Bekanntlich haben wir 50Hz Wechselspannung im Verbundnetz. Das ergibt
eine Wellenlänge von 300000 km / 50 Hz = 6000 km. Bei einem Kabel kommt
noch der Verkürzungsfaktor dazu, so ganz grob etwa 2/3, also ergibt das
eine Wellenlänge von 4000 Kilometer auf dem Kabel.
Die Entfernung Berlin-Paris ist ganz grob ca. 1000 km.
D.h. die Phasendifferenz zwischen Berlin und Paris beträgt bereits 90°!
Aber das Verbundnetz ist ja deutlich größer! Es geht vom letzten Zipfel
Spaniens bis in die letzte Ecke von Polen und Rumänien!
Wie kann das funktionieren? Bewegen sich da nicht gigantische
Blindströme durchs Netz?
Christophe J. schrieb:> Verbundnetze synchronisieren Phasenlage und Frequenz.
Muss wohl so sein, denn es funktioniert ja. Spannend wäre allerdings, zu
erfahren, wie genau sie das tun. Vermutlich ging die Frage des TO in
diese Richtung...
Die Phasenverschiebung bestimmt den Leistungsfluss und dadurch wird das
Netz synchron gehalten. Das funktioniert natürlich nicht bei einer
mehrere Tausend Kilometer langen Leitung, die Induktivität wird zu hoch
und der Leistungsfluss dadurch sehr gering. Das funktioniert dann nur
noch, indem in kleineren Abständen Kompensationseinrichtungen eingebaut
werden, welche durch eingebrachte Blindleistung die Spannung regeln.
Längste Wechselspannungsleitung hat deswegen 700km irgendwo in der
Ukraine.
Falls wir die russen angreifen stehen deren Kraftwerke alle möglichst
weit in Osten Beispiel Tschernobyl.
Alles was länger ist wird mit Gleichspannung übertragen, da dann die
Verluste geringer sind siehe Staudamm Brasilien oder Offshore Windräder
in der Nordsee.
>Wobei man bei bei sehr grossen Distanzen zunehmend über Gleichspannung>geht.
Eigentlich sollte es heißen: "Darüber nachdenkt, Gleichspannung zu
verwenden...".
Nachdenker schrieb:> Das ergibt eine Wellenlänge von 300000 km / 50 Hz = 6000 km.
Aber nur für die vom Kabel abgestrahlte Welle. Die
"Lichtgeschwindigkeit" im Kabel ist null da das Licht durch da ja gar
nicht durchkommt ;-).
Bei Lichtgeschwindigkeit gäbe es auch keine Probleme. Die Information
kann ja auch nicht schneller ankommen als das Signal.
Marc E. schrieb:> Alles was länger ist wird mit Gleichspannung übertragen, da dann die> Verluste geringer sind siehe Staudamm Brasilien oder Offshore Windräder> in der Nordsee.
Gleichstrom und Feuchtigkeit sowie Salze vertragen sich nicht lange...
Timm T. schrieb:> X4U schrieb:>> Aber nur für die vom Kabel abgestrahlte Welle. Die>> "Lichtgeschwindigkeit" im Kabel ist null...>> Kurt, bist Du das?
Nein, denn ich würde sagen dass es bei einer langen Leitung dann einfach
zu einer Phasenverschiebung zwischen den beiden Endpunkten kommt.
Und wenn dazwischen Auskopplungen/Einkopplungen stattfinden dann sind
auch die nicht "in Phase".
Spielt eigentlich keine Rolle, es sei denn es geht um Verbundnetze, da
kann es dann, wegen unterschiedlich langer Speiseleitungen, zu Problemen
kommen.
Aber diese dürften, im Verhältnis zur Phasenverschiebung wegen
Blindströmen, nicht besonders ins Gewicht fallen.
Kurt
Hi
Könnte mir vorstellen, daß bei mehrfach verbundenen Netzen die Laufzeit
eine Rolle spielt, z.B. bei einem (gleichseitigem) Dreieck wäre der eine
Weg doppelt so lang, wie der Andere.
