Audioaufnahmen alt klingen lassen

Gast #2968087
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> kann jemand ein Programm empfehlen, mit dem man Audioaufnahmen (Sprache,
> Musik) "alt" klingen lassen kann?

Ich wuerde es ja besser finden man koennte Audioaufnahmen so alt klingen 
lassen wie 1990. Also keine MP3-Artefakte, kein Dynamikkompressor, kein 
Exciter, Ausnutzung der moeglichen Dynamik einer CD, keine hirntote 
Bassanhebung fuer Besitzer von ipod und anderer 9.95Euro Hardware.

Aber das waer wohl zuviel verlangt oder?

Olaf
Gast #2968108
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HildeK schrieb:
> Lukas schrieb:
>> Ist das ein Scherz? Wenn nein:
> Nein,ist es nicht.
>> Habe Audacity 2.0.2 installiert, wo findet man den "Jahreszahleneffekt"?
>
> Unter Effekt / VyNil (Vinyl Effect). Ist ein Plugin, das zumindest in
> meiner Audacity-Version (1.2.6) mit installiert wurde.


Bei meinem Audacity 2.0.2 gibt es anscheinend nur die Effekte im 
Anhang...
Angehängte Dateien:
Gast #2968156
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Vlt. braucht man sich ja einfach nur mal Gedanken machen, was den "alten 
Klang" ausmacht? Spontan würde ich sagen, Frequenzgang (mit Equalizer zu 
erzeugen) und Knacken/Rauschen. Das kann man z.B. übr eine zweite Spur 
hinzumischen...

 ... man man man, wo sind bloß Fantasie und Eigeninitiative geblieben?
Gast #2968174
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Frank schrieb:
> ... man man man, wo sind bloß Fantasie und Eigeninitiative geblieben?
Klar, Frequenzgang verändern und verschieden gefärbtes Rauschen erzeugen 
kann jedes Progrämmchen.
Aber erläutere mal, wie man einigermaßen einfach und reproduzierbar das 
Eiern eines alten Grammophons erzeugt und wie man so ein fast 
periodisches, aber sich doch änderndes Knacken erzeugt.
Bevor man selber eine SW schreibt, ist es doch legitim zu schauen, was 
der (freie) Markt so hergibt.
Gast #2968263
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> Aber erläutere mal, wie man einigermaßen einfach und reproduzierbar das
> Eiern eines alten Grammophons erzeugt und wie man so ein fast
> periodisches, aber sich doch änderndes Knacken erzeugt.

Kluge Worte gelassen ausgesprochen. :-)

Habt ihr schonmal eine alte LP gehoert? Die rauscht und knackt so hier 
und da. Ist aber nicht weiter schlimm. Das filtert euer Gehirn mit etwas 
Gewoehnung automatisch raus. Eure grauen Zellen wissen naemlich das der 
Knackser nicht zur Musik gehoert.

Hab ihr schonmal eine alte LP gehoert die auf einem DAT ueberspielt 
wurde? Die knackt immer an genau derselben Stelle. Man weiss es beim 
anhoeren schon vorher das gleich wieder der Knackser kommt weil man sich 
vom letzten hoeren noch dran erinnert. DAS NERVT TOTAL.

Man wuerde soetwas also garnicht machen wollen. Ausser vielleicht als 
Effekt fuer eine einmalige Sache...

Olaf
Persönliche Seite #2968272
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Der beste plugin, den ich kenne, ist Steinberg Retro. Er simuliert ein 
parametrisierbaren Plattenspieler, den man auch 1900-Grammophon stellen 
kann. Dann kratzt und rauscht es und die Musik wird stark 
bandbreitenbegrenzt, verzerrt und auch dynamikkomprimiert. Ausserdem 
werden Gleichlaufschwankungen aufmoduliert.

Das kann man natürlich auch manuell machen.
Gast #2968465
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Olaf schrieb:
> Ich wuerde es ja besser finden man koennte Audioaufnahmen so alt klingen
> lassen wie 1990. Also keine MP3-Artefakte, kein Dynamikkompressor, kein
> Exciter, Ausnutzung der moeglichen Dynamik einer CD, keine hirntote
> Bassanhebung fuer Besitzer von ipod und anderer 9.95Euro Hardware.

