Hallo.
Mich interessiert folgendes:
Eine Glühbirne alter Bauart (mit Wolframwendel) hat eine
Leistungsaufnahme von 40W, so der Aufdruck.
Wenn die Glühbirne in der Lampe strahlt, welche Leistung wird dann in
Form der abgestrahlten (sichtbaren) EM-Wellen (Licht) abgegeben?
Beträgt die Strahlungsleistung auch etwa 40W?
Gruß
Wirkungsgrad einer Glühlampe ist in etwa 5%, somit sind 95% Wärme. Merkt
man daran, dass man sich die Pfoten verbrennt, wenn man sie im Betrieb
berührt :-P
Hallo,
> ErklärMirDieWelt schrieb:> Mich interessiert folgendes:> Eine Glühbirne alter Bauart (mit Wolframwendel) hat eine> Leistungsaufnahme von 40W, so der Aufdruck.> Wenn die Glühbirne in der Lampe strahlt, welche Leistung wird dann in> Form der abgestrahlten (sichtbaren) EM-Wellen (Licht) abgegeben?> Beträgt die Strahlungsleistung auch etwa 40W?
Nicht ganz.
Ein Teil wird auch per Konvektion an die Umbebungsluft abgegeben.
Das ist aber vergleichsweise wenig. Ein noch kleinerer Teil geht per
Wärmeleitung an die Fassung und das angeschlossne Kabel.
Der größte Teil wird tatsächlich als Strahlung abgegeben, nur liegt das
meiste im unsichtbaren IR-Bereich und ein kleines bisschen auch im UV.
Die Glühwendel verhält sich annähernd wie ein schwarzer Strahler:
Die Physik dahinter kannst du hier nachlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan-Boltzmann-Gesetzhttps://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_K%C3%B6rperhttps://de.wikipedia.org/wiki/Plancksches_Strahlungsgesetzhttps://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChlampe#Lichtausbeute
Gruß Öletronika
Hallo,
> tja schrieb:> Wirkungsgrad einer Glühlampe ist in etwa 5%, somit sind 95% Wärme. Merkt> man daran, dass man sich die Pfoten verbrennt, wenn man sie im Betrieb> berührt :-P
die Logik ist bestechend. Ich geben dir aber mal zum Nachdenken:
Wenn man eine Glühlampe einschaltet, hat die Glühwendel innerhalb von
Bruchteilen einer Sekunde die volle Temp. von ca. 2800°C un die
Leistungsaufnahme ist Stabil . Trotzdem ist die Glühlampe außen immer
noch kalt.
Gruß Öletronika
ErklärMirDieWelt schrieb:> Vielen Dank,>> wie groß würdest Du die Strahlungsenergie in dem sichtbaren Licht der> Glühbirne schätzen? Unter einem Watt oder mehr?>> Gruß
5% von ... Z.B. 40W, also 2W
(das ist, was 5% Wirkungsgrad sagen will)
U. M. schrieb:> Trotzdem ist die Glühlampe außen immer> noch kalt.
Und schaltet man die Glühbirne aus, ist der Glühwendel innerhalb
Bruchteilen von Sekunden abgekühlt - Und trotzdem verbrennt man sich
danach immer noch die Finger...
https://de.wikipedia.org/wiki/Ulbricht-Kugel
Im Zusammenhang mit Lichtquellen-Messungen wird oft die Ulbricht-Kugel
erwähnt. Damit wird die Richtungsabhängigkeit der Lichtquelle
ausgeglichen.
U. M. schrieb:>> tja schrieb:>> Wirkungsgrad einer Glühlampe ist in etwa 5%, somit sind 95% Wärme. Merkt>> man daran, dass man sich die Pfoten verbrennt, wenn man sie im Betrieb>> berührt :-P> die Logik ist bestechend. Ich geben dir aber mal zum Nachdenken:> Wenn man eine Glühlampe einschaltet, hat die Glühwendel innerhalb von> Bruchteilen einer Sekunde die volle Temp. von ca. 2800°C un die> Leistungsaufnahme ist Stabil . Trotzdem ist die Glühlampe außen immer> noch kalt.
Deswegen betrachtet man Einschaltvorgänge auch gesondert ;-).
5% stimmen was soll mit den anderen 95% nicht stimmen? Klar ist das am
Ende Wärme wo auch immer im Raum ..
U. M. schrieb:> Ein Teil wird auch per Konvektion an die Umbebungsluft abgegeben.> Das ist aber vergleichsweise wenig. Ein noch kleinerer Teil geht per> Wärmeleitung an die Fassung und das angeschlossne Kabel.>> Der größte Teil wird tatsächlich als Strahlung abgegeben, nur liegt das> meiste im unsichtbaren IR-Bereich und ein kleines bisschen auch im UV.
Gut erklärt. Und wie kommt es, dass jegliche Leuchtmittel mit besserem
Spektrum tendenziell einen schlechteren Wirkungsgrad haben?
Liegt es an der Messmethodik, oder tatsächlich daran, dass die
Fluorophore nicht so effizient sind?
Das Licht wird von den Möbeln und Wänden nach mehreren Refexionen
absorbiert und damit wird die gesamte Energie zu Wärme.
Die Währmestrahlung einer Glühlampe macht meinen Platz im Sessel erst so
richtig gemütlich.
Lars R. schrieb:> Und wie kommt es, dass jegliche Leuchtmittel mit besserem> Spektrum tendenziell einen schlechteren Wirkungsgrad haben?
Das liegt an den Leuchtmitteln. Tendenziell muss man sich jedes erstmal
einzeln angucken und ergründen, woran es bei dem liegt. Danach kann man
auf Tendenzen verallgemeinern.
> Liegt es an der Messmethodik, oder tatsächlich daran, dass die> Fluorophore nicht so effizient sind?
Wenn es an der Messmethodik läge, wäre es die falsche Messmethodik. Es
geht um das Vergleichen der Lichtquellen.
Wolfgang schrieb:> Es> geht um das Vergleichen der Lichtquellen.
