszilloskopen gibt es noch keine ordentliche Überlagerung bzw. Minimum-Maximum-Erfassung. Bei z.B. 50 bis 500 ns/Skt. sähen die Impulse sicherlich halbwegs plausibel aus.

#8110161
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Andreas S. schrieb:

Cartman E. schrieb:

Hmm. Könnte es sein, dass das Oszi da nicht hinterherkommt? Ein 54501?

Bei einer Zeitablenkung von 50 µs/Skalenteil sind das nur wenige Pixel. Bei solchen alten Oszilloskopen gibt es noch keine ordentliche Überlagerung bzw. Minimum-Maximum-Erfassung. Bei z.B. 50 bis 500 ns/Skt. sähen die Impulse sicherlich halbwegs plausibel aus.

Richtig,
Eine vernünftige Zeitbasis muss man schon einstellen. Bei 50 µs/div geht u.U. auch die Samplerate in den Keller im normalen Acquisitionmode.

Alexander H. schrieb:

Ich nutze ein 54512B. Hab das jetzt mal auf 200ns eingestellt - beim Booten sehe ich auf LCAS drei Pulse, im Betrieb meistens nur einen.

Hast du einen 10:1-Tastkopf benutzt? Solltest du.

Leider hast du nicht dazu geschrieben an welchem LCAS.

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