Was für ein Kondensator für eine CDI-Zündung

OP #6103433
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Hallo Zusammen,

ich bin auf der suche nach dem "richtigen" Kondensator Type für eine 
CDI-Zündung.

-Polyester
-Polypropylen
- Wima
  FKP
  MKP
- oder ...

Aktuell habe ich einen Polypropylen 1,5uF 400V verbaut.
Funktioniert, aber wie lange?

Was wäre denn der beste Kondensatortype für solch einen Anwendungsfall.

Gruß
Jochen
OP #6107166
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Einen Traum kann man nicht in der realen Hand halten.

Die Kondensatoren auf den Bildern haben 10 Jahre ihren Dienst getan und 
würden es immer noch tun, wenn ich diese beim rauspopeln der 
Vergussmasse nicht mechanisch zerstört hätte. Letztendlich war nur eine 
Zehnerdiode in der CDI defekt.
Hier ein Bild der CDI
https://i.servimg.com/u/f80/18/14/20/08/p1010613.jpg


Ich habe mal bei Panasonic angefragt und die haben mir diese hier 
empfohlen:
https://eu.industrial.panasonic.com/products/capacitors/film-capacitors/automotive-industrial-and-infrastructure-use/series/ecwfg/ABD0071?reset=1
Gast #6110084
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@Hinz lass doch die Community mal an deinem Wissen teilhaben.

Worauf genau kommt es denn bei dieser Anwendung bei den Kondensatoren 
an?
Welche Parameter sind denn da bei der Wahl wichtig?

Scheinbar kennst du ja die Schaltung, die Dimensionierung und die 
resultierende Belastung in dieser Anwendung um einige Vorschläge als 
nicht zielführend abzutun.


Mfg
#6110390
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Kunz schrieb:
> @Hinz lass doch die Community mal an deinem Wissen teilhaben.
>
> Worauf genau kommt es denn bei dieser Anwendung bei den Kondensatoren
> an?
> Welche Parameter sind denn da bei der Wahl wichtig?

Impulsfestigkeit.
Allerdings frage ich mich nach wie vor, wozu man bei einem Diesel
eine CDI-Zündung braucht. Glühkerzen kommen auch ohne aus.
Gast #6110627
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Harald W. schrieb:
> Kunz schrieb:
> @Hinz lass doch die Community mal an deinem Wissen teilhaben.
> Worauf genau kommt es denn bei dieser Anwendung bei den Kondensatoren
> an?
> Welche Parameter sind denn da bei der Wahl wichtig?
>
> Impulsfestigkeit.
> Allerdings frage ich mich nach wie vor, wozu man bei einem Diesel
> eine CDI-Zündung braucht. Glühkerzen kommen auch ohne aus.

Wie kommt ihr immer auf Diesel?

CDI meint hier Capacitor Discharging Ignition.
Auf deutsch auch bekannt als Hochspannungskondensatorzündung.
Dabei wird die Primärseite der Zündspule nicht mit den üblichen 12 Volt 
versorgt, sondern mit deutlich höheren Spannungen (die eben aus einem 
Kondensator entnommen werden)
Damit sind viel höhere Zündenergien bei kleiner Zündspulenbaugrösse 
möglich als mit herkömmlichen Systemen. Das nutzt man bei 
Hochleistungsmotoren. Hochverdichtete und/oder aufgeladene Motoren 
usw...
#6110681
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Kunz schrieb:
> Das nutzt man bei
> Hochleistungsmotoren. Hochverdichtete und/oder aufgeladene Motoren
> usw...

Ich hatte mir so ein Gerät mal für einen Citroen 2CV gebaut (lang ist´s 
her).
Der Motor hatte dadurch deutlich bessere Eigenschaften. Er sprang immer 
sofort an, egal ob kalt im Winter, oder heißgefahren im Sommer. Man 
konnte immer sofort losfahren, auch ohne Choke. Auch der Spritverbrauch 
war geringer. Ich hatte es so gebaut, daß ich bei einem Defekt jederzeit 
wieder auf Unterbrecherzündung umstecken konnte.
Wenn ich damals geahnt hätte, daß ich heute damit angeben könnte, hätte 
ich etwas davon aufbewahrt.

Der Kondensator war ein Polypropylen-Folienkondensator 2,2µF/400V-.
Er wurde auf ca. 300V geladen, die im Zündmoment an die normale 
Zündspule gelegt wurden. Da im 2CV der Zündfunke durch beide Zündkerzen 
ging, musste die Zündanlage soviel leisten, wie in einem Vierzylinder.

Die Kondensatorzündanlage hat jahrelang einwandfrei funktioniert, und am 
Ende die Ente überlebt.
#6111362
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Harald W. schrieb:
> Ja, es gab da mal eine Bauanleitung in der "Elektronik".

Die hatte ich nicht. Ich hatte die Idee aus einem Buch, mit ungeregeltem 
Spannungswandler und Thyristor als Schalter. Abweichend davon verwendete 
ich einen Sperrwandler, und erhielt so auch beim Anlassen die volle 
Zündenergie, und statt einem Thyristor verwendete ich einen Mosfet.
Der Zweizylinder in der Ente zündete zweimal pro Umdrehung, und der 
Zündstrom musste durch beide Zündkerzen. Also musste die Zündanlage das 
doppelte leisten im Vergleich zu einem Vierzylinder.
#6126381
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Sven S. schrieb:
> und Thyristor als Schalter...
deshalb nannte man sie auch Thyristorzündung.. :-)
hatte auch mal eine im BMW E28 eta ca. 30000 km am laufen.. aber noch 
mit 50Hz Ringkerntrafo-Wechselrichter modifiziert für 400 V 
gleichspannung.
als Kondensator hatte ich glaub ich 2x 1µF Philips MKP (hellblau).
theoretisch am besten geeigneten Kondensatoren dafür wären WIMA GTO MKP 
:-)
allerdings mechanisch entsprechend groß..
#6127621
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hier mal eine Übersicht von Wima http://wima.de/DE/applicguide.htm 
Schaltung Nr. 5 und dann kann man ja mal die rechts genannten Typen 
vergleichen.

Zur Not mit einem dickem Draht verlängern aber trotzdem möglichst kurz, 
vielleicht gerade so das du den Kondensator höher setzt oder umlegst, 
z.B. mit 2,5mm² massiv aus einem NYM Stromkabel.

Edit: das .de muss durch punkt cn ersetzt werden die Forumssoftware 
denkt das wäre Spam.

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