Mit oder ohne Leuchte? Die Lampenschirme schirmen die Lichtquelle oft
sehr effektiv ab.
Schnuck schrieb:> Durch die entstehende Wärme spart man allerdings im Winter Heizenergie> ein, da die Heizung dann weniger zu tun bekommt.
1m^3 Gas oder 1l Öl haben grob 10kWh. 1l Öl kosten gerade ca. 60ct.
Dafür bekomme ich gerade mal etwas über 2kWh an Strom. Lohnt sich ja
voll, mit Glühbirnen zu heizen...
Georg A. schrieb:> Lohnt sich ja> voll, mit Glühbirnen zu heizen...
Es ist die Währmestrahlung, die an den benötigten Ort gebracht wird, und
dort ein angenehmes Klima schafft. Die Rotlichtlampe wird zur gezielten
Erwährmung auch medizinisch eingesetzt.
Die Glübirne hat wesentliche Vorteile, da nicht der gesamte Raum so hoch
aufgeheizt werden muss.
Hallo,
> Lars R. schrieb:> Gut erklärt. Und wie kommt es, dass jegliche Leuchtmittel mit besserem> Spektrum tendenziell einen schlechteren Wirkungsgrad haben?
Was ist den ein "besseres Spektrum"?
> Liegt es an der Messmethodik, oder tatsächlich daran, dass die> Fluorophore nicht so effizient sind?
Viele Lichtquellen nutzen gar keine Fluorophore.
Gruß Öletronika
Hallo,
U. M. schrieb:>> Lars R. schrieb:>> Gut erklärt. Und wie kommt es, dass jegliche Leuchtmittel mit besserem>> Spektrum tendenziell einen schlechteren Wirkungsgrad haben?> Was ist den ein "besseres Spektrum"?
Eines mit weniger Lücken. Ich beobachte den tendenziell schlechteren
Wirkungsgrad insbesondere ab ca. 5000K. Beim Vergleich zweier
Leuchtmittel der selben Technologie und mit der gleichen Farbtemperatur
hat dann das Leuchtmittel mit dem besseren Spektrum den schlechteren
Wirkungsgrad.
Unabhängig von der Farbtemperatur hat gerade die Glühlampe mit ihrem
schlechten Wirkungsgrad ein kontinuierliches Spektrum.
Grüße,
Lars
Lars R. schrieb:> Unabhängig von der Farbtemperatur hat gerade die Glühlampe mit ihrem> schlechten Wirkungsgrad ein kontinuierliches Spektrum.
Das liegt natürlich daran, dass der Prozess, der ein breitbandiges
Spektrum liefert, nicht gerade dort eine scharfe Kante hat und abbricht,
wo (zufällig) das menschliche Auge bzw. die Bewertungsfunktion die
Grenze zieht. Damit wird auch EM-Strahlung in einem Spektralbereich
erzeugt, der außerhalb liegt und den berechneten Wirkungsgrad drückt.
Rechteckige Bandpassfunktionen erfordern gewöhnlich einen größeren
Aufwand. Mit einer blauen LED und ein bisschen Fluorophor ist das nicht
getan. Mit dem Aufwand steigt der Preis und sinkt die Verbreitung.
Lutz H. schrieb:> Die Glübirne hat wesentliche Vorteile, da nicht der gesamte Raum so hoch> aufgeheizt werden muss.
Ah, ein Glühfetischist. Ich finde einen Holzofen als IR-Spender auch
super, wollte jetzt aber nicht so 2000-3000W an Scheinwerfern
installieren, um das warme Gefühl zu bekommen. Mit normaler
Zimmerbeleuchtung (100W Glühobst) gibts ausser in einer Besenkammer nix
ausser unnützem Stromverbrauch.
Wolfgang schrieb:> Lars R. schrieb:>> Unabhängig von der Farbtemperatur hat gerade die Glühlampe mit ihrem>> schlechten Wirkungsgrad ein kontinuierliches Spektrum.>> Das liegt natürlich daran, dass der Prozess, der ein breitbandiges> Spektrum liefert, nicht gerade dort eine scharfe Kante hat und abbricht,> wo (zufällig) das menschliche Auge bzw. die Bewertungsfunktion die> Grenze zieht.
Danke, dies ist mindestens ein Grund. Darauf hätte ich selbst kommen
müssen. Gleiches gilt für die andere Seite des Spektrums hinsichtlich
UV-A.
Lars R. schrieb:> Gleiches gilt für die andere Seite des Spektrums hinsichtlich> UV-A.
Bedingt.
Das Anregungslicht muss i.A. kurzwelliger sein, als dass was raus kommt.
Bei einer "weißen" LED (blaue LED + Fluorphor) kann z.B. nichts
rauskommen, was kurzwelliger als die blaue LED ist (Ausnahme z.B.
KDP-Kristalle in Lasern).
Lars R. schrieb:> U. M. schrieb:>> Ein Teil wird auch per Konvektion an die Umbebungsluft abgegeben.>> Das ist aber vergleichsweise wenig. Ein noch kleinerer Teil geht per>> Wärmeleitung an die Fassung und das angeschlossne Kabel.>>>> Der größte Teil wird tatsächlich als Strahlung abgegeben, nur liegt das>> meiste im unsichtbaren IR-Bereich und ein kleines bisschen auch im UV.>> Gut erklärt. Und wie kommt es, dass jegliche Leuchtmittel mit besserem> Spektrum tendenziell einen schlechteren Wirkungsgrad haben?>> Liegt es an der Messmethodik, oder tatsächlich daran, dass die> Fluorophore nicht so effizient sind?
An der Empfindlichkeit des menschlichen Auges, die beim Tagsehen bei
555nm (1W = 683lm) ihr Maximum hat. Links und rechts davon nimmt die
Empfindlichkeit ab. Für eine gute Farbwiedergabe braucht man aber viel
Tiefrot und auch einiges an Tiefblau, die beide nur noch schwach vom
menschlichen Auge wahrgenommen werden.
Dazu kommen bei LEDs Konversionsverluste hinzu. Je größer die Differenz
der Pumpwellenlänge zur neuen ausgestrahlten Wellenlänge ist, desto
schlechter ist die Quantenausbeute, d.h. es werden weniger Photonen auch
tatsächlich in rotes und tiefrotes Licht umgewandelt. So strahlen auch
zum Beispiel warmweiße LEDs immer weniger Photonen (wichtig für
Pflanzenbeleuchtung) als kaltweiße LEDs selber Generation ab. Nimmt man
die Strahlungsleistung hinzu, fällt dieser Unterschied noch größer
zwischen kaltweißen und warmweißen bzw. LEDs mit sehr guter
Farbwiedergabe aus, da die abgestrahlte Leistung ja umgekehrt
proportional zur Wellenlänge ist. Das kann man in jedem Datenblatt von
LEDs sehr deutlich nachvollziehen.
Danke. Somit ist der Effizienzwahn ein Teufelskreislauf für Personen mit
Bedürfnis nach "ordentlichem" Licht.
Ich sitze zu Hause bei Reptilienbeleuchtung (passive Beleuchtung). Diese
bietet aktuell das beste Preisleistungsverhältnis.
Die Beleuchtung in anderen Gebäuden (Firmen, Kaufhallen, Öffentliche
Gebäude) wird zunehmend unerträglich...
Hallo,
> Lars R. schrieb:>> Was ist den ein "besseres Spektrum"?> Eines mit weniger Lücken.
Das ist eine subjektive Betrachtungsweise, die allerlei esoterischen
Interpretationen Raum läßt.
Ich sage mal, dass z.B. auch eine Glühlampe kein gutes Spektrum hat,
weil die nicht weiß (6000K)strahlt, sondern eher gelb. Es fehlt an
Anteilen zum blauen Bereich hin.
> Ich beobachte den tendenziell schlechteren> Wirkungsgrad insbesondere ab ca. 5000K.
Aber was soll überhaupt die Angabe der Farbtemperatur? Das bringt doch
nur was, wenn man Sonnenlicht als Vergleich festlegen will.
Und die Farbtemp. hat auch nix mit der Kontinuität des Spektrum zu tun.
Natriumdampflampen haben einen sehr guten Wirkungsgrad, aber dafür eine
Farbtemp. anzugeben, macht wenig Sinn.
Mit RGB-LED kann man jede Farbtemp. einstellen. Weiße LED haben ein
recht kontinierliches Spektrum und einen sehr hochen Wirkunggrad.
Mit monochromatischen Lasern kann man auch weißes Licht machen und dabei
extrem hohe Wirkungsgrade erzielen.
Weiße LED, die auf Basis von blauen LED mit Farbkonverter haben einen
höheren Wirkunggrad, wenn die Farbtemp. höher liegt.
Ist ja auch klar, denn der Umwandlungsprozess schluckt umso mehr
Energie, je niedriger die Frequenz ist.
> Beim Vergleich zweier Leuchtmittel der selben Technologie und mit> der gleichen Farbtemperatur hat dann das Leuchtmittel mit dem> besseren Spektrum den schlechteren Wirkungsgrad.
Welche Technologien willst du denn vergleichen? Schon rein von der
Wirkungsweise sind die so unterschiedlich, dass eine solche
Pauschalaussage wenig Sinn macht.
Beim thermischen Strahler ist es umgekehrt. Je höher näher die Farbtemp.
an 6000K kommt, desto besser der Wirkungsgrad. Allerdings kann der
Wirkungsgrad grundsätzlich nicht sehr hoch werden, weil das sichtbare
Spektrum so schmal ist, im Vergleich zum emittierten Gesamtsprektrum.
> Unabhängig von der Farbtemperatur hat gerade die Glühlampe mit ihrem> schlechten Wirkungsgrad ein kontinuierliches Spektrum.
Kein Wunder, ist es doch ein thermischer Strahler. Aber die Kontinuität
im Spektrum ist doch nicht allein seelig machend.
Nur einige Leute, die einen nostalgischen Hang zu Kerzenlicht haben
definieren Glühlampenlicht zum Nonplusultra. Dabei ist das Licht von
themischen Strahlern weit unter 6000K nicht per Def. gut.
Gruß Öletronika
U. M. schrieb:> Kein Wunder, ist es doch ein thermischer Strahler. Aber die Kontinuität> im Spektrum ist doch nicht allein seelig machend.
Doch!
Und das Auge ist subjektiv. Es passt sich an.
Glühlampen gibt es auch bis in den UV-Bereich hinein.
Frag mal Fotografen, Designer oder Künstler. Die brauchen
kontinuierliches Licht.
Bei Leuchtstoffröhren gibt es sehr gute für Tageslicht-Ersatz.
Die haben aber sehr stolze Preise.
Wie es bei LED ist weiß ich jetzt nicht.
Sicher gibt es da auch Anbieter.
Hallo
@U. M. (oeletronika):
Lass uns als Bewertungsmaßstab zunächst auf den CRI schauen, wobei der
auch nicht alles abbildet. Dh, nichts unter CRI 96.
Natürlich dient das terrestrische Sonnenlicht als Referenz.
Farbtemperatur: 6000-7000K.
Technologie: egal. Es sollte möglichst wenig Kosten und nicht blind
machen.
Im Moment gebe ich mich damit zufrieden:
http://www.exo-terra.com/de/products/natural_light.php
Es dürfte gern besser sein, aber die Kombination von Farbtemperatur,
Farbwiedergabe und Preis ist unschlagbar.
Vor der Bettruhe dürfen es auch mir <4000K sein, tagsüber >6000k.
An LEDs stört mich bisher:
. Aufwand für flächige Beleuchtung
. Hohe Kosten und geringe Lichtausbeute im Vergleich zu Leuchtstoff
Beispiel für LEDs: "yujiintl" (ungetestet):
https://www.yujiintl.com/high-cri-led-lighting
Die CRI97-LEDs strahlen violett und bieten 65-85 lm/W.
