Hallo Gemeinde,
mir geistert da gerade so eine Idee durch den Kopf und vielleicht könnt
Ihr mir dabei etwas helfen und ggf. ergänzen oder umwerfen.
Ich habe in der letzten Zeit relativ oft Boost Schaltkreise für LEDs
gebaut. Oft relativ einfach aus Komparatoren oder AVRs (also keine
speziellen Schaltregler!).
Jetzt ist mir aber oft aufgefallen, das die Boost Diode relativ viel
Leistung "Verheitzt" (selbst eine super Schottky hat meist 0,4 - 0,5V
bei 700mA was scbon ordentlich warm macht). Jetzt ist es ja so, das LEDs
eigentlich ja auch Dioden sind, aber mit einer relativ geringen Vr von
meist so 1,5 fachen der Vf. Könnte man die Diode der Boost Schaltung bei
LED KSQs nicht einfach weg lassen?
Würde das gehen so wie ich mir das denke, oder hättet ihr da bedenken?
Na das ist ja was, das wird ja sogar so angewendet wie ich mir das
gedacht habe :)
Aber der Regler macht nur knapp 1% der Leistung die ich vor habe -
sollte es Probleme geben?
> sollte es Probleme geben?
So lange Ureverse der LED unter dem erlaubten bleibt, nicht, aber viele
high power LEDs haben eine zulässige Ureverse von unter 0.5V....
Hein !Blöd schrieb:> Jetzt ist mir aber oft aufgefallen, das die Boost Diode relativ viel> Leistung "Verheitzt"
Zeig mal in einem Schaltplan, wo du deine "Boost-Diode" eingebaut
hast...
Ohne Diode und Kondensator gehts bei LEDs auch, nur werden die dann (je
nach dem, wie stark geboostet wird) im Impulsbetrieb mit hohen Strömen
und kleinem Tastverhältnis und nicht mit geglättetem Strom betrieben.
http://www.ledstyles.de/ftopic11218.html
Die Ureverse ist da irrelevant, da die LED nicht in Sperrichtung
belastet wird.
okay okay, nicht genau meine Schaltung, aber von dieser inspiriert!
http://staff.ltam.lu/feljc/electronics/led/LED-Scheinwerfer_Doku_HP.pdf
alternativ versuche ich noch diese Schaltung als sync (also mit einem
zweiten FET der die Diode überbrückt und invertierend zum ersten
geschaltet wird)
Wenn du in dieser Schaltung (Seite 5 im Link) die Diode durch eine
Drahtbrücke ersetzt, dann wird der Siebkondensator bei eingeschaltetem
Transistor T4 ziemlich schlagartig entladen. Was wohl der Transistor
dazu meint... :-o
Wenn invertierend zum anderen FET geschaltet wird, dann geht das, weil
der Transistor nur den Drosselstrom führt. Er übernimmt dann genau die
Funktion und die Ströme der Diode.
Der mitllere Strom durch die Diode ist der gleiche wie durch die LEDs.
Damit verhalten sich die Verluste etwa wie die Flussspannungen:
0,5V/16V, also 1/32, mehr als 3% kannst du da nicht rausholen.
hab auch aktuell fast 3h Leuchtdauer... Nur muss ich auch aktuell mit
mechanischem Aufwand die Diode kühlen, was durch den kleinen Platz des
Gehäuses natürlich richtig übel ist. Hab zwar für die LEDs ein richtig
gutes Kühlkonzept, aber ich bin beim Auslegen des Gehäuses nicht davon
ausgegangen, das die Diode so heiß wird....
Und bevor die Frage kommt wie heiß: So heiß, das sich der Elko (ein 85°C
nach knapp 3 Zyklen (also < 10h Betrieb) mit einem Kurzschluss
verabschiedet hat. Das war übrigens der erste Elko der einen Kurzschluss
hatte - sonst platzen die doch immer...
F16C200 kling für mich nicht nach Schottky, sondern nach Epitaxial-Diode
16A, 200V. Google-Suche findet nichts Brauchbares zu der Diode. Evtl.
mal eine "richtige" Schottky-Diode z.B. SB320 einsetzen?