[Verhandlungssache]DDR_Elektronik_Klingel

OP #7148671
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Hier eine DDR Selbstbau Elektronik Klingel.
Hauptsächlich geht es um den UB 880
und E-Prom 2716

Ist was für Liebhaber der DDR Bastelei.
Funktion ist nicht getestet.
Ist ein Bodenfund aus meiner Hütte.;-))

5 Euro + Versand

Anfragen per PN mit Mailadr.

MfG
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OP #7148846
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Falk B. schrieb im Beitrag #7148724:
> Ist das Kunst oder kann das weg?

Das war damals Kunst, es zu malen.
Es kann weg, aber es ist DDR Elektronik Geschichte.
Manche Sammeln noch diese Art von Kunst, diese Person sollte mir einen 
Vorschlag machen.;-)))
Findet auch bei mir vorläufig ein neues Zu hause.
MfG
alterknacker
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Beitrag #7148938 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7148976 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7149013 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7149470 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7149502
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Wie oft diese Leiterplatte vom Funkamateur ich glaube, Heft 4 von 1986 
wohl gebaut wurde :-)))
Obwohl ich ein paar 2716 hatte, hütete ich die und verbaute lieber statt 
dessen U555 (2708). Die brauchten zwar 3 Spannungen, aber ich hatte da 
einen eigenen Leiterplattenentwurf mit einem Sack voller Dioden und 
Elkos. Die Rohspannung der +5V  kam aus einer Graezbrücke, +12V wurden 
entweder direkt entnommen oder bei kleiner Trafospannung (es wurde 
verbaut, was da war) verdoppelt. Die +5V wurden in negativer Richtung 
verdoppelt. Dises Prinzip funktionierte nur mit einem Eisentrafo, 
Schaltnetzteile begann man gerade erst in Rechentechnik und Fernsehern 
zu verbauen.
Dahinter wurde dann 3x stabilisiert.
Ich glaube, ich habe im Keller immer noch eine ganze Stange 
vorprogrammierte U555 grins
Beitrag #7149511 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7149512
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Falk B. schrieb im Beitrag #7148724:
> Ist das Kunst oder kann das weg?

Hi,

bei mir ist das keine Kunst, sondern immer noch als
Melodiklingel im Einsatz. Zwar mit etwas moderneren ICs,
(Z80A) wegen dem Verbrauch und eigener Platine.
Wird immer wieder bestaunt, besonders wenn ich erzähle, das
sie ein altes DDR Hobbyprodukt ist.

Was diese schon an westlicher Spitzentechnik überlebt hat,
vor allem, nachdem die Garantie derselben
ein paar Monate abgelaufen ist...


Jogibär
#7149522
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Nicht wegen der DDR, sondern trotz der DDR Verhältnisse sind Konzepte 
realisiert worden, die sich im satten Wirtschaftsraum westlich der Elbe 
eher lahm anfühl(t)en.
Nur wer den Mangel kennt, versteht den persönlichen Bezug zu so 
„einfachen“ Dingen.

Also ich habe auch noch meine ersten „Computer“ auf Z80 Basis. Viel 
Geld, oft umsonst anstehen, viel Stolz.
Beitrag #7149623 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7149750 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7149855
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Axel R. schrieb:
> Wir haben einen A2005 dahinter gebastelt und es für 400Mark als Autohupe
> verkauft.

Mitte der Achziger, in meiner Lehrzeit, habe ich Lichtorgelplatinen fast 
schon in Kleinserie gebaut und bestückt.
Interessierte Klientel fand sich durch Mundpropaganda im 
Lehrlingswohnheim.
Die größte Herausforderung war erstens Triacs zu bekommen und 2. zu 
einem annehmbaren Preis.
Der Mangel hatte halt auch seine guten Seiten.
- es gab einen Markt für derlei Eigenbauten, wie Melodieklingeln, 
Lichtorgeln, Lichtschläuche, Strobos usw.
- es gab einen Anreiz sich mit Selbstbau und Reparatur zu beschäftigen
- ohne diese Zeit wäre mein beruflicher Werdegang, der mich letztendlich 
in die Instandhaltung geführt hat, sicherlich ein anderer gewesen.
#7149859
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Al. K. schrieb:
> Ist was für Liebhaber der DDR Bastelei.
> Funktion ist nicht getestet.
> Ist ein Bodenfund aus meiner Hütte.;-))

Ab in den Container. So schnell wie möglich. Jedes Stück DDR Schrott 
weniger auf der Welt, macht diese Welt besser.

Andreas B. schrieb:
> Was oft vergessen wird: Nicht jeder im Westen war reich.

