Mich hat eine Firma über einen Headhunter kontaktiert für eine Mid-Level
Senior Stelle in Embedded Entwicklung. Verdienen würde ich nicht mehr,
die Stelle hab ich an sich nicht nötig, fand sie nur fachlich
interessant.
Hab also mein CV geschickt. Nun will der britische Mutterkonzern ein
C/C++ Test von mir haben. Kurzen Blick drauf geworfen: Paar billige
Anfänger-Coding Aufgaben. Ich habe in dem Bereich, was sie machen, sogar
anspruchsvolle Open-Source Projekte auf Github.
Ich habe denen dann so ein Projekt als Referenz geschickt und gesagt,
hier mein Coding-Still und Können, wenn es passt, gerne telefonisches
Interview. Daraufhin antworteten die, der Test sei Voraussetzung für die
weitere Bearbeitung zur Gleichbehandlung der Kandidaten.
Da ich mir jetzt blöd vorkomme, so einen blöden Test zu machen, als
Nicht-Anfänger und die Lust an der Stelle schon fast verloren habe,
frage ich mich, ob ich bescheuert bin oder ob die es sind?
Macht ihr solche Tests bei Bewerbungen, ist es üblich? Ist es
neumodisch? Bin ich altmodisch?
Hi,
die brauchen was für ihre Unterlagen...
Du könntest den Test ja mal hier posten,
fände ich interessant.
Kannst ja neuralgische Textpassagen im Dokument löschen/schwärzen.
Grüsse
daPiet
Wenn es ein einfacher Test ist, dann würde ich es machen und abhacken.
Ich kann schon verstehen, dass ein AG irgendwie Spreu vom Weizen trennen
will.
Schlimm sind Tests in denen man komplexe Algorithmen in kürzester Zeit
implementieren soll. Das hat in 95% der Fälle gar nichts mit den
Aufgaben, die man als Entwickler zu bewältigen hat, zu tun.
Zack, Minuspunkt als Querulant.
Außerdem braucht der dusslige HRler doch eine Metrik für "der darf
kommen" und "der nicht".
Wenn du da jetzt querschießt "ey kuckstu mein Code", dann kann der HRler
nicht "kanns nicht" ankreuzen, aber "Kanns" auch nicht, denn dazu müsste
er sich dein Repo ansehen müssen, und davon hat er keine Ahnung.
Er wird also eher zu "ungeeignet" tendieren...
Sachengibts schrieb:> Die meisten der Bewerber beherrschen nicht mal for Schleifen.
Sorry OT, aber das hat jetzt 3 Minuten in Inkscape gedauert. Das kann
doch jeder ;-)
Bobby X schrieb:> Schlimm sind Tests in denen man komplexe Algorithmen in kürzester Zeit> implementieren soll. Das hat in 95% der Fälle gar nichts mit den> Aufgaben, die man als Entwickler zu bewältigen hat, zu tun.
Ich sollte auch mal bei einer Bewerbung innerhalb einer Woche quasi eine
Bachelorarbeit als Test abliefern. Ein Blick auf meine potentiellen
Chefs der Firma auf deren Website genügte: Hornbrillen, Halbglatze mit
Pferdeschwanz und Karohemden.
Ich habe die Bewerbung sofort zurückgezogen. Bin halt nur ein
Lowperformer.
WerBinIchWohl schrieb:> Mich hat eine Firma über einen Headhunter kontaktiert
Ok, Finger schon mal auf den virtuellen Alarmknopf legen.
> für eine> Mid-Level> Senior Stelle in Embedded Entwicklung.
Finger zuckt schon. Für so einen Mitarbeiter braucht man keinen
Headhunter. Der Headhunter ist keiner, sonder nur ein dreckigen
Personalvermittlungs-Geier.
> Verdienen würde ich nicht mehr,> die Stelle hab ich an sich nicht nötig, fand sie nur fachlich> interessant.
Hmm, Finger vom Alarmknopf nehmen, "Angebot" ignorieren, Leben weiter
leben.
> Hab also mein CV geschickt.
Also den Finger wieder auf den Alarmknopf. Ne, ne, ne ...
> Nun will der britische Mutterkonzern
KNOPF DRÜCKEN, KNOPF DRÜCKEN, KNOPF DRÜCKEN! Roter Alarm! Bail Out!
Evacuate! Rette sich wer kann!
Britischer Konzern, das bedeutet:
- Vermutlich der typische Abschaum von britischem Recruiter. Wenn du mal
richtigen Dreck sehen willst, dann britische Recruiter. Dagegen sind
deutsche Leiharbeiter-Zuhälter gar nichts.
- Du wirst im Konzern für deine britischen Kollegen ewig der "fucking
German Nazi" sein. Besonders wenn du es wagst Erfahrung und eine eigene
Meinung zu haben.
> ein> C/C++ Test von mir haben. Kurzen Blick drauf geworfen: Paar billige> Anfänger-Coding Aufgaben.
Ja, so etwas nervt. Unfähiger Recruiter-Dreck und unfähige Konzern-HR.
> Ich habe in dem Bereich, was sie machen, sogar> anspruchsvolle Open-Source Projekte auf Github.>> Ich habe denen dann so ein Projekt als Referenz geschickt
Ernsthaft? Statt dich von so einem Müll fern zu halten begibst du die in
die Gefahr?
> und die Lust an der Stelle schon fast verloren habe,
Erst jetzt???
> frage ich mich, ob ich bescheuert bin oder ob die es sind?
Beides. Britische Konzerne und Recruiter sind immer bescheuert. Du bist
bescheuert weil du dich mit ihnen abgibst.
> Macht ihr solche Tests bei Bewerbungen, ist es üblich? Ist es> neumodisch? Bin ich altmodisch?
Wäre es ein vernünftiger Konzern und der Job interessant hätte ich
kalt-lächelnd die Tests abgeliefert.
Allerdings registriere ich bei Bewerbungen auch dummes Verhalten der
HR-Abteilung. Das gibt Minuspunkte, die durch andere Dinge aufgehoben
werden müssen. Schließlich hat man so ein Idioten-HR für ein paar Jahre
am Hals wenn man zusagt.
Was ich nicht mache sind Tests bei denen ich für die Firma umsonst
arbeiten soll. Es gibt da so die ein oder andere Firma (meist
inhabergeführt) die sich statt Beratern Bewerber besorgt. Da soll als
"Test" mal eben ein neues Produkt konzipieren oder ein reales Problem in
der Entwicklung der Firma gelöst werden.
Harald W. schrieb:> Sachengibts schrieb:>>> Die meisten der Bewerber beherrschen nicht mal for Schleifen.>> HZauptsache, man kann den "go to" Befehl. :-)
Hauptsache, man kann if-Schleifen!
Alles andere ist egal!
Sachengibts schrieb:> Sieb des Erasthomrs
Ahso.
