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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Stressfragen im Vorstellungsgespräch


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Autor: Pascal (Gast)
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Servus,
was mich mal interessiert, wie oft habt ihr in Vorstellungsgesprächen 
typische Stressfragen wie z.B.
"Was ist Ihre größte Schwäche?"
"Wann haben Sie zuletzt im Betrieb gegen eine Regel verstoßen?"
"Wie gehen Sie mit Stress um?"
oder dergleichen erlebt?

Ich hatte seit meinem Schulabschluss vielleicht 12 Bewerbungsgespräche 
für mittlerweile 3 verschiedene Jobs innerhalb von 10 Jahren. Solche 
Fragen wurden mir noch NIE gestellt.

Sagt dies irgendetwas aus? Haben die Personaler kein tiefergehendes 
Interesse an mir, und ich wurde bisher nur als "Notlösung" eingestellt? 
Sind die Personaler so überzeugt von mir oder so verzweifelt, dass sie 
mich nicht vergraulen wollen? Sind solche Fragen nur im Management oder 
in Führungspositionen üblich, womit ich nichts am Hut habe?

Mich würden eure Erfahrungen interessieren, z.B. Tätigkeitsfeld xyz, x 
Gespräche ohne Streßfragen, y Gespräche mit Stressfragen. Vielleicht ist 
es ja vollkommen normal, dass die meisten Gespräche sehr freundlich und 
ohne unangenehmes Nachbohren laufen (wie ich es kenne), und es sind nur 
einige Nischen, wo die Kandidaten auseinandergenommen werden, wovor dann 
aber unberechtigterweise als Normalfall gewarnt wird?

Merci
Pascal

Autor: Turbopascal (Gast)
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Ich wurde von der Personalerin gefragt, ob ich Single bin und Lust auf 
einen Kaffee habe.
Fand ich auch eher ungewöhnlich. Bin ich ein Mitarbeiter zweiter Wahl?

Autor: AVR (Gast)
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Ich wurde auch mal gefragt, wie ich auf Stress reagiere.
Ich habe einfach gesagt, dass Stress etwas für Minderleister wäre.

Sie haben sich bei mir nie wieder gemeldet :(

MfG

Autor: Ingenieur (Gast)
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Turbopascal schrieb:
> Ich wurde von der Personalerin gefragt, ob ich Single bin und Lust
> auf einen Kaffee habe.
> Fand ich auch eher ungewöhnlich. Bin ich ein Mitarbeiter zweiter Wahl?

Nein, sie wollte nur mit dir flirten.

Autor: wurster (Gast)
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2h an einer Kreidetafel Probleme (Algorithmen, logische 
Vereinfachungen/Subsitutionen) lösen.

(Forschungsabteilung bei einem großen Automobilhersteller im Süden)

Gespräch danach: die wollten gar keine korrekten Ergebnisse sehen, 
sondern nur wie ich versuche, den Lösungsweg zu finden.

Autor: oszi40 (Gast)
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Pascal schrieb:
> Erfahrungen interessieren,

Kommt ganz drauf an, wo man sich bewirbt. Zwischen Waldsanatorium und 
Flugsicherung gibt es "kleine" Unterschiede. Schon ein Assesment-Center 
besucht? Ziel eines Assesment-Centers ist es, erbarmungslos auszusieben! 
https://de.wikipedia.org/wiki/Assessment-Center

Autor: Pascal (Gast)
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Turbopascal schrieb:
> Ich wurde von der Personalerin gefragt, ob ich Single bin und Lust
> auf
> einen Kaffee habe.
> Fand ich auch eher ungewöhnlich. Bin ich ein Mitarbeiter zweiter Wahl?

Interessante Version :) Da fällt es schwer, spontan zu antworten und 
weder abweisend zu wirken, noch den Eindruck zu erwecken, man würde 
privates mit beruflichem vermischen.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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wurster schrieb:

> Gespräch danach: die wollten gar keine korrekten Ergebnisse sehen,
> sondern nur wie ich versuche, den Lösungsweg zu finden.

Unsinn. Die wollten sehen ob du alles mit dir machen lässt. Ob du 
wirklich bereit bist, deren kleine Hure zu sein. Ob dein 
Selbstwertgefühl wirklich so mickrig ist und du die Stelle wirklich so 
dringend brauchst dass du dich 2h an ne Tafel stellst wie ein 
Grundschüler. Und Tata, du hast bestanden.

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Pascal schrieb:
> Sagt dies irgendetwas aus?

Natürlich sagt das etwas über dich aus. Prüfe dich doch mal selbst. 
Nenne spontan 5 deiner Stärken und 5 deiner Schwächen. Jede Wette mit 
den 5 Stärken bist du sehr viel schneller fertig als mit den Schwächen. 
Ja und schon habe ich eine wichtige Information von dir erhalten :-)

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Joe G. schrieb:
> Prüfe dich doch mal selbst.
> Nenne spontan 5 deiner Stärken und 5 deiner Schwächen. Jede Wette mit
> den 5 Stärken bist du sehr viel schneller fertig als mit den Schwächen.

Das Problem ist ja nicht, 5 Schwächen zu finden, sondern man will diese 
echten Schwächen niemals nicht im VG erläutern. Deshalb muss man Pseudo 
Schwächen suchen und deshalb ist die Frage so blöd.

Autor: oszi40 (Gast)
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Turbopascal schrieb:
> Ich wurde von der Personalerin gefragt, ob ich Single bin und Lust auf
> einen Kaffee habe.

