Hallo.
Wie werdet ihr der Datenflut Herr?
Ich habe so viele Daten, wenn ich alles auf DVD brennen wollte, könnte
ich gleich nen ganzen Kofferraum voll DVD Rohlinge kaufen gehen. Und
wäre 3 Monate ununterbochen mit brennen beschäftigt.
Selbst mit BlueRay sieht die Situation nicht besser aus.
Momentan backuppe ich alles auf USB Festplatten. Etwas anderes fällt mir
nicht ein. Aber Festplatten sind als Langzeit-Backup Medium auch nicht
unbedingt ideal geeignet. Mir ist nicht erst eine Festplatte defekt
gegangen.
Im Jahr 2006 betrug meine Tatenmenge schon knapp 1 Terabyte.
Heute beträgt meine Datenmenge knapp 9,6 Terabyte. also runde 10 TB.
Und pro Tag kommen einige Gigabyte dazu.
Diese Datenmenge schaffe ich übrigens ohne illegales Filesharing, nur
mit legalen Daten.
Ich kann übrigens bis zu 4 Fernsehprogramme gleichzeitig aufzeichnen.
Wenn da 4 interessante Sendungen zeitgleich kommen, könnt ihr euch
vorstellen, wieviele Megabyte pro Sekunde der Datenbestand steigt.
Früher hatte ich eine Schrankwand mit VHS Kasetten, später mit DVD's
heute einen Raid 5 Fileserver
Es gibt auch nocht Bandlaufwerkt. Sie sind zwar für Privat nicht
bezahlbar aber in Firmen werden sie gerne eingesetzt. Wir sichern
Täglich 3-5Tbyte ohne das jemand etwas umstecken oder von Hand machen
muss.
http://de.wikipedia.org/wiki/Linear_Tape_Open
Du solltest vielleicht mal deine Sammel-Wut überdenken. Ich kann mir
kaum vorstellen, dass es nötig ist, solche Datenmengen zu sammeln. Wem
nutzt das jemals was?
Interessant. Gibts die auch als Laufwerk für den Rechner oder nur als
externes Gerät?
So ein "altes" 3er oder 4er Band würde mir ja schon reichen. Muss ja
nicht das neueste 5er sein. Mal sehen vielleicht gibts irgendwo ein
ausgemustertes, aber funktionsfähiges 3er oder 4er Gerät.
Uli schrieb:> Ich kann übrigens bis zu 4 Fernsehprogramme gleichzeitig aufzeichnen.> Wenn da 4 interessante Sendungen zeitgleich kommen, könnt ihr euch> vorstellen, wieviele Megabyte pro Sekunde der Datenbestand steigt.
Ich beneide Dich! Wenn ich am Tag mal eine interessante Sendung finde
die dazu noch keine Wiederholung ist bin ich schon froh.
An sonsten kannst Du dir einen Blueray Brenner zulegen. Kostet auch
nicht mehr die Welt und es passen immerhin 25 oder 50GB auf eine
Scheibe...
Christian R. schrieb:> Du solltest vielleicht mal deine Sammel-Wut überdenken. Ich kann mir> kaum vorstellen, dass es nötig ist, solche Datenmengen zu sammeln. Wem> nutzt das jemals was?
Ich zeichne täglich z.B. die Tagesschau auf. Aus Zeitgeschichtlichen
Gründen. Ich habe Tagesschauen bis etwa zum Jahr 2000. Wie kam ich
drauf?
Es gibt "Tagesschau vor 20 Jahren" was irgendwann nachts kommt. Da kam
mir die Idee, das selbst zu machen.
Ich zeichne außerdem jeden James Bond auf der im öffentlich rechtlichen
Fernsehen Werbefrei ausgestrahlt wird. Und andere "Blockbuster".
Ich kann mittels professioneller Videotechnik+Videokarte auch Pay TV
oder aus Onlinevideotheken aufzeichnen ohne dass ich einen Kopierschutz
knacken müsste. (Auf VGA uder YUV Ebene)
Was nützt es einem 4 beschissene Fernsehsendungen gleichzeitig mit
Werbung und allem Mist aufzunehmen. Da zieh ich mir die guten Filme
lieber aus dem Netz.
Auch ganz nett ist ne Ebook Sammunlung mit so ca. 20`000 Sachbüchern,
leider hat die mittlerweile auch um die 150GB. Spart ne Menge zeit in
der Bibliothek.
Wie oft hast du denn schon die Tagesschau vor 20 Jahren gesehen? Und wie
oft die du aufgenommen hast.
Wenn dich eine alte Folge wirklich interessiert müsstest du dir die
Themen der Sendung mitschreiben, sonnst findest du nie mehr eine Folge
die du sehen willst.....
Um auf deine Frage zu kommen CD, DVD und Blueray (Bandlaufwerke auch zum
Teil) sind nicht für Langzeit Archivierung geeignet.
Du musst sowieso alle x Jahre das Material sichten und gegebenenfalls
Migrieren.
Also ich speichere in unterschiedlichen Formaten.
mpeg2 bei DVB-S SD (Speichere das 1:1), avchd/h.264, früher auch divx
usw.
Die meißten meiner Aufzeichnungen lösche ich nicht, sie segnen aus
technischen Gründen das Zeitliche. Defekte oder Formatumstellungen sind
die Ursache.
Bestes Beispiel: Die VHS Schrankwand, wo ich das wenigste überspielt
habe. Eigentlich nur private Videos. Das meißte was ich aus der
Videothek oder TV aufgezeichnet hatte, habe ich nicht in die digitale
Welt überspielt und gammelt jetzt im Keller. Wird irgendwann sowieso
nochmal gesendet.