WerBinIchWohl schrieb:> britische Mutterkonzern
Der Firma oder des Recuiters?
Nicht zufällig ChapmanBlack? Die sind echt die Pest. Wenn bei uns in der
Firma die Nebenstellen nacheinander klingeln, weiß man schon, dass
wieder ein Recruiter von denen Unterwegs ist... Wenn man nicht zum
gewünschten Kollegen durchstellt oder man die Assistenz bittet, Ihn
abzuwimmeln, werden munter weiter Durchwahlen probiert, bis der
Gewünschte abhebt oder -99 erreicht ist.
WIMRE Frankfurter Nummer, aber immer nur Englisch sprechend wollen die
einem langweilige, unterbezahlte Stellen schmackhaft machen.
Jens M. schrieb:> Hauptsache, man kann if-Schleifen!
Ob for oder if macht doch echt keinen Unterschied...
Ok, ich lass mich selber raus.
(Ups doppelter Anhang, if ist tatsächlich schwieriger...)
Ben S. schrieb:> Halbglatze mit Pferdeschwanz>
Klingt beides nach Testosteron.
Aber was für Fotos die ins Netz stellen, echt jetzt ...
> Ich habe die Bewerbung sofort zurückgezogen. Bin halt nur ein> Lowperformer.
Percy N. schrieb:> Aber was für Fotos die ins Netz stellen, echt jetzt ...
Ich weiß, Vorurteile und so. Aber das sind ganz sicher irgendwelche
Nerds/Freaks, die den ganzen Tag im Keller hocken und für die es nichts
wichtigeres gibt, als irgendwelche Algorithmen zu lösen. Und das
erwarten die dann auch von deren Bewerbern.
Das Stellenangebot ist nach über einem Jahr immernoch online.....
Bei aller Anerkennung und Vorsicht bei britischen Recruitern: Der
Mutterkonzern ist ein britischer (durchaus in der Branche gut
anerkannter) Hersteller von Equipments und hat die deutsche Tochter mal
letztens aufgekauft. Da jetzt die Produkte der dt. Tochter smart sein
müssen, brauchen sie einen Allrounder, der als one-man-show digitale
Produkte einführt. Da der ganze Know-How bei der britischen Firma ist
und hauptsächlich mit denen gearbeitet wird, kümmern sie sich für die
Personalfindung. Suchen tun sie eigentlich einen absoluten
Senior-Experten, finden sie aber seit langem niemanden, dass die Sache
nun bei berühmt-befürchteten heimischen Recruitern liegt. Der Recruiter
ist aber raus, ich bin nun mit der Firma im Kontakt.
Ich kannte halt so eine Testerei entweder für Berufsanfänger oder als
Assesment für Manager, wo Stress-Tests gemacht werden oder so. So eine
Kodierei fand ich fast schon eine Beleidigung, nachdem ich so eine
Referenz schickte.
Na gut, ich bin bei denen vmtl. ehe als querulant durch und die bei mir
als komische Firma.
Diesen Test lös ich vllct. bei nächster Gelegenheit als Sudoku-Ersatz.
WerBinIchWohl schrieb:> Mich hat eine Firma über einen Headhunter kontaktiert für eine Mid-Level> Senior Stelle in Embedded Entwicklung. Verdienen würde ich nicht mehr,> die Stelle hab ich an sich nicht nötig, fand sie nur fachlich> interessant.
Bei solchen Kontaktierungen ist erst einmal Vorsicht geboten. Manchmal
lässt die eigene Firma auch schon mal Headhunter auf die Mitarbeiter los
um zu testen, wie verlässlich diese zu der Firma stehen - und wie leicht
sie über Firmeninterna Auskunft geben. Das machen manche Firmen, wenn
sie vorhaben, dem Mitarbeiter eine wichtigere und somit bessere
Tätigkeit zu geben und einer Fehlentscheidung vorbeugen wollen.
Wenn man mit seinem Job rundum zufrieden ist und keine deutliche
Verbesserung sieht, sollte man die Anfrage zurückhaltend beantworten.
Schauen, was geboten wird, wenig von sich selbst preisgeben und bei
"Testaufgaben" den Kontakt abbrechen. Nach dem Motto: "Wenn ihr mich
kontaktiert, müsst ihr doch Informationen über mich eingezogen haben und
mich kennen. Wozu dann noch ein Test?"
Ist man mit seinem Job unzufrieden, würde ich mir überlegen, in welcher
Firma ich gern arbeiten würde. Viele Firmen haben auf ihren Seiten
Jobangebote wie z.B. bei BMW auf den Seiten:
https://www.bmwgroup.jobs/de/ oder
https://www.bmwgroup.com/de/karriere.html . Da kann man sich dann
gezielt - ohne Headhunter - bewerben.
Man sollte möglichst auch vermeiden, bei einer Leiharbeitsfirma
anzufangen. Nun gibt es Firmen, die ihre Bewerber erst "zur Probe" an
eine Leiharbeitsfirma verweisen und sie dann bei längerer Bewährung
übernehmen. Diese Angebote sind schon zweite Wahl.
Ehe eine Firma jemanden einstellt, möchte sie auch sicher sein, dass der
Bewerber geeignet ist. Manche stellen dazu Probeaufgaben, aber deren
Aussagekraft ist nicht sonderlich gut. Dafür hat man schließlich die
Probezeit. Praktika ohne Bezahlung sollte man nicht annehmen. Wenn man
für die Firma arbeitet, muss diese für die Arbeit auch zahlen. Firmen,
die das nicht wollen, meiden.
@Günni: Das deckt sich auch mit meinem Verständnis. Wenn ich interessant
bin, telefoniert man erst kurz. Dann Bewerbungsgespräch oder von mir aus
dann auch Assessment tests, falls die Stelle das benötigt. Das ist ok.
Aber erstmal allen Bewerbern ein Test zu schicken und zu sagen: Sie
müssen erstmal den Test machen, erst dann wird die Bewerbung überhaupt
bearbeitet (Genauso schrieb mir der HR); Das ist mir glaube ich zu
blöd... Da verliert der Bewerber Zeit ggf. ohne ernsthaftes Interesse
seitens der Firma.
hmmm schrieb:> WIMRE Frankfurter Nummer, aber immer nur Englisch sprechend wollen die> einem langweilige, unterbezahlte Stellen schmackhaft machen.
Ein Lob auf $Telefonanlage mit Robinsonliste.
Kann sogar eine Fritzbox sein ;)
WerBinIchWohl schrieb:> Macht ihr solche Tests bei Bewerbungen, ist es üblich? Ist es> neumodisch? Bin ich altmodisch?