Absolut hyper mega sowas von definitiv dafür!

> Aber das waer wohl zuviel verlangt oder?

Ja. Meine Erfahrung zeigt mir immer wieder, dass an akustischen 
Sondermüll gewohnte Hörer mit dem oben beschriebenen, eigentlichen 
Normalzustand völlig überfordert sind.

Hat aber auch gute Seiten: Ich habe unlängst eine Luxman C03, 2x M03 und 
ein Pärchen Vulkan MK V zum absoluten Schnäppchenpreis geschossen. Der 
Besitzer wollte, Zitat, "die großen, schlecht klingenden Kästen" 
loswerden. Im weiteren Verlauf der Preisverhandlungen fiel es mir 
verdammt schwer, ein lautes, anhaltendes Grölen zu unterdrücken, denn er 
erzählte mir voller Stolz, er hat jetzt ein iPhone, alle seine Musik 
als, Zitat "MP3 in der Cloud, mit iTunes" und bekäme in Kürze noch sein 
Bose-Dock dazu ;)
Gast #2968873
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Dirk schrieb:
> Hat aber auch gute Seiten: Ich habe unlängst eine Luxman C03, 2x M03 und
> ein Pärchen Vulkan MK V zum absoluten Schnäppchenpreis geschossen. Der
> Besitzer wollte, Zitat, "die großen, schlecht klingenden Kästen"
> loswerden. Im weiteren Verlauf der Preisverhandlungen fiel es mir
> verdammt schwer, ein lautes, anhaltendes Grölen zu unterdrücken, denn er
> erzählte mir voller Stolz, er hat jetzt ein iPhone, alle seine Musik
> als, Zitat "MP3 in der Cloud, mit iTunes" und bekäme in Kürze noch sein
> Bose-Dock dazu ;)

Aua... ;)

Man muss ja nicht gleich von einem Extrem ins andere wechseln. Ich habe 
noch eine Bandmaschine (UHER irgendwas), dafür bekommt man sogar noch 
Neubänder im Internet zum fairen Preis. Weiterhin zwei wertige 
Kassettendecks von Anfang der 90er Jahre. War damals so die 1000 DM- 
Klasse, wer sich damals mit HiFi beschäftigte, kennt solche Geräte ja 
noch.

Im Alltag bin ich aber auch froh für MP3, wenn man da mit >192kBit 
kodiert gehts auch recht gut. Ist eben praktisch fürs Auto aufm Stick. 
Und den "Comfort" einer Bandmaschine oder Kassettendeck wünscht sich 
auch nicht jeder zurück.

Trotzdem habe ich meine besseren Geräte bis heute behalten, nebst 
Leerkassetten TypeIV, die waren immer gut.

Einmal im Jahr packe ich die Geräte aber aus und betreibe sie, damit die 
Mechanik gängig bleibt. Hat schon charme, der warme Klang von analoger, 
guter Musik.

Schade, dass die heutige Generation dieses nicht mehr zu schätzen weiss 
oder vielleicht auch garnicht mehr das Gehör dazu hat.
Früher hatte man unterwegs eine Lieblingskassette dabei, heute 
paartausend Titel...


..achso..frohe Weihnachten!


Mfg, Wolle
Gast #2968897
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>  Der Besitzer wollte, Zitat, "die großen, schlecht klingenden Kästen"
> loswerden.

Ich hab aus demselben Grund zwei T&A TML160 fuer 300Euro bekommen. :-D

> Schade, dass die heutige Generation dieses nicht mehr zu schätzen
> weiss oder vielleicht auch garnicht mehr das Gehör dazu hat.

Nein, das ist unfair. Die hatten einfach noch nie die Gelegenheit gute 
Qualitaet zu hoeren weil das immer schwerer wird. 1990 konnte ich an 
einem Tag drei Hifigeschaefte besuchen und alles Probehoeren was an 
Boxen oder Kopfhoerern von Bedeutung war. Heute kann man sich zwar den 
DT-880 bei Amazon kaufen, aber vorher probehoeren? Das einzige gute 
Hifigeschaeft das ich noch kenne ist in Tokyo.