Jaja, das kennen wir schon: vor der Haustür nach Kaffee fragen und dann 
hat sie oben gar keinen mehr da ... :-) Typisch Freitag.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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oszi40 schrieb:

> Jaja, das kennen wir schon: vor der Haustür nach Kaffee fragen und dann
> hat sie oben gar keinen mehr da ... :-) Typisch Freitag.

Das ist so wie wenn man nach einem stressigen Arbeitstag heim kommt, das 
Licht ist gedimmt, Musik läuft und die Frau räkelt sich in 
Spitzenunterwäsche auf dem Sofa. Dann weiß man sofort: Wieder nix 
gekocht.

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Cyblord -. schrieb:
> Das Problem ist ja nicht, 5 Schwächen zu finden, sondern man will diese
> echten Schwächen niemals nicht im VG erläutern. Deshalb muss man Pseudo
> Schwächen suchen und deshalb ist die Frage so blöd.

Ob echte Schwächen oder Pseudoschwächen ist doch egal. Wer bei den 
Stärken schneller ist, zeigt gewisse Charaktereigenschaften. Seine 
Fähigkeit sich zu „verkaufen“ ist besser ausgeprägt, als seine Fähigkeit 
eigene Defizite zu erkennen. Jetzt darf jeder selbst seine Rückschlüsse 
daraus ziehen.

Autor: wurster (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Unsinn. Die wollten sehen ob du alles mit dir machen lässt. Ob du
> wirklich bereit bist, deren kleine Hure zu sein. Ob dein
> Selbstwertgefühl wirklich so mickrig ist und du die Stelle wirklich so
> dringend brauchst dass du dich 2h an ne Tafel stellst wie ein
> Grundschüler. Und Tata, du hast bestanden.

Wenn ich mir mein Gehalt anschaue: dafür hab ich das gerne getan :-)

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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wurster schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Unsinn. Die wollten sehen ob du alles mit dir machen lässt. Ob du
>> wirklich bereit bist, deren kleine Hure zu sein. Ob dein
>> Selbstwertgefühl wirklich so mickrig ist und du die Stelle wirklich so
>> dringend brauchst dass du dich 2h an ne Tafel stellst wie ein
>> Grundschüler. Und Tata, du hast bestanden.
>
> Wenn ich mir mein Gehalt anschaue: dafür hab ich das gerne getan :-)

Sagen Huren auch.

Autor: Ingenieur (Gast)
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wurster schrieb:
> Wenn ich mir mein Gehalt anschaue: dafür hab ich das gerne getan :-)

Du musst schon konkrete Zahlen nennen!

Ich musste so eine Tafel-Seesion zum Glück nie über mich ergehen lassen, 
vermutlich hätte ich da auch nicht so gut abgeschnitten.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Ingenieur schrieb:

> Ich musste so eine Tafel-Seesion zum Glück nie über mich ergehen lassen,
> vermutlich hätte ich da auch nicht so gut abgeschnitten.

Dito. Und ich glaube nicht, dass jemand der im VG etwas vorrechnen muss, 
am Ende eine so toll bezahlte Stelle bekommt. Das ist halt ne normale 
Entwicklerstelle. Ich bezweifle dass er an den 100k kratzt.

Autor: Maxe (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> wurster schrieb:
>
>> Gespräch danach: die wollten gar keine korrekten Ergebnisse sehen,
>> sondern nur wie ich versuche, den Lösungsweg zu finden.
> Unsinn. Die wollten sehen ob du alles mit dir machen lässt. Ob du
> wirklich bereit bist, deren kleine Hure zu sein. Ob dein
> Selbstwertgefühl wirklich so mickrig ist und du die Stelle wirklich so
> dringend brauchst dass du dich 2h an ne Tafel stellst wie ein
> Grundschüler. Und Tata, du hast bestanden.
So einfach ist das nicht. Ist man zu gefügig, dann macht das auch einen 
schlechten Eindruck. Man muss das Spiel quasi "auf Augenhöhe" mitmachen. 
Signalisiert man auch nur unterbewusst, dass es einem zuwider ist, kann 
das auch schnell ein K.O.-Kriterium sein. Das findet aber alles auf 
emotionaler Ebene statt.
Für den Bewerber zeigen so Aktionen aber, dass er nicht gerade umworben 
wird.

Autor: Pascal (Gast)
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Joe G. schrieb:
> Pascal schrieb:
>> Sagt dies irgendetwas aus?
>
> Natürlich sagt das etwas über dich aus.

Meine Frage war, ob es irgendwas darüber aus sagt, was die Personaler 
von mir denken, wenn sie KEINE der Stressfragen stellen. Stattdessen 
hielten sich die Personaler immer sehr zurück und überließen den 
zukünftigen Vorgesetzten das Wort für fachliche Gespräche.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Autor: Ingenieur (Gast)
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Marek N. schrieb:
> Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Auf exakt Ihrer Position.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Ingenieur schrieb:
> Marek N. schrieb:
>> Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
>
> Auf exakt Ihrer Position.

Du willst Personalerin werden?

Autor: Pascal (Gast)
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Marek N. schrieb:
> Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Leute ...  :(

Die Frage ist: wie oft habt ihr Stressfragen im Interview erlebt?

Ihr braucht keine möglichen Fragen aufzählen, die kann man googeln. 
Erfahrungswerte aus Interviews kann ich nicht googeln.