Es gibt eine einfache Möglichkeit: Explorer -> Strg + A -> Entf -> Enter
:)
Im Ernst: Wieso sollte man soviel aufzeichnen? Das mit der Tagesschau
klingt ja noch halbwegs logisch, aber wozu Filme aufzeichnen? Wann
schaut man sich die denn alle nochmal ein?
Einmal vielleicht, aber danach kann man die auch wieder löschen.
... ich dachte, dies sei ein technisches Forum. Scheint, als würde es
hin und wieder zu einem psychologischen Forum abdriften.
Uli hat ein technisches Problem, für das er in einem technischen Forum
nach einer technischen Lösung sucht.
@ Mehmet Kendi (mkmk)
>... ich dachte, dies sei ein technisches Forum.
Im Wesentlichen.
> Scheint, als würde es>hin und wieder zu einem psychologischen Forum abdriften.
Ist wohl so ;-)
>Uli hat ein technisches Problem,
Das ist strittig.
> für das er in einem technischen Forum>nach einer technischen Lösung sucht.
Das ist ein oft vorkommender Irrtum. Das Problem liegt oft woanders, und
muss demnach auch anders gelöst werden. Und Pseudolösungen ala
Bandlaufwerk wurden bereits genannt.
MFG
Falk
Technische Antwort auf technisches Problem:
Datenhaltung auf Fileservern. Die benötigte Volume-Kapazität bekommt man
mit RAID-Technologien problemlos hin. Geschwindigkeit und Kapazität sind
eine Frage des Aufwandes sind eine Frage des Geldes.
Im günstigsten Fall als RAID-5 realisiert bekommste 10TB mit 6 Platten a
2TB hin (in der Praxis eher so 7-8 plus 1 Spare-Laufwerk), der Durchsatz
bei nicht konkurrierenden linearem Zugriff sollte eine Gigabit
Verbindung deutlich über die Hälfte auslasten. Erfahrungsgemäß ist bei
sequentiellem Lesen eher die Netzwerkverbindung der Flaschenhals.
RAID-5 Volumes bieten optimalen Durchsatz meist im Bereich von um die 7
Platten, darüber kann man allerdings mehrere Volumes zu einem logischen
Volume kombinieren.
Um diese Datenmengen zu sichern wäre LTO durchaus geeignet, in
Verbindung mit einem Autoloader. LTO4 macht 800GB pro Tape
unkomprimiert, LTO5 1600GB. nen 8fach Autoloader gibts schon in 1HE. Das
ist nahezu beliebig hochskalierbar bis hin zu ganzen Platten- und
Bandschränken, dann allerdings sinnvollerweise als SAN realisiert mit
automatischer Auslagerung der nicht im Direktzugriff benötigten (alten)
Daten auf Tape.
Kommen wir jetzt zum Knackpunkt: Wie groß war noch gleich dein Budget?
Das warum ist dabei kein technisches Problem.
@Falk
Uli haette auch irgendeine Geschichte erzaehlen können, die in unsere
technische Weltanschauung gepasst haette.
Z.Bsp. gibt es hier in der Türkei (und vermutlich auch in jedem anderem
Lande auch) staatliche Stellen, wo alle TV- und Radio-Sendungen live
mitgeschnitten und für x Jahre gelagert werden. Und da fallen viel
grösse Datenmengen an, als die ulrichschen "4 gleichzeitigen
interessanten Sendungen".
Zwar kann ich Ulrichs Problem auch nicht verstehen, aber das Problem an
sich ist ein interessantes Problem.
Siehe auch:
http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/295_000_000_000_000_000_000_Bytes__ndash__Inventur_des_Weltwissens1771015587394.html
Uli schrieb:> Interessant. Gibts die auch als Laufwerk für den Rechner oder nur als> externes Gerät?
Klar gibts die Bandlaufwerke auch intern, Bauform meist 5,25"HH
(=DVD-LW) manchmal 5,25"FH, früher SCSI heute SAS. Dort suchen wo
Firmenkunden suchen, nicht beim Shop für den Heimbastler. Und bischen
Geld einplanen.
A. K. schrieb:> Klar gibts die Bandlaufwerke auch intern, Bauform meist 5,25"HH> (=DVD-LW) manchmal 5,25"FH, früher SCSI heute SAS. Dort suchen wo> Firmenkunden suchen, nicht beim Shop für den Heimbastler. Und bischen> Geld einplanen.
Hallo,
das löst das Problem nicht wirklich - z.B. LTO3-Laufwerke bekommt man
gebraucht für rund 800 Euro, aber ein Band ist zwar mit 800 GB
angegeben, aber das ist mit Kompression, bereits komprimierte Dateien
wie alle Filme passen bloss 400 GB drauf. Er müsste also 25 Bänder
nacheinander einlegen (a ca. 20 Euro). Das ist schon viel besser als DVD
oder Blueray, aber auch nicht wirklich praktikabel. Und für
automatischen Bandwechsel bräuchte er nicht nur einen 19-Zoll-Einschub,
die haben bloss 6 bis 10 Slots (Bänder), sondern einen ganzen Schrank,
und sowas repräsentiert einen Gegenwert von 30 bis 50 kEuro.
Und ausserdem, es stimmt schon: das Ganze ist ein Messie-Syndrom, bloss
in moderner Ausprägung. Wenn einer sein ganzes Haus mit Müll zugestopft
hat, sollte man ihm ja auch nicht raten, noch eins dazuzubauen. Was
übrigens hilft: mal drüber nachdenken, was die Erben wohl damit
anfangen.
Gruss Reinhard
Reinhard Kern schrieb:> Er müsste also 25 Bänder nacheinander einlegen (a ca. 20 Euro).
Ja und? Er hat seine 10TB in 5 Jahren angesammelt, nicht an einem Tag.
Ausserdem war das eine konkrete Antwort von mir auf eine konkrete Frage
nach Laufwerken. Nicht mehr. Für wahlfreien Online-Zugriff ist das
unpraktisch, als Absicherung gegen defekte Platten als Primärmedium
jedoch sinnvoll, wenn ihm die Daten das wert sind.
Mehmet Kendi schrieb:> Scheint, als würde es hin und wieder zu einem psychologischen Forum> abdriften.> Uli hat ein technisches Problem, für das er in einem technischen Forum> nach einer technischen Lösung sucht.
Naja, ich kann die Reaktionen schon verstehen. Wenn jemand nach einer
Lösung für 500GB oder 1TB fragt OK (und das ist schon eine Menge), aber
10TB (in Worten: Zehn TERRABYTE)??? Bei einer geschätzen Dicke von 3mm
pro 3,5" Diskette (hab keine griffbereit) und wenn ich mich nicht
verrechnet habe gäbe das einen Stapel von 22 KILOMETERN Höhe. Das ist
doch Irrsinn!
Selbst wenn mal viele Filme aufhebt, irgendwo gibt es eine Grenze. Ich
finde mich schon in meinen vielleicht 50GB nicht zurecht. :-(
Muss man heute eigentlich gleich mehrere NAS mit RAID-5 und jeweils
zig TB zu Hause haben um normal zu sein? Es gibt Leute die haben so
viele Daten wie riesige Unternehmen vor vielleicht 20-30 Jahren,
irgendwo ist doch mal gut.
Mal 'ne Frage an die Datensammler: Wie findet ihr euch in euren zig
hundert GB zurecht? Ich lese hier von 500GB, 1TB, 2TB, wie geht das???
"Nur" eine ordentliche Ordnerstruktur oder nochmal 10GB Datenbank wo
alles verzeichnet ist?
doch Gast schrieb:> Mal 'ne Frage an die Datensammler: Wie findet ihr euch in euren zig> hundert GB zurecht? Ich lese hier von 500GB, 1TB, 2TB, wie geht das???
Überhaupt kein Problem. Vorneweg eine 30GB grosse Datenbank, die genau
verzeichnet, welche Files auf welchem Band und welcher Kopie davon
liegen. Hintendran ein Roboter mit zweihundertirgendwas Plätzen und ein
paar Bandlaufwerken.
@ hp-freund (Gast)
>http://www.golem.de/1006/75621.html
Mal abgesehen von dem potentiellen Hype, Fördergeldbetrug oder sonstwas.
Schaut doch einfach mal 20 Jahre zurück. Wer jünger ist, eben weniger
;-)
Und was stellt man fest? Dass zwar die Bandbreiten und
Speicherkapazitäten starkt gewachsen sind, die (gefühlte) Überlastung
aber geblieben ist. Und was lernen wir daraus?
MfG
Falk
P S Einfaches, anschauliches Beispiel: Die Bildformate !
Also damals, als es noch kein Dvb-T gab und ich somit noch mit meinem PC
Fern schauen konnte, habe ich auch viele Filme aufgenommen und habe sie
regelmäßig auf DVD gebrannt....jetzt der Trick: Es gibt gute Programme
um Filme zu komprimieren ohne nennenswerte Verluste zu haben...so hab
ich z.B. 5 Filme auf ne DVD bekommen(4,7GB) und die Qualität war auf dem
Fernseher(ca 40") sehr gut!
Jetzt müsstest du dich nur dransetzten und den Kram ausmisten!
Mein Tipp: James Bond z.B. gibts in netten Komplettset's und bei dem
Geld was du dafür ausgibts kannste dir ne goldene Videothek-Karte
ausstellen lassen oder dir die "Dauerrenner" kaufen^^
Somit müsstest du nur noch die Tagesschau aufzeichnen wenn du magst und
könntest die komprimieren und wenn du z.b. ein Bluray Brenner hast
dürfte da auch einiges draufgehen^^
MfG Criess
Peter schrieb:> Es gibt auch nocht Bandlaufwerkt. Sie sind zwar für Privat nicht> bezahlbar aber in Firmen werden sie gerne eingesetzt. Wir sichern> Täglich 3-5Tbyte ohne das jemand etwas umstecken oder von Hand machen> muss.>> http://de.wikipedia.org/wiki/Linear_Tape_Open
Was kosten die Bänder pro Gigabyte ? Rechnet sich das gegenüber der
Preisentwicklung von Festplatten ?
Ich habe aus Zufall ein Forum gefunden in dem einer im Jahr 2000 nach
ner 1GB-Festplatte gefragt hat, bzw woher er eine günstige bekomme.
Viele haben ihn runter gemacht, weil es ja Wahnsinn sei, 1GB haben zu
wollen. Nur Psychos brauchen sowas, da ein Normalo die ja "nieee" voll
bekommt.
Heute sind bei neuen Rechnern 1,5TB fasst schon standard.
Ich finde es hier sehr schade, das einer wegen 10 TB dumm angemacht
wird! Er hat ein Hobby, Filme aufzeichnen. Ihr buht ihn aus. Der andere
Golft gerne, oder bastelt am Auto etc.
Witzigerweise maulen gerade die Leute über andere Dinge, welche sie
selbst nicht interessiert (vergleicht mal den WoW-Beitrag, da hat einer
von "mir kommt das kotzen, wenn ich erfahr das einer sowas spielt"
geschrieben).
