Gartenlämpchen

Gast #4575229
Lesenswert?

Hallo zusammen,

ich möchte ein kaputtes Gartenlämpchen (diese Dinger mit Solarzelle oben 
drauf und LED drin) nachbauen, einfach nur so zum Spaß.
Dafür habe ich dieses zunächst auseinander genommen, um mir ein Bild von 
der Schaltung zu machen. Dabei bin ich auf ein Bauteil gestoßen, welches 
ich nicht ganz nachvollziehen kann, es scheint ein Transistor zu sein, 
allerdings mit 4 Pins, kenne die nur mit 3 Pins.
Habe das Ding mal (siehe Bild 1) fotografiert in der Hoffnung, ihr könnt 
mir da weiter helfen?
Das einzige, was auf dem Teil steht ist "5251", Google hat mir nicht 
helfen können.

Desweiteren befindet sich in der Lampe ein AAA-Akku (wiederaufladbar, 
1.2V), welcher von der Solarzelle geladen wird. An der Solarzelle habe 
ich in der Sonne 2.5V gemessen, nun meine Frage, kann ich damit einfach 
den Akku aufladen, ohne dass der mittelfristig kaputt geht?

Vielen Dank und schöne Grüße!
Angehängte Dateien:
Gast #4575245
Lesenswert?

Gartenlämpchen schrieb:
> es scheint ein Transistor zu sein, allerdings mit 4 Pins, kenne die nur
> mit 3 Pins.
> Habe das Ding mal (siehe Bild 1) fotografiert in der Hoffnung, ihr könnt
> mir da weiter helfen?
> Das einzige, was auf dem Teil steht ist "5251", Google hat mir nicht
> helfen können.

Das ist ein Spezial-IC genau für diese Gartenlampe, er heisst auch 
ANA608 oder ZE002.

Nachbau macht keinen Spass.

Es gibt aber auch Gartenlampen mit einer 3-Transistor Schaltung, einer 
Spule, ein paar Widerständen und extra LDR, die lassen sich nachbauen.
#4575248
Lesenswert?

Was ist denn kaputt?
Ich "Pflege meine immer gut und die halten ewig. Meist sind nur die 
Standard Akkus absoluter Mist und müssen nach einer Saison ausgetauscht 
werden.

Batterie Kontakte mit bisschen Schleifpapier, Kontaktspray und Kontaktöl 
behandeln und einen eneloop Akku rein. vielleicht noch die LEDs gegen 
warmweiße austauschen und gut is.
#4575254
Lesenswert?

Hier mal ein Bild eines "Gartensteins"...


Hier ist ein Chip eingegossen, an der Oberseite nur ein 100R
Widerstand - der Akku hat 1,2V NiCd...


Die vier weissen Led sind parallel geschaltet, also macht der
Chip die Spannung für die Led, habe mal gemessen ein fast
sinusförmiges Signal mit ca. 2 Mhz...


Es gibt keine Spule oder sichtbare Induktivität, keinen sichtbaren
Kondensator für Spannungsvervielfachung - offensichtlich ist alles
unter dem schwarz vergossenen Chip...


Viel Spass beim Nachbau!
Angehängte Dateien:
(Firma: Funkenflug Industries) #4575275
Lesenswert?

Das ist eine Spule, die grüne Farbe ist bei Widerständen sehr selten.

Die normale Arbeitsweise ist die, daß die Solarzelle als LDR mitgenutzt 
wird. Sprich solange wie sie eine bestimmte Spannung liefert wird mit 
ihrem Strom der Akku geladen, unterhalb dieser Schwelle wird ein kleiner 
Sperrschwinger gestartet, der die LED mit genug Spannung aus einer 
einzelnen Akku-Zelle versorgen kann. Der Akku wird dabei leider oft 
tiefentladen (mögen viele Akkus nicht), wird wegen der schwachen 
Solarzelle nie richtig voll geladen (mögen die Dinger noch viel weniger) 
und kriegt auch sehr große Temperaturuntschiede ab. Deswegen ist der oft 
schon nach kurzer Zeit hin.
#4575768
Lesenswert?

> Das ist eine Spule, die grüne Farbe ist bei Widerständen sehr selten.

Ein sehr deutlicher Hinweis ist die komische Form. Etwas gleichmässige 
Verdickung bei den Enden durch die Anschlusskappen ist bei Widerständen 
möglich, aber solche Knubbel gibts nur bei Spulen.
Gast #4576090
Lesenswert?