Autor: Dirk K. (merciless)
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Pascal schrieb:
> Meine Frage war, ob es irgendwas darüber aus sagt, was die Personaler
> von mir denken, wenn sie KEINE der Stressfragen stellen. Stattdessen
> hielten sich die Personaler immer sehr zurück und überließen den
> zukünftigen Vorgesetzten das Wort für fachliche Gespräche.
Was waren das für Firmen? Größe? Vielleicht waren
die "Personaler" nur bessere Sekretärinnen.

Unsere Personalerinnen (Mittelständisches Unternehmen)
verwenden psychologische "Tricks" in Gesprächen. Das
muss nicht immer offensichtlich sein. ;)

merciless

Autor: Ingenieur (Gast)
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Pascal schrieb:
> Die Frage ist: wie oft habt ihr Stressfragen im Interview erlebt?
>
> Ihr braucht keine möglichen Fragen aufzählen, die kann man googeln.
> Erfahrungswerte aus Interviews kann ich nicht googeln.

Ich plaudere nicht so gerne aus dem Nähkästchen, ich habe in meinem 
Leben bisher aber auch nur sehr wenige Vorstellungsgespräche gehabt. Ich 
bin nicht so ein Wechsel-Typ, der sich bewirbt, nur um irgendwo etwas 
Neues zu sehen. Wenn mir ein Job gefällt, dann bleibe ich da natürlich 
auch, egal wie lange das auch sein mag, von mir aus auch bis zum 
selbstgewählten Zeitpunkt des Umsattelns von Erwerbsarbeit auf 
Privatier.

Autor: HierIstEr (Gast)
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Vielleicht sollte man selber eine Frage stelle: Was hat Sie dazu bewogen 
mich einzuladen?
Warum zum Henker sollten die die Gesprächsführung übernehmen?

Autor: Pascal (Gast)
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Dirk K. schrieb:
> Was waren das für Firmen? Größe? Vielleicht waren
> die "Personaler" nur bessere Sekretärinnen.

Zu Anfang Softwareengineering, kleine Kreativwerkstatt mit 15 MA
Zweitens IT-Administration eines KMU, ca. 150 MA
Seit einem Jahr Leitung IT-Administration und Softwareentwicklung in 
einer Behörde (>2000 MA) (Ja, auch im öD fühle ich mich wohl, und das 
müssen wir auch nicht diskutieren)

Niemals die kleinste Frage, um mich aus der Reserve zu locken. Nur 
Fachfragen wurden abgeklopft, meine Gehaltsforderungen minimal gedrückt 
(außer im öD), und nach spätestens einem Tag war der Vertrag 
unterzeichnet.

> Unsere Personalerinnen (Mittelständisches Unternehmen)
> verwenden psychologische "Tricks" in Gesprächen. Das
> muss nicht immer offensichtlich sein. ;)

Wenn es so lief, sind sie entweder sehr subtil, oder ich bin extrem 
unsensibel.

Autor: Random .. (thorstendb) Benutzerseite
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Hatte bei einem meiner ersten Gespräche bei einem der großen embedded 
Chiphersteller (der mittlerweile aufgekauft wurde) folgende Situation:
Meine eig. guten Schul-, Berufsschul-, Fachabi- und Diplomnoten wurden 
alle auf "durchschnittlich" degradiert, und ich sollte die Frage 
beantworten, was sie mit einem durchschnittlichen Kandidaten anfangen 
sollen.
Im Nachhinein warscheinlich ein Stresstest, ich empfand das damals als 
recht unfair und wusste keine so richtige Antwort. Heute - 12 Jahre 
später - würde ich definitiv anders reagieren.

: Bearbeitet durch User
Autor: AVR (Gast)
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Random .. schrieb:
> Hatte bei einem meiner ersten Gespräche bei einem der großen
> embedded Chiphersteller (der mittlerweile aufgekauft wurde) folgende
> Situation:
> Meine eig. guten Schul-, Berufsschul-, Fachabi- und Diplomnoten wurden
> alle auf "durchschnittlich" degradiert, und ich sollte die Frage
> beantworten, was sie mit einem durchschnittlichen Kandidaten anfangen
> sollen.
> Im Nachhinein warscheinlich ein Stresstest, ich empfand das damals als
> recht unfair und wusste keine so richtige Antwort. Heute - 12 Jahre
> später - würde ich definitiv anders reagieren.

Du hättest fragen sollen, warum sie einen durchschnittlichen Typen 
einladen.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Random .. schrieb:
> Meine eig. guten Schul-, Berufsschul-, Fachabi- und Diplomnoten wurden
> alle auf "durchschnittlich" degradiert, und ich sollte die Frage
> beantworten, was sie mit einem durchschnittlichen Kandidaten anfangen
> sollen.

Unverständlich. Auch als Test. Alle Noten waren vor der Einladung zum VG 
bekannt. Was sie mit einem Kandidaten anfangen wollen müssen die AGs 
selber wissen. Und vor dem VG entscheiden. Also einfach nur dümmlich und 
alles andere als ein kluger Stresstest.

Autor: Pascal (Gast)
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Random .. schrieb:
> Hatte bei einem meiner ersten Gespräche bei einem der großen embedded
> Chiphersteller (der mittlerweile aufgekauft wurde) folgende Situation:

Danke Thorsten, endlich mal eine Antwort auf meine Frage.