Jeder ist von Euch perfekt! Einer der nicht wie Ihr seid, hat irgendein
psychologisches Problem (ich möchte anmerken, das ich diejenigen meine,
welche sich negativ über die 10TB geäusert haben)!
Ich suche selber auch passende Backupmöglichkeiten! Momentan verwende
ich mehrere USB-Festplatten (7). Dabei sichere ich die interne
Serverplatte jeden Tag komplett auf eine externe Platte. So kann ich
eine Woche lang zurückverfolgen bzw welches Backup fehlerhaft sein
könnte.
Bei 10TB wird die Sache kompliziert.
Du könntest Dir eine NAS kaufen und dort 5x 2TB als RAID verbauen. So
wäre ein Backup möglich.
Die Platten sind relativ günstig geworden:
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=E612;GROUPID=720;ARTICLE=95060;SID=28TbRamKwQARwAAB7V5e04891a6d16822d334ed4d22ef18e9058ahttp://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=E612;GROUPID=720;ARTICLE=103000;SID=28TbRamKwQARwAAB7V5e04891a6d16822d334ed4d22ef18e9058a
Ein leidlich nachvollziehbares Motiv für solche Sammelwut: Die
brillianten Aussichten auf eine Gegenwart, in der das Sammeln von
TV-Material in Form funktional schwersten eingeschränkter Endgeräte
zunehmend schwierig wird.
Wie heisst nochmal der neue DVB-Verschlüsselungs-Standard, bei dem
eigentlich nur noch die Handschellen am Fernsehsessel fehlen, und die
Verweilzeit jener gnädigerweise überhaupt noch aufzeichenbaren Sendungen
grad noch für eine Pinkelpause reicht?
Alex W. schrieb:> Ich finde es hier sehr schade, das einer wegen 10 TB dumm angemacht> wird! Er hat ein Hobby, Filme aufzeichnen. Ihr buht ihn aus. Der andere> Golft gerne, oder bastelt am Auto etc.
Ich "mache niemanden dumm" an. Klar hat heute jeder 0815-PC der verkauft
wird nen halbes Terrabyte Speicher an Bord, aber warum? Weil es
tatsächlich solche Mengen braucht oder weil es halt technisch machbar
ist und in der Werbung immer gut ankommt?
> Ich suche selber auch passende Backupmöglichkeiten!
Ich auch, ständig. Aber für welche Datenmengen? Es wurde oben schon
angesprochen, vieles was man so aufhebt guckt man nie wieder an, seien
es Filme oder andere Daten. Ich hab selber viele Sachen aufgehoben, das
meiste ist leider in Papierform und die Digitalisierung ist mit
Hobbymitteln nicht möglich (bzw. nicht sinnvoll).
Die eigentliche Frage ist doch: Muss man wirklich ALLES aufheben? Die
James Bond-Filme z.B. gibts bestimmt noch viele Jahre lang in der
Videothek und als DVD, da lohnt sich der Aufwand imho nicht. Die
Tagesschau naja, die ARD wird ein Archiv haben, aber als Privatmensch
kommt man da wohl nicht dran, also wers mag soll sie aufnehmen. Ich
stelle mir selbst manchmal die Frage warum ich tausende Fotos
(digital!!!) aufhebe, solche Mengen kann man gar nicht angucken.
Andererseits lagert die Bundesregierung jahrhunderte alten Krempel im
Barbarastollen, mit der Begründung es handele sich um historisch
wertvolles Material. Das guckt so schnell bestimmt keiner mehr an,
trotzdem wird es aufgehoben. Eigentlich ist das mehr eine philosophische
Frage, ich schweife ab...
A. K. schrieb:> Ein leidlich nachvollziehbares Motiv für solche Sammelwut: Die> brillianten Aussichten auf eine Gegenwart, in der das Sammeln von> TV-Material in Form funktional schwersten eingeschränkter Endgeräte> zunehmend schwierig wird.
Das ist wohl wahr.
Man sollte sich ganz allgemein nicht zu sehr darauf verlassen dass
Quellen wie das Internet niemals versiegen, wie oft habe ich es schon
erlebt dass Lesezeichen nach einem Jahr nur noch ein trauriges "404"
lieferten? Und Youtube löscht auch immer mehr Videos mit fadenscheinigen
Begründungen. Ich versuche mir gerade anzugewöhnen interessante Sachen
runterzuladen und privat zu sichern (und dabei auf Datenformate usw. zu
achten), auch wenn man die Inhalte wohlmöglich nie wieder anklickt. Die
Suche nach der ultimativen Speicher- und Organisierlösung geht also
weiter. :-( Langzeitarchivierung ist übrigens ein spannendes Thema, bei
Wikipedia gibts dazu viel (zu viel? ;-) ) zu lesen.
hp-freund schrieb:> @ Falk> ich muß leider zustimmen. Die Daten werden immer mehr, aber:> - die Info> - der Sinn> - der Spaß> nehmen ab :-(
Ja, eigentlich traurig dass. Nur weil es technisch möglich ist werden
immer mehr Daten produziert die keiner braucht bzw. obwohl es mit
deutlich geringeren Menge ginge. :-( (Ich muss da zwangsläufig an
Vorratsdatenspeicherung denken, aber das ist ein anderes Thema.)
doch Gast schrieb:> Ich "mache niemanden dumm" an. Klar hat heute jeder 0815-PC der verkauft> wird nen halbes Terrabyte Speicher an Bord, aber warum? Weil es> tatsächlich solche Mengen braucht oder weil es halt technisch machbar> ist und in der Werbung immer gut ankommt?