Habe ich einmal, weil ich gerade nix besseres zu tun hatte und das als
ne ne nette Fingerübung sah. Dann kamen Nachfragen, wo man merkte der
will ne konkrete praktische Lösung für sein Problem wo sie vermutlich
selber nicht weiterkommen, das hat schon anklingen lassen, dass sie da
in ihrer Software Performanceprobleme haben und ihre Algorithmen oder
die Umsetzung dieser unbrauchbar ist. Vereinfacht gesagt ging es um
Graphentheorie, Pfadsuche unter diversen Bedingungen.
Da habe ich dann zurückgeschrieben die kann er haben, wenn er mich
einstellt, kostenlose Arbeit gibts von mir nicht. Da hat dann noch zwei
drei verkappte Bettelmails geschrieben bis er dann gemerkt hat dass das
nix wird.
Wenn jemals wieder so ein Clown solche Vorabtests oder in
Bewerbungsgesprächen solchen Käse fordert steh ich gleich auf und gehe
raus, das kann man vielleicht noch mit Absolventenkindern machen.
Es versuchen auch nur kleine Klitschen, damit sie 110% sicher gehen
können den 200%ig passgenauen Idioten zu finden. Der Witz ist das da oft
Luschen vor einem sitzen die nix drauf haben aber sich als King
aufspielen, da wird dann ganz schnell peinlich für die. Da sie das
Gesicht wahren wollen, kommen dann dubiose Vorwände oder sie fangen an
zu lügen "Nein die Aufgabe war so gestellt und nicht so..."
Google und andere Grosse machen auch solche Tests, z.T. finde ich sie
sinnvoll, z.g.T. sind sie m.M. völlig unbrauchbar jemanden zu bewerten,
je komplexer das Thema wird. Irgendwelche generischen Algos am
Whiteboard durchzukaspern halte ich auch für ziemlich sinnfrei wie das
anscheinend bei google auch gemacht wird oder diese ganzen
Codingpreparationtests wo sie eben Standardalgos und 'knifflige' Fragen
vorher ins Hirn klopfen damit man dann im Test die Lösung ausm Ärmel
schütteln kann. Das in einem realen Projekt einzusetzen und zu erkennen
was geht und was nicht ist wieder ne ganz andere Hausnummer und deshalb
finde ich dieses Test z.g.T. sinnlos.
Trifft höchstens auf 10% der Bewerber zu
Speaking on behalf of software engineers who have to interview
prospective new hires, I can safely say that we're tired of talking to
candidates who can't program their way out of a paper bag. If you can
successfully write a loop that goes from 1 to 10 in every language on
your resume, can do simple arithmetic without a calculator, and can use
recursion to solve a real problem, you're already ahead of the pack!
A surprisingly large fraction of applicants, even those with masters'
degrees and PhDs in computer science, fail during interviews when asked
to carry out basic programming tasks. For example, I've personally
interviewed graduates who can't answer "Write a loop that counts from 1
to 10" or "What's the number after F in hexadecimal?"
WerBinIchWohl schrieb:> der Test sei Voraussetzung für die weitere Bearbeitung zur> Gleichbehandlung der Kandidaten.
Na dann weißt du doch gleich, was dich in dem Unternehmen erwartet:
Dienst nach Vorschrift, Hirn aus, Verantwortung & Innovation Null.
WerBinIchWohl schrieb:> ob ich bescheuert bin oder ob die es sind?
Letzteres.
Günni schrieb:> Manchmal> lässt die eigene Firma auch schon mal Headhunter auf die Mitarbeiter los> um zu testen, wie verlässlich diese zu der Firma stehen - und wie leicht> sie über Firmeninterna Auskunft geben. Das machen manche Firmen, wenn> sie vorhaben, dem Mitarbeiter eine wichtigere und somit bessere> Tätigkeit zu geben und einer Fehlentscheidung vorbeugen wollen.
Meinst nicht, dass du ein wenig paranoid bist?
Alex schrieb:> Günni schrieb:>> Manchmal>> lässt die eigene Firma auch schon mal Headhunter auf die Mitarbeiter los>> um zu testen, wie verlässlich diese zu der Firma stehen - und wie leicht>> sie über Firmeninterna Auskunft geben. Das machen manche Firmen, wenn>> sie vorhaben, dem Mitarbeiter eine wichtigere und somit bessere>> Tätigkeit zu geben und einer Fehlentscheidung vorbeugen wollen.>> Meinst nicht, dass du ein wenig paranoid bist?
Das mache ich auch häufig. Ich lasse dann einen Kumpel anrufen, der sich
als Headhunter ausgibt und den Delinquenten aushorcht
Günni schrieb:> Bei solchen Kontaktierungen ist erst einmal Vorsicht geboten. Manchmal> lässt die eigene Firma auch schon mal Headhunter auf die Mitarbeiter los> um zu testen, wie verlässlich diese zu der Firma stehen - und wie leicht> sie über Firmeninterna Auskunft geben. Das machen manche Firmen, wenn> sie vorhaben, dem Mitarbeiter eine wichtigere und somit bessere> Tätigkeit zu geben und einer Fehlentscheidung vorbeugen wollen.
Stellt der angebliche Headhunter dann bessere Bedingungen in Aussicht,
als man bei der "besseren Tätigkeit" bekommen würde?
> Alex schrieb:> Das mache ich auch häufig. Ich lasse dann einen Kumpel anrufen, der sich> als Headhunter ausgibt und den Delinquenten aushorcht
Interessant. Ganz viele hohe Tiere hier.
Was hat man genau davon? Ich meine, wenn man weiß, dass der MA zum
besseren Job mit besserem Gehalt wechseln würde? Feuerst du ihn dann,
weil er nicht für ewig zu seinem misstrauischen, aushorchenden Chef treu
bleibt?
Ein damaliger Kollege kam mal stark gestresst während der Arbeitszeit zu
mir ins Büro und suchte Hilfe, denn er hatte nur 3h Zeit, um so einen
Codingtest durchzuführen und war an manchen Stellen überfordert. Habe
ihm dann so gut es ging geholfen und haben das Ding dann zu zweit
gemacht. Ich meine, er ist dann in der nächsten Instanz nicht
weitergekommen.
Jens M. schrieb:> Kann sogar eine Fritzbox sein ;)
Macht meine Fritzbox.
Einfach ein 2. Telefonbuch "böse Nr." anlegen, und dann das ganze
Telefonbuch blocken. So hat jeder nur 1. Versuch. ;) Funktioniert
mega-klasse.
Was den Test angeht. Ich würde ihn NICHT machen. Grund : DIE wollen
mich !! nicht ich die. Ist wie bei allen Sachen, wer was will, muss
kleine Brötchen backen.
Gruß
Pucki
Den Fizzbuzz-Test hat selbst ein kompletter Programmierneuling nach
einer Woche auswendig gelernt. Wenn man den in einem VG gestellt
bekommt, ist die richtige Antwort nicht der Code, sondern Lachen!