War das damals die einzige unangenehme Frage, oder eine von vielen?
Und hattest du seitdem weitere Vorstellungsgespräche? Kamen die ohne 
derartige Fragen aus?

Autor: Sem52 (Gast)
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Dirk K. schrieb:
> Unsere Personalerinnen (Mittelständisches Unternehmen)
> verwenden psychologische "Tricks" in Gesprächen. Das
> muss nicht immer offensichtlich sein. ;)

Du meinst, Beziehungsstatus abfragen und auf n Kaffee einladen?

Was ist da dann die Erkenntnis?

Autor: Bernd das Brot (Gast)
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Dirk K. schrieb:
> Unsere Personalerinnen (Mittelständisches Unternehmen)
> verwenden psychologische "Tricks" in Gesprächen. Das
> muss nicht immer offensichtlich sein. ;)

Hut ab, Innovationsmotor deutscher Mittelstand. Jetzt neu: Mit Tricks!

Autor: Random .. (thorstendb) Benutzerseite
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Pascal schrieb:
> Random .. schrieb:
>> Hatte bei einem meiner ersten Gespräche bei einem der großen embedded
>> Chiphersteller (der mittlerweile aufgekauft wurde) folgende Situation:
>
> Danke Thorsten, endlich mal eine Antwort auf meine Frage.
>
> War das damals die einzige unangenehme Frage, oder eine von vielen?
> Und hattest du seitdem weitere Vorstellungsgespräche? Kamen die ohne
> derartige Fragen aus?

Das ganze Gespräch war recht stressig und meiner Meinung nach damals 
nicht ganz fair.
Als ich das telefonische Vorstellungsgespräch bei der Firma für meine 
Diplomarbeit habe, war das völlig anders, sehr freundlich, nett und eine 
echt angenehme und auch witzige Unterhaltung. Da war ich dann auch für 2 
Jahre (Diplomarbeit + 1. Job danach).
Zur Zeit des von mir geschilderten Gespräches hatte ich auch noch eins 
bei einem Dienstleister. Das Interview war mMn. fair und in Ordnung, nur 
beim Gehalt haben die mich etwas betuppt: Die Ausser-Haus-Zulage, die es 
gesetzlich pro Tag gibt, wurde als Gehalt mitverkauft.

: Bearbeitet durch User
Autor: Dirk K. (merciless)
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Bernd das Brot schrieb:
> Dirk K. schrieb:
>> Unsere Personalerinnen (Mittelständisches Unternehmen)
>> verwenden psychologische "Tricks" in Gesprächen. Das
>> muss nicht immer offensichtlich sein. ;)
>
> Hut ab, Innovationsmotor deutscher Mittelstand. Jetzt neu: Mit Tricks!

Wenn man keine Ahnung hat....
Alleine simpler Smalltalk verrät einiges.

merciless

Autor: Pascal (Gast)
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Zusammenfassend hatten also Thorsten und ich zusammen in 15 
Vorstellungsgesprächen ein einziges, das so mit künstlichem Stress 
aufgebauscht wurde, wie es laut Bewerbungstrainings üblich sein soll.

Wir zwei sind zwar nicht statistisch relevant, aber wie es scheint, muss 
ich mir bei meinem nächsten Wechsel in vielleicht 1-3 Jahren keinen Kopf 
mehr machen, und falls mir doch jemand dumm kommt, verabschiede ich mich 
einfch freundlich und weiß, dass es beim nächsten wieder angenehm läuft.

Solche Hansels wie Cyblord sitzen ja glücklicherweise nur in Unterhose 
oder Jogginganzug vor ihrem RTL-Fernseher, so dass man nicht befürchten 
muss, sowas im echten Leben anzutreffen.

Merci
Pascal

Autor: Axel L. (axel_5)
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Pascal schrieb:
> Zusammenfassend hatten also Thorsten und ich zusammen in 15
> Vorstellungsgesprächen ein einziges, das so mit künstlichem Stress
> aufgebauscht wurde, wie es laut Bewerbungstrainings üblich sein soll.
>
> Wir zwei sind zwar nicht statistisch relevant, aber wie es scheint, muss
> ich mir bei meinem nächsten Wechsel in vielleicht 1-3 Jahren keinen Kopf
> mehr machen, und falls mir doch jemand dumm kommt, verabschiede ich mich
> einfch freundlich und weiß, dass es beim nächsten wieder angenehm läuft.
>
> Solche Hansels wie Cyblord sitzen ja glücklicherweise nur in Unterhose
> oder Jogginganzug vor ihrem RTL-Fernseher, so dass man nicht befürchten
> muss, sowas im echten Leben anzutreffen.
>
> Merci
> Pascal

Bei 5 Vorstellungsgesprächen hatte ich sowas nicht.

Würde mich auch wundern, wenn unsere Personaler sowas machen. Was es 
allerdings gibt, sind kleine Aufgaben bei Entwicklern. Mal erklären, was 
ein  kurzes C oder VHDL-Programm macht. Das ist aber keine Psychologie, 
wer das nicht kann, wird nicht eingestellt.

Gruß
Axel

Autor: oszi40 (Gast)
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Axel L. schrieb:
> Mal erklären, was
> ein  kurzes C oder VHDL-Programm macht. Das ist aber keine Psychologie,

Fachfragen sollten schon sein. Aber der Briefträger Dr. Postel wurde 
trotzdem eingestellt, weil er als Blender sich recht gut vorbereitet 
hatte.

