Servus,
was mich mal interessiert, wie oft habt ihr in Vorstellungsgesprächen
typische Stressfragen wie z.B.
"Was ist Ihre größte Schwäche?"
"Wann haben Sie zuletzt im Betrieb gegen eine Regel verstoßen?"
"Wie gehen Sie mit Stress um?"
oder dergleichen erlebt?
Ich hatte seit meinem Schulabschluss vielleicht 12 Bewerbungsgespräche
für mittlerweile 3 verschiedene Jobs innerhalb von 10 Jahren. Solche
Fragen wurden mir noch NIE gestellt.
Sagt dies irgendetwas aus? Haben die Personaler kein tiefergehendes
Interesse an mir, und ich wurde bisher nur als "Notlösung" eingestellt?
Sind die Personaler so überzeugt von mir oder so verzweifelt, dass sie
mich nicht vergraulen wollen? Sind solche Fragen nur im Management oder
in Führungspositionen üblich, womit ich nichts am Hut habe?
Mich würden eure Erfahrungen interessieren, z.B. Tätigkeitsfeld xyz, x
Gespräche ohne Streßfragen, y Gespräche mit Stressfragen. Vielleicht ist
es ja vollkommen normal, dass die meisten Gespräche sehr freundlich und
ohne unangenehmes Nachbohren laufen (wie ich es kenne), und es sind nur
einige Nischen, wo die Kandidaten auseinandergenommen werden, wovor dann
aber unberechtigterweise als Normalfall gewarnt wird?
Merci
Pascal
Ich wurde von der Personalerin gefragt, ob ich Single bin und Lust auf
einen Kaffee habe.
Fand ich auch eher ungewöhnlich. Bin ich ein Mitarbeiter zweiter Wahl?
Ich wurde auch mal gefragt, wie ich auf Stress reagiere.
Ich habe einfach gesagt, dass Stress etwas für Minderleister wäre.
Sie haben sich bei mir nie wieder gemeldet :(
MfG
Turbopascal schrieb:> Ich wurde von der Personalerin gefragt, ob ich Single bin und Lust> auf einen Kaffee habe.> Fand ich auch eher ungewöhnlich. Bin ich ein Mitarbeiter zweiter Wahl?
Nein, sie wollte nur mit dir flirten.
2h an einer Kreidetafel Probleme (Algorithmen, logische
Vereinfachungen/Subsitutionen) lösen.
(Forschungsabteilung bei einem großen Automobilhersteller im Süden)
Gespräch danach: die wollten gar keine korrekten Ergebnisse sehen,
sondern nur wie ich versuche, den Lösungsweg zu finden.
Pascal schrieb:> Erfahrungen interessieren,
Kommt ganz drauf an, wo man sich bewirbt. Zwischen Waldsanatorium und
Flugsicherung gibt es "kleine" Unterschiede. Schon ein Assesment-Center
besucht? Ziel eines Assesment-Centers ist es, erbarmungslos auszusieben!
https://de.wikipedia.org/wiki/Assessment-Center
Turbopascal schrieb:> Ich wurde von der Personalerin gefragt, ob ich Single bin und Lust> auf> einen Kaffee habe.> Fand ich auch eher ungewöhnlich. Bin ich ein Mitarbeiter zweiter Wahl?
Interessante Version :) Da fällt es schwer, spontan zu antworten und
weder abweisend zu wirken, noch den Eindruck zu erwecken, man würde
privates mit beruflichem vermischen.
wurster schrieb:> Gespräch danach: die wollten gar keine korrekten Ergebnisse sehen,> sondern nur wie ich versuche, den Lösungsweg zu finden.
Unsinn. Die wollten sehen ob du alles mit dir machen lässt. Ob du
wirklich bereit bist, deren kleine Hure zu sein. Ob dein
Selbstwertgefühl wirklich so mickrig ist und du die Stelle wirklich so
dringend brauchst dass du dich 2h an ne Tafel stellst wie ein
Grundschüler. Und Tata, du hast bestanden.
Pascal schrieb:> Sagt dies irgendetwas aus?
Natürlich sagt das etwas über dich aus. Prüfe dich doch mal selbst.
Nenne spontan 5 deiner Stärken und 5 deiner Schwächen. Jede Wette mit
den 5 Stärken bist du sehr viel schneller fertig als mit den Schwächen.
Ja und schon habe ich eine wichtige Information von dir erhalten :-)
Joe G. schrieb:> Prüfe dich doch mal selbst.> Nenne spontan 5 deiner Stärken und 5 deiner Schwächen. Jede Wette mit> den 5 Stärken bist du sehr viel schneller fertig als mit den Schwächen.
Das Problem ist ja nicht, 5 Schwächen zu finden, sondern man will diese
echten Schwächen niemals nicht im VG erläutern. Deshalb muss man Pseudo
Schwächen suchen und deshalb ist die Frage so blöd.
