hallo,
kann ich eine led an 230 V anschliessen, indem ich einfach einen
widerstand und eine diode (meinet wegen auch
4-wege-brückengleichrrichter) davor schalte...geht das?? wenn ja..welche
bauteile nimmt man da am besten..welche diode hält das aus, ohne gleich
baden zu gehen..und wird die wärme-entwicklung am widerstand nicht recht
hoch?
über hilfe wäre ich dankbar.
mfg
also ersteinmal, ja, es geht, wenn du den vorwiderstand auch richtig
auslegst, geht es mit jeder diode. nur der sinn der sache ist etwas
zweifelhaft. wie wär denn ein kondensator als kapazitiver
blindwiderstand? das erfordert jedoch etwas mehr, als bloß einen
kondensator anstelle des widerstandes, verringert aber auch die
verlustleistung immens
danke für die hilfe...die antworten sind ja doch zurückhaltend..
hast du evtl einen schalteplan für mich mit den bauteilen, die ich
benötige...für eine weisse led..oder zwei..
Viki ja es geht.
Du brauchst lediglich ne Diode (um die Halbsinuswelle zu "blocken"),
einen Kondensator zum bisschen Glätten(sonst würde die LED gewaltig
flackern) und nen Widerstand der die Verlustleistung verträgt.
Da was du vor hast, ist von der Verlustleistung gesehen, nicht gerade
Umweltfreundlich...
Damit kannst du glatt dein Zimmer heizen...
Kurze Rechnung:
Led Vc 3,2V Iled 20mA.
Ue = 230V
Daraus Folgt
230 - 3,2 * 0,020 = ~ 4,5W Verlust...
Als Widerstand brauchst du damit einen Hochlastwiderstand. Kondensator
dürfte ein 300V Wima Folienkondensator gute Dienste tun und die Diode
eine die für diese Spannung ausgelegt ist.
Grüße
Kann man nur abraten von.
Weiße Led: 4V 100mA
Netzspannung: 230V
Im Widerstand werden verbraten:
230V - 4V = 226V
226V * 100mA = 22,6Watt
D.h. um eine Led mit 0,4 zum leuchten zu bringen werden 23 Watt
gebraucht. Da ist eine Glühbirne effizienter.
Dazu kommt: Das ganze hängt an Netzspannung und ist somit beim hinlangen
lebensgefährlich.
Es geht zwar, ist aber ökonomischer Schwachsinn. Angenommen, die LED
benötigt 20 mA, so werden diese 20 mA auch auf der Netzseite benötigt.
Das sind 4.6 Watt*, die fast zu 100% im Vorwiderstand verheizt werden.
*) Ganz einfache Rechnung: 20 mA * 230 V
Gast wrote:
> Wer einen Vorwiderstand nicht dimensionieren kann, der sollte auch nicht> an 230 V arbeiten.
und nu geh mal zu den Bauelektrikern im Lande.....
Bau Dir doch einen kapazitiven Spannungsteiler für 50 Hz. Der hat nur
ein Bruchteil der Verlustleistung eines Vorwiderstandes. Nach dem
Spanungsteiler eine Diode, damit die 5 V Sperrspannung der LED nicht
überschritten wird.
Man braucht nichmal einen Spannungsteiler. Wie oben schon gesagt wurde,
reicht ein Kondensator in Reihe zur Diode. Um die Sperrspannung nicht zu
überschreiten (bei der negativen Halbwelle liegt fast die ganze
Netzspannung an der LED an) schaltet man einfach eine zweite LED
antiparallel zur ersten. Dann flackert nichts mehr, man hat keine fast
Verluste und es funktioniert sogar.
Gruss Daniel
@Benedikt
Es müsste auch ohne Vorwiderstand funktionieren. Nehmen wir an, der
Einschaltvorgang dauert 10µs. In dieser Zeit fließen ca. 3A. Das sollte
die LED über diese kurze Zeit locker packen, wenn man von der Energie
ausgeht, die in ihr verbraten wird, oder bist Du Dir wirklich sicher,
dass die LED stirbt? Wenn ja, warum?