Autor: nickm (Gast)
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Bei meinen 5 Vorstellungsgesprächen (als Programmierer; Pascal + Modula, 
dann C++, dann NewtonScript, dann C) gab es nie Stress. Und ich wurde 
jedesmal genommen.

Lediglich beim NewtonScript-Job hab ICH dem Chef vorgeschlagen, eine 
Probearbeit zu machen. 1 Woche lang einen WebBrowser zu programmieren. 
Unbezahlt (ich hatte Zeit). Hat Spaß gemacht. Und wenn die "von der 
anderen Seite" sehen, dass man seine Arbeit mit Begeisterung macht, dann 
hat man auch kein Problem.

Alle Firmen waren klein (1 Mann beim Newton) bis etwa 10 .. 15. Jedesmal 
war der Chef + Entwickler dabei.
Ich hab kein Problem zu sagen "Tut mir leid, weiß ich nicht", oder 
"Entschuldigung, das hab ich nicht verstanden". Kommt wohl besser an als 
sich selbst als Blender und Schwätzer zu entblößen.

Zu der Personalerin mit Single und Kaffe: Da wäre meine Antwort ein 
Grinsen gewesen. Mehr nicht.


Nick

Autor: Ingenieur (Gast)
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Pascal schrieb:
> Solche Hansels wie Cyblord sitzen ja glücklicherweise nur in Unterhose
> oder Jogginganzug vor ihrem RTL-Fernseher, so dass man nicht befürchten
> muss, sowas im echten Leben anzutreffen.

Jetzt tust du dem Cyblord aber unrecht. Er sitzt als Diplom-Informatiker 
beruflich seit Jahren fest im Sattel und weiß, wovon er spricht.

Autor: Axel L. (axel_5)
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oszi40 schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Mal erklären, was
>> ein  kurzes C oder VHDL-Programm macht. Das ist aber keine Psychologie,
>
> Fachfragen sollten schon sein. Aber der Briefträger Dr. Postel wurde
> trotzdem eingestellt, weil er als Blender sich recht gut vorbereitet
> hatte.

Der wäre aber mit Sicherheit auf alle Psychofragen vorbereitet gewesen.

Gruß
Axel

Autor: Dr. Inf. (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> Pascal schrieb:
>> Solche Hansels wie Cyblord sitzen ja glücklicherweise nur in Unterhose
>> oder Jogginganzug vor ihrem RTL-Fernseher, so dass man nicht befürchten
>> muss, sowas im echten Leben anzutreffen.
>
> Jetzt tust du dem Cyblord aber unrecht. Er sitzt als Diplom-Informatiker
> beruflich seit Jahren fest im Sattel und weiß, wovon er spricht.

Dann wäre es schön, wenn er es für sich behält.

Er erweckt hier in den diversen Foren eher den Eindruck, dass er davon 
spricht, wovon er nichts weiß. Und das ist leider fast alles.

Autor: Klaus I. (klauspi)
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So ein Vorstellungsgespräch mit den angeblich typischen Fragen hatte ich 
nur einmal. Ich konnte sogar das mit den Schwächen recht gut und habe 
3-5 glaubhaften Punkte geliefert, aber man hat noch immer weiter 
nachgebohrt.

Generell wurde jedes Wort von mir auf die Goldwaage gelegt und ständig 
aggressiv hinterfragt, sobald man meinte eine Diskrepanz zum Lebenslauf 
oder dem bisher gesagten gefunden zu haben. Ich konnte zwar alles 
erklären, ebenso die fachlichen Fragen inkl. einer kleinen 
Flip-Chart-Orgie. Aber eine nette Gesprächsatmosphäre ist doch etwas 
anderes.

Irgendwann ist einer der Interviewer wortlos aus den Raum und kam nach 
15 Minuten mit einem Werkzeugkoffer und einem uraltem Schaustück aus 
einer Vitrine wieder. Da ich behauptet habe schrauben zu können, will er 
jetzt sehen wie ich etwas schraube. Was ich jetzt konkret machen soll 
hat er nicht beantwortet, ich soll nur schrauben.

War wirklich lustig: In dem Raum war sehr schlechtes Licht, das 
antiquierte Teil war stark eingeölt und ich sollte mit einem 
unsortiertem Werkzeugkoffer mit ausgenuddelten Werkzeug jetzt 
anscheinend ein paar Schrauben lösen während mir abwechselnd Fragen zu 
den Bauteilen und persönlichem gestellt wurde.

Das ging sogar noch halbwegs gut, obwohl ich einen Torx als Hex-Ersatz 
missbrauchen musste. Dann bemerkte man, dass meine Hände leicht zittern. 
Ja, das ist halt so, wenn ich Nervös bin. Aber warum soll ich denn jetzt 
überhaupt nervös sein. Darüber wurde dann so 5 Minuten diskutiert.

Die gewünschte Rückmeldung habe ich noch am gleichen Tag per Email 
gegeben: Ich kenne die Firma, die Produkte und ihre Werte seit über 20 
Jahren. Bis heute kannte ich da nur respektvolle Kommunikation und 
zielorientiertes Handeln.

Am nächsten Morgen hat sich der Typ telefonisch bei mir entschuldigt. 
Und ich solle mir keine Gedanken machen, soetwas wie mit den Schrauben 
hat er noch nie vorher gemacht und wird es auch nie wieder tun (Wie 
tröstlich für mich) und er würde ja einsehen, dass es ein Blödsinn war.