Olaf
Persönliche Seite #2968935
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Dirk schrieb:
> Olaf schrieb:
>> Ich wuerde es ja besser finden man koennte Audioaufnahmen so alt klingen
>> lassen wie 1990. Also keine MP3-Artefakte, kein Dynamikkompressor, kein
>> Exciter, Ausnutzung der moeglichen Dynamik einer CD, keine hirntote
>> Bassanhebung fuer Besitzer von ipod und anderer 9.95Euro Hardware.

> Absolut hyper mega sowas von definitiv dafür!

EBENSO! Wir bekommen heute nur noch Müll serviert. Das ist unter 
Tontechnikern ein weit und breit diskutiertes Thema, aber der Zug der 
Zeit fährt mit Vollkaracho. Die Qualität der mp3-Musik verbreitet sich 
wie die McDonalds Hamburger.

Wolle R. schrieb:
> Einmal im Jahr packe ich die Geräte aber aus und betreibe sie, damit die
> Mechanik gängig bleibt.
und die Ohren! Wenn das Gehirn eine Weile bestimmte Frequenzen und 
Komponenten der Musik nicht angeboten bekommt, verkümmert es.

Das einizige, was hilft, ist echte Musik real zu hören!

Aber ich schlage jetzt zurück: Ich habe meinen VHDL-Synthie mal wieder 
ausgegraben und bin dabei, mir ein Schlagzeug einzubauen. Sobald das mit 
dem Notengenerator zusammen läuft, gibt es zufällige Musik in der 
unendlichen Schleife: Laut, dröhnend und ohne jegliches Motiv. (Ungefähr 
so, wie die Trance-Compilations heutzutage).

Beitrag "Drum-Computer in VHDL"

An dem mp3 kann man übrigens sehr schön hören, dass der Codec mit 
Phasenstereo nicht zurecht kommt.
Gast #2968972
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Wir können ja mal andersrum vorgehen.

Habe bei youtube nach Songs aus den 30ern gesucht und z.B. das hier 
gefunden:

http://www.youtube.com/watch?v=cD7N5qsPnuQ

Das Stück ist zwar digital überarbeitet, klingt aber trotzdem "alt".
Kann man irgendwie rausfinden, warum es "alt" klingt, also z.B. den 
Frequenzgang rausknobeln?
Außerdem bin ich ziemlich sicher, einen gewissen Röhrensound zu 
vernehmen.
Dazu ein leichtes, fast prasselndes Rauschen.

Gibt es noch andere Parameter, die man "rausknobeln" könnte?
Gast #2968984
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Billigmusik, Sparbeleuchtung, Sparpolitik ....
Alles ohne Höhen und Tiefen, aber stetig fallend.
Man passt sich allem an.

**************************************************

Ich habe noch viele LPs* aus den 80er Jahren :)

*das waren die grossen schwarzen CDs**
**das waren die silbernen handgrossen Scheiben mit Loch

Musikaustausch im Grossen ist natürlich heute erst wirklich sinnvoll

http://www.youtube.com/watch?v=4JztCkQ4ubQ

Die Platte davon würde ich nie rausrücken ;)
Gast #2969092
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Hier ist noch eine nette Methode beschrieben, Retrosound zu produzieren:
> http://www.zeit.de/digital/internet/2012-12/3d-dru...

Was es alles gibt! :O)



Noch mal zurück zu meiner Frage von weiter oben:

Lukas schrieb:
> http://www.youtube.com/watch?v=cD7N5qsPnuQ
>
> Das Stück ist zwar digital überarbeitet, klingt aber trotzdem "alt".
> Kann man irgendwie rausfinden, warum es "alt" klingt, also z.B. den
> Frequenzgang rausknobeln?

