Halli Hallo,
ich habe zwei signale aus dem NE555, das eine ist invertiert und das
andere nicht.
Damit schalte ich zwei Leistungstransitoren und zwar abwechselnd.
Sinnvoll bei der Durchführung wäre eine Totzeit, so dass zwischendurch
beide Transitoren sperren.
Wie das in der Theorie geht, dass die ansteigenden Flanken verzögern
sollen ist mir klar, nur wie kann man es in der praxis umsetzen?
Gibt es Hardware-Methoden?
Wäre schön, wenn es mit einem einzelnen NE555 möglich wäre.
Liebe Grüße,
Bettina
Wenn Du programieren kannst, nimm beser nen ATtiny25, da kannst Du
bequem PWM und Totzeit einstellen.
Ich programmiere da immer einen Softstart ein, d.h. die PWM geht nach
dem Einschalten langsam (etwa 1s) auf 50% hoch.
Als Außenbeschaltung brauchst Du nur 2 Pulldown-Widerstände am Gate der
Leistungs-FETs, da wärend Reset die PWM-Ausgänge hochohmig sind.
Und natürlich die 100nF-Pille an VCC nicht vergessen.
Peter
Ich kenn mich mit dem Atmega8 auch aus...aber wie soll ich damit eine
Totzeit programmieren?
Bei der PWM gibt es ja nur zwei Zustände und anschließend wir das signal
ja erst invertiert.
Bettina schrieb:> Ich kenn mich mit dem Atmega8 auch aus...aber wie soll ich damit eine> Totzeit programmieren?
Der ATmega8 kann das nicht, sondern der ATtiny25.
Peter
Bettina schrieb:> Bei der PWM gibt es ja nur zwei Zustände und anschließend wir das signal> ja erst invertiert.
Du könntest zwei Pins nehmen, um die FETs getrennt zu steuern. Dann hat
der µC das voll im Griff. Du mußt nur aufpassen, dass die Sache auch
funktioniert, wenn der µC noch nicht initialisiert ist, d.h. im
Reset-Zustand muß mindestens ein FETs sicher sperren.
Hallo,
jein, Frequenz Ja aber Pulsbreite ist damit festgelegt.
Lade Dir das Originaldatenblatt des IR2153 und schau ob er für Deinen
Zweck geeignet ist.
Gruss Stefan
Hallo Stefan :-)
Der könnte für mich interessant sein...lese ich das richtig, dass man
damit 2 transistoren ansteuern kann, die dann abwechselnd schalten?
brauche ich da nicht mal mehr ein treiber ic für? bei dem schaltbild
kann ich nämlich keins erkennen, nur den vorwiderstand vor dem gate.
gruß, bettina
Der scheint genau für meine Anwendung der richtige zu sein :)
Damit schaltet man offensichtlich zwei Power-FETs abwechselnd :)
Aber wo stell ich da die Frequenz ein und wie dimensionier ich die
Bauteile außer CT und RT?
Ich kann da im Datenblatt nichts zu finden, ich hab es mir aber schon
sehr genau angeschaut.
lg, Bettina
Hall Bettina
hier mal der Link auf das ausführlichere Datenblatt
http://www.irf.com/product-info/datasheets/data/ir2153.pdf
Da kannst Du sehen dass der IR2153 ein Treiber IC ist (SELF-OSCILLATING
HALF-BRIDGE DRIVER) das "selbst oszillieren" kann durch einen quasi
vorgeschalteten NE555.
Die nötige Beschaltung zur Ansteuerung von MOSFETs ist sehr gering.
Beispielapplikationen findest Du im Netz.
Nur der Einsatzbereich ist natürlich ziemlich eingeschränkt:
- nur für relativ hohe Spannungen (Clamp-Diode !!!)
- nur für n-channel MOSFETs (Steuerspannung wird erzeugt !!!
(z.B. IRF830, IRF840)
- auch die Totzeit ist fest, gerade mal so lang dass nicht beide Fets
gleichzeitig schalten
und, und ...
Aber das musst Du jetzt selber machen,
das Ganze war nur ein Hinweis von mir !!!
Gruss Stefan
Hmm, bei Zehner-Diode steht 15,6 Volt. Heißt das, das der Baustein unter
einer Versorgungsspannun von 15,6 Volt nicht funktioniert?
Das wär schlecht :-(
Hallo Bettina,
meine Erfahrungen mit dem IR2153 beschränken sich auf die Reparatur
eines Geräts in dem dieser eingebaut war. Ich hab selber noch nichts
damit aufgebaut und damit auch keine Erfahrung mit den auftretenden
Problemen.
