Ein Mikrocontroller, der per Interrupt von einem Piezo-Spannungs-Impuls
geweckt wird, kann ich mir als recht problemlos vorstellen.
Aber wie sieht sowas "klassisch" aus? Mit dem Piezo an einen FET, der
einen NE555 einschaltet, der sich selbst und besagte LED hält?
Sonntaholic schrieb:> LED Puls mit Piezo auslösen (ohne Leistung)?
Wenn Du eine Glimmlampe statt einer LED nimmst, geht das ganz ohne
Zusatzelektronik.
Gruss
Harald
> Mit dem Piezo an einen FET, der einen NE555 einschaltet,> der sich selbst und besagte LED hält
Wo soll der Strom für den NE555 herkommen ?
Nicht vielleicht doch die LED direkt an den Piezo ?
Und dann eben die Leistung beider aneinander anpassen.
Oh entschuldigt bitte: die LEDs soll aus Batterien gespeist werden (2..3
Alkali-Zellen), und ein paar Sekunden leuchten, nachdem der Piezo
aktiviert wurde (Schwelle am Besten einstellbar, aber das sollte ein
Poti und optional Filter wohl schaffen). Es geht mir hauptsächlich
darum, dass die Schaltung 99.9% im Schlafzustand ist und dabei keine
Energie verschwenden soll.
Das ganze könnte ich zwar mit einem Mikrocontroller lösen (µA sleep
mode), aber ich wollte "analogelektronisch" etwas mehr erfahren.
Sonntaholic schrieb:> Oh entschuldigt bitte: die LEDs soll aus Batterien gespeist werden (2..3> Alkali-Zellen), und ein paar Sekunden leuchten, nachdem der Piezo> aktiviert wurde (Schwelle am Besten einstellbar, aber das sollte ein> Poti und optional Filter wohl schaffen). Es geht mir hauptsächlich> darum, dass die Schaltung 99.9% im Schlafzustand ist und dabei keine> Energie verschwenden soll.
Und warum dann einen Piezo und keinen Taster ?
Oder meinst du Piezomikrophon ?
Ich meine eine Piezo-Scheibe, die eigentlich als Schallerzeuger gedacht
ist. Sie kann aber auch als "Generator" genutzt werden.
Warum sollte ich einen Taster einsetzen, wenn ich einen Piezo nutzen
möchte?
Sonntaholic schrieb:> Warum sollte ich einen Taster einsetzen, wenn ich einen Piezo nutzen> möchte?Kopfklatsch
Warum sollte ich zum Lochbuddeln eine Schaufel nehmen, wenn ich ein
Blatt Papier dafür nehmen möchte.
--> Ganz einfach: Weil jeder normale Mensch sich für entsprechende
Aufgaben das passende Werkzeug aussucht. Darum gehen wir aufrecht,
fliegen in´s All und sind nicht in dem Stadium einer Amöbe stehen
geblieben...
Piezoscheiben können Spannungen im mV-Bereich (mikrofon) aber auch im
kV-Bereich (Feuerzeugzündung)erzeugen.
welche Spannung bringt denn das Piezoelement, das Dir vorschwebt bzw.
welcher Vorgang soll denn erkannt werden?
Peter R. schrieb:> welche Spannung bringt denn das Piezoelement
Ich werd's heute abend mal messen. Aber dass die Spannung im
schlechtesten Fall > TTL ist, ist doch klar, also muss sie begrenzt
werden. Sagen wir, sie kann nicht größer als 5 V werden (Zener)? Und
dann?
Sonntaholic schrieb:> Das ganze könnte ich zwar mit einem Mikrocontroller lösen (µA sleep> mode), aber ich wollte "analogelektronisch" etwas mehr erfahren.
In seinem tiefen Inneren ist ein µC auch analogelektronisch. Also nur
keine Scheu vor einer µC-Lösung.
Der 555 Timer erwartet eine negative Flanke an seinem Trigger und er
müsste von der Batterie getrennt werden, und sich für die Dauer des
Pulses selbst halten. Der Impuls vom Piezo müsste denselben "Schalter
betätigen", und der Rest der Schaltung schnell genug sein.
Äff Äff bedeutet Flip-Flop!
Eventuell kann ein CMOS-Flip-Flop etwas mit dem Puls anfangen, musst Du
mal nachmessen. Eventuell haut Dir den Puls auch das Teil aus der
Fassung - Hochspannung.
Dahinter eine einstellbare, monostabile Kippschaltung, die Dir die
Erleuchtung (Zeit) bringt und die Eingangslogik zurücksetzt.
Sonntaholic schrieb:> Warum sollte ich einen Taster einsetzen, wenn ich einen Piezo nutzen> möchte?
Weil du offensichtlich nicht weisst, wie du einen Piezo einsetzen
müsstest, weil du gar nicht weisst, wie er funktioniert,
aber ein Taster quasi selbsterklärend ist.
Sonntaholic schrieb:>> FF>> Verstehe ich nicht. Folgende? Firefox? Fast forward?
Flip-Flop
Puls am SET führt zur permanenten Zustandsänderung des Ausganges, bis
durch eine separat zu beschreibende Logig der Reset erfolgt.
Piezo, Diode, R+C am Mosfet Gate.
LED an Bat+, Mosfet Drain an LED-Kathode.
Piezo lädt über Diode RC, Mosfet leitet bis C durch R entladen.
Man kann auch beliebig einfache Probleme beliebig kompliziert lösen.
Ich kenne hier jemanden der Dir dazu einen STM32 empfehlen würde.
In der Elektor gab es mal eine Alarmanlage damit, ein Piezo mit ein paar
dicken Muttern als Vibrationsgewicht, danach kam ein I/U Wandler o.ä.,
reinanaloge Elektronik mit OPV, der hat auch gleich die
Impulsformung/verlängerung gemacht...raus kam TTL inkl LED "Blitz".
Klaus.
Sonntaholic schrieb:> Mit knoelkes Vorschlag schaffe ich aber keine nennenswerten Zeiten, "ein> paar Sekunden" sind in diesem Fall 5..20
Nennenswerte Zeiten...
Da kommt das erste mal von Dir überhaupt so etwas wie eine Zeitangabe
und dann bleibst Du im Stadium 'nennenswert' stehen.
Traurig irgendwie.
Nun gut irgendwas zischen 20Sek. und unendlich ist also die Zeit die
gesucht wird.
Wenn der Piezo groß genug ist, Du mit einem Hammer draufhaust und das
Gate direkt anschließt kommen wir in den Zeitbereich unendlich, weil der
Mosfet dann niemals wieder sperrt.
Nein, sag es uns nicht.
Lass uns weiter raten, welcher Piezo, welcher Druck, welcher
Energieinhalt, welche Zeiten etc. pp.
Mich langweilt das jetzt genug mich anderen Themen zuzuwenden.