Bei reinen Stichen ist es egal, da speisen die 'an der Leitung
aufgereihten Kraftwerke' in die 'vor-Ort-Phasenlage' ein, ohne, daß Das
einer groß merkt.
Alternativ nutzt Du den Spannungsunterschied der beiden 'Stromwege' und
kannst Deinen Akku nur per Brückengleichrichter zwischen den beiden
Phasen 'L1' aufladen, wenn die Verschiebung sich in unteren
Volt-Beträgen abspielt ;)
Oder noch ne handvoll Kabeltrommeln zwischen gefrickelt, daß 'L2 weit'
auf 'L1 nah' passt :O
MfG
Nachdenker schrieb:> Bei einem Kabel kommt> noch der Verkürzungsfaktor dazu, so ganz grob etwa 2/3,
Das gilt "so ganz grob" für Koaxkabel mit voll-PE-Isolation.
Ich würde eine Freilandleitung eher als offene Bandleitung betrachten,
die haben dann irgendwas zwischen 95% und <100%
Aber das ändert natürlich nichts am Prinzip der Sache.
So wie wir mal gelernt haben, sind schwierige Stellen im
Hochspannungsnetz u.a. die Übergänge zwischen Kabel und Freileitungen
(anderer Wellenwiderstand etc.).
An den Übergangs- und Verzweigungsstellen gibt es also immer
Reflexionsstellen (und, bei Schaltvorgängen oder Gewitter,
"Wanderwellen" mit Spannungsspitzen).
Also muss man ggf. an solchen Stellen "Anpassunggsmassnahmen" treffen.
Dann wird z.B. eine Freileitung über fette Drosseln an Erdkabel
angeschlossen.
Hat man im Gesamtnetz "weit auseinander" Verbindungsstellen, werden
Ausgleichströme zusätzlich von unterschiedlichen Laufzeiten bestimmt.
@ A. K. (prx)
>Wobei man bei bei sehr grossen Distanzen zunehmend über Gleichspannung>geht.
Wieviel HGÜ-Strecken steckem im deutschen/europäischen Verbundnetz?
Und selbst wenn, erklärt es nicht die Funktion eines weit
auseinandergezogenen Wechselstromnetzes.
@ Paul Baumann (paul_baumann)
>> Wieviel HGÜ-Strecken steckem im deutschen/europäischen Verbundnetz?>> Und selbst wenn, erklärt es nicht die Funktion eines weit>> auseinandergezogenen Wechselstromnetzes.>Es soll eine dazukommen -aber die Leute sind nicht begeistert...
Wovon sind "die Leute" denn begeistert, außer Freibier und hitzefrei?
Falk B. schrieb:> Wovon sind "die Leute" denn begeistert, außer Freibier und hitzefrei?
Eine Leitung, von der Thüringen nur Nachteile hat (DURCHLEITUNG, ohne
Nutzung, die höchsten Stromkosten und obendrein die Zerstörung von
Landschaft) begeistert normale Leute nun mal nicht.
:(
MfG Paul
@ Paul Baumann (paul_baumann)
>> Wovon sind "die Leute" denn begeistert, außer Freibier und hitzefrei?>Eine Leitung, von der Thüringen nur Nachteile hat (DURCHLEITUNG, ohne>Nutzung, die höchsten Stromkosten und obendrein die Zerstörung von>Landschaft) begeistert normale Leute nun mal nicht.
Jaja, das seelige Thüringen hat ja, eben so wie das noch seeligere
Bayern nicht eine EINZIGE Überlandleitung! Das ist ja "Neuland".
Wir haben echte Luxusprobleme!!!
Wieviel km^2 Fläche sind von den geplanten Trassen betroffen? Ziehen die
die Dinger direkt durch Weimar, Gotha und Eisenach? Wieviel
Überlandleitungen gibt es schon in Thürigen und Bayern?
Manchmal wünsche ich mir ECHT eine Sintflut 2.0, damit dieses ganze
Ungeziefer mal rausgespült wird!