U. M. schrieb:> Aber die Kontinuität im Spektrum ist doch nicht allein seelig machend.
Solange man das Licht nur zum Lesen einen schwarz-weiß gedruckten Buches
benötigt, hast du natürlich Recht. Aber sobald es um farbig
reflektierende Gegenstände geht, bist du für echte Farben auf ein
kontinulierliches Spektrum angewiesen, zumindest wenn der Farbeindruck
unter Kunstlicht der gleiche sein soll, wie unter natürlicher
Beleuchtung (Sonne).
Beispiel: Ein schmalbandig gelb reflektierender Gegenstand sieht dunkel
aus, wenn du ihn mit gelbem Licht beleuchtest, dass aus rotem und grünem
Licht additiv zusammen gemischt ist. Wenn du den selben Gegenstand mit
spektral reinem Gelblicht (selber Farbort im CIE-Farbdiagramm)
beleuchtest, sieht er hell aus.
Manche Terrarienbewohner brauchen den UV-Anteil. Und zwar nicht zu
knapp. Sollte man beachten!
Mir haben sie mal eine Schildkröte gebracht, deren Panzer total weich
war. Naja, sie war nicht mehr zu retten. Das kommt halt davon, wenn man
Exoten wegen der Exotik käuft ohne Empathie und von Natur aus eh blöde
im Kopf ist.
Bzgl. der Wichtigkeit eines möglichst vollen Spektrums stimme ich zu.
Jedoch, 3000K tagsüber möchte ich auch nicht (mehr).
Abdul K. schrieb:> Manche Terrarienbewohner brauchen den UV-Anteil. Und zwar nicht zu> knapp. Sollte man beachten!
Es geht hier um Raumbeleuchtung.
Hier mal eine Übersicht.
http://www.hereinspaziert.de/colors.htm
Ist auch nicht die letzte Wissenschaft.
Tageslicht liegt da so bei 5000-5500K.
Man sollte sich da die Vollspektrumlichtfarben anschauen.
Lars R. schrieb:> An LEDs stört mich bisher:> . Hohe Kosten und geringe Lichtausbeute im Vergleich zu Leuchtstoff
Von welcher LED genau sprichst du denn? Denn gegen moderne LEDs sehen
LSR noch nicht einmal entfernt Land, und das schon seit Jahren. Das
Beste was bei LSR geht, sind etwa 30% Wirkungsgrad. Moderne LEDs bieten
aber locker das Doppelte. Bei Kompakt-LSR liegt man aber eher im Bereich
von 15-20% Wirkungsgrad. Dazu kommt nicht selten die Eigenabschattung
infolge voluminöser Röhren dazu, die Licht schluckt.
Wobei man dazu natürlich sagen muss, dass viele fertige LED-LM auf dem
Markt nicht die aktuelle Technik haben und nicht so gute Wirkungsgrade
aufweisen. Dazu kommt noch die meistens schlechte Wärmeableitung, die
oft der Auslegung auf herkömmliche Sockel geschuldet ist. Das reduziert
einerseits den Wirkungsgrad, andererseits die Lebensdauer.
U. M. schrieb:>> Ich sage mal, dass z.B. auch eine Glühlampe kein gutes Spektrum hat,> weil die nicht weiß (6000K)strahlt, sondern eher gelb. Es fehlt an> Anteilen zum blauen Bereich hin.
Der Farbwiedergabeindex ist ja so definiert, dass er bei der Glühlampe
einen schwarzen Strahler mit 2700K als Vergleichswert festlegt und so
erreichen Glühlampen ja auch per Definition eine Farbwiedergabe von 100.
Und genau das ist ja die Schwäche dieser Definition.
Wie du sagst, ist der Blaubereich viel zu schwach ausgeprägt und es
kommt zu Farbverfälschungen. Bestenfalls leuchtet eine blaue Farbe nur
schwächer. Wenn aber der Farbstoff bis in den grünen Bereich
reflektiert, dann wird der stärker vorhandene Grünanteil dementsprechend
reflektiert und aus einem satten Blau wird dann eher ein Türkis oder so.
E. S. schrieb:> Der Farbwiedergabeindex ist ja so definiert, dass er bei der Glühlampe> einen schwarzen Strahler mit 2700K als Vergleichswert festlegt
Hast du Zugang zu den Normen, oder wo stammt der Wert her?
Die CIE A Normlichtart ist ein schwarzer Strahler mit 2856K, so sagt es
zumindest Wikipedia. Normlichtart C bzw. D65, ebenfalls schwarze
Strahler, liegen bei 6774 bzw. 6504K.
Der CRI wird aus der mittleren Farbortabweichnungen bei den ersten 8
Testfarben nach DIN 6169 bestimmt, d.h. ein hoher CRI für eine Lampe
garantiert noch keine einwandfreie Farbwiedergabe und bedeutet nicht
unbedingt direkte Vergleichbarkeit, weil die Mittelwertbildung Ausreißer
nicht ausschließt.
Schnuck schrieb:> Durch die entstehende Wärme spart man allerdings im Winter Heizenergie> ein, da die Heizung dann weniger zu tun bekommt.
Man ersetzt also billige Heizenergie aus Primärträgern durch die teuerst
möglich Heizenergie, und nimmt dabei in Kauf, dass man die größte Zeit
des Jahres im besten Fall umsonst heizt, und im schlechtesten Fall dann
heizt, wann man es kühl haben will.
Ein dämliches Argument für die Glühbirne.
Wenn du mit Strom heizen willst, tu das gezielt. Ein einzelner
Heizlüfter ersetzt 50 Stück 40W-Birnen, und braucht weniger als die
Hälfte des Stromes dafür.
Warum die Hälfte? Weil man den Heizlüfter nur in der Heizperiode
einschalten wird, die ist im Höchsfall das halbe Jahr.
E. S. schrieb:> Lars R. schrieb:>>> An LEDs stört mich bisher:>> . Hohe Kosten und geringe Lichtausbeute im Vergleich zu Leuchtstoff>> Von welcher LED genau sprichst du denn?
wenigstens ein hoher CRI und 6500K.