Turbopascal schrieb:> Ich wurde von der Personalerin gefragt, ob ich Single bin und Lust auf> einen Kaffee habe.
Jaja, das kennen wir schon: vor der Haustür nach Kaffee fragen und dann
hat sie oben gar keinen mehr da ... :-) Typisch Freitag.
oszi40 schrieb:> Jaja, das kennen wir schon: vor der Haustür nach Kaffee fragen und dann> hat sie oben gar keinen mehr da ... :-) Typisch Freitag.
Das ist so wie wenn man nach einem stressigen Arbeitstag heim kommt, das
Licht ist gedimmt, Musik läuft und die Frau räkelt sich in
Spitzenunterwäsche auf dem Sofa. Dann weiß man sofort: Wieder nix
gekocht.
Cyblord -. schrieb:> Das Problem ist ja nicht, 5 Schwächen zu finden, sondern man will diese> echten Schwächen niemals nicht im VG erläutern. Deshalb muss man Pseudo> Schwächen suchen und deshalb ist die Frage so blöd.
Ob echte Schwächen oder Pseudoschwächen ist doch egal. Wer bei den
Stärken schneller ist, zeigt gewisse Charaktereigenschaften. Seine
Fähigkeit sich zu „verkaufen“ ist besser ausgeprägt, als seine Fähigkeit
eigene Defizite zu erkennen. Jetzt darf jeder selbst seine Rückschlüsse
daraus ziehen.
Cyblord -. schrieb:> Unsinn. Die wollten sehen ob du alles mit dir machen lässt. Ob du> wirklich bereit bist, deren kleine Hure zu sein. Ob dein> Selbstwertgefühl wirklich so mickrig ist und du die Stelle wirklich so> dringend brauchst dass du dich 2h an ne Tafel stellst wie ein> Grundschüler. Und Tata, du hast bestanden.
Wenn ich mir mein Gehalt anschaue: dafür hab ich das gerne getan :-)
wurster schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Unsinn. Die wollten sehen ob du alles mit dir machen lässt. Ob du>> wirklich bereit bist, deren kleine Hure zu sein. Ob dein>> Selbstwertgefühl wirklich so mickrig ist und du die Stelle wirklich so>> dringend brauchst dass du dich 2h an ne Tafel stellst wie ein>> Grundschüler. Und Tata, du hast bestanden.>> Wenn ich mir mein Gehalt anschaue: dafür hab ich das gerne getan :-)
Sagen Huren auch.
wurster schrieb:> Wenn ich mir mein Gehalt anschaue: dafür hab ich das gerne getan :-)
Du musst schon konkrete Zahlen nennen!
Ich musste so eine Tafel-Seesion zum Glück nie über mich ergehen lassen,
vermutlich hätte ich da auch nicht so gut abgeschnitten.
Ingenieur schrieb:> Ich musste so eine Tafel-Seesion zum Glück nie über mich ergehen lassen,> vermutlich hätte ich da auch nicht so gut abgeschnitten.
Dito. Und ich glaube nicht, dass jemand der im VG etwas vorrechnen muss,
am Ende eine so toll bezahlte Stelle bekommt. Das ist halt ne normale
Entwicklerstelle. Ich bezweifle dass er an den 100k kratzt.
Cyblord -. schrieb:> wurster schrieb:>>> Gespräch danach: die wollten gar keine korrekten Ergebnisse sehen,>> sondern nur wie ich versuche, den Lösungsweg zu finden.> Unsinn. Die wollten sehen ob du alles mit dir machen lässt. Ob du> wirklich bereit bist, deren kleine Hure zu sein. Ob dein> Selbstwertgefühl wirklich so mickrig ist und du die Stelle wirklich so> dringend brauchst dass du dich 2h an ne Tafel stellst wie ein> Grundschüler. Und Tata, du hast bestanden.
So einfach ist das nicht. Ist man zu gefügig, dann macht das auch einen
schlechten Eindruck. Man muss das Spiel quasi "auf Augenhöhe" mitmachen.
Signalisiert man auch nur unterbewusst, dass es einem zuwider ist, kann
das auch schnell ein K.O.-Kriterium sein. Das findet aber alles auf
emotionaler Ebene statt.
Für den Bewerber zeigen so Aktionen aber, dass er nicht gerade umworben
wird.
Joe G. schrieb:> Pascal schrieb:>> Sagt dies irgendetwas aus?>> Natürlich sagt das etwas über dich aus.
Meine Frage war, ob es irgendwas darüber aus sagt, was die Personaler
von mir denken, wenn sie KEINE der Stressfragen stellen. Stattdessen
hielten sich die Personaler immer sehr zurück und überließen den
zukünftigen Vorgesetzten das Wort für fachliche Gespräche.
Marek N. schrieb:> Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Leute ... :(
Die Frage ist: wie oft habt ihr Stressfragen im Interview erlebt?
Ihr braucht keine möglichen Fragen aufzählen, die kann man googeln.
Erfahrungswerte aus Interviews kann ich nicht googeln.