Als ich deine Anfrage las ist mir dieser Baustein wieder eingefallen und
deshalb der Hinweis darauf.
Alles was ich jetzt noch dazu beisteuern könnte hab ich mir selber auch
nur angelesen.
Gruss Stefan
Hallo Stefan,
es geht mir nur darum, ob meine Versorgungsspannung ausreicht. Was
bedeutet V_clamp=15.6 Volt? Dass die Eingangsspannung nicht unter 15,6
Volt betragen darf?
Hallo Bettina,
der IR2153 hat eine Betriebsspannung von 10 bis 15.6V (Datasheet Seite 2
untere Tabelle).
D.h. für Dich, die Spannung musst Du auf diesen Bereich eingrenzen.
Die Spannung für den High side MOSFET darf maximal 600V betragen.
Hast Du einen Schaltplan? Dann könnte man mehr dazu sagen.
avrGerd
Hallo Bettina,
in meiner Schaltung damals war der Vcc Eingang mit einem Widerstand
direkt mit der zu schaltenden Spannung (nur gleichgerichtete 240V
Wechselspannung, nicht geregelt, nicht geglättet) verbunden. Die
Clamp-Diode und aussen ein Kondesator sorgten für die
Versorgungsspannung. Die Versorgungsspannung sollte mindestens so gross
wie die benötigte Gate-Spannung sein (meist >10Volt).
Der Kondensator an Vcc gegen Gnd diente nur einer einfachen Glättung
(kleiner als 1uF).
Wichtig ist noch dass die Diode zwischen Vcc und Vb eine Sperrspannung
höher als die zu schaltende Spannung hat.
Mit dem Kondensator zwischen Vb und Vs wird die Gatespannung Ho erzeugt
und war auch kleiner als 1uF, denn er muss die Spannung nur für eine
Pulslänge halten (bei etwa 40kHz)
Das sind die Daten an die ich mich noch erinnere, aber das wars dann
auch!
Gruss Stefan
Danke für die Hinweise :-)
Ich werd mir die ganze Schaltung nochmal zu Gemüte führen und dann mal
testen...das IC kostet ja auch nur 2,50 €
Die beiden Transitoren die ich oszillierend schalten möchte, haben 200V,
also im Bereich der Grenzen.
Was mir noch nicht klar ist, ist folgendes:
Angenommen ich baue die Typical Application auf der Titelseite auf, wo
kommt mein Schaltkreis dann hin?
Ich möchte das kapazitive Verhalten von Kondensatoren untersuchen und
zum Zwecke dessen mit Hilfe des einen Transistors den Kondensator
aufladen lassen (Also die Spannungsquelle zuschalten) und mit dem
anderen Transistor soll der Kondensator wieder entladen werden. Das
Grundprinzip sieht also folgendermaßen aus (Im Anhang).
Hallo Bettina,
für Deinen Zweck passt der IC wie die Faust aufs Auge. Deine Anwendung
entsprich fast zu 100% der typischen Anwendung.
Du hast die 2 Power-Mosfets und Kondensator und (statt der Spule) einen
Ladewiderstand.
Eigentlich wollte ich Dich noch auf verschieden Massnahmen hinweisen wie
Kondensatoren an den verschiedenen Signalpfaden und... , aber die wären
in deiner Schaltung alle kontraproduktiv weils sie den
Lade-/Entladevorgangvorgang beeinflussen würden den Du beobachten
willst.
Nur eine Sache noch: Du musst den eingebauten NE555 (mit Rt, Ct) nicht
unbedingt benutzen sondern kannst an Ct auch eine Rechteckspannung von
einem Signalgenerator einspeissen. Damit sind deinen Versuchen auch
bezgl. des Tastverhältnisses hier keine Grenzen gesetzt.
Gruss Stefan
Hey Stefan :-)
Das klingt ja sehr gut :-)
Das mit dem variablen Tastverhältnis ist gar nicht mehr wichtig, nur die
Frequenz ist für mich wichtig, und die kann ich ja mit dem Widerstand RT
einstellen.
Ich bau dann sozusagen die Schaltung vom Typical Applications ab und
ersetze die Spule durch den Entladewiderstand...An den beiden Klemmen
der Mosfets lege ich dann die Spannung, mit der ich die
C-R-Prüfschaltung speisen will (1-16V) Das müsste es schon fast gewesen
sein oder? Versorgungsspannung lege ich 12Volt an, das wär kein Problem.
Da ich den IR2153D habe kann ich mir sogar die Diode sparen...
Kann ich das so realisieren?
Ergebnisse meiner Messungsschaltung werde ich posten :-)
Liebe Grüße,
Bettina