Trotzdem konnte sich jeder im Westen ne Orange oder Banane kaufen. Oder 
normalen Kaffee. Ohne Beziehungen zu hochrangigen Regierungsvertretern 
oder "Westbesuch".
Wir reden hier über alltägliche Dinge und nicht über "reich".
Und wer basteln wollte konnte sich in jedem Radiogeschäft mit LEDs und 
Transistoren versorgen.
(Firma: @home) #7149901
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Rainer Z. schrieb:
> Und gewiss nicht jede Freundin
> wäre begeistert

Ich bezweifle, dass die Typen die hier rumhängen überhaubt eine Freundin 
im echten Sinne haben können!

Vielleicht haben die eine Putzfrau/Köchin oder Domina ...?!

Wer nur mit seinem Technikkramm rummacht ist sozial gestört und redet 
nur Unsinn, wie hier täglich beobachbar!

Jetzt bekomme ich bestimmt wieder viel Haue ...
#7149930
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Andreas B. schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Nur wer den Mangel kennt, versteht den persönlichen Bezug zu so
>> „einfachen“ Dingen.
>
> Was oft vergessen wird: Nicht jeder im Westen war reich.

Naja, ich meinte eher die Verfügbarkeit der Bauteile, das war für mich 
schon eine starke Einschränkung. Auf dem Dorf und wenige Beziehungen zu 
Quellen (zu wenig D-Mark oder gefragte Tauschgüter).
OP #7149949
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Apollo M. schrieb:
> Wer nur mit seinem Technikkramm rummacht ist sozial gestört und redet
> nur Unsinn, wie hier täglich beobachbar!

Wer ein ernsthaftes Hobby hat, der muss nicht sozial gestört sein, ich 
sage immer "die haben einen an der Klatsche"
Dazu war ich in der Woche meistens zu Inbetriebnahmen und Übergaben 
dienstlich unterwegs,auch noch >20 Jahre Wochenende Tanzmusik gemacht. 
Schiffs-,Panzer-,Flugmodelle,usw., auch noch.
...ach ja, aktiver Schachspieler war ich auch noch.
...die vielen Privatfeiern darf man gar nicht rechnen.;-))

Zeit für Frau und Kinder musste auch noch da sein.
Die letzten 30 Jahre war es einfacher, war nicht mehr im Arbeitsleben,
dafür musste ich meine Rechte einklagen und immer Gerichts bereit sein.
..das nur nebenbei.

Rainer Z. schrieb:
> Ja, es gibt definitiv Aufhebenswerteres. Und gewiss nicht jede Freundin
> wäre begeistert über Schätze wie beim Alten Knacker in der Wohnung.

..das muss ich doch nicht beantworten.;--))

MfG
alterknacker
#7150072
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Al. K. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Ja, es gibt definitiv Aufhebenswerteres. Und gewiss nicht jede Freundin
>> wäre begeistert über Schätze wie beim Alten Knacker in der Wohnung.
>
> ..das muss ich doch nicht beantworten.;--))

Nö, musst Du nicht. Ich meinte es nicht einmal abwertend. Bisweilen 
belustigen mich Deine hier angebotenen Sachen und ich lese Deine 
Beiträge mit Interesse. Und auch die Beiträge der Anderen mit den 
Begleitinformationen wie ergänzenden technischen Infos oder zur 
Versorgungssituation mit elektronischen Bauteilen in der DDR. Habe 
schließlich selber ein Faible für antike Technik und lerne gerne dazu.

Ich dürfte es nur nicht in die Wohnung stellen, denn dann müsste ich mir 
anhören, ich hätte "einen an der Klatsche".

Trotzdem meine ich - ganz vorsichtig gesagt - nicht alles muss hier 
von Dir vorgestellt und angeboten werden. Negative Bewertungen bekommst 
Du dafür von mir nicht.
#7150152
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Cyblord -. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>
>> Was oft vergessen wird: Nicht jeder im Westen war reich.

Cyblord -. schrieb:
> Und wer basteln wollte konnte sich in jedem Radiogeschäft mit LEDs und
> Transistoren versorgen.

Dann besorge Dir mal eine alte Funkschau oder Elektor und sieh Dir die 
Preise für Bauteile an. Widerstände waren noch halbwegs bezahlbar, aber 
ein BC 108 war damals deutlich teuerer als heute (dafür hättest Du 
locker eine Banane oder zwei Becher Bohnenkaffee bekommen).
#7150168
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Rainer Z. schrieb:
> Ich dürfte es nur nicht in die Wohnung stellen, denn dann müsste ich mir
> anhören, ich hätte "einen an der Klatsche".

... was eine recht groteske Vermischung zweier Redensarten ist: "einen 
an der Waffel haben" bzw "eine Klatsche haben". Diese Formulierung liest 
bzw hört man häufiger, zumal die  meisten Leute nicht zu wissen 
scheinen, was "Klatsche" in diesem Zusammenhang bedeutet.

