Hallo,
ich möchte einen ARM7TDMI µC für Bildverarbeitung von Kamerabildern
nutzen:
- zum einen von einer Sony Ericson MCA25 über eine serielle
Schnittstelle (UART) mit 460800 Baud.
- zum anderen von einem digitalen Kameramodul C3088 mit Omnivision
OV6620 o.ä.
Das Board soll mit beiden Kameras alternativ arbeiten können.
Nun zum Vergleich LPC2138 versus AT91SAM7S256, im folgenden mal die
Pluspunkte, die mir jeweils aufgefallen sind:
LPC2138:
+ höhere Performance aufgrund des schnelleren Flash-ROMs und der höheren
Taktfrequenz von 60 MHz vs. 55 MHz beim AT91SAM7 (bzw. sogar nur 48 MHz
wenn man mit USB arbeiten will).
AT91SAM7S256:
+ 64k SRAM versus 32k beim LPC2138.
+ USB verfügbar
+ günstigerer Preis von 6,50 € versus 8,50 € (ELPRO).
Daher tendiere ich momentan zum AT91. Wenn nur nicht der
Performance-Nachteil wäre.
Frage 1: Wieviel macht das langsamere Flash denn wirklich aus?
Frage 2: Wie kompliziert ist es, die zusätzliche 32k SRAM zur schnellen
Code Ausführung für Bildverarbeitungsroutinen zu nutzen?
Frage 3: Wenn man den USB auch nutzen will, und damit einen 18,432 MHz
Quartzkristall nehmen muß, kann man dann auch die 460800 Baud am UART
verwenden (geht das fehlerfrei oder wieviel Prozent Abweichung bekommt
man)?
Frage 4: Kann man bei Verwendung eines Quartzkristall HC 49/U-S mit
18,432 MHz im Miniaturgehäuse auf die zusätzlichen Lastkondensatoren von
22pF gegen Masse verzichten? (im Datenbuch steht, dass man dann darauf
verzichten kann, wenn der Quartz eine interne Lastkapazität von 20 pF
hat, aber ich weiß nicht, wo ich diese Info her bekomme)
Bitte helft mir beim Start.
Danke und Gruß, uffi.
Mein Tipp, sei dir im Klaren über den Ramverbrauch, solltest du noch
zusätzlich RAM brauchen, z.B. weil du mit div. Filter Segmentationen
oder
Kantenextraktion machst, und die Ergebnisse dann kombinierst, oder weil
du
timeflow analysen machst, dann, solltest du zuwenig ram haben, dann du
das
auch nicht über tricksen zurechtbiegen.
@ tbd (Gast):
Danke für den Tipp mit LPC2366/68. Im Vergleich zum LPC2138 schneidet er
besser ab.
Kann man die 100 pins noch mit Hobby-Mitteln auf einer selbstgeätzten
und nicht verzinnten Platine löten?
Allerdings hat der weniger SRAM als der AT91SAM7S256, nämlich 32 + 16 +
8 =52 MB.
Danke, uffi.
> Kann man die 100 pins noch mit Hobby-Mitteln auf einer selbstgeätzten> und nicht verzinnten Platine löten?
Interessant. Wieso haben so viele Leute immer wieder Angst vor
ICs mit > 64Pins? Entscheidend ist doch nur das Rastermaß.
Große ICs lassen sich meiner Erfahrung nach sogar leichter löten
als kleine weil man die besser platzieren kann. QFN48 geht z. B.
deutlich besser als QFN32.
Gib dich nur nicht irgendwelchen Vorurteilen hin das ein kleines
RM auch eine kleine Lötspitze und viel Flußmittel erfordern.
Das gibt nur unsaubere Lötstellen und eine riesige Sauerei.
Ein 1.6mm Meißel (ungläubige nehmen 1.2mm) reicht für RM=0.5mm
völlig.
> Allerdings hat der weniger SRAM als der AT91SAM7S256, nämlich> 32 + 16 + 8 =52 MB.
Dann nimm doch den 2387. Der hat (64 + 16 + 16)kB und ist kaum
teurer.
Funktionen ins RAM kopieren? Habe ich schonmal gemacht, ist
keine Hexerei aber ich kann dir aus dem Stand heraus nicht
sagen wie es geht. Das wurde hier im Forum aber sicher schon
durchgekaut.
Der Performancegewinn war auf einem 2148@60MHz aber sehr
bescheiden. Der MAM macht seine Sache offenbar sehr gut.
Bei LPC2000 sind RAM-Funktionen nicht so wichtig, bei AT91 hingegen
dürfte das deutlicher spürbar werden, weil man dann ungebremst ARM-Code
nutzen kann.
@ Lupin: Bei voller Auflösung 640x480 Pixel liefert die MCA-25 jpeg.
Aber im Vorschau-Modus liefert sie 80x60 Pixel im RGB Format. Damit kann
man schon was anfangen für erste Versuche.
@ all: meine Fragen 3 und 4 oben sind noch unbeantwortet. Wäre nett,
wenn dazu auch noch jemand etwas schreibt.
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