WerBinIchWohl schrieb:> Da ich mir jetzt blöd vorkomme, so einen blöden Test zu machen, als> Nicht-Anfänger und die Lust an der Stelle schon fast verloren habe,> frage ich mich, ob ich bescheuert bin oder ob die es sind?
Hi, kannst Du den Code vielleicht hier zeigen? bzw. schreiben was die
ungefähr im Test abgefragt haben. Würde mich interessieren.
Ganz ehrlich, ich würd den Test selbstverständlich machen. Ganz egal wie
primitiv die Fragen auch sein mögen. Und zwar ohne dass ich mir
überhaupt was anmerken lasse. Der Test mal eben machen + meine Portfolio
auf GitHub + ein freundliches Lächeln dazu abgeben. Abgeben ohne
jedwede Überheblichkeit oder sonst was.
und auch wenn ich keinen Bock haben sollte bei denen zu arbeiten ,
trotzdem würde ich den Test machen und mich ehrlich und freundlich
verabschieden mit dem Aussicht auf ein späteres Wiedersehen vielleicht.
So würde ich das machen.
Sachengibts schrieb:> A surprisingly large fraction of applicants, even those with masters'> degrees and PhDs in computer science, fail during interviews when asked> to carry out basic programming tasks. For example, I've personally> interviewed graduates who can't answer "Write a loop that counts from 1> to 10" or "What's the number after F in hexadecimal?"
Solche Geschichten halte ich für konstruiert und die absolute Ausnahme,
jeder Hobbyprogrammierdödel kann das. So blöd kann keiner sein, ausser
ich lade einen fachfremden Honk zum VG, wo es absehbar ist, dass der
keine Ahnung hat. Vielleicht auch ein Problem des amerikanischen
Bildungssystems.
html-heinz schrieb:> Solche Geschichten halte ich für konstruiert und die absolute Ausnahme,> jeder Hobbyprogrammierdödel kann das.
Eben, wenn es ein Hobbyprogrammierdödel kann, heisst es noch lange
nicht, das es auch ein Hochschul-Absolvent der Informatik kann.
Weil man eben im Hörsaal nicht das gleiche macht wie der Hobbyist aka
Selbstentdecker in seiner Bastelecke. Bspw. ein bash Einzeiler der in
jedem .c-file die Anzahl der Aufrufe von malloc() und free() zählt.
Oder beliebig andere Textstatistik bspw new/free delete/delete[].
Wer mit der Ausrede daher kommt, das er nur Windows hatte, wird auf
MinGW, Cygwin, RasPi und Konsorten hingewiesen.
Und darauf, das es hier um 'embedded' geht und nicht gehobene
Versicherungsmathematik - die würde man tatsächlich eher von einem
'Akademiker' als von einem 'Praktiker' erwarten.
Lerninstructor schrieb:> Wer mit der Ausrede daher kommt, das er nur Windows hatte, wird auf> MinGW, Cygwin, RasPi und Konsorten hingewiesen.
Stimmt, die meisten haben immer nur dumme Ausreden auf Lager
Zombie schrieb:> Was soll denn daran schwierig sein?
A) Vorstellungsgespräch (Angst vor verborgene Falltür)
B) kein Computer (kei chromacoding für Tippfehler etc)
C) dass die Abfrage verdoppelt werden muss. Man verbringt zu viel Zeit
damit, dass zu vermeiden
D) für Anfänger. Wenn Du Anfänger bist, 5 Minuten gebraucht hast und es
beim ersten build klappte, bist Du wirklich gut. Sei es, weil Du privat
auch Programmierer, sei es, weil Du wirklich clever bist.
Wenn Du schon 10 Jahre als Programmierer arbeitest, könnte man fragen,
warum Du 2 token einführst, je 3 Mal verwendest um je eine Operation zu
sparen.
Sepp schrieb:> Wenn man den in einem VG gestellt bekommt, ist die richtige Antwort> nicht der Code, sondern Lachen!
Das ist vielleicht OK, wenn Du dabei sagst, dass Du den kennst. Wenn Du
andeuten willst, dass der zu einfach ist, dann wäre das ziemlich
überheblich.
Wenn ich solchen Leuten trotzdem eine Chance geben wollte, würde ich die
Aufgabe so variieren, dass der erste Ansatz in die Hose geht.
Gerade diesen Fizzbuzz Test kann man doch in sehr unterschiedlichen
Sprachen lösen. Wenn du also die Wahl hast, dann löse das in TeX oder
schreibe VHDL das die Zahlen/Zeichen über UART ausgibt.
A. S. schrieb:> Sepp schrieb:>> Wenn man den in einem VG gestellt bekommt, ist die richtige Antwort>> nicht der Code, sondern Lachen!>> Das ist vielleicht OK, wenn Du dabei sagst, dass Du den kennst. Wenn Du> andeuten willst, dass der zu einfach ist, dann wäre das ziemlich> überheblich.>> Wenn ich solchen Leuten trotzdem eine Chance geben wollte, würde ich die> Aufgabe so variieren, dass der erste Ansatz in die Hose geht.
Ich finde so ein Fizzbuzztest sagt trotzdem wenig aus. Ich hatte mal in
einem VG zwei Seiten ausgedruckten C++-Code vorgelegt bekommen. Paar
Klassen mit Vererbung und paar Dangling-Pointer-Fehlern im Code, die ich
erklären musste. Das fand ich gut. Nicht zu stressig aber trotzdem ein
guter Test ob man die wichtigsten Sprachelemente wirklich verstanden
hat.
@A.S.: Danke für Deine Antwort. Meine Frage war tatsächlich nur zu 50%
retorisch gemeint. :)
> A) Vorstellungsgespräch (Angst vor verborgene Falltür)
Ja, ich dachte erst auch, dass ich die Aufgabe irgendwie falsch
verstehe.
Ausserdem kenne ich Versagens- und Prüfungsängste nur zu gut, dass sagt
aber mMn nicht viel über meine fachlichen Fähigkeiten im Alltag aus. Für
einen Job, bei dem ich regelmässig Präsentationen o.ä. halten müsste,
würde ich mich auch nicht bewerben.
> B) kein Computer (kei chromacoding für Tippfehler etc)
Gut, auf Papier programmieren wäre sicher ein zusätzlicher Stressfaktor.
> C) dass die Abfrage verdoppelt werden muss. Man verbringt zu viel Zeit> damit, dass zu vermeiden> D) für Anfänger. Wenn Du Anfänger bist, 5 Minuten gebraucht hast und es> beim ersten build klappte, bist Du wirklich gut. Sei es, weil Du privat> auch Programmierer, sei es, weil Du wirklich clever bist.>> Wenn Du schon 10 Jahre als Programmierer arbeitest, könnte man fragen,> warum Du 2 Token einführst, je 3 Mal verwendest um je eine Operation zu> sparen.