Lustig war auch der Forist, der neulich meinte, ihm "platze die 
Hutschnur".
#7150176
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Harald W. schrieb:
> Die Ostdeutschen sprachen diesen Satz ohne Komma und Pause mit
> Betonung auf "alles".
> Westdeutsche sprachen den Satz mit deutlicher Pause nach "kaufen"
> und mit Betonung auf "wenn". :-)

War Siegfried Lenz (geb 1926 in Ostpreußen,  wohnhaft seit den 50ern in 
Hamburg) Ossi? Der meinte seinerzeit, in Hamburg lasse es sich 
hervorragend leben, vorausgesetzt, man habe das Geld dazu.
#7150940
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Percy N. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Ich dürfte es nur nicht in die Wohnung stellen, denn dann müsste ich mir
>> anhören, ich hätte "einen an der Klatsche".
>
> ... was eine recht groteske Vermischung zweier Redensarten ist: "einen
> an der Waffel haben" bzw "eine Klatsche haben". Diese Formulierung liest
> bzw hört man häufiger, zumal die  meisten Leute nicht zu wissen
> scheinen, was "Klatsche" in diesem Zusammenhang bedeutet.

Korrekt, ich wollte aber die "groteske Vermischung" von Al. K. 
übernehmen (und habe selber fast "Waffel" geschrieben):

Al. K. schrieb:
> ich sage immer "die haben einen an der Klatsche"
#7151389
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Al. K. schrieb:
> Hier eine DDR Selbstbau Elektronik Klingel.
> Hauptsächlich geht es um den UB 880
> und E-Prom 2716
>
> Ist was für Liebhaber der DDR Bastelei.
> Funktion ist nicht getestet.
> Ist ein Bodenfund aus meiner Hütte.;-))

Das EPROM stammt aber aus dem Westen... ein ET 2716Q-1 von Thomson 
Semiconducteurs...

Also ist die Klingel nicht ganz sortenrein  ;-)
Gast #7152074
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> Was wäre, wenn man den Prozessor und die anderen ICs
> erst beim Klingelknopfdruck mit Spannung versorgt?
Neben dem Klingelknopf muss dann eine Anzeige aufleuchten: "Booting...,
bitte in 5 min nochmals klingeln"
#7153948
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Bernhard D. schrieb:
> Al. K. schrieb:
>> Hier eine DDR Selbstbau Elektronik Klingel.
>> Hauptsächlich geht es um den UB 880
>> und E-Prom 2716
>>
>> Ist was für Liebhaber der DDR Bastelei.
>> Funktion ist nicht getestet.
>> Ist ein Bodenfund aus meiner Hütte.;-))
>
> Das EPROM stammt aber aus dem Westen... ein ET 2716Q-1 von Thomson
> Semiconducteurs...
>
> Also ist die Klingel nicht ganz sortenrein  ;-)

Nö, guckst Du hier: 
https://datenblatt.weithclan.de/willsehen.php?ID=2577
OP #7154187
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Hans H. schrieb:
> Akzeptierst du beim nächsten Verkauf auch eine Spende an die Zeugen
> Jehovas?

..bist e bissel löttüpfelchen.

Es ist schon schlimm wenn ein Käufer angegriffen wird.
P.S.
Spenden kann jeder wem er will,
nur bei mir überweist der Käufen seinen Betrag auf das Kont0 vom 
Modellbahnclub.

Es ist also keine Spende vom Käufer, vielleicht aber von mir.

MfG
alterKnacker
OP #7154217
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Was ich noch vergessen habe,
einige geben auch mehr wie ausgehandelt,
das sehe ich als zusätzliche echte Spende an den Club an.
In vielen von solchen Fällen geht die Ware ohne mögliche Eingangsprüfung 
eines Betrages raus, da ich keine Einsicht auf das Konto vom 
Modellbahnclubs habe.

Mfg
Alter Knacker
#7154220
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Al. K. schrieb:
> Was ich noch vergessen habe,
> einige geben auch mehr wie ausgehandelt,
> das sehe ich als zusätzliche echte Spende an den Club an.
> In vielen von solchen Fällen geht die Ware ohne mögliche Eingangsprüfung
> eines Betrages raus, da ich keine Einsicht auf das Konto vom
> Modellbahnclubs habe.

