Edding 400 vs. Edding 3000

Gast #3457648
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Die unterscheiden sich nur in der Strichbreite. Sonst sind sie gleich.
Musst aber höllisch beim Ätzen aufpassen. Zu lange im Ätzbad und alles 
ist weg oder unterätzt.
Aber für das Grobe tun es die Dinger.
#3459163
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Stimmt - die Schichtdicke ist kritisch. Einfach auf die Platine malen, 
sodass man das Kupfer noch leicht durchscheinen sieht, führt zu 
Durchätzungen durch die Tinte. Auch wenn's statt technisch eher nach 
künsterisch wertvoll aussieht, kann man mit der Stiftspitze auch tupfen, 
gerade bei Lötaugen oder Masseflächen - das führt zu dickeren 
Tintenschichten.
#3460282
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Kevin schrieb:
> Keiner, die Zeiten wo die so richtig nach Lösungsmittel geduftet
> haben, und ätzfest waren, sind lange schon vorbei.

Blödsinn. Die Edding-Tinte T25/T100, die zum Nachfüllen der Stifte 1, 
370, 400, 404, 500, 800, 850, 3000 und 3300 angeboten wird, war zwar 
(sehr viel) früher zum Platinenätzen besser geeignet, einverstanden, 
aber wenn man sie satt aufträgt funktioniert sie definitiv auch heute 
noch.

Ich plotte einfache Layouts mit dem Stiftplotter direkt auf die 
Kupferschicht und benutze dazu aktuell angepasste Stifte aus Isographen 
oder auch mal aus Insulinspritzen zusammen mit Edding T25 - und das 
funktioniert.

Was ungefähr genauso gut (oder schlecht, je nach Standpunkt) 
funktioniert, ist glänzender Acryllack aus dem Modellbau (Tamiya hab' 
ich probiert), und beim Künstlerzubehör kann man beim Material für die 
Lithographie auch fündig werden - die asphalthaltigen Abdeck- und 
Grundlacke sind auch ätzbeständig. Da suche ich aber noch nach 
geeigneten Stiften...
#3460289
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Also ich habe auch schon die ganze Palette durchprobiert. Für 
Quick'n'Dirty würde ich Acryllack empfehlen und direkt nass ins Ätzbad 
schmeißen. Der Lack löst sich auch nass nicht ab und lässt sich 
hinterher einfach mit einem Tuch abputzen. Das spart das Kratzen oder 
die Lösungsmittel.

Aber wirklich befriedigende Ergebnisse bieten alleinig der Tonertransfer 
oder Belichtungsverfahren.
Gast #3461643
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> Für Quick'n'Dirty würde ich Acryllack empfehlen und direkt nass ins Ätzbad
> schmeißen. Der Lack löst sich auch nass nicht ab und lässt sich
> hinterher einfach mit einem Tuch abputzen.
welche Sorte nimmst Du denn?
eine andere Variante wäre noch Nagellack.
#3461981
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Hallo zusammen.

Es hilft, wenn man den Stift - auch einen neuen - mit der Edding 
Nachfülltusche etwas 'fettiger' macht.
10-20 Tropfen sind für einen 3000 mehr als ausreichend.

Wichtig:
erstmal liegend 1 Tag verwahren, damit sich die Tusche im Vlies
verteilen kann.
Dann vor Gebrauch senkrecht mit der Spitze nach oben in der
Hand anwärmen. Ansonsten drückt die sich erwärmende Luft die
Tinte aus der Spitze, es macht 'blubb' und man hat einen dicken
Tropfen auf der Platine.
Ich habe übrigens die Feststellung gemacht, daß nicht alle
Spitzen gleich sind, sowohl Neue als auch Gebrauchte oder
Ersatzspitzen.

Auf diese Art und Weise habe ich vor ca. 40 Jahren meine
ersten Platinen gemacht. Im Ganzen etwas groß, hatte aber den
Vorteil, daß man prima darauf 'herumbraten' konnte. Da gab es
keine sich ablösenden Leiterbahnen oder Lötpunkte.
Wenn das Projekt klein ist und es schnell gehen soll, mache
ich das heute noch so.


73
Wilhelm
Persönliche Seite #3468974
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Der Edding 3000 funktioniert perfekt. Geätzt mit Fe3Cl auf 
Zimmertemperatur in ca. 5 min. Keine Löcher zu erkennen. Im Vergleich 
dazu sieht Tonertransfer bei mir aus wie schweizer Käse.

Ich hab einfach die Leiterbahnen gemalt, dann unter der Lampe helle 
Stellen zur Sicherheit nochmal drübergetupft. Ergebnis siehe Anhang.
Angehängte Dateien:
Persönliche Seite #3469029
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Martin Schwaikert schrieb:
> Malignes Melanom schrieb:
>> Der Edding 3000 funktioniert perfekt. Geätzt mit Fe3Cl auf
>> Zimmertemperatur in ca. 5 min.
>
> Wie stellt ihr das an? 5 Minuten schaffe ich vielleicht bei 60°C. Und
> das bei einer hohen Konzentration.

Hmm, könnte evtl. daran liegen dass ich ab und zu eine Kappe HCl in die 
Ätzlösung gebe. Ich benutze dieselbe Brühe schon seit Jahren. :P

Und dann schwenke ich die Platine ununterbrochen per Hand. Natürlich mit 
Gummihandschuh.

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