Bin etwas dazwischen. 3 Jahre ambitionierter Hobby C++ Programmierer mit
Vorkenntnissen in anderen Sprachen. Aber ja, der erste Build war
erfolgreich. Als clever würde ich mich wegen dieser Lösung aber nicht
bezeichnen. Die 2 bools habe ich primär der (subjektiv) besseren
Lesbarkeit benutzt. Ich glaube nicht, dass das einen Einfluss auf den
erzeugten Code hat.
Da in mir in letzter Zeit öfters der Wunsch aufkommt, als C++
Programmierer zu arbeiten, bin ich daran interessiert, meine Fähigkeiten
besser einschätzen zu können.
Punktabzug würde ich mir im Nachhinein, wegen des fehlenden return
EXIT_SUCCESS; geben (Das verschlampe ich immer ;( ) und fehlenden
includes (gingen beim Kopieren aus der IDE verloren)
Ebenfalls würde ich bei einem zweiten Versuch alle vier Fälle explizit
hinschreiben (der Lesbarkeit wegen). Dafür hätte ich jetzt allerdings
viel zuviel Zeit mit überlegen verschwendet:
1
#include<cstdlib>
2
#include<iostream>
3
4
intmain(){
5
for(inti=1;i<=100;++i){
6
constboolmultiple_three=(i%3==0);
7
constboolmultiple_five=(i%5==0);
8
9
if(multiple_three&&multiple_five){
10
std::cout<<"FizzBuzz";
11
}elseif(multiple_three/* && !multiple_five */){
12
std::cout<<"Fizz";
13
}elseif(multiple_five/* && !multiple_tree */){
14
std::cout<<"Buzz";
15
}else/* if (!multiple_three && !multiple_five) */{
Zombie schrieb:> Schaffst Du's mit weniger?
Ich mach mir als Chef doch nicht die Hände schmutzig. Was ineffizient
ist bestimme immer noch ich und nicht irgendein Computer.
Sachengibts schrieb:> Ich mach mir als Chef doch nicht die Hände schmutzig. Was ineffizient> ist bestimme immer noch ich und nicht irgendein Computer.
Auf die Lesbarkeit kommt es an - was nützt es, irgendwas bis zum letzten
Bit und Nanosekunde zu optimieren, wenn es nachher kaum noch einer
versteht. Entweder man selbst nach 3 Wochen oder der nächste Kollege,
der über die Stelle stolpert und versucht, einen Bug zu finden.
Klar gibt es Ausnahmen, die zeit- oder speicherkritisch sind. Aber in
der Regel sind Ram und CPU inzwischen billig genug.
Compiler sind inzwischen eh schlauer als man selbst meint zu sein. ;-)
Also, wenn ich mich so verarscht vorkommen würde, würde ich die Lösung
als Anhang mitschicken - in der Email, in der ich mitteile, kein
Interesse mehr an der Firma zu haben.
Es ist ok, wenn man Bewerber testen will - es gibt genug Idioten mit
Abschluß, die nix können.
Aber erst Referenzen zu liefern die deutlich umfangreicher sind als so
ein Billigtest, und dann so ein Billigtest und die HR kann nichts machen
- ja dann will ich gar nicht wissen wie schlecht deren andere Prozesse
intern geplant sind.
auch schon erlebt, die einen müssen durch 4 Vorstellungsgespräche -
andere müssen nicht mal Zeugnisse oder Anschreiben bei ihrer Bewerbung
abgeben, da sie jemanden kennen. - und das im selben Unternehmen.
Recruiting ist halt nicht einfach und kostspielig.
Oder man arbeitet die Leute halt ein bzw. nutzt die Probezeit, um zu
erkennen, ob es passt oder nicht
Es ist schon lustig mitanzusehen, wie Ihr hier munter über fünfzig
Beiträge am eigentlichen Knackpunkt vorbeiräsoniert.
Im Eingangsposting stand es doch schon: es geht der anderen Seite darum,
die Bewerber gleich zu behandeln. Dies sicherlich, damit niemand
hinterher vor dem Arbeitsgericht Ärger macht.
Wer das nicht kapiert, sollte sich allerdings auch besser nicht um
derartige Jobs bewerben. Es ist also alles im Lot ...
Zombie schrieb:> Die 2 bools habe ich primär der (subjektiv) besseren Lesbarkeit benutzt.> Ich glaube nicht, dass das einen Einfluss auf den erzeugten Code hat.
Um den erzeugten Code braucht man sich keine Gedanken machen. Wenn es
kritisch wird, muss man messen/rechnen.
Der Code wird aber kaum lesbarer oder wartbarer durch die bools.
Wartbar: man ändert nur an einer Stelle. Wenn ich jetzt 7 statt 5 will,
muss ich %7 nur an einer Stelle ändern. Der Name ist dann aber übel.
Lesbar: ich muss im Zweifel schauen, was multiple_three war. Ja, man
lernt es so, aber wenn man die Lesbarkeit testen würde, wäre plain Code
sicher schneller.
Überspitzt gesagt: als Profi hättest Du die Eier, den Code lesbar plain
runter zu schreiben, ohne die Konventionen zur Lesbarkeit zu beachten
:-)
Als blutiger Anfänger fügst Du noch defines für 3 und 5 hinzu.
Und wenn Du Code und Stil erklären sollst, werden die entlarft, die
(weil auswendig gelernt) über die Aufgabe gelacht haben.
Qwertz schrieb im Beitrag #6267104:
> Stagnation schrieb:> auch schon erlebt, die einen müssen durch 4 Vorstellungsgespräche -> andere müssen nicht mal Zeugnisse oder Anschreiben bei ihrer Bewerbung> abgeben, da sie jemanden kennen. - und das im selben Unternehmen.> Recruiting ist halt nicht einfach und kostspielig.> Oder man arbeitet die Leute halt ein bzw. nutzt die Probezeit, um zu> erkennen, ob es passt oder nicht>> Ich musste für meine Stelle im IGM-Konzern einfach nur mit der Mutter> meines Chefs schlafen. Sie war so begeistert, dass ich den Job hatte.> Andere Qualifikationen oder gar Zeugnisse hätte ich eh nicht gehabt.
Kann ich bestätigen. War ein bisschen Überwindung, weil 90+, und die
geile Schlampe vom Pflegeheim war die ganze Zeit dabei wegen
Erfolgskontrolle, aber letztlich hat es sich gelohnt. Jetzt kann ich mir
bis zur Rente die Nüsse schaukeln.
Percy N. schrieb:> Im Eingangsposting stand es doch schon: es geht der anderen Seite darum,> die Bewerber gleich zu behandeln. Dies sicherlich, damit niemand> hinterher vor dem Arbeitsgericht Ärger macht.
Das wäre mir als Bewerber aber völlig egal, was interessieren mich da
andere Bewerber? Wenn die Stelle eher einen Profi erfordert, der etwas
Erfahrung hat, und ich melde mich als solcher, dann erwarte ich auch daß
man mit mir wie mit einem solchen redet.