Pascal schrieb:> Meine Frage war, ob es irgendwas darüber aus sagt, was die Personaler> von mir denken, wenn sie KEINE der Stressfragen stellen. Stattdessen> hielten sich die Personaler immer sehr zurück und überließen den> zukünftigen Vorgesetzten das Wort für fachliche Gespräche.
Was waren das für Firmen? Größe? Vielleicht waren
die "Personaler" nur bessere Sekretärinnen.
Unsere Personalerinnen (Mittelständisches Unternehmen)
verwenden psychologische "Tricks" in Gesprächen. Das
muss nicht immer offensichtlich sein. ;)
merciless
Pascal schrieb:> Die Frage ist: wie oft habt ihr Stressfragen im Interview erlebt?>> Ihr braucht keine möglichen Fragen aufzählen, die kann man googeln.> Erfahrungswerte aus Interviews kann ich nicht googeln.
Ich plaudere nicht so gerne aus dem Nähkästchen, ich habe in meinem
Leben bisher aber auch nur sehr wenige Vorstellungsgespräche gehabt. Ich
bin nicht so ein Wechsel-Typ, der sich bewirbt, nur um irgendwo etwas
Neues zu sehen. Wenn mir ein Job gefällt, dann bleibe ich da natürlich
auch, egal wie lange das auch sein mag, von mir aus auch bis zum
selbstgewählten Zeitpunkt des Umsattelns von Erwerbsarbeit auf
Privatier.
Vielleicht sollte man selber eine Frage stelle: Was hat Sie dazu bewogen
mich einzuladen?
Warum zum Henker sollten die die Gesprächsführung übernehmen?
Dirk K. schrieb:> Was waren das für Firmen? Größe? Vielleicht waren> die "Personaler" nur bessere Sekretärinnen.
Zu Anfang Softwareengineering, kleine Kreativwerkstatt mit 15 MA
Zweitens IT-Administration eines KMU, ca. 150 MA
Seit einem Jahr Leitung IT-Administration und Softwareentwicklung in
einer Behörde (>2000 MA) (Ja, auch im öD fühle ich mich wohl, und das
müssen wir auch nicht diskutieren)
Niemals die kleinste Frage, um mich aus der Reserve zu locken. Nur
Fachfragen wurden abgeklopft, meine Gehaltsforderungen minimal gedrückt
(außer im öD), und nach spätestens einem Tag war der Vertrag
unterzeichnet.
> Unsere Personalerinnen (Mittelständisches Unternehmen)> verwenden psychologische "Tricks" in Gesprächen. Das> muss nicht immer offensichtlich sein. ;)
Wenn es so lief, sind sie entweder sehr subtil, oder ich bin extrem
unsensibel.
Hatte bei einem meiner ersten Gespräche bei einem der großen embedded
Chiphersteller (der mittlerweile aufgekauft wurde) folgende Situation:
Meine eig. guten Schul-, Berufsschul-, Fachabi- und Diplomnoten wurden
alle auf "durchschnittlich" degradiert, und ich sollte die Frage
beantworten, was sie mit einem durchschnittlichen Kandidaten anfangen
sollen.
Im Nachhinein warscheinlich ein Stresstest, ich empfand das damals als
recht unfair und wusste keine so richtige Antwort. Heute - 12 Jahre
später - würde ich definitiv anders reagieren.
Random .. schrieb:> Hatte bei einem meiner ersten Gespräche bei einem der großen> embedded Chiphersteller (der mittlerweile aufgekauft wurde) folgende> Situation:> Meine eig. guten Schul-, Berufsschul-, Fachabi- und Diplomnoten wurden> alle auf "durchschnittlich" degradiert, und ich sollte die Frage> beantworten, was sie mit einem durchschnittlichen Kandidaten anfangen> sollen.> Im Nachhinein warscheinlich ein Stresstest, ich empfand das damals als> recht unfair und wusste keine so richtige Antwort. Heute - 12 Jahre> später - würde ich definitiv anders reagieren.
Du hättest fragen sollen, warum sie einen durchschnittlichen Typen
einladen.
Random .. schrieb:> Meine eig. guten Schul-, Berufsschul-, Fachabi- und Diplomnoten wurden> alle auf "durchschnittlich" degradiert, und ich sollte die Frage> beantworten, was sie mit einem durchschnittlichen Kandidaten anfangen> sollen.
Unverständlich. Auch als Test. Alle Noten waren vor der Einladung zum VG
bekannt. Was sie mit einem Kandidaten anfangen wollen müssen die AGs
selber wissen. Und vor dem VG entscheiden. Also einfach nur dümmlich und
alles andere als ein kluger Stresstest.
Random .. schrieb:> Hatte bei einem meiner ersten Gespräche bei einem der großen embedded> Chiphersteller (der mittlerweile aufgekauft wurde) folgende Situation:
Danke Thorsten, endlich mal eine Antwort auf meine Frage.