Hey, vielen Dank euch, hat mir sehr geholfen!
Zur Frage was denn an dem Ding kaputt sei... naja, stand sehr lange bei 
Wind und Wetter draußen, ist nicht mehr viel zu retten :)


Nur nochmal kurz zur Frage, ob ich mit dem Solarpanel einen Akku laden 
kann.
Ich als absoluter Amateur würde Solarpanel(2.5V) und Akku(1.2V, 600mA) 
in Reihe schalten und gucken was passiert. Was passiert aber, wenn das 
Solarpanel nichts mehr liefert, dann "läd" doch der Akku das Panel?
Kann ich das so einfach wie ich es mir gerade gemacht habe realisieren? 
Mal abgesehen davon, dass ich irgendwas brauche um zu verhindern dass 
der Akku das Panel läd.

Gruß!
(Firma: matzetronics) #4576107
Lesenswert?

Gartenlämpchen schrieb:
> Ich als absoluter Amateur würde Solarpanel(2.5V) und Akku(1.2V, 600mA)
> in Reihe schalten und gucken was passiert.

Wenn du dir die Schaltungen in dem o.a. Datenblatt anschaust - genau das 
machen die da. Da die murkligen Solarzellen ja so gut wie keinen Strom 
liefern, riskiert man da nicht mal eine Überladung und bekommt, wie wir 
wissen, den Akku nicht mal so voll, das die Lampe eine ganze Nacht lang 
leuchtet.

> Was passiert aber, wenn das
> Solarpanel nichts mehr liefert, dann "läd" doch der Akku das Panel?

Nö, das sind Dioden, die nur wenig Leckstrom aufnehmen. Ein bisschen 
Strom fliesst da schon, weil die Zellen ja die ganz billigen sind, aber 
so viel ist das nicht.
Gast #4576173
Lesenswert?

Gartenlämpchen schrieb:
> Ich als absoluter Amateur würde Solarpanel(2.5V) und Akku(1.2V, 600mA)
> in Reihe schalten und gucken was passiert. Was passiert aber, wenn das
> Solarpanel nichts mehr liefert, dann "läd" doch der Akku das Panel?

In dem Fall entlädt sich der Akku bei Dunkelheit nicht nenneswert. Das 
Panel verhält sich wie 5 in Reihe geschaltete 1N4004, da fließt bei 1,2V 
nicht nennenswert Strom.
(Firma: matzetronics) #4576658
Lesenswert?

Bei 12V brauchst du überhaupt kein Wandler IC, da reicht eine simple 
Transistorschaltung, die die LED bei Sonne ausschaltet. Die LED wird 
dann ganz normal nur per Vorwiderstand betrieben.

Der ganze Aufwand mit Speicherdrossel und Wandler ist nur deswegen 
notwendig, weil eine weisse LED mit den 1,2V der NiMH Zelle nicht 
leuchten würde, die brennt erst ab ungefähr 3V. Rote, grüne und 
gelbe/orange LED sind ab etwa 1,5-1,7V in Betrieb.
Gast #4576734
Lesenswert?

Donk schrieb:
> Ich kann irgendwie nicht erkennen, wie ich da
> Solarpanel, Akku und Verbraucher anschließen soll, so dass der
> Verbraucher nur Nachts angeschaltet wird...

FB doppelt nutzen!

Aber wie Matthias schon schrieb ist ein Schaltregler bei 12V eigentlich 
nicht nötig.
#4576764
Lesenswert?

Georg A. schrieb:

> Ein sehr deutlicher Hinweis ist die komische Form. Etwas gleichmässige
> Verdickung bei den Enden durch die Anschlusskappen ist bei Widerständen
> möglich, aber solche Knubbel gibts nur bei Spulen.

Ein noch besseres Indiz dürfte der Gleichstromwiderstand sein.
Der Widerstandswert sollte deutlich niedriger als der Wert
"100" der aufgedruckten Ringe sein.
Persönliche Seite #4577044
Lesenswert?

Ben B. schrieb:
> Das ist eine Spule, die grüne Farbe ist bei Widerständen sehr selten.

2W-Widerstände in meinem Handapparat sind alle grün und dick, graue 
Drahtwiderstände habe ich auch noch und dann sind da so créme-farbige. 
Kleine rechteckige habe ich auch und manche so klein, dass nicht mal 
eine Ziffer draufpasst…ach nein, das sind Chipinduktivitäten…es gibt 
ALLES, auch grüne Widerstände. Sinus von 2MHz ist aber respektabel, 
einen einzigen MHz hätte ich dem Solarlader aus dem Baumarkt zugetraut, 
aber zwei…

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren