ICL7106/7 Versorgungsspannung

Gast #222986
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Habe da folgendes Problem mit dem ICL7106 bzw ICL7107.

Ich habe mir nen Panelmeter mit dem ICL7107 aufgebaut. Als
Spannungsregler benutze ich einen 7805 (oder direkt am Labornetzteil).
Doch ich bekomme immer schwankende Werte angezeigt. Benutze ich nun
Batterien, sind die Schwankungen weg. Das selbe habe ich auch an einem
LCD Einbau-Panelmeter. Doch Batterien kann ich nicht benutzen.

Hat jemand vielleicht einen Vorschlag, für eine alternative
Versorgungsspannung, mit der ich keine schwankenden Werte bekomme?

Gruß PatrickHH
Gast #222987
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Ich könnte mir meherer Ursachen vorstellen: Entweder die
Versorgungsspannung hat eine nennenswerte Restwelligkeit (könnte
theoretisch auch mit HF-Störungen behaftet sein, falls sie aus einem
Schaltnetzteil kommt) - beides ist bei einem Labornetzteil
unwahrscheinlich; in diesem Falle würde ein Eingangsfilter (oder auch
nur größere Elkos zur Stabilisierung der Versorgungsspannung) das
Problem verringern. Möglich ist aber auch, daß die Versorgungsspannung
irgendwie mit der zu messenden Spannung in Verbindung steht, ohne daß
die Massen beider vollständig identisches Potential haben. In der
Audio-Elektronik kennt man solche Probleme zur Genüge. Das sind
allerdings nur Vermutungen.
Gast #222989
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Würdest Du den 7107 gemäß Datenblatt betreiben, wären die Probleme nicht
vorhanden.
Im Datenblatt von Maxim z.B. gibt es einen extra Absatz über die
Stromversorgung des 7107. Du brauchst (von Ausnahmen abgesehen) eine
negative Spannung und Common und GND dürfen nicht auf gleichem
Potential sein.
Arno
Gast #222990
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Ich habe es ja wie im Datenblatt aufgebaut. Mit Batterien funktioniert
es ja auch einwandfrei. Im Moment habe ich die Schaltung auf Lochraster
aufgebaut. Werde am WE mal eine geätzte Platine machen.
Gast #222992
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Ich habe auch drei so Paneelmeter mit 7107, die haben das selbe
Verhalten wie du beschrieben hast, allerdings nur wenn irgend eine
Verbindung zwischen Versorgungs- und Messpannung besteht. Mit Batterie
oder getrennter Stromversorgung funktionieren sie einwandfrei.

Hubert
Gast #222994
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Ich habe mir auchmal zwei Module mit dem 7107 gebaut genau nach
Datenblatt. Die negative Spannung wurde durch diesen CMOS-IC (hab
vergessen, welcher das war) erzeugt. Ich hatte keine schwankenden
Werte, die 5V kommen übrigens auch von einem 7805.
Gast #222995
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CMOS-ICs gibt's viele. Aber wenn man einfach nur eine "invertierte"
Versirgungsspannung braucht, eine negative Spannung etwa in der
gleichen Höhe wie die Betriebsspannung, empfiehlt sich entweder ein ICL
7660 (5V zu ca. -4.8V, ohne Induktivitäten in switched-capacitor
Technik) oder ein MC 34063A (echter Schaltregler mit externer Spule).
Beide sind von der Beschaltung her einfach zu handhaben. Letzterer
bietet mehr Leistung, ersterer hingegen kommt im einfachsten Falle mit
lediglich zwei externen Kondensatoren aus. Einfacher geht's nicht,
glaube ich.
Gast #6659320
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Diese A/D-Wandler erfordern im Datenblatt eine UNVERBUNDENE 
Versorgungsspannung, also bei Netzteilen aus einer gesonderten 
Trafowicklung oder mittels DC/DC-Wandler.
Denn ihre Referenzspannungsquelle von 2,8 V liegt zwischen U+ und 
Analog-Common. (Ref+ und Ref- sind Referenz-Eingänge, an denen 0,1 V 
Differenz erwartet wird.)

Es funktioniert allerdings auch, den ICL7106 mit +/-5V gewaltsam gegen 
Analog-Common zu speisen. Was dann das Referenzelement an Extra-Strom 
frisst ist schwer zu sagen, war im Versuch unwichtig. Wenn diese von 
integrierten Festspannungsreglern 78L05/79L05 kommen, muss man nur den 
Referenzspannungsteiler auf ~49:1 (statt ~27:1) ändern. Sonst werden zu 
kleine Werte angezeigt.

Ganz richtig geht man bei einer verbundenen +/-5V, indem man die übliche 
Verbindung von Analog-Common und -In(!) auftrennt und so die zu messende 
Spannung von der Referenzspannung abkoppelt. Die +/-5V werden gegen -In 
(oder bei gewünschter Invertierung an +In) angelegt, an Analog-Common 
müsste sich 2,2 V einstellen.

Mit nur einer unsymmetrischen Versorgungsspannung wie beim C520 
(DDR-Typ) ist da nichts zu machen. Das geht dann wieder mit 
Mikrocontrollern.
Gast #6659411
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Hm, nunja, prompte Anmerkungen.
Ich bin nämlich gerade selber in die Falle getappt, ein vorhandenes 
Paneelvoltmeter in ein Netzteil einzubauen, als Ersatz für ein 
Zeigerinstrument, deshalb hier diese Ausführungen. Und einen Schaltplan 
mal schnell zum Verständnis.
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