Und niemand braucht mehr als 640KB Arbeitsspeicher...
Es gibt so viele sinnvolle Möglichkeiten den Platz vollzubekommen. Schon
allein ein inkrementelles wöchentliches Backup frisst einiges.
Alexander Schmidt schrieb:> doch Gast schrieb:>> Ich "mache niemanden dumm" an. Klar hat heute jeder 0815-PC der verkauft>> wird nen halbes Terrabyte Speicher an Bord, aber warum? Weil es>> tatsächlich solche Mengen braucht oder weil es halt technisch machbar>> ist und in der Werbung immer gut ankommt?>> Und niemand braucht mehr als 640KB Arbeitsspeicher...> Es gibt so viele sinnvolle Möglichkeiten den Platz vollzubekommen.
Ja, Ja, ist schon gut. ;-) Aber trotzdem: Gibt es nicht vielleicht
irgendwann mal eine Grenze? Die Programmierer sagen sich "Der Speicher
ist vorhanden, also können wir ihn auch nutzen.", die Hardwaremenschen
stellen dann fest "Software braucht immer mehr Platz, wir brauchen
größere Festplatten usw." und die ganze Sache dreht sich im Kreis.
Daten-Messie schrieb:> Peter schrieb:>> Es gibt auch nocht Bandlaufwerkt. Sie sind zwar für Privat nicht>> bezahlbar aber in Firmen werden sie gerne eingesetzt. Wir sichern>> Täglich 3-5Tbyte ohne das jemand etwas umstecken oder von Hand machen>> muss.>>>> http://de.wikipedia.org/wiki/Linear_Tape_Open>> Was kosten die Bänder pro Gigabyte ? Rechnet sich das gegenüber der> Preisentwicklung von Festplatten ?
Bei Alternate gibt's die 1.5 TB LTO-5 (unkomprimiert)-Bänder für ~70 €
(das Einbaulaufwerk würde ~2000 € kosten)
> Ich finde es hier sehr schade, das einer wegen 10 TB dumm angemacht> wird! Er hat ein Hobby, Filme aufzeichnen. Ihr buht ihn aus. Der andere> Golft gerne, oder bastelt am Auto etc.
Solange das sein bewusst gewähltes Hobby ist, ist das alles kein
Problem. Weder 10TB, noch Tagesschau, noch James Bond.
ABER: Der Eingangspost klang eher nach Belastung als nach Hobby und
Freude ("Kofferraum voll Rohlinge", "wäre 3Monate beschäftigt", "selbst
mit Bluray wärs nicht besser..."). Da sei ein Anstubsen in Richtung
kritischer Selbstreflexion erlaubt.
Zum Arzt muss er wegen seines Hobbys nicht. :-)
Es gibt drei Arten von Leuten, denen ich solchen Speicherverbrauch bei
gutem Gewissen zurechnen würde:
1. Gamer (Spiele werden immer größer)
2. Video-Editer, Renderer, Musiker
3. Die moderne Form der Internetausdrucker
Ein Beispiel:
Man hat ein tolles Programm gefunden.
Es tut alles was man will.
Man lädt sich den Installer runter und speichert ihn extern.
Das Backup wächst und wächst...
Jahre später wechselt man das Betriebssystem.
Der Installer und seine 10000. Geschwister funktionieren nicht mehr.
Man weiß auch nicht mehr, wozu die überhaupt gut waren, man hatte es
eben auf dem alten Computer und will es wieder haben.
Das Problem hat man längst vergessen.
Irgendwann taucht es wieder auf und man lädt sich eine neue Software
runter.
Da nach Jahren von Entwicklungszeit alle etwas überarbeitet wurde,
erinnert man sich gar nicht mehr an sein altes Programm.
Da man jetzt etwas lauffähiges hat, löscht man seine Backups.
Eine andere Sache ist die folgende:
Man zeichnet jeden Tag die Tagesschau auf.
Irgendwann merkt man, dass man deutlich mehr Videomaterial hat, als man
in seinem Leben noch angucken kann.
Man merkt, dass die alten Sendungen oder zumindest deren behandelter
Inhalt auch im Internet stehen.
Ich kann diese übermäßige Datenhaltung nicht verstehen.
Wer suchet der findet.
Daten kann man sammeln, aber man sollte sich schon auf einzelne Gebiete
konzentrieren oder sich mit anderen zusammen tun.
Warum gründest du keinen Tagesschau-Archivierungs-Verein?
Dann könnt ihr die Speicherlösung gemeinsam finanzieren.
Vielleicht bekommt ihr dann auch Zugriff auf deren Archiv...
Dank noch mal scharf drüber nach!
Mit freundlichen Grüßen,
Valentin Buck
(aktuelle Datensammlung < 1TB)
>Ja, eigentlich traurig dass. Nur weil es technisch möglich ist werden>immer mehr Daten produziert die keiner braucht bzw. obwohl es mit>deutlich geringeren Menge ginge. :-(
Hmm, mal überlegen. Computer und Speicherkapazität in meiner Historie.
1986-1991 KC 85 / KC87; mein Speichermedium für Spiele und
selbsterbrochenes, äh verbrochenes Datenmaterial. Zwei Kasetten, eine
davon Chromdioxid für sagenhafte 17 Mark der DDR.
1991-1994 Amiga 500 mit 1 MB RAM, Datenspeicher ca. 200 Disketten, Das
meiste natürlich Spiele, eine Handvoll für eigene Programmierkünste.
1994-1998 Amiga 1200 mit 2 MB RAM, ab 1996 Turbokarte mit 68030er und
8MB WOW! 260 MB Festplatte, Diskettenbestand in etwa konstant.