Und nicht daß man mich mit irgendwelcher Anfängerscheiße belästigt, nur
weil die Firma - um mehr Auswahl zu haben, das finde ich verständlich -
auch Berufsanfängern eine Chance geben will.
Ich sags mal anders: Bei einem VG stelle nicht nur ich mich vor, sondern
auch die Firma stellt sich vor (auch wenn das manche PA-Leute oder Chefs
anders sehen mögen).
Auch während des Bewerbungsprozesses präsentiert sich die Firma bereits
mir gegenüber. Wenn ich da schon den Eindruck gewinne daß das chaotisch
organisiert ist - ja, dann bin ich wahrscheinlich nicht der Richtige für
die Firma, dann passt es halt einfach nicht.
Warum sollte ich mehr Zeit z.B. mit einem VG verschwenden, wenn ich auf
die Firma eigentlich keine Lust mehr habe? Eigentlich ist es auch ein
Akt der Höflichkeit: Ich verschwende nicht nur meine Zeit nicht, sondern
auch die der Gesprächspartner.
Ich hab nicht nur VGs schon abgesagt weil mir die PA-Tante vorher zu
unfreundlich war: Wenn mich das Bewerbungsschreiben schon abstößt (z.B.
durch Gendersprache, übertriebene Betonung irgendwelcher politischer
Werte oder völlig leerem Geschwalle), dann bewerbe ich mich gar nicht
erst.
Sachengibts schrieb:> Alle Lösungen waren auboptimal>> Man kann nämlich einfach auf mod 15 testen, weil nur dann mod 5 und mod3> erfüllt ist>> Daran scheitern die meisten.
Jo...und wenn du 9 hast? Oder 6? Oder 10? Oder 3? Oder 5? Oder 21? Oder
25?
Wühlhase schrieb:> Sachengibts schrieb:>> Alle Lösungen waren auboptimal>>>> Man kann nämlich einfach auf mod 15 testen, weil nur dann mod 5 und mod3>> erfüllt ist>>>> Daran scheitern die meisten.>> Jo...und wenn du 9 hast? Oder 6? Oder 10? Oder 3? Oder 5? Oder 21? Oder> 25?
So halt. Als Chef kodiere ich aber nicht
Mod 3 - Fizz
Mod 5 - Buzz
Mod 15 - FizzBuzz
Sonst i
Sachengibts schrieb:> So halt. Als Chef kodiere ich aber nicht
Also sollte man sich in deiner Firma auf keinen Fall bewerben. Wenn der
Chef keine Ahnung hat wen er einstellt, dennoch die Entscheidung darüber
fällt und sogar die Tests dafür "ausarbeitet" - die Firma kann ja nix
werden.
Und gute Leute kann sich die Firma schonmal gar nicht leisten. ;)
Wühlhase schrieb:> Und gute Leute kann sich die Firma schonmal gar nicht leisten. ;)
Sagen wir mal so, die Leute müssen nicht hungern. Überzogene Gehälter
können wir uns aber nicht leisten
Wühlhase schrieb:> Also sollte man sich in deiner Firma auf keinen Fall bewerben. Wenn der> Chef keine Ahnung hat wen er einstellt, dennoch die Entscheidung darüber> fällt und sogar die Tests dafür "ausarbeitet" - die Firma kann ja nix> werden.
Als Chef muss ich keine Ahnung haben weil ich die strategische Richtung
vorgebe. Die Details arbeiten dann andere aus
Wühlhase schrieb:> Percy N. schrieb:>> Im Eingangsposting stand es doch schon: es geht der anderen Seite darum,>> die Bewerber gleich zu behandeln. Dies sicherlich, damit niemand>> hinterher vor dem Arbeitsgericht Ärger macht.>> Das wäre mir als Bewerber aber völlig egal, was interessieren mich da> andere Bewerber?
Dich? Überhaupt nichts. Deonen Wunscharbeitgeber aber um so mehr.
Dass Deinem zukünftigen Lafen jede Menge Stress droht, geht Dir aber
offenbar auch am Arsch vorbei. Ind danit bist Du für die Stelle eh nicht
geeignet.
Elvis has left the building ...
> Wenn die Stelle eher einen Profi erfordert, der etwas> Erfahrung hat, und ich melde mich als solcher, dann erwarte ich auch daß> man mit mir wie mit einem solchen redet.
Das kannst Du gern im Vorstellungsgespräch versuchen. Aber dafür müsste
zunächst jemand es für sinnvoll halten, audgerechnet Dich Egozentriker
einzuladen, der sich darsuf kapriziert, wie eine Di a behandelt zu
werden.
> Und nicht daß man mich mit irgendwelcher Anfängerscheiße belästigt, nur> weil die Firma - um mehr Auswahl zu haben, das finde ich verständlich -> auch Berufsanfängern eine Chance geben will.>
Du hast offenbar nicht einmal ansatzweise verstanden, worum es geht.
Bleib solchen Läden einfach fern; Ihr passt nicht zu einander.
Wühlhase schrieb:> Und nicht daß man mich mit irgendwelcher Anfängerscheiße belästigt
Renitente Bewerber die nur Ärger machensortiere ich übrigens vorzeitig
aus
A. S. schrieb:> Wartbar: man ändert nur an einer Stelle. Wenn ich jetzt 7 statt 5 will,> muss ich %7 nur an einer Stelle ändern. Der Name ist dann aber übel.>> Lesbar: ich muss im Zweifel schauen, was multiple_three war. Ja, man> lernt es so, aber wenn man die Lesbarkeit testen würde, wäre plain Code> sicher schneller.
Sehr guter Einwand! Ich hab mich zu sehr an den Zahlen 3 und 5
orientiert, und dabei übersehen, dass diese ja auch in diesem Beispiel
eine Bedeutung haben.
1
intmain(){
2
for(inti=1;i<=100;++i){
3
constboolis_fizz=(i%3==0);
4
constboolis_buzz=(i%5==0);
5
6
if(is_fizz&&is_buzz){
7
std::cout<<"FizzBuzz";
8
}elseif(is_fizz/* && !is_buzz */){
9
std::cout<<"Fizz";
10
}elseif(is_buzz/* && !is_fizz */){
11
std::cout<<"Buzz";
12
}else/* if (!is_fizz && !is_buzz) */{
13
std::cout<<i;
14
}
15
std::cout<<"\n";
16
}
17
returnEXIT_SUCCESS;
18
}
Womit jetzt endgültig, das Zeitbudget überschritten wäre ;)
Percy N. schrieb:> Du hast offenbar nicht einmal ansatzweise verstanden, worum es geht.
Doch, ich denke schon daß ich das verstanden habe. Mich interessieren
halt nur nicht die Belange aller anderen Menschen gleich.