> Denn gegen moderne LEDs sehen> LSR noch nicht einmal entfernt Land, und das schon seit Jahren. Das> Beste was bei LSR geht, sind etwa 30% Wirkungsgrad.
Nenne mir bitte eine mit CRI>97 und 6500K und den Preis dazu.
Wolfgang schrieb:> E. S. schrieb:>> Der Farbwiedergabeindex ist ja so definiert, dass er bei der Glühlampe>> einen schwarzen Strahler mit 2700K als Vergleichswert festlegt>> Hast du Zugang zu den Normen, oder wo stammt der Wert her?
Du hast recht und ich hatte den Wert leicht falsch im Kopf gehabt.
Lars R. schrieb:> E. S. schrieb:>> Lars R. schrieb:>>>>> An LEDs stört mich bisher:>>> . Hohe Kosten und geringe Lichtausbeute im Vergleich zu Leuchtstoff>>>> Von welcher LED genau sprichst du denn?>> wenigstens ein hoher CRI und 6500K.>>> Denn gegen moderne LEDs sehen>> LSR noch nicht einmal entfernt Land, und das schon seit Jahren. Das>> Beste was bei LSR geht, sind etwa 30% Wirkungsgrad.>> Nenne mir bitte eine mit CRI>97 und 6500K und den Preis dazu.
Eine mit 6500K UND CRI>97 habe ich tatsächlich nicht auf der Stelle
parat, ließe sich aber als Leuchte durch Kombination einer kaltweißen
mit hohem CRI mit monochromatischen herstellen, welche die Lücke im
hellblauen Bereich auffüllen.
Was die Kaltweiße angeht: Zum Beispiel Nichia NFCWJ108B-V1 5000K und
93er CRI und 139lm/W bei 25°C COB-Platinentemperatur. Ist natürlich bei
normaler Raumtemperatur nicht ganz leicht zu schaffen, aber selbst bei
50°C Platinentemperatur hat man noch 95% des Lichtstromes und das ist
bei einer anständig konstruierten Leuchte locker zu schaffen.
Habe die NSBWL066A zusammen mit einer Cree XP-E2 475nm und einer Osram
Oslon 505nm auf 700mA in einer Schreibtischlampe die ich auch ab und zu
als Fotolampe verwende. Die Farbtemperatur liegt etwa bei 5500K.
Zumindest kann man im Sommer Mittag praktisch keinen Unterschied zum
Sonnenlicht feststellen.
Anhang: Oben Sonnenspektrum unten die beschriebene Lampe. Man erkennt,
dass der violette Teil sehr schwach ist oder gar um 400nm rum fehlt,
daher ist das Spektrum dort früher abgeschnitten. Auch der tiefrote
Bereich ist etwas schwächer ausgeprägt. Der Hellblaue und türkise
Bereich ist aber aufgefüllt. Ich hätte mir natürlich noch die Mühe
machen können violette LEDs mit 420-420nm und solche mit 680nm
hinzuzufügen, aber das war mir den Aufwand nicht mehr wert, weil diese
auch kaum noch vom Auge wahrgenommen werden aber trotzdem Abwärme
liefern.
U. M. schrieb:> Mit monochromatischen Lasern kann man auch weißes Licht machen und dabei> extrem hohe Wirkungsgrade erzielen.
??
Laser hoher Leistungen haben eigentlich nie gute Wirkungsgrade.
Monochromatische Laser sind per definitionem nicht weiß.
E. S. schrieb:> Anhang: Oben Sonnenspektrum unten die beschriebene Lampe. Man erkennt,> dass der violette Teil sehr schwach ist oder gar um 400nm rum fehlt,> daher ist das Spektrum dort früher abgeschnitten.
An so einem bunten Bildchen erkennt man quantitativ relativ wenig. Wie
wäre es mit einem anständigen Graphen, in dem jeweils die spektrale
Leistungsdichte o.ä. gegen die Wellenlänge dargestellt ist - oder direkt
der Quotient aus Lampen- und Schwarzkörperspektrum?
E. S. schrieb:> Lars R. schrieb:> Eine mit 6500K UND CRI>97 habe ich tatsächlich nicht auf der Stelle> parat, ließe sich aber als Leuchte durch Kombination einer kaltweißen> mit hohem CRI mit monochromatischen herstellen, welche die Lücke im> hellblauen Bereich auffüllen.
Habe schon einen Bastelansatz gemacht (hoher CRI + veränderbare
Farbtemperatur). Letztlich abgebrochen aufgrund von Aufwand sowie
mangelndem Interesse von anderer Seite.
> Was die Kaltweiße angeht: Zum Beispiel Nichia NFCWJ108B-V1 5000K und> 93er CRI und 139lm/W bei 25°C COB-Platinentemperatur. Ist natürlich bei> normaler Raumtemperatur nicht ganz leicht zu schaffen, aber selbst bei> 50°C Platinentemperatur hat man noch 95% des Lichtstromes und das ist> bei einer anständig konstruierten Leuchte locker zu schaffen.
Und hast Du wenigstens dafür "anständig konstruierten Leuchte" ein
Beispiel?
> Anhang: Oben Sonnenspektrum unten die beschriebene Lampe. Man erkennt,> dass der violette Teil sehr schwach ist oder gar um 400nm rum fehlt,> daher ist das Spektrum dort früher abgeschnitten. Auch der tiefrote> Bereich ist etwas schwächer ausgeprägt.
beides schlecht.
> Der Hellblaue und türkise> Bereich ist aber aufgefüllt.
Das ist schon mal gut.
> Ich hätte mir natürlich noch die Mühe> machen können violette LEDs mit 420-420nm und solche mit 680nm> hinzuzufügen, aber das war mir den Aufwand nicht mehr wert, weil diese> auch kaum noch vom Auge wahrgenommen werden
Wenn es darum ginge, was das Auge direkt von der Leuchtquelle wahr
nimmt, so könntest Du auch gleich bei den 3 Farben rot, grün, blau
bleiben.