1998-2001 Windows-PC mit 133 MHz, Festplatte weiß ich nicht mehr genau,
irgendwas um die 500 MB oder so, Disketten zwei Dutzend.
2001-2007 Windows PC AMD Duron 850 MHz, Festplatte irgendwas um die 20
GB, Diskettenbestand nahe Null, ein halbes Dutzend gebrannte CDs mit
diversen Daten
2007-2009 Laptop mit 1 GHz, Festplatte 40GB
2009-heute Laptop Dual Core 1,5 GHz, 160 GB Festplatte, real 1/2 voll,
ca. 2 Dutzend CDs mit diversen Backups der letzten Jahre, Bilder meiner
Digicam und anderer Kram, Mein MP3 Verzeichnis ist 3,3 GB groß, das
meiste davon sind Kopien meiner käuflich erworbenen CDs. Im Schrank
stehen vielleicht 2 Dutzend DVDs, wobei ich da schon gut die Häfte in
letzter Zeit ausgemistet habe.
Hmm, damit bin ich sicher ein Underperformer ;-)
MFG
Falk
Es reicht nicht zu sammeln. Man sollte auch noch den Überblick über
seine Daten behalten. Wer weiß heute noch genau, was am 1.April 2001 in
der Tagenschau kam??? Somit hat Uli 2 Probleme.
1.Verwaltung der Inhalte
2.Backup und Lagerung
-Ein großes RAID5 ist verlockend, aber leider nur so sicher wie die
Reihenschaltung bei der Weihnachtsbaumbeleuchtung.
-Tausende DVDs wird er in 5 Jahren entweder nicht mehr lesen können weil
die Schicht blind ist oder müssen demnächst einzeln umkopiert werden,
wozu kaum einer Lust haben wird.
-Einige große USB-HDs sortiert gesichert nach Jahren oder Themen.
Wahrscheinlich ist die letzte USB-Variante noch am einfachsten zu
beherrschen im Haushalt und Jahre später am schnellsten auf anderes
Medium kopiert (falls sie nicht vorher vom Tisch gefallen und kaputt
sind).
Exotische Bandformate wird in einigen Jahren wieder keiner mehr lesen
können, weil Treiber oder SCSI-Adapter od.andere HW dazu fehlen wird
(siehe Apollo).
Ich wuer auf ein zweites NAS mit ein paar RAID5 Platten setzen. Die 10TB
sind nachvollziehbar. Soviel ist das auch gar nicht. Ich hatte mal eine
gute Connection zu Kinofilmen. Die duerfen wir hier legal runterziehen.
Zwei Filme zwischen 1.4 und 4GB pro Tag bedeuten 2TB pro Jahr.
Aeh. In zehn Jahren reden wir von 100TB. Ich bin sicher wir werden
Inhalte zum speichern finden. Wahrscheinlich nicht mehr MP3, da kommt
zuwenig zusammen. Wir stehen vor dem Glaszeitalter, Glasfaser in jede
Huette. Irgendwas wird sich schon mit diesen 100++MBit rueberziehen
lassen. Da mach ich mir keine Sorgen.
So aufwendig ist ein Directory auch nicht.
Die Leute hier sind etwas phantasielos. Eine HD Kamera, ein
Dreijaehriger im Sandhaufen, ein paar Formen mit Sand fuellen, die Mama
kommt, Laechel, haha, gugus, ... und 5GB sind weg. Nennt sich
Zeitzeugen. Muss man haben. Da hat man die 10TB weg bevor der Kleine 5
Jahre alt ist.
>Eine HD Kamera, ein Dreijaehriger im Sandhaufen, ein paar Formen mit Sand >fuellen, die Mama kommt, Laechel, haha, gugus, ... und 5GB sind weg.
Ja und das Kind will später sicher anhnd des Vieos sehen können,
wieviele Sankörner es benutzt hat, die Anzahl seiner Haare, und ob es
damals schon pickel hatte.
Es gibt sowas, was sich Kompression nennt, damit kann man z.b. wunderbar
Kinofilme auf 700MB bringen, damit man diese schneller saugen kann. Oder
z.B.sinnlose Viedos, die später eh niemand mehr sehen will, verkleinern.
Daten-Messie schrieb:> Was kosten die Bänder pro Gigabyte ? Rechnet sich das gegenüber der> Preisentwicklung von Festplatten ?
es geht nicht immer um die Kosten. Wir müssen 10Jahre lang daten
Archivieren. Bei Festplatten gibt dir keiner eine Garantie. Ausserdem
habe ich noch kein Festplatten-wechsler gesehen.
Wir setzen teilweise sogar WORM-Medien ein, dafür gibt es eh keine
alternative.
Wenn man mal mit server-technik abseits der Mainstream-PC zu tun hat,
dann sind die Preise für die eine Lösung nicht so sehr das Problem.
Alleine ein gescheiter Raid-controller kostet mal ebend 300-600€.
>online auslagern.
Weißt Du sooo genau, daß es den Provider morgen noch gibt?
Heiratest Du nochmals wenn Deine Hochzeitsbilder verschwunden sind??
>was sich Kompression nennt
...wird morgen als falscher Geiz empfunden wenn sie nicht verlustfrei
war.
>Ja und das Kind will später sicher anhand des Videos sehen können,
wieviele Sandkörner es benutzt hat, die Anzahl seiner Haare, und ob es
damals schon pickel hatte.
Aber sicher. Zeitzeugen. Ich habe einen Satz Schwarzweissfotos aus
meiner Kindheit. Erinnert mich an den zweiten Weltkrieg. Der war zwar
noch ein rechtes Stueck vorher, aber auch in Schwarzweiss. Also die
Videos bitte in HD, das hebt sich von den schwammigen Hoehlenbewohnern
von vorher ab.
