Hallo, als erstes möchte ich sagen, das ich Neuling auf diesem Gebiet
bin allerdings nicht unvertraut mit dem Umgang elektronischer bauteile
bin. Allerdings habe ich hier ein Problem mit einem Netzteil. Als erstes
handelt es sich um ein Netzteil DC12V5A. Primär230V Sec. 12 V 5000mA.
Wo ich das Netzteil bekommen habe, war die Sicherung defekt.Nach dem
ersetzen viel diese wieder aus. Nach der prüfung auf Kurzschluß konnte
ich feststellen, das 3Dioden unten links (Gleichrichterbrücke) defekt
waren und den Kurzschluß auslösten. Weiterhin war der NTC oben
(Einschaltstrombegrenzer) defekt. Nach dem Austausch dieser Bauteile
habe ich keinen Kurzschluß mehr messen können und war guter Hoffnung.
Als ich allerdings das Netzteil in die Steckdose steckte, gab es einen
leisen knall und der Widerstand (R8 auf Platine links) 0,27 Ohm ging
defekt.
Und da liegt nun mein Problem, wo ich auf Hilfe angewiesen bin. Wer kann
mir einen Lösungsansatz geben, wo ich mich hinbewegen soillte um den
Fehler zu finden. Sollten weitere Fotos gewünscht werden, schick ich die
gern mit.
Vielen Dank im voraus.
Klassisches Schaltnetzteil, auf Grund der 2 kleinen
Transostpren und auch kein IC auf der Rückseite wohl
diskret aufgebaut mit normalen Bauteilen, kein IC
(wäre es ein TopSwitch oder VIper auf dem Kühlkörper,
bräuchte man nicht noch zusätzliche KLeintransistroen).
Normalewrweise kann man sagen: Tausche einfach alle Bauteile
aus, dann geht es wieder. Nur den Trafo und Eingangsdrossel
bekommt man nicht, aber die gehen normalerweise auch nie kaputt.
Dummerweise hat dein Trafo so einen dunklen Strich, der wie ein
leicht schräg verlaufender durchschmorter Draht unter dem
gelben Klebeband aussieht.
Ist der Trafo kaputt, ist das Netzteil unreparabel, kaufe
ein anderes mit denselben Ausgangsspannungen.
Das ist ein Schaltnetzteil.
Du solltest alle aktiven Bauteile (Dioden, Transistoren) sowie alle
Elkos auf Plausibilität (messbare Disdenstrecken bzw Kurzschluß messen.
In deinem Fall könnte z.B. der primäre Schalttransistor oder auf der
Sekundärseite die Gleichrichterdiode oder einer der Elkos defekt sein.
Hallo also Danke ersteinmal für die Antworten.Habe mir den Strich auf
dem Trafo angeschaut. Ich meine es ist ein Strich durch einen Edding.
Zwar etwas ungewöhnlich an dieser Stelle aber nur meine sichtbare
Vermutung. Es könnte aber auch ein durchgeschmorter Draht sein. Wie kann
man den Trafo jetzt messen um sicher zu gehen das es wirklich an diesem
liegt ??.
Wenn es ein Verschmorter Draht wäre, würde dies bedeuten, das der Trafo
dann einen Kurzschluß fabriziert??
Habe Primärseits 5 Pins.Mach auch gern nochmal Foto von dem Trafo im
Ausgelötetem Zustand.
Dankeschön
Stefan H. schrieb:> Ich meine es ist ein Strich durch einen Edding.
Alcohol/ Kontaktspray statt Spucke auf ein Tempo geben - löst sich der
Strich beim leichten rubbeln?
So hab den Strich weggewischt ;), war doch nur edding daher
wahrscheinlich kein durchmorter Draht. Aso und neu kaufen wär die
einfachste Lösung. Aber ich bin Neuling und Interresiere mich dafür auch
wenns für viele Simple ist.Danke
Bervor Du Deine nächsten Versuche mit gefährlicher Spannung machst: gib
erst mal wenige Volt aus dem Klingeltrafo auf den Eingang und schau ob
der Kurzschluß noch da ist.
Ich habe jetzt noch einen defekten Mosfet ausgemacht der ein Brandloch
blöderweise auf der Bezeichnung hat.Allerdings kann man die Bezeichnung
noch erkennen.
Es handelt sich dabei um ein ST P4NK60 ZFB .Bei Conrad konnte man mir
nicht weiterhelfen,da die mit der Bezeichnung nix anfangen konnten.Gibt
es eine Alternative also Typmäsig der bei Conrad listenmassig vorhanden
wäre??Danke für die Mühe!!!
4NK60 deutet auf 4A und 600V und N-Kanal hin. Suche also so einen
ähnlichen.
Der Mosi ist allerdings wohl einer von der schnelleren Sorte, aber so
kritisch wird das wohl nicht sein, wenn Du da 10 oder 20ns drüberliegst.
>mit Schutzdioden
Das haben viele drin, ohne daß es erwähnt wird. Auch kommt es bei der
Funktion nicht auf die Schutzdioden an - höchstens beim Handling damit.
Also... meine Vermutung: Selbst wenn der Transistor kaputt ist, dann ist
die Ursache damit nicht behoben und der nächste wird wieder kaputt
gehen. Grund für den durchgebrannten Widerstand war, daß hinter dem Wid.
irgendnen Bauteil niederohmig ist und ihn zerstörte. Bei konventionellen
Transistoren passiert es gelegentlich das sie voll öffnen, in ner
Regelung - und das haben wir ja hier - hat das dann entsprechende fatale
Konsequenzen.
Prüfe vor Inbetriebnahme des Netzteil wirklich in aller Ruhe sämtliche
verdächtige Bauteile nochmal nach und verlasse dich nicht auf eine rein
visuelle Überprüfung.
Ich tippe mal auf die typischen Fehler, die ich bei (fast) allen
Schaltnetzteilen gefunden habe:
MOSFET platt,
Z-Diode am Gate (zur Masse) ebenfalls platt,
sonstige Schutzbeschaltung am Gate auch platt.
Tausche die 3 bis 4 Bauteile, wenn das Ding eine Push-Pull Stufe hat,
wird diese vielleicht auch platt sein.
Vielleicht ist auch noch der Feedback von der Sekundärseite kaputt
(check mal den Optokoppler).
Das macht an reinen Bauteilen meistens nur 2 bis 3 Euro. Leider kommen
die Versandkosten oben drauf, so dass es sich allermeistes leider gar
nicht lohnt, wenn man die Teile gerade nicht da hat.
Ich habe festgestellt, dass die meisten Schaltnetzteile eigentlich auch
noch recht gut laufen, wenn man nicht gerade den gleichen MOSFET zur
Hand hat. Sollte man natürlich nur machen, wenn's für einen selber ist
und nicht eine Reparatur mit Gewährleistung.
Werner
Sicher, dass das Teil mit Kühlblech ein Mosfet ist? Meistens haben die
SNTs mit wenigen Bauteilen einen Mosfet, bei welchem die Steuerung mit
integriert ist.