> Die Farbtemperatur liegt etwa bei 5500K.> Zumindest kann man im Sommer Mittag praktisch keinen Unterschied zum> Sonnenlicht feststellen.
6500k sieht heute bei mir tagsüber recht "gelb" aus, gestern auch.
(ok, gelb ist zu viel gesagt)
Grüße,
Lars
Wolfgang schrieb:> E. S. schrieb:>> Anhang: Oben Sonnenspektrum unten die beschriebene Lampe. Man erkennt,>> dass der violette Teil sehr schwach ist oder gar um 400nm rum fehlt,>> daher ist das Spektrum dort früher abgeschnitten.>> An so einem bunten Bildchen erkennt man quantitativ relativ wenig. Wie> wäre es mit einem anständigen Graphen, in dem jeweils die spektrale> Leistungsdichte o.ä. gegen die Wellenlänge dargestellt ist - oder direkt> der Quotient aus Lampen- und Schwarzkörperspektrum?
Oder mindestens mehrere Aufnahmen mit verschiedener Belichtungsdauer.
Das Ergebnis des Bildsensors ist nicht linear, insbesondere am Ende der
gesamten digitalen Verarbeitungskette
Wolfgang schrieb:> E. S. schrieb:>> Anhang: Oben Sonnenspektrum unten die beschriebene Lampe. Man erkennt,>> dass der violette Teil sehr schwach ist oder gar um 400nm rum fehlt,>> daher ist das Spektrum dort früher abgeschnitten.>> An so einem bunten Bildchen erkennt man quantitativ relativ wenig. Wie> wäre es mit einem anständigen Graphen, in dem jeweils die spektrale> Leistungsdichte o.ä. gegen die Wellenlänge dargestellt ist - oder direkt> der Quotient aus Lampen- und Schwarzkörperspektrum?
Ist mir schon klar. Einen Spektrometer habe ich gerade nicht,das
Zusammenrechnen der einzelnen Spektren mit Berücksichtigung der
jeweiligen Strahlungsleistungen (Datenblätter) kann ich bei Interesse
später nachlegen.
Georg A. schrieb:> um das warme Gefühl zu bekommen.
Ich lege immer meine DVD mit Kaminfeuer in den Player. Das ergibt
auch ein warmes Gefühl, ohne viel Strom zu verbrauchen.
Lars R. schrieb:> Wenn es darum ginge, was das Auge direkt von der Leuchtquelle wahr> nimmt, so könntest Du auch gleich bei den 3 Farben rot, grün, blau> bleiben.
Manchmal will man Licht aber auch dazu verwenden, um irgendwelche
Gegenstände zu erhellen/beleuchten. Dann nützen einem die 3 Farben R/G/B
überhaupt nichts, sofern man auf Farbtreue Wert legt.
Was treibt dich nach 43 Beträgen zu einer Äußerung, die überhaupt nichts
mit der Diskussion zu tun hat?
Wolfgang schrieb:> Was treibt dich nach 43 Beträgen zu einer Äußerung, die überhaupt nichts> mit der Diskussion zu tun hat?
Das:
E. S. schrieb:> Ich hätte mir natürlich noch die Mühe> machen können violette LEDs mit 420-420nm und solche mit 680nm> hinzuzufügen, aber das war mir den Aufwand nicht mehr wert, weil diese> auch kaum noch vom Auge wahrgenommen werden aber trotzdem Abwärme> liefern.
Lars R. schrieb:> Wolfgang schrieb:>> Was treibt dich nach 43 Beträgen zu einer Äußerung, die überhaupt nichts>> mit der Diskussion zu tun hat?>> Das:>> E. S. schrieb:>> Ich hätte mir natürlich noch die Mühe>> machen können violette LEDs mit 420-420nm und solche mit 680nm>> hinzuzufügen, aber das war mir den Aufwand nicht mehr wert, weil diese>> auch kaum noch vom Auge wahrgenommen werden aber trotzdem Abwärme>> liefern.
Das ist aber noch kein Grund so zu übertreiben mit deinem
Extrembeispiel, was nichts zur Sache tut.
Ich sprach klar davon, dass es um eine gute Farbwiedergabe geht, und
nicht einfach nur darum einen weißen Farbeindruck für das Auge zu
erzeugen.
Und eine sehr gute Farbwiedergabe ist schon mit nur sehr schwach
ausgeprägten Bereichen von 400-430nm und 670-700nm möglich. Wellenlängen
die schon an der Grenze des Wahrnehmbaren sind, können logischerweise
auch nur wenig zu Verbesserung der Farbwahrnehmung beitragen. Das
I-Tüpfelchen sozusagen. Der klitzekleine Rest an besserer Farbwiedergabe
steht nicht unbedingt in einem guten Verhältnis zum Aufwand, wenn man
versuchen würde diese Bereiche auch noch aufzufüllen.
Ob man sich diesen Aufwand antun will muss jeder für sich selbst
entscheiden, wobei das schon wie bei Audiothemen Richtung Esoterik geht.
@E. S.:
Das kommt eben darauf an, welchen Anspruch man hat und was man bereits
gewohnt ist. Von welchem CRI reden wir denn?
PS: Auf meinem Taschenrechner habe ich violett-blaue Tasten. Manche
Pflegeprodukte kommen in violetten Verpackungen, usw.
Das sieht selbst mit CRI>97 und reichlich Violett-Anteil alles anders
aus als bei Sonnenlicht.
Man kann sich gerade mit überbelichteten Kamera-Aufnahmen des Spektrums
seine Beleuchtung auch schön denken.
Beim Aufwand stimme ich Dir 100% zu. Ich hab's ja selbst auch sein
lassen, bzw. diesbezüglich bisher weniger selbst produziert als Du.
...allein eine ordentliche Mischung verschiedener Leuchtquellen, u.a.
mittels diffuser Streuung kostet Effizienz.
Hallo,
> Sven B. schrieb:> U. M. schrieb:>> Mit monochromatischen Lasern kann man auch weißes Licht machen und dabei>> extrem hohe Wirkungsgrade erzielen.> ??> Laser hoher Leistungen haben eigentlich nie gute Wirkungsgrade.