Peter schrieb:> Alleine ein gescheiter Raid-controller kostet
...und ist im Störfall in 5 Jahren das nächste Beschaffungs-Problem.
Lieber Daten auf einem Medium speichern, was allgemein verfügbar und
üblich ist für den Heimgebrauch!
oszi40 schrieb:> ...und ist im Störfall in 5 Jahren das nächste Beschaffungs-Problem.> Lieber Daten auf einem Medium speichern, was allgemein verfügbar und> üblich ist für den Heimgebrauch!
es geht bei bei den Raid eh um das laufende System. Backups werden auf
band gemacht. 5Jahre laufen solche server eh nicht, voher werden sie
ausgetauscht.
Mini Nilp schrieb:> RAID Controller ? Heutzutage kauft man ein NAS mit RAID eingebaut.
nicht immer, wenn ich ein Stand-alone Server mit 3Tbyte brauche warum
sollte ich mit dann ein NAS hinstellen wenn ich alles in den Server
einbauen kann.
Wenn es viele Server werden, dann macht ein NAS schon sinn. Bei einem
Server ist die komplexität mit NAS höher und damit auch die möglichen
Fehlerquellen.
Ein NAS ist ein Server, der schon fertig aufgesetzt ist, und aus der Box
schon loslaeuft. Das System laeuft ab Flash, das entlastet etwas von der
dauernen Updaterei.
Mini Nilp schrieb:> Ein NAS ist ein Server, der schon fertig aufgesetzt ist, und aus der Box> schon loslaeuft. Das System laeuft ab Flash, das entlastet etwas von der> dauernen Updaterei.
schon klar, aber es ist halt ein zusätziches System mit Netzteil(en)
Lüftern und Betriebssystem. Und für 4-5 Festplatten die eh im Server
platz haben würde ich nas als übetrieben ansehen.
Ich dachte wir reden von einem File Backup Server. Da wuerd ich sicher
kein Mail drauf laufen lassen. Sondern im Gegenteil, wenn die Kopier
Operation vorueber ist, abschalten bis zum naechsten Mal.
Also ich kann schon verstehen, dass jemand so viel speichern will. Denn
James Bond kommt alle paar Monate im Fernsehen. Spannend wird es bei den
Filmen, die nicht dauernd wiederholt werden.
Vielleicht will ich ja irgendwann unbedingt alle Folgen von "Miami Vice"
sehen. Oder vielleicht finde ich in 30 Jahren das Dschungelcamp total
geil (naja, das wohl eher nicht). Es gäbe schon die eine oder andere
Serie aus den 70er oder 80ern, die ich mal wieder gerne sehen würde.
Gruss
Axel
Peter schrieb:> Und für 4-5 Festplatten die eh im ...
Ein kluger Bauer legt nie alle Eier in einen Korb. Ein RAID5, was aus 5
Platten besteht ist so unsicher wie eine Reihenschaltung am
Weihnachtsbaum. Sobald die 2.HD ausfällt sind all Deine Daten futsch.
Nimmst Du dagegen 5 einzelne HDs wären noch 3 davon brauchbar.
oszi40 schrieb:> Peter schrieb:>> Und für 4-5 Festplatten die eh im ...>> Ein kluger Bauer legt nie alle Eier in einen Korb. Ein RAID5, was aus 5> Platten besteht ist so unsicher wie eine Reihenschaltung am> Weihnachtsbaum. Sobald die 2.HD ausfällt sind all Deine Daten futsch.> Nimmst Du dagegen 5 einzelne HDs wären noch 3 davon brauchbar.
Ich persönlich finde es unwahrscheinlich, das kurznacheinander (also
innerhalb von 1-3 Tagen) mehrere Festplatten ausfallen. Und in diesen
1-3 Tagen sollte man die defekte HD schon getauscht bekommen.
Zwecks Backup kann man das ganze ja noch in einem zweiten RAID an einem
zweiten Ort nochmal speichern.
oszi40 schrieb:> Ein kluger Bauer legt nie alle Eier in einen Korb. Ein RAID5, was aus 5> Platten besteht ist so unsicher wie eine Reihenschaltung am> Weihnachtsbaum.
genau für solche (unwahrscheinlichen) fälle hat man ja ein Backup. Das
Raid macht man weil es ein sinnvoller Kompromiss zwischenen
geschwindigkeit, Ausfallsicherheit und Kapazität ist.
Das mit dem "die fallen schon nicht kurz hintereinander aus" ist leider
so ne Sache. RAID-platten sollten ähnlich sein und man kauft sie
meistens am Stück -> ein Modell, vrmutlich auch eine
Herstellungscharge... Wenn eine aussteigt folgen oft die anderen
ziemlich schnell, deshalb gibt es auch die Empfehlung am besten gleich
alle Platten nachzukaufen wenn eine ausfällt. So manches RAID 5 hat
schon versagt, weil im rebuild die nächste Platte ausgefallen ist. RAID
6 verbessert das etwas.
Wenn man eh ein komplettbackup hat kann man einen ausfall natürlich
überleben, das Haupt- und Backupsystem gleichzeitig ausfallen is schon
ziemlich unwahrscheinlich, gerade wenn sie NICHT identisch sind.
oszi40 schrieb:>>online auslagern.> Weißt Du sooo genau, daß es den Provider morgen noch gibt?> Heiratest Du nochmals wenn Deine Hochzeitsbilder verschwunden sind??
na ja, wenn die Hochzeitsbilder der Grund für die Hochzeit waren ...
die tausend Filme und 100 tausende Bilder die manche horten wird sich
kein Schwein mehr anschauen, nicht mal der Sammler selbst denn er kommt
vor lauter sammeln gar nicht mehr dazu
>Ich zeichne täglich z.B. die Tagesschau auf. Aus Zeitgeschichtlichen>Gründen. Ich habe Tagesschauen bis etwa zum Jahr 2000. Wie kam ich>drauf?