Es ist ja nicht so, daß man Prozesse anders gestalten kann: Anstatt
"Jeder macht einen Anfängertest" zu sagen "Wer keine
Programmiererfahrung glaubhaft belegen kann macht einen Anfängertest"
sollte doch eigentlich kein Problem sein. Oder?
Dann wäre alle genauso gleich behandelt und niemand muß sich ärgern.
Percy N. schrieb:> Bleib solchen Läden einfach fern; Ihr passt nicht zu einander.
Wie ich schon schrieb: Das tue ich ja. :)
Stagnation schrieb:> Klar gibt es Ausnahmen, die zeit- oder speicherkritisch sind. Aber in> der Regel sind Ram und CPU inzwischen billig genug.
Ohne jetzt zu weit ab zuschweifen, aber ich sehe da noch was anderes.
Das mag zwar sein das RAM und auch CPU inzwischen billig sind. Du
vergisst aber noch weitere Komponenten im Hinblick auf Effizienz.
Nämlich der Akku des Geräts auf dem deine Programme laufen sollen. Für
mich heißt es grob gesagt je weniger bzw. je knackiger und schneller die
Instructions / Operationen sind desto länger hält auch der Akku. Das ist
gerade für Embedded Bereich besonders wichtig.
Deswegen finde ich, es ist nicht verkehrt natürlich neben Lesbarkeit
usw. sich auch auf solche Dinge zu trainieren und die sich angewöhnen.
Aber das ist nur die Meinung eines "Autodidakten" ;)...Also korrigiert
mich bitte wenn ich wenn ich falsch liege.
Wühlhase schrieb:> Percy N. schrieb:>> Du hast offenbar nicht einmal ansatzweise verstanden, worum es geht.>> Doch, ich denke schon daß ich das verstanden habe. Mich interessieren> halt nur nicht die Belange aller anderen Menschen gleich.>> Es ist ja nicht so, daß man Prozesse anders gestalten kann: Anstatt> "Jeder macht einen Anfängertest" zu sagen "Wer keine> Programmiererfahrung glaubhaft belegen kann macht einen Anfängertest"> sollte doch eigentlich kein Problem sein. Oder?> Dann wäre alle genauso gleich behandelt und niemand muß sich ärgern.>
Du glaubst also tatsächlich immer noch, man habe die
Programmierfähigkeiten der Bewerber prüfen wollen?
Das erklärt manches ...
>> Percy N. schrieb:>> Bleib solchen Läden einfach fern; Ihr passt nicht zu einander.>> Wie ich schon schrieb: Das tue ich ja. :)
Besser iss das ...
Ich lehne solche Bewerbungstests mittlerweile grundsätzlich ab. Ich habe
vor einiger Zeit mal einen gemacht, der mehrere Stunden in Anspruch
genommen hat und dann wurde mir eine Woche später mitgeteilt, dass die
Stelle schon besetzt ist. Da ich ein gutes github/linkedin Profil habe,
gab es bisher auch noch nie Probleme außer bei Unternehmen im
Automotivebereich, aber wer willda schon arbeiten?
Percy N. schrieb:> Du glaubst also tatsächlich immer noch, man habe die> Programmierfähigkeiten der Bewerber prüfen wollen?
Ich sags mal so: In einem anderen Forum (reines deutschsprachiges
Programmiererforum, wo nicht so viele Unzufriedene und verkannte
Überflieger wie hier unterwegs sind, allerdings auch ohne
Elektronikbezug) wurde das Problem kürzlich auch diskutiert.
Da ging es weniger um das Niveau solcher Tests als um die Zeit, die
dafür aufgewendet werden sollte. Jemand hatte sich beschwert weil so ein
Test über zwei Stunden dauern sollte.
Dort schreiben öfter mal Leute, die auf der Chefseite des Schreibtisches
sitzen (und die Glaubwürdigkeit der Forenten dort würde ich weitaus
höher als den Durchschnitt hier ansetzen), daß ertaunlich viele Bewerber
erstaunlich unfähig sind. Relativ einfache Probleme, die mit einer
einfachen for-Schleife nicht erschlagen werden können, können nicht
gelöst werden. Trotz gutem oder sogar sehr gutem Hochschulzeugnis sind
viele Bewerber nicht in der Lage, ihr Wissen kreativ auf zwar
unbekannte, aber einfache Probleme anzuwenden.
Von daher finde ich es durchaus plausibel, die Programmierfähigkeiten
der Bewerber prüfen zu wollen.
Da du dich ja besser auszukennen scheinst: Was glaubst du denn, was die
Firma mit solchen Tests erreichen will? Von der
Gleichberechtigungsthese, die du angedeitet hast, bin ich immer noch
nicht so recht überzeugt.
Percy N. schrieb:> Dies sicherlich, damit niemand> hinterher vor dem Arbeitsgericht Ärger macht.
Sicherlich nicht. Im Gegenteil, bei zu viel 'objektiven' Tests muss sich
die Firma am Schluss an die Testergebnisse halten, den "Besten" nehmen
anstatt den geeignesten.
Wühlhase schrieb:>> Da du dich ja besser auszukennen scheinst: Was glaubst du denn, was die> Firma mit solchen Tests erreichen will? Von der> Gleichberechtigungsthese, die du angedeitet hast, bin ich immer noch> nicht so recht überzeugt.
Nun, die ist auch nicht entscheidend, aber ein wichtiger Baustein: wer
hier auf einer Sonderbehandlung besteht, stellt seine Interessen aus
vergleichsweise nichtigem Anlass über die des Unternehmens. Aber das ist
bei Weitem nicht alles:
Das Ansinnen, mal eben einen Trotteltest zu absolvieren, soll Dich in
eine Konfliktsituation bringen.
Und egal, wie Du Dich verhältst, es kann alles zu Deinem Nachteil
ausgelegt werden. Leider weißt Du vorher eher nicht, welche der
möglichen Verhaltensweisen Dich nicht aussortiert.
Es mag zwar sein, dass manche Bewerber in einer Prüfungssituation dem
Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, und sicherlich ist es auch sinnvoll,
insoweit einen kleinen Stresstest einzubauen.
Bei dem hier in Rede stehenden Test im schriftlichen Bewerbungsverfahren
würde ich aber davon ausgehen, dass soft skills geprüft werden sollen;
als Stichworte mögen Eitelkeit oder Loyalität dienen; Dir fällt
sicherlich noch mehr ein, was man mit einer Zumutung abprüfen könnte.
Btw: der Kandidat, der sklavisch alles mitmacht, wird seine Gründe
haben, und auch das könnte ihn disqualifizieren.
Leider weißt Du vorher nicht, wieviel Rückgrat erwünscht ist. Oder zum
Glück ...
@Percy:
Ah...du meinst, das soll eher eine Art Psychotest sein, versteh ich dich
richtig? Ok...das klingt plausibler.