Und selbstverständlich komme ich in die nächste Runde (Harhar). Die 
nächste Runde habe ich noch mitgemacht und mit den Kollegen geplaudert 
und seinem Chef dann eine Absage geschrieben.

Aber ganz ehrlich weiß ich bis heute nicht, was ich den Typen angetan 
habe. Vielleicht hatte er ja schon seinen Wunschkandidaten und ich habe 
ihn gestört oder ich habe beim Einparken seinen Hund überfahren.

Autor: Wollvieh W. (wollvieh)
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Cyblord -. schrieb:
> Ingenieur schrieb:
>> Marek N. schrieb:
>>> Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
>>
>> Auf exakt Ihrer Position.
>
> Du willst Personalerin werden?

Das Recht dazu hat heute jede/r/s. :)
(Und medizinisch ist man da auch ganz schön weit.)

Pascal schrieb:
> Zusammenfassend hatten also Thorsten und ich zusammen in 15
> Vorstellungsgesprächen ein einziges, das so mit künstlichem Stress
> aufgebauscht wurde, wie es laut Bewerbungstrainings üblich sein soll.

Buche einen Flirtkurs und Dir wird jeder Trainer erklären, wie Du mit 
genau seiner Methode die Herzen der Frauen im Nahkampf erobern wirst, 
indem Du ihre Abwehr niederkämpfst.

In der Disco stellst Du dann fest, daß die Mädels alle mit ihren 
Freundinnen gewettet haben, wer zu mehr Getränken eingeladen wird, und 
ansonsten ihre festen Freunde zuhause sitzen haben. So daß Deine 
gelernten Kampfmethoden auch tatsächlich auf Abwehr stoßen.

Ich denke mal, daß diese Psychofragen nicht unbedingt bei normalen 
Leuten gestellt werden, also Ingenieuren, Informatikern und sonstwie 
produktiven und sachbezogenen Menschen. Sondern das wird in den 
Geschlossenen Abteilungen der Managementtürme gang und gäbe sein, daß 
der eine Psychopath den anderen Psychopathen auf seine Eignung für die 
täglichen Psychospiele abklopft.

Jemand sich schonmal auf eine Beraterstelle (BWL-Richtung) beworben, 
ohne Assesment-Center und so?

: Bearbeitet durch User
Autor: Rick M. (rick-nrw)
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Marek N. schrieb:
> Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nicht mehr in dieser Firma!

Autor: Maulwurf (Gast)
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> Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Auf den Bahamas oder im Knast.
Vielleicht nutze ich aber auch die Kronzeugenregelung.

Autor: loeti2 (Gast)
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Wollvieh W. schrieb:
> Ich denke mal, daß diese Psychofragen nicht unbedingt bei normalen
> Leuten gestellt werden, also Ingenieuren, Informatikern und sonstwie
> produktiven und sachbezogenen Menschen.

Bitte hier die Ingenieure und Informatiker streichen ;-)
Ernsthaft, die Personaler ziehen doch gerade diese Spezies voll durch 
ihre Psychomangel, weil sie genau wissen wenn sie daß mit einem 
Handwerker machen würden hätten sie ganz schnell einen Faustabdruck im 
Gesicht.

Autor: Dr.Who (Gast)
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loeti2 schrieb:
> ganz schnell einen Faustabdruck im
> Gesicht.

Brauchen die nicht befürchten, weil die erst gar keinen Bewerber zu
Gesicht bekommen. Wenn ich lokale Stellen für Elektriker lese,
sind die in der Regel STEINALT. Da nützt dann auch kein angeblich
guter Ruf der Firma.

Autor: klausi (Gast)
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Coole Geschichte...

Klaus I. schrieb:
> War wirklich lustig: In dem Raum war sehr schlechtes Licht, das
> antiquierte Teil war stark eingeölt
...

Habe bemerkt,  in vielen Gesprächen,  wenn ich 0815 Fragen bekomme (zB 
Stärken / Schwächen)  a. Der/die Personaler/in nix taugt, b. die Stelle 
meistens auch nix.

Unabhängig auf  die  beworbene Stelle:
Ganz anders in Gesprächen,  wo man sich gleich sympathisch auf Augenhöhe 
begegnet,  die Chefs das bisherige Können schon ganz gut einschätzen 
können (und das ohne blöde Stressfragen und Tests): das ist schon mal 
ein sehr gutes Zeichen,  wenn einem dann auch noch die Möglichkeit 
geboten wird,  das Team kennenzulernen,  umso besser. Wo alles perfekt 
passt gibt es nicht,  aber das Beschriebene ist schon nah dran.
Auch ein sehr gutes Zeichen: wenn nicht nach deinem bisherigen Gehalt 
gefragt wird (das ist um dich zu drücken), sondern nach deinem 
Wunschgehalt.

klausi

Autor: Saft experte (Gast)
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Warum haben Sie sich bei uns beworben?

-> Frau und Kind schreien nach Brot

Autor: Ingenieur (Gast)
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Saft experte schrieb:
> Warum haben Sie sich bei uns beworben?
>
> -> Frau und Kind schreien nach Brot

Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen.

