Hallo Forum,
ich möchte an einer, z.B, 9V Spannungsquelle, einen 12V Akku laden. Ich
würde auch gerne Spulen umgehen. Ich bin auf folgende, sagen wir mal,
Grundschaltung gekommen. Meine Idee ist an den Wiederständen R7 und R5
ein Gegensinniges Rechtecksignal anzulegen, damit die Kondensatoren C1
und C2 abwechselnd zu Laden, und dann eine Spannung von 14 V zu
erhalten. Der LM 741 soll als Komparator die Spannung konstant halten,
d.h. wenn die Spannung 14 V erreicht schaltet der Komparator den
Frequenzgenerator ab. Könnte die Schaltung funktionieren?
anfänger0815 schrieb:> Ich würde auch gerne Spulen umgehen.
Warum denn einfach wenns auch kopmpliziert geht. Warum denkst du macht
die ganze Welt es mit Spulen?
Ohne mir deine Schaltung jetzt genau angesehen zu haben.
Dir ist klar, daß Q3 nicht sicher sperrt wenn an R5 nur ein 5V
Rechtecksignal ankommt, oder?
anfänger0815 schrieb:> Ich> würde auch gerne Spulen umgehen.
Aber nicht wenn Leistung gefragt ist wie beim Akku laden. Wenn du einen
Kondensator ueber einen Widerstand laedst geht die haelfte der Energie
in den Widerstand. Deshalb macht man solche Ladungspumpen nur fuer
kleine Stroeme.
anfänger0815 schrieb:> Könnte die Schaltung funktionieren?
Sieht nicht so aus, da die D1 wohl nie leitend wird.
Im Übrigen ist das Verzichten auf Induktivitäten keine besonders gute
Idee, denn mit Kondensatoren allein bekommst du bei Belastung
zwangsläufig Verluste.
Kapazitive Spannungswandler funktionieren wirklich gut nur praktisch im
Leerlauf, z.B. als Hochspannungsversorgungen für Photomultiplier.
Udo Schmitt schrieb:> Dir ist klar, daß Q3 nicht sicher sperrt wenn an R5 nur ein 5V> Rechtecksignal ankommt, oder?
Und Q2 braucht zum Durchschalten eine Spannung die entsprechend
positiver ist als die 9V.
Siehe High Side Ansteuerung einer N-kanal Mosfet Vollbrücke.
>Könnte die Schaltung funktionieren?
Diese Art von Schaltungen erzeugen ganz erhebliche Schaltstörungen.
Gegen die brauchst du dann wieder Spulen...
Mal vorausgesetzt, daß die gesamte Idee nicht Murks ist, würde ich einen
DC/DC-Wandler nehmen. Die gibt es heute in den unterschiedlichsten
Ausführungen.
Ja, die Diode ist falsch herum gepolt.
Außerdem wird der Ladestrom nur durch den Innenwiderstand der 9V
Spannungsquelle begrenzt.
a) Falls es um eine kleine 9V Block-Batterie geht: Die begrenzt den
Strom ausreichend, jedoch hast du dann viel Abwärme und einen schlechten
Wirkungsgrad.
b) Falls es um ein 9V Netzteil geht: Es wird kaputt gehen, wenn es dafür
nicht ausdrücklich ausgelegt ist.
c) Falls es sich um eine Solarzelle handelt: Könnte klappen.
anfänger0815 schrieb:> Könnte die Schaltung funktionieren?
Nein.
Auch ein 7808 an 9V funktioniert nicht,.
und ein 741 an 8V passt auch nicht,
dein "Verdoppler" würde selbst bei korrekter
Ansteuerung nicht verdoppeln.
zudem fehlt alles mögliche "Oszillator,
Ansteuerung von Q2, Q3, Q4", und die
verbundenen Gates von Q2 und Q3 gehen eh in die Hose.
Deine Schaltung ist völliger Unsinn.
Wenn du aus 9V einen 12V Akku bis 14V aufladen willst,
dann wäre der MC34063 oder ein anderer auf 14V eingestellter
step up Schaltregler mit Strombegrenzung die richtig Wahl,
und weniger Bauteile die effektiver arbeiten wären es auch noch.
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.24
anfänger0815 schrieb:> an den Wiederständen
So. Dort also...
> Könnte die Schaltung funktionieren?
Nein, weil nämlich die Hälfte der Zeit der Q2 und der Q3 leiten, und
deshalb die Spannung am +Pol vom C2 auch 9V sein wird. Also kommt dort
am +Pol vom C2 bestenfalls eine Spannung heraus, die ständig zwischen 9V
und 18V hin und her hüpft. Genau das wäre aber die Spannung, die du gern
verwenden würdest...