War das damals die einzige unangenehme Frage, oder eine von vielen?
Und hattest du seitdem weitere Vorstellungsgespräche? Kamen die ohne
derartige Fragen aus?
Dirk K. schrieb:> Unsere Personalerinnen (Mittelständisches Unternehmen)> verwenden psychologische "Tricks" in Gesprächen. Das> muss nicht immer offensichtlich sein. ;)
Du meinst, Beziehungsstatus abfragen und auf n Kaffee einladen?
Was ist da dann die Erkenntnis?
Dirk K. schrieb:> Unsere Personalerinnen (Mittelständisches Unternehmen)> verwenden psychologische "Tricks" in Gesprächen. Das> muss nicht immer offensichtlich sein. ;)
Hut ab, Innovationsmotor deutscher Mittelstand. Jetzt neu: Mit Tricks!
Pascal schrieb:> Random .. schrieb:>> Hatte bei einem meiner ersten Gespräche bei einem der großen embedded>> Chiphersteller (der mittlerweile aufgekauft wurde) folgende Situation:>> Danke Thorsten, endlich mal eine Antwort auf meine Frage.>> War das damals die einzige unangenehme Frage, oder eine von vielen?> Und hattest du seitdem weitere Vorstellungsgespräche? Kamen die ohne> derartige Fragen aus?
Das ganze Gespräch war recht stressig und meiner Meinung nach damals
nicht ganz fair.
Als ich das telefonische Vorstellungsgespräch bei der Firma für meine
Diplomarbeit habe, war das völlig anders, sehr freundlich, nett und eine
echt angenehme und auch witzige Unterhaltung. Da war ich dann auch für 2
Jahre (Diplomarbeit + 1. Job danach).
Zur Zeit des von mir geschilderten Gespräches hatte ich auch noch eins
bei einem Dienstleister. Das Interview war mMn. fair und in Ordnung, nur
beim Gehalt haben die mich etwas betuppt: Die Ausser-Haus-Zulage, die es
gesetzlich pro Tag gibt, wurde als Gehalt mitverkauft.
Bernd das Brot schrieb:> Dirk K. schrieb:>> Unsere Personalerinnen (Mittelständisches Unternehmen)>> verwenden psychologische "Tricks" in Gesprächen. Das>> muss nicht immer offensichtlich sein. ;)>> Hut ab, Innovationsmotor deutscher Mittelstand. Jetzt neu: Mit Tricks!
Wenn man keine Ahnung hat....
Alleine simpler Smalltalk verrät einiges.
merciless
Zusammenfassend hatten also Thorsten und ich zusammen in 15
Vorstellungsgesprächen ein einziges, das so mit künstlichem Stress
aufgebauscht wurde, wie es laut Bewerbungstrainings üblich sein soll.
Wir zwei sind zwar nicht statistisch relevant, aber wie es scheint, muss
ich mir bei meinem nächsten Wechsel in vielleicht 1-3 Jahren keinen Kopf
mehr machen, und falls mir doch jemand dumm kommt, verabschiede ich mich
einfch freundlich und weiß, dass es beim nächsten wieder angenehm läuft.
Solche Hansels wie Cyblord sitzen ja glücklicherweise nur in Unterhose
oder Jogginganzug vor ihrem RTL-Fernseher, so dass man nicht befürchten
muss, sowas im echten Leben anzutreffen.
Merci
Pascal
Pascal schrieb:> Zusammenfassend hatten also Thorsten und ich zusammen in 15> Vorstellungsgesprächen ein einziges, das so mit künstlichem Stress> aufgebauscht wurde, wie es laut Bewerbungstrainings üblich sein soll.>> Wir zwei sind zwar nicht statistisch relevant, aber wie es scheint, muss> ich mir bei meinem nächsten Wechsel in vielleicht 1-3 Jahren keinen Kopf> mehr machen, und falls mir doch jemand dumm kommt, verabschiede ich mich> einfch freundlich und weiß, dass es beim nächsten wieder angenehm läuft.>> Solche Hansels wie Cyblord sitzen ja glücklicherweise nur in Unterhose> oder Jogginganzug vor ihrem RTL-Fernseher, so dass man nicht befürchten> muss, sowas im echten Leben anzutreffen.>> Merci> Pascal
Bei 5 Vorstellungsgesprächen hatte ich sowas nicht.
Würde mich auch wundern, wenn unsere Personaler sowas machen. Was es
allerdings gibt, sind kleine Aufgaben bei Entwicklern. Mal erklären, was
ein kurzes C oder VHDL-Programm macht. Das ist aber keine Psychologie,
wer das nicht kann, wird nicht eingestellt.
Gruß
Axel
Axel L. schrieb:> Mal erklären, was> ein kurzes C oder VHDL-Programm macht. Das ist aber keine Psychologie,
Fachfragen sollten schon sein. Aber der Briefträger Dr. Postel wurde
trotzdem eingestellt, weil er als Blender sich recht gut vorbereitet
hatte.