Beitrag #5965656 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Jemin K. (jkam)
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In einem Assessment Center Interview für eine Professur wurde ich mal 
nach meinen Schwächen gefragt. Dank der vorhergehenden Psychotests 
wussten die die eh schon. War aber so eher: sie könnten daran arbeiten 
etwas mehr empathisch zu sein etc. Also sehr freundlich. Irgendwelche 
eingeweckten Standardantworten wären da total unglaubwürdig gewesen. Die 
haben mir dann auch eine super Bewertung geschrieben, nur leider hat 
Kandidat 1 auf der Liste die Stelle gleich genommen.

Beitrag #5965675 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5966014 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Jemin K. (jkam)
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Äh, Euch ist schon klar, dass es für Lehrstuhlberufungen eine Liste mit 
3 Leuten gibt die von vorn aus abgearbeitet wird? Eine Professur ist in 
Deutschland sicherlich die am wenigsten "prostituierte" Arbeit, aber 
naja, wenn es Eurem Selbstwertgefühl dient, lasst es ruhig raus ;-D

Autor: F. B. (finanzberater)
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Joe G. schrieb:
> Ob echte Schwächen oder Pseudoschwächen ist doch egal. Wer bei den
> Stärken schneller ist, zeigt gewisse Charaktereigenschaften. Seine
> Fähigkeit sich zu „verkaufen“ ist besser ausgeprägt, als seine Fähigkeit
> eigene Defizite zu erkennen.

Richtig, und deswegen wird er auch eingestellt.

Warum Narzissten im Vorstellungsgespräch ganz klar im Vorteil sind

https://www.spiegel.de/karriere/narzissten-machen-schneller-karriere-a-945254.html



> Jetzt darf jeder selbst seine Rückschlüsse daraus ziehen.

Habe ich schon. Habe mir eine zweite Einkommensquelle aufgebaut und 
lasse die Narzissten für mich arbeiten.

Autor: Msd (Gast)
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Pascal schrieb:
> Da fällt es schwer, spontan zu antworten und
> weder abweisend zu wirken, noch den Eindruck zu erwecken, man würde
> privates mit beruflichem vermischen.

In etwa so?: Danke, sehr angenehm, gerne nehme ich die Gelegenheit war, 
würde aber gerne zum den Themen kommen, die wir auf der Agenda haben....

Cyblord -. schrieb:
> Das Problem ist ja nicht, 5 Schwächen zu finden, sondern man will diese
> echten Schwächen niemals nicht im VG erläutern. Deshalb muss man Pseudo
> Schwächen suchen und deshalb ist die Frage so blöd.

Die Frage ist überhaupt nicht blöd, auch wenn ich diese selbst noch 
nicht gestellt bekommen habe im VG.

Einfach gerade raus und begründen. Beispiele liefern, wenn gefordert. 
Fertig.

Gut wäre trotzdem, man kommt nicht mit Schwächen wie "Pädo..., 
Gewaltbereit, usw"...

Autor: Dirk K. (merciless)
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Msd schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Das Problem ist ja nicht, 5 Schwächen zu finden, sondern man will diese
>> echten Schwächen niemals nicht im VG erläutern. Deshalb muss man Pseudo
>> Schwächen suchen und deshalb ist die Frage so blöd.
>
> Die Frage ist überhaupt nicht blöd, auch wenn ich diese selbst noch
> nicht gestellt bekommen habe im VG.
>
> Einfach gerade raus und begründen. Beispiele liefern, wenn gefordert.
> Fertig.
>
> Gut wäre trotzdem, man kommt nicht mit Schwächen wie "Pädo...,
> Gewaltbereit, usw"...

Ähm, KEIN Personaler will hier "Schwächen" etc.
genannt und erläutert bekommen, auch nicht solche
Sachen wie "Hartnäckigkeit", "penibel", ...
Die wollen einfach nur sehen, wie man da rumeiert,
um kein falsches Wort zu nennen.

merciless

Autor: Arno (Gast)
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Unsere Personalerinnen sagen: Wenn sie auf solche Fragen zurück kommen, 
ist das Gespräch eigentlich schon aus dem Ruder gelaufen.

Wer solche Fragen nie erlebt hat (ich übrigens auch nicht), ist daher 
wohl immer von den richtigen Firmen zu den richtigen Jobs eingeladen 
worden.

MfG, Arno

Autor: Msd (Gast)
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Dirk K. schrieb:
> Ähm, KEIN Personaler will hier "Schwächen" etc.
> genannt und erläutert bekommen, auch nicht solche
> Sachen wie "Hartnäckigkeit", "penibel", ...
> Die wollen einfach nur sehen, wie man da rumeiert,
> um kein falsches Wort zu nennen.

Sag ich ja. Gerade raus damit.

Wer bitte hat schließlich einen schlechten Eindruck von jemanden der 
seine Schwächen überzeugend darstellt. Den würde ich auch gerne direkt 
im Kundeneinsatz einsetzen als Unternehmer.

Autor: Iro (Gast)
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Ich weiß nicht Recht, was solche Fragen, die Deine psychologischen 
Schwächen abklopfen sollen, eigentlich sollen. Wenn man als Entwickler 
angestellt wird und nicht als Psychiater oder Teamleiter, sind solche 
Aspekte doch nachrangig.

Autor: Axel L. (axel_5)
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Iro schrieb:
> Ich weiß nicht Recht, was solche Fragen, die Deine psychologischen
> Schwächen abklopfen sollen, eigentlich sollen. Wenn man als Entwickler
> angestellt wird und nicht als Psychiater oder Teamleiter, sind solche
> Aspekte doch nachrangig.