Ich teste das nacher vllt. mal ;)
Gruss Daniel
Daniel R. wrote:
> Das sollte> die LED über diese kurze Zeit locker packen, wenn man von der Energie> ausgeht, die in ihr verbraten wird,
3A würde ich nicht jeder LED zumuten. Vor allem weiße oder blaue LEDs
sind sehr empfindlich. Im Datenblatt werden da oft gerade mal wenige
100mA bei 10µs spezifiziert.
Worst case liegen dann nämliche 650V an (wenn die Schaltung während
einer Spitze der Halbwelle abgeschaltet wurde und während der anderen
eingeschaltet wird). Daher fehlen eigentlich 2 Widerstände: Einer
parallel zum Kondensator um diesen nach dem Abschalten zu entladen
(grob: ca. 1MOhm) und der andere in Reihe um eben den Einschaltstromstoß
abzufangen (ca. 1 Ohm pro Volt, also rund 200-300 Ohm).
Was spricht gegen eine Glimmlampe?
Als Signalisierung an 230V unschlagbar.
Wenig Strom, direkt für 230V gedacht, weniger Verluste (auch kein
Blindgesäu) ... nur sieht der PC-MOD mit Glimmlampen halt doch schei*e
aus ;)
Der wohl ahnungslose wrote:
> Was spricht gegen eine Glimmlampe?> Als Signalisierung an 230V unschlagbar.> Wenig Strom, direkt für 230V gedacht
Hast du schon mal eine Glimmlampe direkt an 230V angeschlossen? Falls
nein, dann versuch es besser auch nicht.
Wenig Strom würde ich da nicht sagen, die gönnt sich durchaus ein paar
Ampere und leuchtet in einem schönen blau, bevor sie das Ende der
Lebensdauer lautstark verkündet.
Ein Vorwiderstand von etwa 100-200kOhm ist daher üblich.
Naja, die Berechnung des Kondensators ist ja nicht wirklich schwer:
XC = 1/(2*PI*f*C) und XC = Ueff/Ieff
womit
C = Ieff/(2*PI*f*Ueff)
Die Formel gilt, wenn die LED mit Vollwelle betrieben wird. Bei
Halbwelle muss der Kondensator verdoppelt werden, damit der gleiche
effektive Strom fliest.
Beispiel für die übliche Halbwelle:
C = 2*Ieff/(2*PI*f*Ueff) = 2*20mA/(2*PI*50Hz*230V) = 553nF
man nehme also 470nF
Noch was zum weggelassenen Vorwiderstand, bez. generell zur
Dimensionierung des Vorwiderstandes:
Man bedenke, dass der Kondensator bez. des fliessenden Stroms einen
Hochpass bildet. Ein an der gleichen Dose betriebener
Halogen-Deckenstrahler mit Phasenanschnittsteuerung erzeugt hübsche
Oberwellen auf dem Netz, was in der LED einen kräftigen zusätzlichen
Stromfluss verursacht, welcher aber nur schwer kalkulierbar ist.
Für die besagten Harmonischen gibt es weitaus attraktivere Wege als
durch die LED. Das Netz saugt sich das Zeug schon weg. Darüber würde ich
mir keine Sorgen machen. Der Einschaltstromstoss ist da ein anderes
Kaliber.
Naja, zugegeben, ganz ohne Vorwiderstand dürfte die LED ihren
Lebenslichtstrom schon beim Einschalten abgeben.
Eine Messung der Harmonischen wäre aufschlussreich, ich werde am Montag
mal den Tastkopf in die Dose halten.
Hi,
ich hab sowas mit ein paar Bauelementen in ein Starter-Gehäuse
eingebaut.
Die Schaltung war aus dem Netz und sollte unter "LED an 230V" zu
finden sein. Zu beachten wäre die Spannungsfestigkeit des C.
Ich finde das Ding bei der Fehlersuche in Schaltschränken recht
Hilfreich.
Eben eine moderne Glimmlampe.
Wigbert
Wenn ich mir das richtig überlege, muss ein Vollweggleichrichter für
diese Anwendung lediglich eine Spannungsfestigkeit von ein paar Volt
haben, womit normale 1N4148 verwendbar sind. Wichtig ist nur, dass der
Vorwiderstand "außerhalb" angeschlossen wird.
Eddy Current wrote:
> ... muss ein Vollweggleichrichter für diese Anwendung lediglich> eine Spannungsfestigkeit von ein paar Volt haben
Im Regelfall ist das wohl richtig. Aber was ist wenn die Led versagt
oder eine Lötstelle einen Wackelkontakt hat?