Bei meinen 5 Vorstellungsgesprächen (als Programmierer; Pascal + Modula,
dann C++, dann NewtonScript, dann C) gab es nie Stress. Und ich wurde
jedesmal genommen.
Lediglich beim NewtonScript-Job hab ICH dem Chef vorgeschlagen, eine
Probearbeit zu machen. 1 Woche lang einen WebBrowser zu programmieren.
Unbezahlt (ich hatte Zeit). Hat Spaß gemacht. Und wenn die "von der
anderen Seite" sehen, dass man seine Arbeit mit Begeisterung macht, dann
hat man auch kein Problem.
Alle Firmen waren klein (1 Mann beim Newton) bis etwa 10 .. 15. Jedesmal
war der Chef + Entwickler dabei.
Ich hab kein Problem zu sagen "Tut mir leid, weiß ich nicht", oder
"Entschuldigung, das hab ich nicht verstanden". Kommt wohl besser an als
sich selbst als Blender und Schwätzer zu entblößen.
Zu der Personalerin mit Single und Kaffe: Da wäre meine Antwort ein
Grinsen gewesen. Mehr nicht.
Nick
Pascal schrieb:> Solche Hansels wie Cyblord sitzen ja glücklicherweise nur in Unterhose> oder Jogginganzug vor ihrem RTL-Fernseher, so dass man nicht befürchten> muss, sowas im echten Leben anzutreffen.
Jetzt tust du dem Cyblord aber unrecht. Er sitzt als Diplom-Informatiker
beruflich seit Jahren fest im Sattel und weiß, wovon er spricht.
oszi40 schrieb:> Axel L. schrieb:>> Mal erklären, was>> ein kurzes C oder VHDL-Programm macht. Das ist aber keine Psychologie,>> Fachfragen sollten schon sein. Aber der Briefträger Dr. Postel wurde> trotzdem eingestellt, weil er als Blender sich recht gut vorbereitet> hatte.
Der wäre aber mit Sicherheit auf alle Psychofragen vorbereitet gewesen.
Gruß
Axel
Ingenieur schrieb:> Pascal schrieb:>> Solche Hansels wie Cyblord sitzen ja glücklicherweise nur in Unterhose>> oder Jogginganzug vor ihrem RTL-Fernseher, so dass man nicht befürchten>> muss, sowas im echten Leben anzutreffen.>> Jetzt tust du dem Cyblord aber unrecht. Er sitzt als Diplom-Informatiker> beruflich seit Jahren fest im Sattel und weiß, wovon er spricht.
Dann wäre es schön, wenn er es für sich behält.
Er erweckt hier in den diversen Foren eher den Eindruck, dass er davon
spricht, wovon er nichts weiß. Und das ist leider fast alles.
So ein Vorstellungsgespräch mit den angeblich typischen Fragen hatte ich
nur einmal. Ich konnte sogar das mit den Schwächen recht gut und habe
3-5 glaubhaften Punkte geliefert, aber man hat noch immer weiter
nachgebohrt.
Generell wurde jedes Wort von mir auf die Goldwaage gelegt und ständig
aggressiv hinterfragt, sobald man meinte eine Diskrepanz zum Lebenslauf
oder dem bisher gesagten gefunden zu haben. Ich konnte zwar alles
erklären, ebenso die fachlichen Fragen inkl. einer kleinen
Flip-Chart-Orgie. Aber eine nette Gesprächsatmosphäre ist doch etwas
anderes.
Irgendwann ist einer der Interviewer wortlos aus den Raum und kam nach
15 Minuten mit einem Werkzeugkoffer und einem uraltem Schaustück aus
einer Vitrine wieder. Da ich behauptet habe schrauben zu können, will er
jetzt sehen wie ich etwas schraube. Was ich jetzt konkret machen soll
hat er nicht beantwortet, ich soll nur schrauben.
War wirklich lustig: In dem Raum war sehr schlechtes Licht, das
antiquierte Teil war stark eingeölt und ich sollte mit einem
unsortiertem Werkzeugkoffer mit ausgenuddelten Werkzeug jetzt
anscheinend ein paar Schrauben lösen während mir abwechselnd Fragen zu
den Bauteilen und persönlichem gestellt wurde.
Das ging sogar noch halbwegs gut, obwohl ich einen Torx als Hex-Ersatz
missbrauchen musste. Dann bemerkte man, dass meine Hände leicht zittern.
Ja, das ist halt so, wenn ich Nervös bin. Aber warum soll ich denn jetzt
überhaupt nervös sein. Darüber wurde dann so 5 Minuten diskutiert.
Die gewünschte Rückmeldung habe ich noch am gleichen Tag per Email
gegeben: Ich kenne die Firma, die Produkte und ihre Werte seit über 20
Jahren. Bis heute kannte ich da nur respektvolle Kommunikation und
zielorientiertes Handeln.
Am nächsten Morgen hat sich der Typ telefonisch bei mir entschuldigt.