Aber Laserdioden können sehr hohe Wirkungsgrade erreichen.
> Monochromatische Laser sind per definitionem nicht weiß.
Ja ne, man braucht schon mehrere Farben zum Mischen.
Lars R. schrieb:> @E. S.:>> Das kommt eben darauf an, welchen Anspruch man hat und was man bereits> gewohnt ist. Von welchem CRI reden wir denn?>> PS: Auf meinem Taschenrechner habe ich violett-blaue Tasten. Manche> Pflegeprodukte kommen in violetten Verpackungen, usw.>> Das sieht selbst mit CRI>97 und reichlich Violett-Anteil alles anders> aus als bei Sonnenlicht.>>> Man kann sich gerade mit überbelichteten Kamera-Aufnahmen des Spektrums> seine Beleuchtung auch schön denken.>>> Beim Aufwand stimme ich Dir 100% zu. Ich hab's ja selbst auch sein> lassen, bzw. diesbezüglich bisher weniger selbst produziert als Du.> ...allein eine ordentliche Mischung verschiedener Leuchtquellen, u.a.> mittels diffuser Streuung kostet Effizienz.
Gut, in machen Fällen kann der kleine Unterschied dennoch sichtbar sein
und bei deinem Beispiel ist das auch direkt nachvollziehbar.
Dass die Aufnahmen mit dem Spektroskop keine quantitative Analyse
ermöglichen ist wie gesagt klar. Dienen nur der Veranschaulichung.
Lars R. schrieb:> Und hast Du wenigstens dafür "anständig konstruierten Leuchte" ein> Beispiel?
Ein pauschales Beispiel ist kaum möglich, da es ja vom Wärmestrom bzw.
der Leistungsdichte abhängt. Grundsätzlich ist aber ein Alugehäuse,
ideal ist hier AlMgSi0,5 wegen der Kombination aus mechanischen Werten
bei Gleichzeitiger Wärmeleitfähigkeit von ~200W/mK, sinnvoll. Das
Gehäuse sollte dabei natürlich wärmeleitend mit den LEDs verbunden sein,
damit es als Ganzes als Kühlkörper wirken kann. Man kann hier zum
Beispiel als Gehäuse Alu-Vierkantrohre nehmen, oder bei Lichtleisten
Alu-Profile etc.
Bei größeren Leistungsdichten kommt man um Zwangskonvektion nicht herum,
entweder mit CPU-Kühlern oder Selbstbaulösungen. Lüfter kann man in
Grenzen auch langsam und unhörbar laufen lassen bzw. gleich leise
Versionen kaufen. Schon ein kleiner Luftstrom erhöht die Kühlleistung
gegenüber natürlicher Konvektion enorm.
Anhang: Beispiel für ein unfertiges Gehäuse eines Strahlers.
70x70x25x2,5mm AlMgSi,05-Vierkantrohr eloxiert mit einem Steg aus
40x66x5mm AlMgSi0,5 wo die LED platziert wurde. Der Übergang vom Steg
zum Gehäuse wird mit Wärmeleitkleber verklebt, wobei es hier wichtig
ist, dass der Spalt so klein wie möglich ist, damit diese
Wärmeleitkleberschicht so dünn wie möglich wird. Das ist jetzt nur ein
Beispiel, wobei ein vollständiger massiver Boden natürlich noch besser
wäre für die Wärmeübertragung auf die Außenwände.
@ E. S.:
Den Gedanken mit dem Vierkant hatte ich auch. Das macht sich wirklich
gut.
> Lars R. schrieb:>>> Und hast Du wenigstens dafür "anständig konstruierten Leuchte" ein>> Beispiel?>> Ein pauschales Beispiel ist kaum möglich, da es ja vom Wärmestrom bzw.> der Leistungsdichte abhängt.
Nun. Die Rede war von Leuchtmitteln mit hohem CRI. Ich schrieb:
>> An LEDs stört mich bisher:>> . Hohe Kosten und geringe Lichtausbeute im Vergleich zu Leuchtstoff
Du schriebst:
> Von welcher LED genau sprichst du denn? Denn gegen moderne LEDs sehen> LSR noch nicht einmal entfernt Land, und das schon seit Jahren. Das> Beste was bei LSR geht, sind etwa 30% Wirkungsgrad. Moderne LEDs bieten> aber locker das Doppelte. Bei Kompakt-LSR liegt man aber eher im Bereich> von 15-20% Wirkungsgrad. Dazu kommt nicht selten die Eigenabschattung> infolge voluminöser Röhren dazu, die Licht schluckt.
Darauf hin habe ich Dich nach einem einzigen Beispiel für 6500K gefragt
-> negativ. Stattdessen erwähntest Du eine 5000K-LED, mit der eine
"anständig konstruierten Leuchte" möglich sei.
Daraufhin habe ich gefragt, ob Du denn dafür EIN Beispiel nennen kannst.
Darauf hin antwortest Du mit Deiner Selbstbaulösung. Für den Selbstbau
hast Du meinen aufrichtigen Respekt. Aber hier sind noch nicht einmal
die Verluste des Netzteils dabei.
Von Deiner Aussage "Von welcher LED genau sprichst du denn? Denn gegen
moderne LEDs sehen LSR noch nicht einmal entfernt Land, und das schon
seit Jahren" bleibt nichts übrig. Ich will einfach nur ein Leuchtmittel
kaufen.
Edit zu:
"Dass die Aufnahmen mit dem Spektroskop keine quantitative Analyse
ermöglichen ist wie gesagt klar. Dienen nur der Veranschaulichung."
Das ist durchaus ansatzweise möglich, wie ich schon schrieb. Nämlich mit
verschiedenen Belichtungsdauern. Einmal von der Sonne und einmal von der
Lampe (verschiedene Belichtungsreihen für Sonne und Lampe). Nur eine
einzige, überbelichtete Aufnahme taugt nicht.