Wenn sich der Frequenzgang einer solchen Aufnahme ungefähr ermittlen 
ließe, wäre ich schon mal ein gutes Stück weiter.
Gast #2969109
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Lukas schrieb:
> Das Stück ist zwar digital überarbeitet, klingt aber trotzdem "alt".
> Kann man irgendwie rausfinden, warum es "alt" klingt, also z.B. den
> Frequenzgang rausknobeln?

Ich habe mir das mal angeschaut und angehört.
Im Frequenzgang ist ab 7kHz deutlich abgesenkt, geht dann aber ohne 
weiteren Abfall konstant weiter. Außerdem verläuft er unter 1kHz 
weitgehend horizontal mit einem zusätzlichen Abfall unter 200Hz. Dies 
ist lediglich im Bereich 3 ...7kHz zu sehen. Außerdem scheint mir die 
Mikrofone oder VV für die Sänger eine sehr ausgeprägte 
Bandpasscharakteristik bei ca. 500Hz zu haben.
Normalerweise zeigt sich der Frequenzgang als eine weitgehend linear 
abfallende Gerade von den tiefen zu den hohen Frequenzen (log. Pegel 
über log. Frequenzachse).
Ich hab mal zum Vergleich 'Highway to Hell' von ACDC mit angehängt - war 
aber auch MP3 mit nur 128kBit/s.

Die digitale Überarbeitung hat vermutlich versucht, Rauschen und 
Knackgeräusche zu entfernen - das, was der TO u.a. in gute Aufnahmen 
hinzufügen möchte ...
Angehängte Dateien:
Gast #2969734
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HildeK schrieb:
> Ich habe mir das mal angeschaut und angehört.
> Im Frequenzgang ist ab 7kHz deutlich abgesenkt, geht dann aber ohne
> weiteren Abfall konstant weiter. Außerdem verläuft er unter 1kHz
> weitgehend horizontal mit einem zusätzlichen Abfall unter 200Hz. Dies
> ist lediglich im Bereich 3 ...7kHz zu sehen. Außerdem scheint mir die
> Mikrofone oder VV für die Sänger eine sehr ausgeprägte
> Bandpasscharakteristik bei ca. 500Hz zu haben.

Super, Danke für die Analyse!!!!!!!!!!!!!!!

Mit welchem Programm hast du das gemacht?

Das mit der Gesangsmikro-BP-Charakteristik kann sehr gut sein. Man 
müsste mal ein vergleichbares Gesangsstück (ohne Hintergrundmusik) 
untersuchen.

Nehmen an, ab 7KHz war bei den damaligen Aufnahmetechniken weitgehen 
Schluss, der Rest ist Rauschen...
Gast #2969748
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Lukas schrieb:
> Mit welchem Programm hast du das gemacht?

Audacity, Version 2.0.0. Menüpunkt Analyse/Frequenzanalyse

> Nehmen an, ab 7KHz war bei den damaligen Aufnahmetechniken weitgehen
> Schluss, der Rest ist Rauschen...

Ja, aber auch im Tieftonbereich ist es sehr dünn. Es wird aber nicht nur 
das Mikrofon daran Schuld haben, ich denke, die ganze Kette dürfte 
sowohl in den Höhen als auch in den Tiefen geschwächelt haben.

> Man
> müsste mal ein vergleichbares Gesangsstück (ohne Hintergrundmusik)
> untersuchen.
Vielleicht kannst du was von den Comedian Harmonists auftreiben ("Der 
kleine grüne Kaktus").
Gast #2970056
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HildeK schrieb:
>> Nehmen an, ab 7KHz war bei den damaligen Aufnahmetechniken weitgehen
>> Schluss, der Rest ist Rauschen...
>
> Ja, aber auch im Tieftonbereich ist es sehr dünn. Es wird aber nicht nur
> das Mikrofon daran Schuld haben, ich denke, die ganze Kette dürfte
> sowohl in den Höhen als auch in den Tiefen geschwächelt haben.

Davon kann man sicher ausgehen.


>> Man
>> müsste mal ein vergleichbares Gesangsstück (ohne Hintergrundmusik)
>> untersuchen.
> Vielleicht kannst du was von den Comedian Harmonists auftreiben ("Der
> kleine grüne Kaktus").