Und ich solle mir keine Gedanken machen, soetwas wie mit den Schrauben
hat er noch nie vorher gemacht und wird es auch nie wieder tun (Wie
tröstlich für mich) und er würde ja einsehen, dass es ein Blödsinn war.
Und selbstverständlich komme ich in die nächste Runde (Harhar). Die
nächste Runde habe ich noch mitgemacht und mit den Kollegen geplaudert
und seinem Chef dann eine Absage geschrieben.
Aber ganz ehrlich weiß ich bis heute nicht, was ich den Typen angetan
habe. Vielleicht hatte er ja schon seinen Wunschkandidaten und ich habe
ihn gestört oder ich habe beim Einparken seinen Hund überfahren.
Cyblord -. schrieb:> Ingenieur schrieb:>> Marek N. schrieb:>>> Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?>>>> Auf exakt Ihrer Position.>> Du willst Personalerin werden?
Das Recht dazu hat heute jede/r/s. :)
(Und medizinisch ist man da auch ganz schön weit.)
Pascal schrieb:> Zusammenfassend hatten also Thorsten und ich zusammen in 15> Vorstellungsgesprächen ein einziges, das so mit künstlichem Stress> aufgebauscht wurde, wie es laut Bewerbungstrainings üblich sein soll.
Buche einen Flirtkurs und Dir wird jeder Trainer erklären, wie Du mit
genau seiner Methode die Herzen der Frauen im Nahkampf erobern wirst,
indem Du ihre Abwehr niederkämpfst.
In der Disco stellst Du dann fest, daß die Mädels alle mit ihren
Freundinnen gewettet haben, wer zu mehr Getränken eingeladen wird, und
ansonsten ihre festen Freunde zuhause sitzen haben. So daß Deine
gelernten Kampfmethoden auch tatsächlich auf Abwehr stoßen.
Ich denke mal, daß diese Psychofragen nicht unbedingt bei normalen
Leuten gestellt werden, also Ingenieuren, Informatikern und sonstwie
produktiven und sachbezogenen Menschen. Sondern das wird in den
Geschlossenen Abteilungen der Managementtürme gang und gäbe sein, daß
der eine Psychopath den anderen Psychopathen auf seine Eignung für die
täglichen Psychospiele abklopft.
Jemand sich schonmal auf eine Beraterstelle (BWL-Richtung) beworben,
ohne Assesment-Center und so?
Wollvieh W. schrieb:> Ich denke mal, daß diese Psychofragen nicht unbedingt bei normalen> Leuten gestellt werden, also Ingenieuren, Informatikern und sonstwie> produktiven und sachbezogenen Menschen.
Bitte hier die Ingenieure und Informatiker streichen ;-)
Ernsthaft, die Personaler ziehen doch gerade diese Spezies voll durch
ihre Psychomangel, weil sie genau wissen wenn sie daß mit einem
Handwerker machen würden hätten sie ganz schnell einen Faustabdruck im
Gesicht.
loeti2 schrieb:> ganz schnell einen Faustabdruck im> Gesicht.
Brauchen die nicht befürchten, weil die erst gar keinen Bewerber zu
Gesicht bekommen. Wenn ich lokale Stellen für Elektriker lese,
sind die in der Regel STEINALT. Da nützt dann auch kein angeblich
guter Ruf der Firma.
Coole Geschichte...
Klaus I. schrieb:> War wirklich lustig: In dem Raum war sehr schlechtes Licht, das> antiquierte Teil war stark eingeölt
...
Habe bemerkt, in vielen Gesprächen, wenn ich 0815 Fragen bekomme (zB
Stärken / Schwächen) a. Der/die Personaler/in nix taugt, b. die Stelle
meistens auch nix.
Unabhängig auf die beworbene Stelle:
Ganz anders in Gesprächen, wo man sich gleich sympathisch auf Augenhöhe
begegnet, die Chefs das bisherige Können schon ganz gut einschätzen
können (und das ohne blöde Stressfragen und Tests): das ist schon mal
ein sehr gutes Zeichen, wenn einem dann auch noch die Möglichkeit
geboten wird, das Team kennenzulernen, umso besser. Wo alles perfekt
passt gibt es nicht, aber das Beschriebene ist schon nah dran.
Auch ein sehr gutes Zeichen: wenn nicht nach deinem bisherigen Gehalt
gefragt wird (das ist um dich zu drücken), sondern nach deinem
Wunschgehalt.
klausi
Saft experte schrieb:> Warum haben Sie sich bei uns beworben?>> -> Frau und Kind schreien nach Brot
Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen.
In einem Assessment Center Interview für eine Professur wurde ich mal
nach meinen Schwächen gefragt. Dank der vorhergehenden Psychotests
wussten die die eh schon. War aber so eher: sie könnten daran arbeiten
etwas mehr empathisch zu sein etc. Also sehr freundlich. Irgendwelche
eingeweckten Standardantworten wären da total unglaubwürdig gewesen. Die
haben mir dann auch eine super Bewertung geschrieben, nur leider hat
Kandidat 1 auf der Liste die Stelle gleich genommen.