Lars R. schrieb:> Danke. Somit ist der Effizienzwahn ein Teufelskreislauf für> Personen mit> Bedürfnis nach "ordentlichem" Licht.> Ich sitze zu Hause bei Reptilienbeleuchtung (passive Beleuchtung). Diese> bietet aktuell das beste Preisleistungsverhältnis.>> Die Beleuchtung in anderen Gebäuden (Firmen, Kaufhallen, Öffentliche> Gebäude) wird zunehmend unerträglich...
Du sprichst mir so was von aus dem Herzen: Überall nur dieses
Dreckslicht!
Wenn ich die Bild lesen will, in der Back-Factory, muß ich die starke
Brille aufsetzen, damit ich überhaupt, und dann mir Mühe, den Text
leisen kann. Da brauche ich zwei Dioptrin mehr als zu Hause, wo meine
Leuchten nur mit alten Glühfadenlampen bestückt sind.
Sogar in der Bibliothek, an den Leseplätzen, dieser Sparwahn!
Die Buchstaben flimmern vor meinen Augen. Ich fühle mich unwohl.
Makuladegeneration...das wird noch für viele böse enden.
Ich denke mit Grausen an die Zukunft, wenn meine Bestände an alten
Glühlampen aufgebraucht sind. Wo bekomme ich dann neue Lampen her?
Diese Gängelei ist unerträglich.
Schon der Namensgebung ist unglaublich albern:
"Liebling, das Licht geht nicht. Geh' doch bitte mal in den Keller und
hole ein neuen Leuchtmittel."
juergen schrieb:> Lars R. schrieb:> Sogar in der Bibliothek, an den Leseplätzen, dieser Sparwahn!> Die Buchstaben flimmern vor meinen Augen.
Ach ja, stimmt, das hat auch zugenommen. Das hat jedoch nicht mit
derFarbtemperatur, dem Spektrum oder LED-Technik an sich zu tun, sondern
mit der PWM-Modulation mit zu niedriger Frequenz bei der Ansteuerung der
LEDs. Eventuell ist das PWM-Modul auch irgendwie kaputt... "Ordentliche"
LED-Leuchten haben das nicht.
Bei manchen Leuchten ist der "Stroboskopeffekt" beobachtbar. Bei anderen
Leuchten kommen mir sogar statisch die Tränen...
...andere Anwesende sehen das meist nicht...ich kann das in diesen
Momenten immer kaum glauben...
Die maximale Grenzfrequenz des Auges soll individuell sehr
unterschiedlich sein. Und hängt auch sehr von der momentanen Helligkeit
ab.
Ja, ist ein Graus, wenn man bedenkt wie wenig Beleuchtung am
Gesamtverbrauch ausmacht. Wenn dann erst die E-Autos kommen, geht das
vermutlich im Rauschen unter. Das sind halt immer so Hypes und
Buzzwörter, die die Gesellschaft durcheinander bringen. Umso weniger
Fachwissen, umso schlimmer wird es dann.
Echte Glühbirnen kann man noch lange kaufen. Notfalls als deklarierte
Speziallampe.
Lars R. schrieb:> juergen schrieb:>> Lars R. schrieb:>>> Sogar in der Bibliothek, an den Leseplätzen, dieser Sparwahn!>> Die Buchstaben flimmern vor meinen Augen.>> Ach ja, stimmt, das hat auch zugenommen. Das hat jedoch nicht mit> derFarbtemperatur, dem Spektrum oder LED-Technik an sich zu tun, sondern> mit der PWM-Modulation mit zu niedriger Frequenz bei der Ansteuerung der> LEDs. Eventuell ist das PWM-Modul auch irgendwie kaputt... "Ordentliche"> LED-Leuchten haben das nicht.>> Bei manchen Leuchten ist der "Stroboskopeffekt" beobachtbar. Bei anderen> Leuchten kommen mir sogar statisch die Tränen...> ...andere Anwesende sehen das meist nicht...ich kann das in diesen> Momenten immer kaum glauben...
Nein! Andere sehen das nicht so, oder wollen das nicht so sehen. Mir ist
das unverständlich. Aber sie werden umdenken, spätestens im Alter, wenn
die Augen schwächer werden...woll'n wir einfach mal abwarten.
Es ist eine Begeisterung, was da in Sachen "Energie sparen um jeden
Preis" abläuft, wobei häufig der Sinn für Größenordnungen verloren geht.
Zwölf Parteien sind bei mir im Wohnblock. Ich bin der Einzige, der den
Wäscheboden nutzt. Die Anderen trocknen ihre Wäsche durchweg im
Wäschetrockner und haben, was ich so mitgekriegt habe, reichlich
Sparlampen in den Zimmern. Der Wäschetrockner läuft stundenlang nebenher
mit 3000W. Da stört sich keiner dran, aber man holt sich Sondermüll in
die Wohnung, um (vermeindlich) einige Cents einzusparen.
Bei mir brennen 60 und 100W Glühlampen einzeln und Lichtleisten mit
6x40W und ich habe übers Jahr nur 1000kWh Stromverbrauch, meine Nachbarn
das doppelte und mehr. Da kann ich nur staunen!
Dabei spare ich nicht groß an Licht. Ich achte nur darauf, daß das Licht
nicht auch in den anderen Räumen brennt, in denen ich mich nicht
aufhalte.
Abdul K. schrieb:
umso schlimmer wird es dann.
>> Echte Glühbirnen kann man noch lange kaufen. Notfalls als deklarierte> Speziallampe.
Dann bin ich ja beruhigt...notfalls zu Apothekerpreisen.
Damit sind unsere Führungskräfte auch zufrieden, das Ziel ist ja
erreicht.
Meiner Meinung nach ist neben dem Hype um neue Technologien der
Designtrend (mit LEDs mehr Formmöglichkeiten und Lichteffekte) und vor
allem die Notwendigkeit zur Schaffung neuer Profitcenter der großen
Hersteller der Grund für LED. Mit einer Wolfram-Lampe irgendwo in
Serbien produziert, kommt Osram eben nicht mehr weit. Zu wenig Marge.