Gute Idee! Habe mal ein bisschen rumprobiert, das Spektrum solcher 
Aufnahmen sieht meist ähnlich aus wie das oben von Lord Executor. Bei 
reinen Acapella-Aufnahmen im Bassbereich noch steiler abfallend.

HildeK schrieb:
> Lukas schrieb:
>> Mit welchem Programm hast du das gemacht?
>
> Audacity, Version 2.0.0. Menüpunkt Analyse/Frequenzanalyse

Meine große Frage:
Kann man das Frequenzspektrum (das dort als .txt-Datei abspeicherbar 
ist) auch als Effekt auf andere Audioaufnahmen anwenden?
Gast #2970280
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Lukas schrieb:
> Meine große Frage:
> Kann man das Frequenzspektrum (das dort als .txt-Datei abspeicherbar
> ist) auch als Effekt auf andere Audioaufnahmen anwenden?

Ist das sinnvoll? Die dargestellten Spektren beinhalten doch auch die 
eigentliche Musik. Man müsste dazu zwei Aufnahmen mit gleichem Inhalt 
(z.B. weißes Rauschen) von damals und heute vergleichen und die 
Differenz bilden.
Daraus ließe sich dann eine eventuell brauchbare Filterkurve ableiten.

Ich glaube aber nicht, dass dies erforderlich ist. Nimm doch einfach 
dein Gehör und versuche den alten Klang durch Probieren zu finden. 
Einige Parameter sind ja inzwischen deutliche geworden. Ein Dritter wird 
den richtigen Eindruck gewinnen aber absolut gesehen einige übrig 
bleibende Abweichungen nicht bemängeln.
Gast #2970579
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Habe die Filterkurve grob nachgebildet, nach EQ-Anwendung klingt es 
direkt nach alter Aufnahme.
Super! :O)



Leider ist es gar nicht so einfach, ein passendes (nicht künstlich 
klingendes) Rauschen zu erzeugen, wie der Versuch mit einer separaten 
Rausch-Spur gezeigt hat.

Hier eine verrauschte Aufnahme aus der Zeit:

http://www.youtube.com/watch?v=qa_0h_6ctZI&list=PL861983BAD399A3BF

Das Rauschen hat anscheinend folgende Eigenschaften:

-(fast) den gleichen Frequenzgang wie die Aufnahme selber

-wird durch Gleichlaufschwankungen moduliert (wie die ganze Aufnahme)

-es sind Zisch/Knister/Knack/Prasselgeräusche enthalten

Hat jemand eine Idee, wie man das mit Audacity nachbilden kann?
Gast #2970684
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J. S. schrieb:
> Der beste plugin, den ich kenne, ist Steinberg Retro. Er simuliert ein
> parametrisierbaren Plattenspieler, den man auch 1900-Grammophon stellen
> kann. Dann kratzt und rauscht es und die Musik wird stark
> bandbreitenbegrenzt, verzerrt und auch dynamikkomprimiert. Ausserdem
> werden Gleichlaufschwankungen aufmoduliert.
>
> Das kann man natürlich auch manuell machen.

Steinberg Retro sagt mir nichts, du meinst nicht zufällig Steinberg 
Retrologue ?
Gast #2970797
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HildeK schrieb:
> Lukas schrieb:
>> Hat jemand eine Idee, wie man das mit Audacity nachbilden kann?
>
> Das hatte ich ja oben schon mal genannt: iZotope Vinyl.
> Kann man nach Registrierung von deren Webseite downloaden.

Läuft iZotope Vinyl bei dir als Plugin unter Audacity?
Gast #2971498
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Lukas schrieb:
> Läuft iZotope Vinyl bei dir als Plugin unter Audacity?

Ja, läuft.
Aber die Gleichlaufschwankungen sind mit VyNil besser zu erreichen.

Bei iZotope Vinyl kann man leicht elektrische und mechanische 
Störgeräusche hinzufügen, bei VyNil gefällt mir das Warping besser. 
Crackles sind in beiden ganz gut implementiert.

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