Und welche von den süssen Mäusen gefällt dir am besten?
>Wie werdet ihr der Datenflut Herr?
Bei 10TB würde ich nur noch mit Festplatten arbeiten. Lagern lassen sich
die Daten mehr als 15 Jahre. Alle 5 Jahre würde ich das Archiv auf eine
neue Platte umkopieren.
Hallo.
Also ich nutze ja momentan den Fileserver mit Raid5 und externe USB
Festplatten.
Ich habe nicht alle TV Aufzeichnungen im Backup. Da kann man einen
Verlust verschmerzen.
Wichtigere Daten habe ich teilweise bis zu 5 Mal im Backup:
1. Normaler PC 2. Fileserver 3. DVD (DVD-RAM) 4. USB Festplatte 5.
Strato HiDrive
Wenn ihr jetzt sagt, Wer braucht schon james Bond, kommt eh alle paar
Monate: Ja, aber nicht alle davon. Und James Bond ist einfach Kult.
Ok, den James Bond bekomme ich auf 2-3 Blue Ray's.
Ich habe mir jetzt jedenfalls erst mal ein Blue Ray Laufwerk bestellt.
Für den Heimgebrauch dürfte das derzeit die Beste Lösung sein.
Sicher, es wird immer schwerer, etwas aufzuzeichnen. Aber im Moment
gehts noch.
Für das Aufzeichnen von HD Material ist VGA / YUV derzeit noch "Mittel
der Wahl". Momentan ist auch noch der VGA Ausgang bei PC's mit Windows
XP noch nicht geblockt, so dass man über den VGA Ausgang des PC's auch
noch so ziemlich alles aufzeichnen kann.
Es gibt auch HDMI->VGA/YUV Wandler
HD Fury im Billigbereich. Früher gabs von SPATZ was im
Semi-Professionellen Bereich. Man kann auch einen HDMI-SDI Wandler aus
dem Profibereich nehmen und dann von SDI auf YUV/VGA.
Somit kann man momentan sogar von HDMI audzeichnen.
Wenn irgendwann das Digital Only Flag wirklich verwendet wird, und die
Wandler irgendwann acuch nicht mehr gehen sollten , kauft man einfach
einen billigen China Player. Die scheren sich nen Dreck da drum.
War damals im DVD Zeitalter auch so. Je billiger der Player, desto
weniger hat er sich um irgendwelche "Standards" geschert. Ich habe sogar
noch einen DVD Player der Marke "Superbillig" mit VGA Ausgang (Gabs mal
bei Aldi oder Lidl). Und schupps ist jede DVD in hoher Qualität
aufzeichenbar ohne dass man irgendwelchen Kopierschutz knacken muss.
Freax schrieb:> Wenn man eh ein komplettbackup hat kann man einen ausfall natürlich> überleben, das Haupt- und Backupsystem gleichzeitig ausfallen is schon> ziemlich unwahrscheinlich, gerade wenn sie NICHT identisch sind.
Das stimmt nun leider ganz und gar nicht. Ein Stromausfall oder sonstige
Störung während des Backups kann ohne weiteres beide Systeme beschädigt
zurücklassen (und das Backup dauert in dem Fall ja auch ein Weilchen).
Und noch schlimmer: hat das Hauptsystem einen Fehler und man startet ein
Backup, kommt kein korrektes Backup zustande, das alte wurde bereits
überschrieben und das Hauptsystem ist eh kaputt - es ist also NICHTS
mehr da.
Deshalb ist eine Backup auf nur ein Medium ja generell grob fahrlässig,
bei Bändern nimmt man mindestens 2 Sätze, eher 5 (für jeden Wochentag
einen).
Gruss Reinhard
Reinhard Kern schrieb:> Deshalb ist eine Backup auf nur ein Medium ja generell grob fahrlässig,> bei Bändern nimmt man mindestens 2 Sätze, eher 5 (für jeden Wochentag> einen).
Die Anzahl Backup-Sets hängt eher vom Verfahren und der Notwendigkeit
der Wiederherstellung historischer Versionen ab als von der Redundanz.
Wenn man nur die letzte Version benötigt und professionelles (d.h.
zuverlässiges) Equipment verwendet, dann reichen üblicherweise 2.
Die Wochentagsmethode hat weniger mit Redundanz zu tun, als vielmehr mit
der Bitte des Anwenders, die Version von vor 3 Tagen oder von letzter
Woche wiederhergestellt zu bekommen.
IBMs grosses Backup-System TSM wird oft mit 2 Sätzen der Backup-Daten
betrieben, das Original bleibt am Ort und eine identische Kopie landet
irgendwo ausserhalb um Banddefekte und Katastrophenszenarien abzudecken.
Aber die Versionierung, d.h. die Anzahl Tage/Wochen, die man Daten
wieder zurückholen kann, ist davon völlig unabhängig konfigurierbar.
doch Gast schrieb:> Die Programmierer sagen sich "Der Speicher> ist vorhanden, also können wir ihn auch nutzen.", die Hardwaremenschen> stellen dann fest "Software braucht immer mehr Platz, wir brauchen> größere Festplatten usw." und die ganze Sache dreht sich im Kreis.
Evolution?