Äh, Euch ist schon klar, dass es für Lehrstuhlberufungen eine Liste mit
3 Leuten gibt die von vorn aus abgearbeitet wird? Eine Professur ist in
Deutschland sicherlich die am wenigsten "prostituierte" Arbeit, aber
naja, wenn es Eurem Selbstwertgefühl dient, lasst es ruhig raus ;-D
Joe G. schrieb:> Ob echte Schwächen oder Pseudoschwächen ist doch egal. Wer bei den> Stärken schneller ist, zeigt gewisse Charaktereigenschaften. Seine> Fähigkeit sich zu „verkaufen“ ist besser ausgeprägt, als seine Fähigkeit> eigene Defizite zu erkennen.
Richtig, und deswegen wird er auch eingestellt.
Warum Narzissten im Vorstellungsgespräch ganz klar im Vorteil sind
https://www.spiegel.de/karriere/narzissten-machen-schneller-karriere-a-945254.html> Jetzt darf jeder selbst seine Rückschlüsse daraus ziehen.
Habe ich schon. Habe mir eine zweite Einkommensquelle aufgebaut und
lasse die Narzissten für mich arbeiten.
Pascal schrieb:> Da fällt es schwer, spontan zu antworten und> weder abweisend zu wirken, noch den Eindruck zu erwecken, man würde> privates mit beruflichem vermischen.
In etwa so?: Danke, sehr angenehm, gerne nehme ich die Gelegenheit war,
würde aber gerne zum den Themen kommen, die wir auf der Agenda haben....
Cyblord -. schrieb:> Das Problem ist ja nicht, 5 Schwächen zu finden, sondern man will diese> echten Schwächen niemals nicht im VG erläutern. Deshalb muss man Pseudo> Schwächen suchen und deshalb ist die Frage so blöd.
Die Frage ist überhaupt nicht blöd, auch wenn ich diese selbst noch
nicht gestellt bekommen habe im VG.
Einfach gerade raus und begründen. Beispiele liefern, wenn gefordert.
Fertig.
Gut wäre trotzdem, man kommt nicht mit Schwächen wie "Pädo...,
Gewaltbereit, usw"...
Msd schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Das Problem ist ja nicht, 5 Schwächen zu finden, sondern man will diese>> echten Schwächen niemals nicht im VG erläutern. Deshalb muss man Pseudo>> Schwächen suchen und deshalb ist die Frage so blöd.>> Die Frage ist überhaupt nicht blöd, auch wenn ich diese selbst noch> nicht gestellt bekommen habe im VG.>> Einfach gerade raus und begründen. Beispiele liefern, wenn gefordert.> Fertig.>> Gut wäre trotzdem, man kommt nicht mit Schwächen wie "Pädo...,> Gewaltbereit, usw"...
Ähm, KEIN Personaler will hier "Schwächen" etc.
genannt und erläutert bekommen, auch nicht solche
Sachen wie "Hartnäckigkeit", "penibel", ...
Die wollen einfach nur sehen, wie man da rumeiert,
um kein falsches Wort zu nennen.
merciless
Unsere Personalerinnen sagen: Wenn sie auf solche Fragen zurück kommen,
ist das Gespräch eigentlich schon aus dem Ruder gelaufen.
Wer solche Fragen nie erlebt hat (ich übrigens auch nicht), ist daher
wohl immer von den richtigen Firmen zu den richtigen Jobs eingeladen
worden.
MfG, Arno
Dirk K. schrieb:> Ähm, KEIN Personaler will hier "Schwächen" etc.> genannt und erläutert bekommen, auch nicht solche> Sachen wie "Hartnäckigkeit", "penibel", ...> Die wollen einfach nur sehen, wie man da rumeiert,> um kein falsches Wort zu nennen.
Sag ich ja. Gerade raus damit.
Wer bitte hat schließlich einen schlechten Eindruck von jemanden der
seine Schwächen überzeugend darstellt. Den würde ich auch gerne direkt
im Kundeneinsatz einsetzen als Unternehmer.
Ich weiß nicht Recht, was solche Fragen, die Deine psychologischen
Schwächen abklopfen sollen, eigentlich sollen. Wenn man als Entwickler
angestellt wird und nicht als Psychiater oder Teamleiter, sind solche
Aspekte doch nachrangig.
Iro schrieb:> Ich weiß nicht Recht, was solche Fragen, die Deine psychologischen> Schwächen abklopfen sollen, eigentlich sollen. Wenn man als Entwickler> angestellt wird und nicht als Psychiater oder Teamleiter, sind solche> Aspekte doch nachrangig.
Es gibt ja auch nicht DIE richtige Antwort. Von einem Entwickler würde
ich etwas anderes erwarten, als von jemandem, der sich als Projektleiter
oder als Vertriebler bewirbt.