Oder wenigsten einen ORDENTLICHEN Crash der Energieversorgung für
wenigsten 2 Wochen. Damit die ganzen Schwätzer und Reichsbedenkenträger
mal ganz hautnah erfahren können, welchen Mist sie sich
herbeiwünschen!!! Denn das ist das Problem, daß die allermeisten
Verhinerer und Forderer für die Konsequenzen ihres Handelns in KEINSTER
Weise gerade stehen müssen!
Das gilt auch für die Flachpfeifen in Politik und Wirtschaft! Jeder
kleine Handwerker muss das! Die "dort oben" nicht!
Falk B. schrieb:> Oder wenigsten einen ORDENTLICHEN Crash der Energieversorgung für> wenigsten 2 Wochen.
Hatten wir schon:
http://www.n-tv.de/panorama/Gewitterfront-hinterlaesst-schwere-Schaeden-article15732936.html
Hat ein halbes Jahr gedauert, bis neue Masten standen. Hatten wohl
gerade keine mehr in der Schublade liegen. Mit Erdkabel wäre das nicht
passiert. ;-)
Falk B. schrieb:> Ziehen die> die Dinger direkt durch Weimar, Gotha und Eisenach?
Wenn ich das richtig sehe, gehen die Alternativen von Süd-Ost-Link
entweder östlich oder westlich hier vorbei. Klar gibt es einen kleinen
Prozentsatz, der sich aufregt. Irgendwer regt sich immer auf.
Dummerweise sind das halt die, die am lautesten schreien.
Vor 30 Jahren wurde hier eine Gasverbundleitung durchgelegt, um das Gas
von unseren sowjetischen Brüdern zu verteilen. Der Trassenaushub dürfte
ähnlich gewesen sein. Von der Trasse sieht man heute nichts mehr ausser
ab und zu einen gelben Pfahl in der Landschaft. Und es wachsen halt
keine Bäume drauf, aber das tun sie auf 90% der restlichen Landschaft
auch nicht, weil Feld.
Immhin machen 50-Hertz hier eine vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit.
Wenn nebenan der neue Sandabbau aufmacht, sind wir hier durch Verkehr
und Lärm deutlich mehr betroffen, über Jahre hinweg, nicht nur ein paar
Wochen für den Trassenbau. Da wird überhaupt nicht informiert, da wird
einfach losgebuddelt.
Und mit dieser Politik hat 50-Hertz offenbar Erfolg, denn es gibt
anscheinend mehr konstruktive Kritik als Gemecker (Achtung, MP3 vom
Staatsfunk, 07.03.2017):
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2017/03/07/stromautobahnen_netzbetreiber_legen_korridorvorschlaege_dlf_20170307_1719_eb3ac753.mp3
Ok, das mit dem Goldhamster ist ein böser Lapsus. Da hat wahrscheinlich
einer zu sehr an sein Gehalt gedacht.
Falk B. schrieb:> Jaja, das seelige Thüringen hat ja, eben so wie das noch seeligere> Bayern nicht eine EINZIGE Überlandleitung! Das ist ja "Neuland".>> Wir haben echte Luxusprobleme!!!
WAS WILLST DU EIGENTLICH VON MIR???
Ich bin nur der Überbringer der Nachricht -nicht dafür verantwortlich!
-Paul-
Paul B. schrieb:> WAS WILLST DU EIGENTLICH VON MIR???
Er schreibt über Thüringen, nicht über dich.
> Ich bin nur der Überbringer der Nachricht -nicht dafür verantwortlich!
Dann überbringe eben seine Antwort an Thüringen. ;-)
Franz B. schrieb:> 8 Tranformatoren mit 1.100 Kilovolt !!Gleichspannung!!
Wo steht das? Ich lese darin nur, dass Siemens "Transformatoren mit
1.100 Kilovolt (kV) Übertragungsspannung" für eine HGÜ liefert. Weiter
gehts dann mit "Am Anfang und Ende jeder HGÜ-Leitung wird der
Gleichstrom in Wechselstrom und umgekehrt mittels sogenannter
Umrichterstationen umgeformt. Die Transformatoren speisen diese
Umrichterstationen und sorgen für die Wandelung der Größen Strom und
Spannung."
Paul B. schrieb:> Ich bin nur der Überbringer der Nachricht -nicht dafür verantwortlich!
Nee, Du stellst - mal wieder - eine Behauptung unbelegt in den Raum:
Paul B. schrieb:> Es soll eine dazukommen -aber die Leute sind nicht begeistert...
Es gibt einige Leute, die dagegen sind. Teilweise mit berechtigten
Argumenten - Überschwemmungsgebiet Elsteraue ist eines und wurde
berücksichtigt -, teilweise nur aus "Dagegen"-Stimmung.
Was die "Landschaftszerstörung" betrifft: Ich kann Dir Bilder mit der
vor 30 Jahren verlegten Erdgasleitung, die von ähnlichem Ausmass wie die
geplante Erdleitungstrasse ist, zeigen, und Du wirst mir nicht sagen
können, wo die Leitung langgeht.
Was den Nutzen betrifft: Die betroffenen Kommunen bekommen eine
Entschädigung. Und natürlich sind solche Massnahmen heute wie auch jeder
Strassenneubau oder Ausbau von Ausgleichsmaßnahmen in der Umwelt
begleitet.
Btw: Die "Ideallinie" des Süd-Ost-Links führt direkt über unser Haus.
A. K. schrieb:> Wo steht das?>https://www.siemens.com/innovation/de/home/picture...
>
"Das kann nur unter Anwendung einer hohen Übertragungsspannung
gewährleistet werden, daher wird eine Übertragungsspannung von ±1100 kV
Gleichspannung angestrebt"
da steht es doch mehrfach sogar
Namaaste
Winfried J. schrieb:> "Das kann nur unter Anwendung einer hohen Übertragungsspannung> gewährleistet werden, daher wird eine Übertragungsspannung von ±1100 kV> Gleichspannung angestrebt"
Ja und? Das HGÜ mit Gleichspannung arbeitet überrascht nicht wirklich,
die heisst deswegen so. Aber nirgends in dem Artikel steht, dass der
Trafo dafür sorgt. Im Gegenteil, es steht sogar drin, dass dafür
zusätzlich Umrichterstationen nötig sind.
A. K. schrieb:> Wo steht das? Ich lese darin nur, dass Siemens "Transformatoren mit> 1.100 Kilovolt (kV) Übertragungsspannung" für eine HGÜ liefert. Weiter> gehts dann mit "Am Anfang und Ende jeder HGÜ-Leitung wird der> Gleichstrom in Wechselstrom und umgekehrt mittels sogenannter> Umrichterstationen umgeformt. Die Transformatoren speisen diese> Umrichterstationen und sorgen für die Wandelung der Größen Strom und> Spannung."
Hier:
Paul B. schrieb:> Reicht das für's Erste?
Witzig. 2 von den 3 Beiträgen sind nicht aus Thüringen und bei der Liste
der BIs ist Thüringen nicht dabei.
Da hab ich aber auf die Schnelle mehr Links gefunden.
Der Punkt ist: Es sind nicht DIE Menschen, die sich dagegen stellen, es
sind EINIGE. Gibt offenbar genug andere, die es für sinnvoll halten und
sich konstruktiv einbringen.
Ich hab das erst kürzlich erlebt. Da ziehen jetzt einige Leute los,
Rotmilanhorste zu kartieren, um damit Windräder zu verhindern. Da sag
ich doch, Leute, da kommt ihr 20 Jahre zu spät, warum habt ihr euch
nicht eher für den Rotmilan interessiert.
Und den Rotmilan wiederum interessieren die Windräder nicht, der hat
andere Probleme: Die Waschbären hier werden die Rotmilan-Population in
den nächsten Jahren wahrscheinlich ausrotten. Wenn in einem Wald mit 4
Horsten und einem Bussard- und einem Rotmilanpärchen schon 4
Trappermützen in den Bäumen liegen, haben die Milane wenig Chancen.
Timm T. schrieb:> Da ziehen jetzt einige Leute los,> Rotmilanhorste zu kartieren, um damit Windräder zu verhindern. Da sag> ich doch, Leute, da kommt ihr 20 Jahre zu spät, warum habt ihr euch> nicht eher für den Rotmilan interessiert.
Jetzt können diese Horste nur noch die Horste kartieren...
MfG Paul
@Paul Baumann (paul_baumann)
>>> Ich bin nur der Überbringer der Nachricht -nicht dafür verantwortlich!
In der Tat, mein Beitrag war nicht gegen dich gerichtet.
>http://bundesverband-gegen-suedlink.de/>http://www.infranken.de/regional/artikel_fuer_geme...>http://www.mdr.de/thueringen/sued-thueringen/strom...>http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/stromtrasse-...
AUA! Wenn man da nur die Häfte liest, wird einem schlecht.
http://bundesverband-gegen-suedlink.de/?page_id=76
Jaja, ganz groß im Fordern!!!! Also ob sich die Welt um diese Leute
dreht.
"Wir fordern Offenlegung der Erhebungen und Prüfungen zur
Umweltverträglichkeit der 2 x 500 KV Gleichstromtrasse SuedLink für
Mensch und Natur sowie Offenlegung sämtlicher technischer Fakten der
eingesetzten Übertragungstechnik im Detail."
Damit man solange plappern und faseln kann, bis es in alle Ewigkeit
blockiert ist.
"Die Nähe zu Wohngebieten mit entsprechenden Gesundheitsgefährdungen sei
zu groß. "
Welche Drogen nehmen diese Leute?
"Wir wollen die Monstertrasse nicht in unserer Gegend haben"
Soso, Monstertrasse. Es lebe die Polemik! Wie groß sind die Masten denn
WIRKLICH? Viel größer als ein 380kV AC Mast sind die wohl kaum, und
davon gibt es TAUSENDE in Deutschland! Und die interessiert keine Sau!
" Wenn sich denn eine Leitung als notwendig herausstelle, dann müsse
diese als durchgängige Erdverkabelung ausgeführt werden, die in jüngsten
Kostenvergleichen auf die Gesamtstrecke hin nicht teurer sei."
Das halte ich für eine glatte Lüge ;-)
Und welcher Depp hat das Wort Südlink erfunden? Ist Südverbindung zu
deutsch?
@Timm Thaler (timm-thaler)
>den nächsten Jahren wahrscheinlich ausrotten. Wenn in einem Wald mit 4>Horsten und einem Bussard- und einem Rotmilanpärchen schon 4>Trappermützen in den Bäumen liegen, haben die Milane wenig Chancen.
Dann hätten sie vielleicht ihr Revier besser verteidigen müssen und
nicht nur Willkommenskultur praktizieren dürfen . . . Sind ja
schließlich RAUBvögel und keine bleiernen Enten . . .
Timm T. schrieb:> Der Punkt ist: Es sind nicht DIE Menschen, die sich dagegen stellen, es> sind EINIGE.
Manchmal sitzen die freilich an entscheidender Position:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/seehofer-fordert-komplett-neue-verhandlungen-ueber-stromtrassen-13185736.html> Ich hab das erst kürzlich erlebt. Da ziehen jetzt einige Leute los,> Rotmilanhorste zu kartieren, um damit Windräder zu verhindern.
Infrastrukturprojekte muss man als aktive Bildungsmassnahmen verstehen.
Sie dienen damit dem Naturschutz. Vor Stuttgart 21 hätte kein Schwein
Juchtenkäfer gekannt. Jetzt kennt sie im Südwesten jeder, und man
pflanzt den Viechern auch noch eigens Bäume an.
@A. K. (prx)
>Sie dienen damit dem Naturschutz. Vor Stuttgart 21 hätte kein Schwein>Juchtenkäfer gekannt. Jetzt kennt sie im Südwesten jeder,
Oder die Hufeisennasefledermaus, welche gefühlt jahrzehntelang die
Waldschlößchenbrücke in Dresden blockiert hat. Naja, die Fledermaus
nicht, aber Leute, welche meinten daß sie durch die Brücke unendlichen
Schaden nehmen wird.
Und wenn sie nicht gestorben ist, dann flattert sie noch heute.
Falk B. schrieb:> Das halte ich für eine glatte Lüge ;-)
Wenn du Kosten von jahrelangen Protesten und Gerichtsverfahren mit
sämtlichen Verfügungen, Verzögerungen, Blockaden und Planungsänderungen
mit einrechnest, dann könnte es vielleicht sogar stimmen. ;-)
Falk B. schrieb:> Oder die Hufeisennasefledermaus, welche gefühlt jahrzehntelang die> Waldschlößchenbrücke in Dresden blockiert hat.
Wikpedia zufolge waren es 3 Monate. ;-)
Falk B. schrieb:> Und wenn sie nicht gestorben ist, dann flattert sie noch heute.
Aber nicht dort. "Flugschneisen, Spezialbeleuchtung, Hecken – zum Schutz
der Kleinen Hufeisennase wurde beim Bau der Dresdner
Waldschlösschenbrücke eine Menge Geld ausgegeben. Doch seit der
Eröffnung 2013 hat kein Mensch die Fledermaus dort je gesehen."
http://www.badische-zeitung.de/panorama/eine-fledermaus-die-geschuetzt-wurde-laesst-sich-nicht-blicken--120297994.html
A. K. schrieb:> Doch seit der> Eröffnung 2013 hat kein Mensch die Fledermaus dort je gesehen."
Die hat kein Mensch mehr dort fliegen sehen, weil sie nun Dank der
Brücke trockenen Fußes an das andere Ufer laufen kann.
Manchmal ist die Erkärung einfacher, als es zunächst aussieht.
MfG Paul
A. K. schrieb:> Aber nicht dort. "Flugschneisen, Spezialbeleuchtung, Hecken – zum Schutz> der Kleinen Hufeisennase wurde beim Bau der Dresdner> Waldschlösschenbrücke eine Menge Geld ausgegeben. Doch seit der> Eröffnung 2013 hat kein Mensch die Fledermaus dort je gesehen."> http://www.badische-zeitung.de/panorama/eine-fledermaus-die-geschuetzt-wurde-laesst-sich-nicht-blicken--120297994.html
was lässt sich daraus schließen?
o keine Brücken mehr bauen in Habitaten von seltenen Arten.
o wir machen was wir wollen, weil wir's können. Kollateralschäden sind
eh nicht zu verhindern.
bitte wählen.
Namaste
Timm T. schrieb:> Na und? Aus meinem Eisenbahntrafo kommt auch Gleichspannung.
Nein, die kommt aus dem, im gleichen Gehäuse eingebauten, Gleichrichter.
Falk B. schrieb:> " Wenn sich denn eine Leitung als notwendig herausstelle, dann müsse> diese als durchgängige Erdverkabelung ausgeführt werden, die in jüngsten> Kostenvergleichen auf die Gesamtstrecke hin nicht teurer sei.">> Das halte ich für eine glatte Lüge ;-)
M.W. ist eine Erdverkabelung nicht nur beim Bau, sondern auch
im Betrieb deutlich teurer (höhere Verluste).
> Und welcher Depp hat das Wort Südlink erfunden?
Naja, die Leitung kommt links auf der Karte im Süden an. :-)
Falk B. schrieb:> Und wenn sie nicht gestorben ist, dann flattert sie noch heute.
Ja, ab und zu findet man Hufeisenspuren auf durchweichten Waldwegen.
:-)
Winfried J. schrieb:> was lässt sich daraus schließen?
Dass sich polemisch immer noch eins draufhauen lässt. Die Bäume und
Sträucher z.B. hätte man so oder so pflanzen müssen, sowas gehört heute
als Ausgleichsmassnahme bei jedem grösseren Strassenbauprojekt dazu.