Dann gehen die Dioden hoch.
R2 muss im übrigen aus zwei normalen Widerständen (Bauform 0207)
zusammengesetzt sein, da einer nicht die Spannungsfestigkeit besitzt.
C1 muss ein Kondensator der Klasse X sein, d.h. für Netzspannung
zugelassen.
Insgesamt sehe ich kaum Vorteile in dieser Schaltung, die ihre Tücken
erst auf den zweiten Blick erkennen lässt und sich nur mit Trenntrafo
sicher untersuchen lässt. Geld sparen lässt sich damit auch nicht, einen
kleinen Trafo gibt es schon für 2€ beim Reichelt.
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=2391
> und sich nur mit Trenntrafo sicher untersuchen lässt.
Trenntrafo sollte Standardausrüstung sein wenn man an 230V spielt.
> einen kleinen Trafo
Wo soll man diesen Riesenoschi denn noch unterbringen?
Alexander Schmidt wrote:
> Eddy Current wrote:>> ... muss ein Vollweggleichrichter für diese Anwendung lediglich>> eine Spannungsfestigkeit von ein paar Volt haben>> Im Regelfall ist das wohl richtig. Aber was ist wenn die Led versagt> oder eine Lötstelle einen Wackelkontakt hat?> Dann gehen die Dioden hoch.
Nichts hält ewig :-) Außer einem "Pöff" wird nichts passieren. Wenn bei
einer X-beliebigen Schaltung die Diode eines Vollweggleichrichters
versagt, ist sicherlich mehr Action angesagt.
> R2 muss im übrigen aus zwei normalen Widerständen (Bauform 0207)> zusammengesetzt sein, da einer nicht die Spannungsfestigkeit besitzt.
Hm, ok, nicht unwichtig.
> C1 muss ein Kondensator der Klasse X sein, d.h. für Netzspannung> zugelassen.
Auch richtig. Eine Halbierung der Kapazität durch Vollweggleichrichtung
rentiert sich damit umso mehr.
*.* wrote:
>> und sich nur mit Trenntrafo sicher untersuchen lässt.> Trenntrafo sollte Standardausrüstung sein wenn man an 230V spielt.
Kann man aber drauf verzichten, wenn man einen fertigen Trafo einsetzt,
darauf wollte ich hinaus.
>> einen kleinen Trafo> Wo soll man diesen Riesenoschi denn noch unterbringen?
Trafo 0,3VA: 24mm x 22mm x 15mm (Gerth 150.06-1)
Wima 330nF: 28mm x 24mm x 12mm (WIMA MP 3-X2 330nF)
Wohlgemerkt müssen beim Kondensator noch Widerstände dazu, und er bringt
nur die Hälfte des Stroms.
He, nicht schummeln - der oben verlinkte 'Oschi' hat 32,5 x 26,9 x 26,9.
> Kann man aber drauf verzichten, wenn man einen fertigen Trafo einsetzt,> darauf wollte ich hinaus.
An den muß man aber auch noch 230V anschließen.
Erfinden nicht, aber besprechen und dimensionieren ist sicherlich eine
nette Übung. Ich bin sicher, dass jeder (einschließlich mir), der den
Thread gelesen hat, irgend etwas für sich mit genommen hat. Wer will
schon freiwillig eine extra Platine vom Conrad verbauen?
Hatten wir schon besprochen, wie klein der Kondensator ausfallen könnte,
wenn man eine superhelle LED verbaut?
@ Eddy Current (chrisi)
Hast Du mal mit dem Oszi in der Dose rumgestöpselt? Würde mich auch mal
interessieren, wie viel Schrott sich da wirklich herumtummelt.
Screenshot please ;)
Ein Studienkollege riss neuerdings kurz an, dass man die Kerne von
Netztrafos heutzutage etwas größer auslege, als noch vor 20 Jahren, um
zu vermeiden, dass der Kern durch den hochfrequenten Schrott auf dem
Netz in die Sättigung gerät.
Man bedenke: Alle Harmonischen sind rein blindleistungsbildend. Das
kommt bei allen steilflankigen Schaltvorgängen zu Stande. Somit erzeugt
z.B. ein Phasenanschnitt-Dimmer, an dem eine rein ohmsche Last betrieben
wird, eine Blindleistung im Stromnetz.
