Problem mit Einschaltverzögerung mit NE555

OP #4159289
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Hallo,

ich habe eine Einschaltverzögerung mit NE555 gebaut, doch leider 
funktioniert sie nicht und ich weiß nicht woran es liegt.
Die Schaltung macht nun folgendes: Sobald die 12V am NE555 anliegen, 
liegt am Ausgang 3 eine Spannung an, welche nach einer kurzen Zeit nicht 
mehr anliegt. Das NE555 gibt also nur einen Impuls am Ausgang raus, 
dessen länge man mit dem Poti einstellen kann.

Welcher Fehler liegt vor? Wie bekomme ich die Einschaltverzögerung hin?

Danke

Gruß
Horst
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#4159323
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Horst Riedemann schrieb:
> Hallo,
>
> ich habe eine Einschaltverzögerung mit NE555 gebaut, doch leider
> funktioniert sie nicht und ich weiß nicht woran es liegt.

So ganz versteh ich diesen Einwand nicht.
Ich würde sagen, das was du an Verhalten beschreibst, ist genau das, was 
man mit dieser Beschaltung erwarten würde.

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0206115.htm
"Innenschaltung des NE555
1
Wird am Trigger-Anschluss (2) eine Spannung angeschlossen, die kleiner
2
ist als 1/3 der Betriebsspannung, dann geht der Ausgang des
3
Komparators 2 auf "1". Das RS-Flip-Flop wird gesetzt. Der Ausgang des
4
NE555 (3) geht auf "1".
5
Wird am Schwelleneingang (6) eine Spannung angeschlossen, die größer
6
ist, als 2/3 der Betriebsspannung, dann geht der Ausgang des
7
Komparators 1 auf "1". Das RS-Flip-Flop wird zurückgesetzt.
8
Der Ausgang des NE555 geht auf "0".

du hast da einen Kondensator, der bei Anlegen der Versorgungsspannung 
leer ist. Die SPannung an seinem Vcc-Ende ist 0. 0 ist kleiner als 1/3 
der Betriebsspannung -> Ausgang vom 555 geht auf 1.
Über den/die Widerstände wird der Kondensator geladen. Die Spannung an 
seinem Vcc Ende steigt (langsam). Irgendwann ist die Spannung größer als 
2/3 der Betriebsspannug -> Ausgang vom 555 geht auf 0.

Das sieht für mich alles sehr stimmig aus.

> Welcher Fehler liegt vor? Wie bekomme ich die Einschaltverzögerung hin?


Indem du gedanklich mal deinen Ausgang in der Bedeutung umdrehst?
Solange der Ausgang auf 1 ist, darf die angehängte Schaltung NICHT mit 
Spannung versorgt werden. D.h. die 1 am Ausgang sagt dir, dass du die 
Versorgung unterdrücken musst. Oder anders ausgedrückt: mit dieser 1 am 
Ausgang schaltest du einen Schalter aus, der deine weitere Schaltung mit 
Spannung versorgt.
Wie dieser Schalter auszusehen hat, hängt von deiner weiteren Schaltung 
und deren Stromverbrauch ab.

Alternativ könnte man sicherlich auch mit einem Pullup und dem Discharge 
Ausgang etwas anfangen, der (wie das Schaltbild zeigt), dann immer den 
gegenteiligen Pegel wie der Ausgang hat. Je nach Stromaufnahme der 
weiteren Schaltung könnte man den Discharge Transistor auch als Low-Side 
Schalter für die weitere Schaltung benutzen.
#4159374
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Horst Riedemann schrieb:
> Welcher Fehler liegt vor? Wie bekomme ich die Einschaltverzögerung hin?

Momentan hast du beschrieben, was die Schaltung macht, und das dies 
nicht deiner Erwartung entspricht.

Es wäre hilfreich, du würdest auch beschreiben, was die Schaltung deiner 
Erwartung nach eigentlich Ausgeben soll.

Soll die Ausgangs-Spannung genau umgekehrt sein? Also am Anfang low, und 
nach einiger Zeit dauerhaft high?

Um was für ein Schütz handelt es sich denn dabei (Spannung, 
Stromaufnahme)?


Karl Heinz schrieb:
> Alternativ könnte man sicherlich auch mit einem Pullup und dem Discharge
> Ausgang etwas anfangen, der (wie das Schaltbild zeigt), dann immer den
> gegenteiligen Pegel wie der Ausgang hat.

Dem ist leider nicht so. Discharge schaltet nach GND durch, wenn der 
Ausgang low ist.
OP #4159426
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Also nochmal zu der gewünschten Funktion: Der Ausgang soll nach der 
Ansteuerung vom NE555 noch ca. 5s  das Low-Level besitzen und dann auf 
das High-Level umschalten, das soll solange anstehen, bis das NE555 
nicht mehr mit Spannung versorgt wird. Also so wie eine 
Einschaltverzögerung.

Das anzusteuernde Schütz hat folgende Daten: 12V=/60mA
#4159433
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Aha.
Und als Vorlage hast du dir die hier gewählt
http://hamburg-highend.de/Einschaltverz.oe.gerung.htm
und dabei komplett übersehen, dass hier das Relais nach Vcc (also den 
+12V) verschaltet ist und daher genau dann anzieht, wenn der Ausgang auf 
0 abfällt.

Statt dessen kannst du natürlich mit einem Transistor noch eine 
Invertierung an den Ausgang nachschalten, so wie das zb hier
Beitrag "Einschaltverzögerung mit NE555 - Fehler"
gemacht wurde.
#4159461
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Horst Riedemann schrieb:
> Ich habe mir das hier angeschaut:
> http://www.atx-netzteil.de/relais_ein_ausschaltverzoegerungen.htm#Blatt%202
>
> Zu der Schaltung mit dem Relais nach VCC: Kann ich also das Schütz nun
> mit dem einen Kontakt an Anschluss 3 und mit dem anderen Kontakt an +
> anschließen?

Könnte man so machen, da dein "Schütz" wohl eher ein Relais ist, und der 
NE555 bis zu 200mA am Ausgang verträgt.
Du musst aber unbedingt eine Freilaufdiode parallel zum Relais verbauen.
Anode an Pin 3, Kathode an VCC (+), also genau wie bei dem Link von Karl 
Heinz gezeigt:
http://hamburg-highend.de/Einschaltverz.oe.gerung.htm
OP #4159469
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Super danke erstmal, das werde ich gleich morgen ausprobieren!

Jetzt ist nur die Frage, wie ich eine ca. 5s lange Einschaltverzögerung 
hinbekomme, also wie ich die Zeit verlängere. Wenn ich das richtig 
verstehe, muss ich die Kapaziät des Kondensators erhöhen, was sollte man 
da nehmen?
Gast #4159521
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Hier ist eine simple Timeralternative.08/15 Standardschaltung....
Hatte die Schaltung mal fuer 4s ausgelegt.Meine Originalschaltung hatte 
nur Leds anzusteuern.
Du wirst zwar auf deinen 555 bestehen,was auch ok ist,aber sich andere 
Schaltungstechniken anzusehen kann ja nicht schaden ;-)
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