Mit Atmega externen Kurzschluss erzeugen

Gast #2822040
Lesenswert?

Hallo,

ich habe einen alten MP3 Player, der über einen Atmega16 (läuft bei 
3,3V) angesteuert werden soll. Die Taster des MP3 Players wurden 
entfernt und per Litze nach außen geführt. Wenn ich die zwei Potentiale 
einer der Taster kurzschließe, dann erkennt der MP3 Player die 
entsprechende Funktion.

Der Potentialunterschied beträgt ca. 2,3V, schwankt allerdings. Den 
Strom, der beim Kurzschluss fließt, kann ich leider nicht messen. Der 
Innenwiderstand meines Messgeräts scheint zu groß, der MP3 Player 
erkennt die Funktion dann nicht mehr. Keines der Potentiale scheint mit 
der Masse des MP3 Players verbunden zu sein.

Wenn ich die beiden Potentiale während des Kurzschlusses auf Masse oder 
3,3V meiner Schaltung ziehe, erkennt der Player die Funktion auch nicht 
mehr. Die Ansteuerung durch Transistoren fällt demnach schonmal weg.

Folgendes Reed-Relais mit 3V Spulenspannung und 500 Ohm Widerstand 
scheint für meine Zwecke optimal. Aufgrund der bereits integrierten 
Freilaufdiode könnte ich es direkt an den uC hängen: 
http://www.meder.com/fileadmin/products/de_datasheets/3303172171d.pdf

Leider finde ich das Teil nirgends zu kaufen. Alernativ könnte ich ein 
bei Reichelt erhältliches 5V Relais nutzen und dieses über einen 
Transistor und externe 5V feuern. Allerdings finde ich zu diesem Relais 
kein Datenblatt und weiß nicht, ob es eine integrierte Freilaufdiode 
hat: http://www.reichelt.de/?ARTICLE=27674;PROVID=1024

Gibt es einfachere Wege mein Vorhaben zu realisieren?
#2822066
Lesenswert?

Du hast definitiv einen Fehler bei deiner Messung. Wenn du den Taster 
mit'm Multimeter kurzschließt muss der Player das erkennen. Dein 
Multimeter hat schlimmstenfalls ein paar hundert Ohm im kleinsten 
Messbereich, und normal deutlich unter 1 Ohm im größten Messbereich. Ich 
würde vermuten, dass der Strom nötige irgendwo im µA bis kleinen 
mA-Bereich liegt. Darüberhinaus würde ich mal die beide Kontakte gegen 
Masse messen. Ich vermute mal, einer liegt auf Masse oder Vcc und der 
andere wird über Pull-up/-down auf einem "sicheren" Level gehalten.
Gast #2822068
Lesenswert?

Also mit nem Transistor hatte ich es schon getestet, funktioniert aber 
nicht. Entweder der Durchlasswiderstand ist noch zu groß, oder es geht 
nicht, weil der "Taster" dabei ja dann auf Masse oder V+ gezogen wird. 
Dann erkennt der Player die Funktion nicht mehr.
Gast #2822082
Lesenswert?

> Du hast definitiv einen Fehler bei deiner Messung.

Okay stimmt, Sicherung ist durch :)

> Ich vermute mal, einer liegt auf Masse oder Vcc und der
> andere wird über Pull-up/-down auf einem "sicheren" Level gehalten.

Kein Pin liegt auf Masse.
Gast #2822103
Lesenswert?

Das einfachste ist immer noch das Relais.

- Leitet in beide Richtungen
- ist niederohmig
- potentialfrei

Das erfüllt ein 4066 nicht so ganz.

Jürgen Landser schrieb:
>Ein Relais ist natürlich nicht sehr klug. Das prellt und ist zudem
>verdammt langsam und laut.

Diese Meinung ist ziemlich daneben:

- das Relais ersetzt einen Taster, somit ist Prellen ja wohl kien Thema

- wer ein Reed-Relais aus 20 cm Entfernung hört und wen es dabei noch 
stört, daß es vielleicht alle paar Minuten einmal oder auch öfters 
schaltet, der ist wohl hypersensibel und kann einen MP3-Spieler gar 
nicht an seine Ohren lassen
Gast #2822109
Lesenswert?

spontan schrieb:
> Das einfachste ist immer noch das Relais.
>
> - Leitet in beide Richtungen
> - ist niederohmig
> - potentialfrei
>
> Das erfüllt ein 4066 nicht so ganz.

Welchen Punkt erfüllt der 4066 denn davon nicht? Sind die Potentiale der 
Analogseite getrennt von der Steuerungsseite?
#2822111
Lesenswert?

Niederohmig: 330Ω steht als Wurst-Käse-Wert im Datenblatt. In der Nähe 
der Betriebsspannungen sieht es besser aus. Zudem ist der Wert u.a. 
stark von der Betriebsspannung und der Temperatur abhängig.

Potentialfrei: Die Analogein- und Ausgänge sind über Schutzdioden auf 
die Betriebsspannung geführt. Sprich: die zu schaltenden Signale müssen 
sich innerhalb des Bereiches der Betriebsspannung des 74x4066 befinden, 
weil sonst die genannten Dioden zu leiten anfangen. Einfach die Massen 
miteinander verbinden und dem Player nur Betriebsspannung geben, wenn es 
der Analogschalter auch hat.

mf
#2822113
Lesenswert?

Hast du mal getestet ob ein Kontakt mit VCC verbunden ist?

Oder teste mal ob du eine direkte Verbindung zwischen den Kontakten von 
zwei Schaltern feststellst. Und wenn ja ob dieser Kontakt auch bei allen 
anderen Schaltern zu finden ist. Wenn ja kann man schon mal viele 
Schaltungsvarianten ausschließen.

Geht es eigentlich um die Tasten direkt am Player oder die einer 
Kabelfernbedienung (die werden gerne durch unterschiedliche 
Widerstandswerte signalisiert).

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren