Zwar gibt es bei MSP430 auch so etwas wie Fuses, aber die sind nur
erforderlich, um die Auslesesperre für das Flash-ROM und das
Deaktivieren des JTAG-Interfaces (so überhaupt vorhanden) zu nutzen.
Die Auswahl der Taktquelle erfolgt durch Dein Programm und kann auch
jederzeit im Betrieb wechseln.
So ist es möglich, zum Stromsparen den Controller mit niedrigem vom DCO
(interner RC-Oszillator) zu betreiben, und nach dem "Aufwachen" mit
deutlich höherer Frequenz, und für die Nutzung einer UART o.ä. auch mit
einem quarzstabilisierten Taktgenerator. Danach kann wieder mit
niedrigem DCO-Takt oder, so vorhanden, noch niedrigerem LFO-Takt
weitergeschlafen werden.
Das entscheidet alles Dein Programm, ohne irgendwelche Klimmzüge mit
"Fuses".
Somit entfällt auch die Möglichkeit, sich "auszusperren" -- sofern nicht
die eingangs erwähnten (selten benötigten) Sicherheitsmechanismen
genutzt werden. Die Auslesesicherung lässt sich durch Löschen des Flashs
umgehen, stellt also auch kein Hindernis dar, das die Neuprogrammierung
des µC verhindert.
Das ist einer der großen Vorzüge der MSP430 gegenüber den diesbezüglich
etwas, ähm, angestaubten AVRs.
(Einen "internen Quarz" gibt es übrigens nicht, bei keinem µC)