Ich würde zurückfragen, ob wir jetzt schon beim Spielchen spielen sind.
Man sollte schon selbstbewusst auftreten, und mit sich solche Spielchen
spielen zu lassen, gehört nicht dazu. Naja, zumindest, wenn man nur
wechseln will.
Gruß
Axel
Iro schrieb:> Ich weiß nicht Recht, was solche Fragen, die Deine psychologischen> Schwächen abklopfen sollen, eigentlich sollen. Wenn man als Entwickler> angestellt wird und nicht als Psychiater oder Teamleiter, sind solche> Aspekte doch nachrangig.
Es geht darum festzustellen wie der Bewerber reagiert,
wenn er seine Wohlfühlzone verlassen muss. Auch will
man wissen, ob die Antworten auswendig gelernt sind,
und ob der Bewerber geistig flexibel ist und schnell
mit der geänderten Situation umgehen kann.
Also: Kann der Bewerber mit Stress umgehen, ist er flexibel
genug, ist er teamfähig, ...
merciless
HierIstEr schrieb:> Vielleicht sollte man selber eine Frage stelle: Was hat Sie dazu bewogen> mich einzuladen?> Warum zum Henker sollten die die Gesprächsführung übernehmen?
Ist auf Jedenfall die passende Antwort wenn, der Personaler versucht
Druck aufzubauen.
Generell ist meine Erfahrung, wenn die HR versucht Stress zu erzeugen,
Frage beantworten und eine gute Gegenfrage stellen, Firmen haben oft
Veröffentlichungspflichten!
Die 5 Jahres Frage konnte ich zum Beispiel mal mit den Hinweis aus dem
Weg räumen, das die Firma laut Bilanz überschuldet ist und keine 5 Jahre
mehr existiert. Das hat den Druck spontan an den Entwicklungsleiter
übertragen, der nun erklären muss warum das nicht so ist.
imonbln schrieb:> Die 5 Jahres Frage konnte ich zum Beispiel mal mit den Hinweis aus dem> Weg räumen, das die Firma laut Bilanz überschuldet ist und keine 5 Jahre> mehr existiert. Das hat den Druck spontan an den Entwicklungsleiter> übertragen, der nun erklären muss warum das nicht so ist.> Die 5 Jahres Frage
Bis diesen Kauderwelsch verstanden habe....
Wäre ich Entwicklungsleiter, hätte ich nachdem ich die Begründung
geliefert hätte dich zurückgefragt, wieso du dich bei einer Firma
bewirbst von der du ausgehst, dass sie keine 5 Jahre überlebt.
Schon liegt der Druck (begründet) wieder bei dir.
Ich hätte auch mit dem Gedanken gespielt, das Gespräch sofort zu
beenden.
Pascal schrieb:> Servus,> was mich mal interessiert, wie oft habt ihr in Vorstellungsgesprächen> typische Stressfragen wie z.B.> "Was ist Ihre größte Schwäche?"> "Wann haben Sie zuletzt im Betrieb gegen eine Regel verstoßen?"> "Wie gehen Sie mit Stress um?"> oder dergleichen erlebt?
Hallo Pascal,
ich kann nur für Großkonzerne sprechen.
Frage 1+3 kommen quasi jedesmal, Frage 2 kenne ich nicht.
Worum geht es?
Ich möchte wissen wen ich als Bewerber(in) vor mir habe. Wie tickt
der/die und was erwartet mich? Wie passt das zum Team?
Ich empfehle da z.B.
https://www.insights.com/de/
Nein: ich bin mit denen nicht verbandelt und bekomme auch keine
Provision ...
Es schadet nicht nicht selbst zu kennen ...
Also wird sowas (1+3) gefragt, obwohl ich kein Fan davon bin. Aber da
JEDER diese Fragen kennt kann man sich auch vorbereiten. So gesehen doch
einfach und eine Erleichterung für Bewerber(innen).
Jetzt fragt der Personaler immer nach konkreten Beispielen: was
verstehen Sie unter erfolgreiches Projekt, wie sind Sie damals
vorgegangen, wie haben Sie das erreicht, wie konnten Sie den Konflikt
lösen usw.
Da gilt es die passenden Antworten zu haben.
Bewerben ist ein Stück weit Teppich verkaufen und den Nutzen/Mehrwert
für den Arbeitgeber geschickt darzustellen, d.h. die Stärken müssen
passen, man sollte keine eklatante Schwäche zeigen. Bsp.: faule Kollegen
versuche ich zu meiden - das möchte niemand hören.
Stärken sind "mehr wert" als Schwächen, aber man möchte halt ein
plausibles Bild abklopfen. Dazu muss man auch mal aus der Reserve
locken.
Jede(r), der/die eingeladen wurde, ist im Prinzip interessant. Welcher
Konzern lädt offensichtliche Nieten ein?? Genervte und nicht
Stressresistente geben hier aber gelegentlich ungünstige Antworten.