Heutzutage hat ja fast jedes Gerät ein Schaltnetzteil integriert.
Filtermaßnahmen schaffen leider nicht zu 100% Abhilfe, zumindest nicht
jene aus China.
Daniel
>> ... dass man die Kerne von Netztrafos heutzutage etwas größer auslege>>Eher kleiner, damit billiger und nicht so langlebig.
Nunja, ich rede von Trafos in Umspannwerken oder "Trafohäuschen". Dort
würde es sich nicht lohnen, einen Trafo zu klein auszulegen und ihn
dafür alle paar Jahre ersetzen zu müssen, weil er Rauchzeichen von sich
gegeben hat.
Dass Trafos für Jedermann zu klein dimensioniert sind, ist eine andere,
traurige, aber wahre Sache.
Daniel R. wrote:
> Hast Du mal mit dem Oszi in der Dose rumgestöpselt? Würde mich auch mal> interessieren, wie viel Schrott sich da wirklich herumtummelt.> Screenshot please ;)
Ok, werde ich nachholen.
Im Anhang die finale LED-Version, in die alle Verbesserungsvorschläge
eingebaut sind.
Artjom wrote:
> Die beiden 470k Widerstände sehen recht sinnlos aus. Wenn das> entladewiderstände sein sollen warum dann nicht direkt parallel zum> Kondensator?
Es ist nahezu egal wo die Widerstände liegen. Parallel zum Kondensator
ist es ein ganzkleinwenig sinnvoller, da die Widerstände dann nicht
sinnlos Strom verbrauchen, sondern der Strom der LED zugute kommt.
Aber auch so wird der Kondensator sicher entladen und führt zu einem
schwachen Nachleuchten der LED, da diese im Entladepfad liegt.
Daniel R. wrote:
> Ein Studienkollege riss neuerdings kurz an, dass man die Kerne von> Netztrafos heutzutage etwas größer auslege, als noch vor 20 Jahren, um> zu vermeiden, dass der Kern durch den hochfrequenten Schrott auf dem> Netz in die Sättigung gerät.
Quatsch. Dafür gibt's Entstörfilter.
> Man bedenke: Alle Harmonischen sind rein blindleistungsbildend. Das> kommt bei allen steilflankigen Schaltvorgängen zu Stande. Somit erzeugt> z.B. ein Phasenanschnitt-Dimmer, an dem eine rein ohmsche Last betrieben> wird, eine Blindleistung im Stromnetz.
Die erst gar nicht bis in's Netz gelangen darf - Stichwort wieder:
Entstörfilter.
@Juppi Armes Schweinchen: von dir erwarte ich immer ein "lall". Da ist
das "lol" deiner verkürzten Sprache schon ein Fortschritt.
@Eddy
Daß die Formel den Schaltplan nicht beschreibt, erkennt man allein schon
an den fehlenden Spannungen über den Dioden und dem Widerstand.
Siegfried wrote:
> Daß die Formel den Schaltplan nicht beschreibt, erkennt man allein schon> an den fehlenden Spannungen über den Dioden und dem Widerstand.
Der Spannungsabfall über Widerstand und Dioden macht keine 3% aus und
kann daher vernachlässigt werden.
Die Spannungsschwankungen im Netz sind deutlich größer als diese 3%.
226V / (1/(2 Pi 50Hz * 200nF) + 150ohm) = 14,0mA
230V / (1/(2 Pi 50Hz * 200nF)) = 14,4mA
Hallo Siegfried oder wer?
Dein fachliches Vokabular ist sehr begrenzt,sonst hättest du auf die
Frage richtig antworten können.(du hast den Widerstand der Verdrahtung
vergessen)
P.S.
Deine Erziehung läßt viel zu wünschen übrig.
MfG
@Siegfried
Richtig. Da der Widerstand aber absichtlich klein gehalten wird um die
Wirkleistung gering zu halten, kann er gleichzeitig vernachläßigt
werden. Umgekehrt betrachtet hat der Widerstand bzw. die
Diodenschwellspannungen keinen ausreichenden Einfluss auf die
Dimensionierung des Kondensators, da dieser typischerweise gerade mal
aus der E6-Reihe ausgewählt wird.