Nachvollziehbar, wenn man Dich kennt. Jeder andere würde das für 
Hirnriss im Finalstadium halten.
#7155320
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Rainer Z. schrieb:
> irgendwo bei Wittenburg oder Hagenow an einer
> Autobahnbrücke: "Plaste und Elaste aus Schkopau"

A9, an der Elbbrücke bei Vockerode, wo das Kraftwerk mit den vier 
Schornsteinen stand:
https://de.wikipedia.org/wiki/Plaste_und_Elaste_aus_Schkopau#/media/Datei:Vockerode_Plaste_und_Elaste_Leuchtreklame_DDR_(cropped).png

Jetzt im DHM in Berlin zu bewundern: 
https://www.dhm.de/archiv/sammlungen/alltag1/buz546.html
#7156058
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Hans H. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>
>>> Das Gehäuse ist aus Plaste.
>>
>> Was für ein Wort...
>
> Mich erinnert Plastik immer an Skulpturen, in mühevoller
> schweißtreibender Arbeit aus dem Vollen gehauen. Durch den Plastemetz
> :))

Ich kenne noch zwei Schenkelklopfer:

1. Leukoplast
2. Hansaplast

Für een anspruchsvollen Edelhumor dann noch Thermoplaste und Duroplaste.

Verwöhnte Kinder kannten früher

https://de.wikipedia.org/wiki/Plasticant

Es ist ja nicht so, dass es in Trizonesien überhaupt keine lustige 
Chemie gegeben hätte ...

Aber statt zB Polytetrafluorethylen hatten wir etwa Hostflon, statt 
Polyethylen Hostalen und Lupolen. Das war natürlich sehr viel seriöser.
#7157438
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Andreas M. schrieb:
> Das waren eben Handelsnamen.
> Nylon und DeDeRon sind z. Bsp. Handelsnamen für Polyamidfasern.
> Im Westen wurde schon immer Wert auf Marken und Namen gelegt.
> Eben Äußerlichkeiten.

Alles zutreffend. Genau das meine ich mit Verblödung von oben: der 
Verbraucher wird auf Markennamen konditioniert und zugleich darauf, 
wissenschaftliche Termini lächerlich zu finden. Wo kämen wir hin, wenn 
der Verbraucher einfach den identischen Stoff der Konkurrenz einsetzte?

Das Ganze ist allerdings eine Erscheinung der Neuzeit nach 1950. 
"Persil" zB beschreibt noch die Zusammensetzung. "Teflon" mag noch als 
Kurzform bzw Spitzname von Polytetrafluorethylen durchgehen. Spätestens 
bei "Lycra" wird es problematisch (Anagramm von "Acryl").

Höhepunkt für mich ist Dysons "Digitalmotor". Läuft der mit Serpentol?

Muss man sich wundern, wenn der Verbraucher bei Waschmitteln dann 
"TAED-System" als "Trial and Error Development" übersetzt?
#7157540
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Andre G. schrieb:
> Da kommen mir diese Modellbauservos oder Schrittmotoren mit eingebauter
> Ansteuerung in den Sinn.

Es ist alles viel schlimmer:

"In den ersten zwei Jahren hatte man mit der Technik noch sehr zu 
kämpfen, doch dann baute das Team einen 1200-Watt-Motor, der mit 80.000 
UpM lief. Der erste voll ausgereifte Motor wurde erst 2006 produziert. 
Dabei handelte es sich um den X020, der mit einer Geschwindigkeit von 
1.666 Umdrehungen pro Sekunde läuft. Seine technologischen Wurzeln lagen 
im Bereich geschalteter Reluktanzmaschinen, doch mit seiner 
Geschwindigkeit, Grösse und Diagnosefähigkeit stellte er einen 
Quantensprung für die Wissenschaft dar."

"Die bahnbrechende Entwicklung des Supersonic™ Haartrockners war dank 
des V9-Motors möglich, der nur halb so viel wiegt wie ein herkömmlicher 
Haartrockner-Motor, dafür aber achtmal so schnell ist. Der Motor besitzt 
ein winziges Axial-Laufrad aus bearbeitetem Aluminium sowie sensorlosen 
intelligenten Algorithmus, der bis zu 1.900 Anpassungen pro Sekunde 
vornehmen kann. "

"Der V9 ist der erste digitale Motor von Dyson, der auf "sensorlosem" 
Design basiert: Die Steuerungselektronik reguliert den Strom, der durch 
den Motor fliesst, und entscheidet, wann die digitalen Impulse 
umgeschaltet werden sollen, die dafür sorgen, dass sich der Motor dreht; 
eine Aufgabe, für die bislang immer spezielle Sensoren notwendig waren. 
Der sensorlose Algorithmus ermöglicht mehr als 1.900 Anpassungen pro 
Sekunde und erleichtert die Motorkonstruktion."

Immerhin:

"Der V9 enthält ein Axial-Laufrad, das bei 110.000 UpM rotiert; dieses 
Laufrad ermöglicht es dem Motor, dreizehn Liter Luft pro Sekunde zu 
bewegen."

https://www.mynewsdesk.com/ch/dyson/pressreleases/die-ddm-geschichte-2326658

Vermutlich bezieht sich "digital" auf das Prinzip der geschalteten 
Reluktanzmaschine.

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