Es gibt ja auch nicht DIE richtige Antwort. Von einem Entwickler würde 
ich etwas anderes erwarten, als von jemandem, der sich als Projektleiter 
oder als Vertriebler bewirbt.

Ich würde zurückfragen, ob wir jetzt schon beim Spielchen spielen sind. 
Man sollte schon selbstbewusst auftreten, und mit sich solche Spielchen 
spielen zu lassen, gehört nicht dazu. Naja, zumindest, wenn man nur 
wechseln will.

Gruß
Axel

Autor: Dirk K. (merciless)
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Iro schrieb:
> Ich weiß nicht Recht, was solche Fragen, die Deine psychologischen
> Schwächen abklopfen sollen, eigentlich sollen. Wenn man als Entwickler
> angestellt wird und nicht als Psychiater oder Teamleiter, sind solche
> Aspekte doch nachrangig.

Es geht darum festzustellen wie der Bewerber reagiert,
wenn er seine Wohlfühlzone verlassen muss. Auch will
man wissen, ob die Antworten auswendig gelernt sind,
und ob der Bewerber geistig flexibel ist und schnell
mit der geänderten Situation umgehen kann.

Also: Kann der Bewerber mit Stress umgehen, ist er flexibel
genug, ist er teamfähig, ...

merciless

Autor: imonbln (Gast)
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HierIstEr schrieb:
> Vielleicht sollte man selber eine Frage stelle: Was hat Sie dazu bewogen
> mich einzuladen?
> Warum zum Henker sollten die die Gesprächsführung übernehmen?

Ist auf Jedenfall die passende Antwort wenn, der Personaler versucht 
Druck aufzubauen.

Generell ist meine Erfahrung, wenn die HR versucht Stress zu erzeugen, 
Frage beantworten und eine gute Gegenfrage stellen, Firmen haben oft 
Veröffentlichungspflichten!
Die 5 Jahres Frage konnte ich zum Beispiel mal mit den Hinweis aus dem 
Weg räumen, das die Firma laut Bilanz überschuldet ist und keine 5 Jahre 
mehr existiert. Das hat den Druck spontan an den Entwicklungsleiter 
übertragen, der nun erklären muss warum das nicht so ist.

Autor: Msd (Gast)
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imonbln schrieb:
> Die 5 Jahres Frage konnte ich zum Beispiel mal mit den Hinweis aus dem
> Weg räumen, das die Firma laut Bilanz überschuldet ist und keine 5 Jahre
> mehr existiert. Das hat den Druck spontan an den Entwicklungsleiter
> übertragen, der nun erklären muss warum das nicht so ist.

> Die 5 Jahres Frage

Bis diesen Kauderwelsch verstanden habe....

Wäre ich Entwicklungsleiter, hätte ich nachdem ich die Begründung 
geliefert hätte dich zurückgefragt, wieso du dich bei einer Firma 
bewirbst von der du ausgehst, dass sie keine 5 Jahre überlebt.

Schon liegt der Druck (begründet) wieder bei dir.

Ich hätte auch mit dem Gedanken gespielt, das Gespräch sofort zu 
beenden.

Autor: Alter Hase (Gast)
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Pascal schrieb:
> Servus,
> was mich mal interessiert, wie oft habt ihr in Vorstellungsgesprächen
> typische Stressfragen wie z.B.
> "Was ist Ihre größte Schwäche?"
> "Wann haben Sie zuletzt im Betrieb gegen eine Regel verstoßen?"
> "Wie gehen Sie mit Stress um?"
> oder dergleichen erlebt?

Hallo Pascal,

ich kann nur für Großkonzerne sprechen.
Frage 1+3 kommen quasi jedesmal, Frage 2 kenne ich nicht.

Worum geht es?

Ich möchte wissen wen ich als Bewerber(in) vor mir habe. Wie tickt 
der/die und was erwartet mich? Wie passt das zum Team?

Ich empfehle da z.B.
https://www.insights.com/de/
Nein: ich bin mit denen nicht verbandelt und bekomme auch keine 
Provision ...

Es schadet nicht nicht selbst zu kennen ...

Also wird sowas (1+3) gefragt, obwohl ich kein Fan davon bin. Aber da 
JEDER diese Fragen kennt kann man sich auch vorbereiten. So gesehen doch 
einfach und eine Erleichterung für Bewerber(innen).

Jetzt fragt der Personaler immer nach konkreten Beispielen: was 
verstehen Sie unter erfolgreiches Projekt, wie sind Sie damals 
vorgegangen, wie haben Sie das erreicht, wie konnten Sie den Konflikt 
lösen usw.

Da gilt es die passenden Antworten zu haben.
Bewerben ist ein Stück weit Teppich verkaufen und den Nutzen/Mehrwert 
für den Arbeitgeber geschickt darzustellen, d.h. die Stärken müssen 
passen, man sollte keine eklatante Schwäche zeigen. Bsp.: faule Kollegen 
versuche ich zu meiden - das möchte niemand hören.

Stärken sind "mehr wert" als Schwächen, aber man möchte halt ein 
plausibles Bild abklopfen. Dazu muss man auch mal aus der Reserve 
locken.

Jede(r), der/die eingeladen wurde, ist im Prinzip interessant. Welcher 
Konzern lädt offensichtliche Nieten ein?? Genervte und nicht 
Stressresistente geben hier aber gelegentlich ungünstige Antworten.

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