Klaus Ra. schrieb:> Diese Schaltung kann das: NE555 als Spannungsverdoppler
O-Ton von dort:
Diese Schaltung eignet sich nicht dazu, um eine nachfolgende Schaltung
mit Strom zu versorgen.
Lothar Miller schrieb:> Klaus Ra. schrieb:>> Diese Schaltung kann das: NE555 als Spannungsverdoppler> O-Ton von dort:> Diese Schaltung eignet sich nicht dazu, um eine nachfolgende Schaltung> mit Strom zu versorgen.
Das ist nicht ganz richtig, sogar falsch.
Es handelt sich um das selbige Prinzip der sonstigen Spannungsverdoppler
- ICs, wie Typ 7660.
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lmc7660.pdf
Was natürlich zu beachten ist, man kann nicht mehr Strom erwarten als
ein 555er liefern kann. Man setzt auch bei erhöhten Anforderungen besser
einen CMOS wie den TLC555 ein und ebenso als Ladekondensatoren Kerkos
ein.
Ich sehe gerade, Reichelt bietet einen ICL 7660 für 0,55€ an. Einen
TLC555 für 0,32€. Früher war der Unterschied beträchtlich höher, so dass
die 555er Lösung für den Bastler wirtschaftlich war.
Ich wollte diese Lösung nur als weitere Möglichkeit aufzeigen. Ich
selber würde aber in jedem Fall hier einen MC34063 einsetzen.
mfg klaus
Klaus Ra. schrieb:>> Diese Schaltung eignet sich nicht dazu, um eine nachfolgende Schaltung>> mit Strom zu versorgen.> Das ist nicht ganz richtig, sogar falsch.
Das ist mir schon klar, aber vermutlich wollte er mit dieser Bemerkung
einfach einen Riegel vorschieben, weil laufend einer kam und seine
Boombox damit betreiben wollte...
anfänger0815 schrieb:> Ich werde mich dann trotzdem nach einer Schaltung umtun, die mit einer> Spule aufgebaut ist.
Achtung: das ist nicht einfach "eine Schaltung, die mit einer Spule
aufgebaut ist", sondern das ist ein richtiger Schaltregler. Und
Schaltregler haben ihre Designanforderungen und brauchen das richtige
Layout. Mach dich dazu wenigstens grundlegend schlau (es gibt dicke
Bücher zum Thema!), sonst kommt Käse raus...
schau Dich auf der Webseite von Lothar um.
Da finden sich genug Hinweise zum Layout von Schaltreglern.
@Lothar,
hättest ihm doch mal einen Link zu Dir spendieren können :-))
Lothar Miller schrieb:> Stephan schrieb:>> @Lothar, hättest ihm doch mal einen Link zu Dir spendieren können :-))> Das sieht manchem zu sehr nach Traffic-Hascherei aus... ;-)
Würde ich auch gerne mal sehen.
mfg klaus
Stephan schrieb:> na geht doch mit der Hascherei :-)))
Das war aber mal echt voll umständlich... ;-)
@ anfänger0815
Du machst einen Step-Up und denkst evtl.: "das ist ja ein Buck-Regler,
geht mich nichts an!" aber die drei dort angeführten Stromkreise gibt es
auch bein Boost Wandler. Nur ist dort der Ladekreis
Cin-Spule-Schaltregler-Cin, der Freilaufkreis
Spule-Diode-Cout-Cin-Spule, und es wird dort beim Recovery-Kreis nicht
der Eingangskondensator kurzgeschlossen, sondern der
Ausgangskondensator.
Ich muss das mal für einen solchen Stepup auch aufzeichnen. Ich habe
zwar schon einige gebaut, die sind aber so klein und doppelseitig, da
sieht man im Layout nichts mehr (der Regler für meinen LED-Stern selber
ist gerade mal 6x8mm incl. Verpolschutz)...
Lothar Miller schrieb:> Klaus Ra. schrieb:>> Würde ich auch gerne mal sehen.> Was? Meinen Traffic? Oder nur die HP?
Die HP. Ist ganz ordentlich, muss man nicht verstecken.
mfg klaus
Ein ausführliches Video (in Englisch) zu dem Thema kapazitive
Spannungsverdopplung für Mikrocontroller von Dave Jones (EEVBlog):
http://www.youtube.com/watch?v=I4ED_8cuVTU
www.cyclopaedia.de/wiki/Aufwaertswandler
29.04.2012 - Im September - Heft 199o wurde von Elektor neben der
Vorstellung alter Kaskadentypen als Neuheit die "Gisper-Kaskade" .