Du hast da schon Recht, man kann in jedes Ergebnis alles mögliche
Schlechte hineininterpretieren.
Umso mehr hast du dann auch Recht, daß ich (und jeder andere mit einem
Hauch Selbstachtung auch) solchen Firmen fernbleiben sollte. Eigentlich
sucht die Firma doch jemanden, der eine Aufgabe zufriedenstellend
erledigt, den potentiellen Bewerber da schon im Vorraus
schlechtzustellen (die Einstellung dazu reicht ja schon) passt mir nicht
dazu.
Percy N. schrieb:> wer> hier auf einer Sonderbehandlung besteht, stellt seine Interessen aus> vergleichsweise nichtigem Anlass über die des Unternehmens.
Eigentlich erwarte ich lediglich ein vernünftiges Miteinander. Aber wenn
schon nichteinmal das gegeben ist...
Sachengibts schrieb:> Man kann nämlich einfach auf mod 15 testen, weil nur dann mod 5 und mod3> erfüllt ist
Mathematisch richtig und clever. Aber ob das maintainer und Compiler
auch so sehen?
Freue mich, eine lebendige Diskussion erzeugt zu haben. (Was in diesem
Forum aber keine Kunst ist)
Percy N. schrieb:> Und egal, wie Du Dich verhältst, es kann alles zu Deinem Nachteil> ausgelegt werden. Leider weißt Du vorher eher nicht, welche der> möglichen Verhaltensweisen Dich nicht aussortiert.
Dein Beitrag ist ziemlich zutreffend. Mir ist natürlich bewusst, dass
ich mich damit unbeliebt mache, wenn ich mich querstelle. Aber es ist
auch so, dass mein Kumpel vor halbem Jahr eine Stelle bekommen hat,
indem er trotz Nachfrage abgelehnt hat, ein Anschreiben zu liefern! Nach
dem Motto: CV habt ihr, den Rest kann man vis-a-vis diskutieren. eine
sehr gut bezahlte Mid-level-position an einem Großkonzern. Nein, ein
Überflieger ist er nicht. Gutes Mittelfeld.
Natürlich kann so was auch bei der Gegenseite eine "Dann leck mich"
auslösen. Das weiß man nicht. Aber zu sagen, "Wer schon so ein Test
nicht macht, ist per se ein Querulant", das ist daneben. Der Bewerber
muss nicht alles mit sich machen lassen, damit er nicht "als schwierig"
gilt.
Sachengibts schrieb:> Renitente Bewerber die nur Ärger machensortiere ich übrigens vorzeitig> aus
Wow, was für ein Alpha-Kerl! Fragst du bei deinen Bewerberinnen auch
nach "fachfremden Fähigkeiten"? Ich meine, wenn die nicht mitmachen,
sind die ja auch schwierig und müssen aussortiert werden ;)
Sachengibts schrieb:> Alle Lösungen waren auboptimal>> Man kann nämlich einfach auf mod 15 testen, weil nur dann mod 5 und mod3> erfüllt ist>> Daran scheitern die meisten.
Deine fachlichen Fähigkeiten lassen aber auch zu wünschen übrig. Ein
Blick in den Assemblercode würde dir verraten, warum. (Falls du schon so
was gesehen hast) Kodieren ist nicht analytische Mathe. Think hardware.
---
Ich habe im Endeffekt der Firma höflich mitgeteilt, dass ich aufgrund
meines aktuellen Workloads den Test leider nicht in einer angemessenen
Zeit absolvieren kann. Nur, ich habe jetzt den britischen Headhunter
noch am Hals, der jeden Tag anruft.
"Process over people" ist da angemessen, wo es z.B. um Zulassungen geht.
Wenn eine Firma aber einem erfahrenen Entwickler trotz beeindruckender
Projekte (nachgewiesen über Github oder eigene Webseite) mit "mimimi muß
aber so" kommt, ist das ein Warnzeichen.
Wenn sie das als Psychotest machen, ist es gleich noch ein Warnzeichen.
Wenn man auf so ein kulturelles Umfeld keine Lust hat, tut man gut
daran, das an der Stelle abzublasen. Sollen die sich halt Bewerber
holen, die darauf stehen. Gibt genug andere Firmen.
Sachengibts schrieb im Beitrag #6272586:
> Mit solchen Tests filtere ich die Mimosen und Snowflakes heraus
Was ne Mimose ist, weiß ich.
Aber was ist ne Schneeflocke?
mfg
Wühlhase schrieb:> Es gibt da noch einen anderen schönen Terminus: Generation Annika.>> Bezugnehmen auf Annika, der Dauerheulsuse aus Pippi Langstrumpf.
Was es nicht alles gibt.
Aber Pippi Langstrumpf war doch eher ne "Systemsprengerin"
als ein Fraktal!
Oder sehe ich das falsch?
"Als einzig Mädel dieser Welt, mach ich nur, was mir gefällt" :-P
mfg
Wühlhase schrieb:> Ja, Pippi war so. Aber nicht Thommy, und Annika schon gar nicht.
War das nicht so gewollt, um in den 50iger Jahren das Frauenbild
zu kolportieren?
Interessant...
Wird da eigendlich die "Ost und Westjugend" über einen Kamm geschehrt?
Meine Ellis, anfang der 80iger geboren, sind bestimmt
keine "Schneeflocken".
Wäre dann zum Beispiel "Leo-M" auch eine?
Fragen über Fragen...
mfg
WerBinIchWohl schrieb:> Macht ihr solche Tests bei Bewerbungen, ist es üblich? Ist es> neumodisch? Bin ich altmodisch?
Es macht absolut Sinn. Es ist sogar gut für dich. Bisher waren allen
Firmen in den ich war, wo solch ein Test ( oder ein vernünftiges Coding
Interview ) nicht gemacht wurde eine Katastrophe. HR-Heinis denken
gerade in Deutschland oft, dass jemand der Informatik studiert hat auch
programmieren kann.
Sei froh, dass die Firma etwas Zeit investiert die Spreu vom Weizen zu
trennen. Es bedeutet für dich auch, dass deine Kollegen keine völlig
unfähigen Inder oder Maschbauer sind
~Mercedes~ . schrieb:> Meine Ellis, anfang der 80iger geboren, sind bestimmt> keine "Schneeflocken".
Kennst du den Unterschied zwischen 'alle' und 'jede/r/s'?
Man kann sehr wohl alle über einen Kamm scheren, nur nicht jeden. ;)
Ich z.B. bin mir recht sicher, ebenfalls keine Schneeflocke zu sein -
obwohl ich genau dieser Generation angehöre.
Setz dich einfach mal in Vorlesungen (vor allem solcher
geisteswissenschaftlicher Studiengänge) rein, dann merkst du schnell was
mit dem Begriff gemeint ist.