Das Composite-Signal vomZX Spectrum hat leider eine sehr schlechte Qualität, weil der Farbträger von einem freilaufenden Quarzoszillator erzeugt wird.
Der PAL-B/G Standard sieht einen verkoppelten Farbträger vor, der in einem festen Verhältnis zur Zeilen- und Bildfrequenz steht (plus dem sog. Präzisionsoffset)
Dazu wäre es nötig, Farbträger und Videotakt über eine PLL zu verkoppeln oder aus einer gemeinsamen Taktquelle abzuleiten, z.B. per Ratiocounter.
Der freilaufende nicht verkoppelte Farbträger sorgt beim Composite-Signal des Spectrum für eine mit thermisch driftender Geschwindigkeit durchlaufende Perlschnurstörung, die an farbigen Übergängen mit großem Phasensprung besonders stark auffällt, z.B. von Grün nach Magenta oder Gelb nach Blau...
Ich habe bei meinem Spectrum daher Mitte der 80er Jahre auf die Farbe zugunsten einer guten Bildqualität verzichtet und habe einen Grünmonitor am intern abgegriffenen Luminanzsignal über einen Transistor-Impedanzwandler betrieben. Damit gab es zwar nur Graustufen (in Grün), aber ein gestochen scharfes Bild, ohne die störende Struktur der Lochmaske einer kleinen 36cm-Farbbildröhre und vor allem ohne die wabernden ausgefransten Kanten durch den Farbträger im Composite-Signal. Dank der längeren Nachleuchtdauer des grünen Leuchtschirms der Monitorröhre war das Bild auch absolut flimmerfrei.
Mit entsprechenden Pegelwandlern und Treiberstufen ließe sich auch ein Komponentensignal (Y Cb Cr) für einen Farbmonitor generieren, wenn man die Signale am Eingang des Farbmodulators abgreift. Daraus läßt sich per Matrixschaltung natürlich auch ein RGB-Signal erzeugen.
LCD-Fernseher, die noch analoge Eingänge haben, können meist aber auch Y Cb Cr.