Servus,
wir bauen einen Stratosphärenballon und benutzen für Temperaturmessung,
etc. einen Raspberry Pi. Für die Stromversorgung benutzen wir Batterien
mit der Gesamtspannung von 6V. Für den Pi müssen wir die Spannung aber
auf 5,1V reduzieren.
Da Dioden ja Temperaturabhängig sind und auch bei Tests nicht
funktioniert haben, brauchen wir eine andere Möglichkeit um die Spannung
auch bei bis zu -40° zu reduzieren.
Was könnte man da benutzen?
Grüße,Marco
Hallo
Welchen Strom muß denn der Regler können ? Der MCP1703 ist ein LowDrop
Regler der bis -40° spezifiziert ist, aber halt nur 500mA. Wenn Du aber
mit dem Stichwort "LowDrop Regler" suchst müßte sich was finden lassen.
Gruß Ulf
Marco schrieb:> Da Dioden ja Temperaturabhängig sind und auch bei Tests nicht> funktioniert haben, brauchen wir eine andere Möglichkeit um die Spannung> auch bei bis zu -40° zu reduzieren.
Wieder was gelernt, Dioden funktionieren nicht bei -40°! Gleich ins
Forumslogbuch eintragen damits nicht in Vergessenheit gerät.
Wischmeyer hat auch so Logbuch, wie nennt sich das doch gleich..?
komiker schrieb:> Wieder was gelernt, Dioden funktionieren nicht bei -40°!
@komiker Ich nehme dies mit Augenzwinkern Deinerseits auf.
Dioden haben eine gewisse, bekannte Temperaturabhängigkeit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Diode#Temperaturabh.C3.A4ngigkeit
Ut wird beeinflusst. Dies würde die Funktion einer komplexen Schaltung
wie bei einem OP verändern, sollte sie nicht dementsprechend
temperaturstabil konstruiert sein.
Die Diode selber müßte im Prinzip aber funktionieren.
mfg Klaus
Habe neulich einen Wetterballon von der Bundeswehr gefunden. Ganz cooles
Ding. Die Batterien (3x normale AA) sind in Styropor verpackt und von
einer Art U-Förmigen "Flasche" umgeben. In der "Flasche" ist eine
Flüssigkeit, die mit Sicherheit Wärme (chemische Reaktion?) abgegeben
hat. Vielleicht auch nur warmes Wasser.
Fragaga? Fregaga! schrieb:> Vielleicht auch nur warmes Wasser.
Vielleicht sogar nur kaltes Wasser.
Beim Gefrieren wird eine ziemlich grosse Wärmemenge frei (333J/g) und
die Temperatur bleibt lange bei 0°C stehen.
Vergleichsweise bringt die Abkühlung von 60°C auf 0°C "nur" etwa 250
J/g.
Wenn die Elektronik kältere Temperaturen zulässt, kann man Salze in dem
Wasser lösen und so den Gefrierpunkt senken.
Weil die Temperaturdifferenz zur Umgebung dann nicht so groß ist, dauert
es damit länger, bis alles erstarrt ist.
Lothar M. schrieb:>> Für den Pi müssen wir die Spannung aber auf 5,1V reduzieren.> Auf genau 5,1V?
Der Pi läuft intern sowieso nicht mit 5V, sondern setzt die auf 3,3V
herab.
Beim Pi3 mit einem Schaltregler, bei den Vorgängern mit einem
Linearregler.
5V werden nur für die USB-Schnittstelle benötigt.
Hp M. schrieb:> Der Pi läuft intern sowieso nicht mit 5V, sondern setzt die auf 3,3V herab.
Mir scheint, das Versorgungskonzept muss nochmal durchdacht werden.
Blöderweise vertragen die Schaltregler PAM2306AYPKE und RT8088A nur 5,5V
als maximale Eingangsspannung. Aber wenigstens können dich schon mal die
nötigen -40°C ab...
> 5V werden nur für die USB-Schnittstelle benötigt.
Wird ja wohl kein für etwa Zimmertemperatur spezifizierter USB-Stick
drinstecken.
Der Andere schrieb:> Und der Pi funktioniert zuverlässig bis -40°C?Lothar M. schrieb:> Aber wenigstens können dich schon mal die> nötigen -40°C ab...
Ein Pi wird sicher nicht "nackt" am Ballon hängen! Durch dessen
Eigenerwärmung sollte ausreichend "Heizung" vorhanden sein!
Man kann den Pi in eine Styroporbox bauen, wie bei den Wetterballonen.
Zusätzlich kann man innen noch eine Rettungsfolie anbringen (wenn es
schick aussieht auch aussen mit der Goldseite).
Die Wärme wird dann im Gehäuse gehalten.
Interessannt wäre dann zusätzlich die Innentemperatur zu messen.
Tip: wenn es ein Pi sein muss, schaut euch mal den Pi Zero an! Schon
wieder etwas Gewicht gespart ;-)
Die 5V würde ich aus nem Schaltregler generieren! Nehmt einen Akku mit
und speißt ihn am Besten noch über kleine Solarpanele (keine fertigen
Module da zu schwer). Bei ausreichend Sonnenlicht können diese die
Entladung des Akkus verlangsamen.
Lothar M. schrieb:> Mir scheint, das Versorgungskonzept muss nochmal durchdacht werden.
Nicht nur das.
Der Raspi ist für eine Ballonsonde kaum geeignet, denn er enthält viel
für eine solche Anwendung unnötige Hardware und ist deshalb ist recht
schwer.
Außerdem hat er wegen seiner unnütz hohen Rechenleistung einen großen
Energiehunger, der durch entsprechend schwere Batterien gestillt werden
müsste.
Ich hatte mal einen Raspberry Pi (B+ glaube ich) spaßeshalber bei einer
Kalibrierung mit in die Klimakammer gelegt. Der angeschlossene USB-Stick
hat als erstes seinen Dienst eingestellt, bei knapp unter Null. Ob das
an dem Stick selbst lag oder der Steckverbindung kann ich nicht sagen.
Der Raspberry Pi ist bei knapp unterhalb -40°C ausgestiegen, hat aber
nach Aufwärmen und Abtrocknen wieder funktioniert. Ich würde mich aber
nicht drauf verlassen.
1. kein R¶.
2. Gute Isolierung
3. Heizung
Ein AVR läuft zwischen 2V und 5V. Damit ist ein Betrieb ohne
Spannungsregler möglich.
Break-Even zwischen Gewicht für Isolierung und Akkugewicht für Heizung
finden. (Weniger Isolierung benötigt mehr Akkukapazität.)
Evtl. findet man auch eine leichte Thermoskanne.
Gruß
Jobst
komiker schrieb:> Wieder was gelernt, Dioden funktionieren nicht bei -40°!
Falsch!
1N4148 hat einen Temp. Bereich von -65 bis +175 Grad
Der Themperaturkoeffizient liegt bei ca. -2mV/K