@ A. K. (prx)
>> Das halte ich für eine glatte Lüge ;-)>Wenn du Kosten von jahrelangen Protesten und Gerichtsverfahren mit>sämtlichen Verfügungen, Verzögerungen, Blockaden und Planungsänderungen>mit einrechnest, dann könnte es vielleicht sogar stimmen. ;-)
Womit wir wieder bei der Waldschlößchenbrücke wären . . .
Nachdenker schrieb:> Die Entfernung Berlin-Paris ist ganz grob ca. 1000 km.> D.h. die Phasendifferenz zwischen Berlin und Paris beträgt bereits 90°!>> Aber das Verbundnetz ist ja deutlich größer! Es geht vom letzten Zipfel> Spaniens bis in die letzte Ecke von Polen und Rumänien!>> Wie kann das funktionieren? Bewegen sich da nicht gigantische> Blindströme durchs Netz?
Kommt auf den Zustand der kontinental verteilten Synchronmaschinen an.
Im Jargon der Kraftwerkstechnik und Übertragungsnetze gibt es den
Begriff der technischen Mindestlast. Synchronität wird vor allem über
den Wirkleistungsfluß hergestellt und geregelt
(Frequenzleistungsregelung).
Modelliert kann das ganze werden mit Hilfe des sogenannten
"Mehrmaschinenmodells"; jeder Energietechniker an einer anständigen Uni
muß das als Student mindestens einmal rechnen, und zwar typischerweise
mit einem Netz aus 5 Synchronmaschinen, die man sich von West nach Ost
über den europäischen Kontinent/das UCTE- bzw. ENTSOE-Gebiet verteilt
denkt. Da gibt es schöne Beobachtungen zu machen z.B. über die
Generatorübertragungsfunktionen, die Polradwinkelstabilität und die
Polradwinkelunterschiede zwischen z.B. der Maschine in Spanien
verglichen, der Maschine in Frankreich und der Maschine in Polen.
Blindleistung ist des weiteren ein Parameter, der anders angepackt
werden muß als Wirkleistung. Denn: Am Kraftwerk läßt sich Blindleistung
nicht kompensieren, sondern ist sogar zur Energieübertragung notwendig,
doch am Verbraucher vor Ort (oder generell: an den Knotenpunkten) muß
zwingend kompensiert werden wegen der damit verbundenen
Spannungshaltung.
Die Netzspannung muß innerhalb eines bestimmten Toleranzbandes um einen
Sollwert gehalten werden, was sich zu einem Grad über die Höhe der
lokalen
Einspeiseleistung/Entnahmeleistung am Knotenpunkt regeln läßt. Besser
ist es jedoch, nicht nur die Wirkleistung zu beeinflussen, sondern auch
die Blindleistung direkt zu verstellen. Alle Übertragungsnetzbetreiber
müssen für einen "ausgeglichenen Haushalt" zwischen Blindleistungsbedarf
und Blindleistungserzeugung sorgen, so daß an allen Knotenpunkten die
Spannung im vorgeschriebenen Toleranzband liegt. Welche Anforderungen an
Erzeugungsanlagen für Blindleistung gestellt werden, ist im Transmission
Code festgelegt.
> Am Kraftwerk läßt sich Blindleistung> nicht kompensieren, sondern ist sogar zur Energieübertragung notwendig,> doch am Verbraucher vor Ort (oder generell: an den Knotenpunkten) muß> zwingend kompensiert werden wegen der damit verbundenen> Spannungshaltung.
Missverständlich:
Wenn z.B. das Kraftwerk über eine "längere Leitung" ans "Netz"
angeschlossen ist und diese Leitung nicht mit ihrer sog. natürlichen
Leistung betrieben wird, kann/sollte dieses Kraftwerk diese von der
Leitung benötigte "Blind"leistung" liefern.
U. B. schrieb:> ....kann/sollte dieses Kraftwerk diese von der> Leitung benötigte "Blind"leistung" liefern.
MUSS. Sonst kriegt es seine Leistung nicht eingespeist und macht dicke
Backen.
MfG Paul