Abzugeben ist gegen aufgerundetes Porto von 10€ ein IBM-MO Laufwerk.
Die Typenbezeichnung lautet: MTA-3230. Das Gerät verfügt über eine
SCSI-Schnittstelle. Das Laufwerk war bis 2020 in Betrieb und liegt
seitdem bei mit rum.
3.5"-MO-Laufwerke ... hach, das waren noch Zeiten. Das war mal das schickste seit geschnittenem Brot oder so, zuverlässig, robust ... und schweineteuer.
Das da dürfte ein 230-MB-Laufwerk sein, das waren die ersten, bei denen man auf dem Medium sehen konnte, daß auf unterschiedlichen Spuren unterschiedlich viele Sektoren untergebracht waren. Die 128-MB-Medien waren noch wie Tortenstücke sektoriert.
Leider wurde die Technik irgendwann nicht mehr weiterentwickelt, und dann war es günstiger und schneller, DVD-Rohlinge zu verwenden. Die hielten zwar nicht lange, waren aber so billig, daß man sie nach Gebrauch auch einfach wegwerfen konnte.
Danach kam DVD-Ram mit 4.7GB pro Seite, also 9GB pro Medium.
Das mag zwar "gekommen" sein, aber viele haben einfach normale DVD-Rohlinge genutzt. Waren halt billiger, und das ist bei fast allem der "unique selling point".
Maxoptix, a spin-off of Maxtor Corp., was a major manufacturer of 130 mm or 5.25-inch magneto-optical drives. A current model is the T7-9100 drive, which has a maximum capacity of 9.1 GB and is downward read and write compatible with 5.2 GB, 4.8 GB, 4.1 GB, 2.6 GB, and 2.3 GB magneto-optical disks, and read compatible with 1.3 GB, 1.2 GB, 650 MB, and 600 MB magneto-optical disks. Popular older models of 5.25-inch Maxoptix MO drives are the T6 Star, T6-5200 and T5-2600 MO drives. Maxoptix was acquired by Techware Distribution in 2008.
Leider wurde die Technik irgendwann nicht mehr weiterentwickelt,
Ach wo, du kennst die nur bloss nicht. :-p
Ich hab hier ein Maxoptik T4-2600 im Rechner. Die machen 2.6GB pro
Seite.
DVD-Rohlinge zu verwenden.
Auch nicht. Danach kam DVD-Ram mit 4.7GB pro Seite, also 9GB pro Medium.
Vanye
Ein Panasonic SW-9576S läuft hier auch noch. Und ein GigaMo 3,5" habe ich auch noch im Schrank.
Das Problem war halt, dass die deutschen Nutzer lieber billige Medien genommen haben, so dass die qualitativ hochwertigen und langfristigen Systeme sich nicht durchsetzen konnten.
Das Problem war halt, dass die deutschen Nutzer lieber billige Medien
genommen haben,
Was soll dieses idiotische "Deutschland"-Bashing eigentlich?
Wären es nur deutsche Nutzer gewesen, hätten sich MO-Laufwerke auf dem Rest des Planeten durchgesetzt.
Das hat nichts mit Deutschland zu tun.
Die Nutzer haben übrigens nicht nur billige Medien gewollt, sondern waren auch nicht gewillt, die Kosten für Laufwerke (und anfänglich auch noch nötige SCSI-Controller) zu tragen.
CD-Brenner (die kapazitätsmäßig nur den beiden letzten Generationen von 3.5"-MO-Laufwerken nicht das Wasser reichen konnten) waren günstiger und hatten den netten Nebeneffekt, auch CDs für Audioanwendungen erzeugen zu können.
Und sobald DVD-Brenner rauskamen, waren 3.5"-MO-Laufwerke auch kapazitätsmäßig im Hintertreffen; was die reine Schreib- und Lesedatenrate angeht, waren die Dinger auch nicht berühmt.
Ich hab' sowas genutzt, und habe auch jetzt noch mehrere Laufwerke von Fujitsu und eines von Olympus. Aus Sentimentalität, weniger, weil ich damit noch viel veranstalten würde.
Der Kostenfaktor ist auch der, warum die wenigsten Nutzer ernstgemeinte Datensicherungskonzepte verfolgen -- mit LTO-Laufwerken gibt es zuverlässige, robuste und langzeitstabile Speicherlösungen, bei denen sogar die Medien nicht wahnwitzig teuer sind. Aber die Laufwerke sind sehr, sehr teuer, die nötige Infrastruktur (SAS- oder FibreChannel-HBA) ist auch nicht trivial, und die Laufwerke sind so schnell, daß man sie in einer Netzwerkumgebung mit nur 1 GBit Datenrate auch nicht einsetzen will.
Was soll dieses idiotische "Deutschland"-Bashing eigentlich?
Ist eigentlich die Wahrheit. Ich kenne vieles aus Japan und da war MO/DVD-Ram und auch SCSI viel verbreiteter. Die DVD-Ram Type4 Medien (also im Caddy) gab es in Japan z.B in jedem Laden der irgendwas mit Computer gemacht hat. Laufwerke dafuer wurden in Deutchland IMHO nie verkauft. Musste ich mir auch aus Japan mitbringen.
Ich glaube bei uns hat es die optischen Laufwerke nur in teuren Arztpraxen am CT gegeben oder aehnliche Anwendungen.
Dafuer haben die Leute bei uns mit widerbeschreibbaren CDs oder DVDs rumgemacht was IMHO noch nie zuverlaessig funktioniert hat.
Ist eigentlich die Wahrheit. Ich kenne vieles aus Japan und da war
MO/DVD-Ram und auch SCSI viel verbreiteter.
Mag ja sein. So ganz grob hatte man halt damals folgende 4 Optionen, wenn man ein paar hundert DM übrig hatte:
Adaptec SCSI Controller
Turtle Beach Soundkarte
3Dfx Voodo Grafikbeschleuniger
4 MB RAM
Die Zocker haben sich für die Soundkarte oder die Voodo entschieden, die meisten anderen für den RAM-Ausbau. SCSI hatten nur die Nerds.
Bevor einer fragt: ich hatte alles außer der Turtle Beach, mir reichte eine Soundblaster.
Korrekt, aber das war halt so eine deutsche Sache. Zumindest in Japan war das verbreiteter. Hier war das vielen zu teuer. Ausserdem hat es hier immer so 2-3 laenger gebraucht bis sich etwas verbreitet hat und da ging es aber schon wieder zuende.
Ausserdem wurden die Leute hier auch mehr abgezockt. Ich kann mich noch erinnern das ich in Tokyo mal ein 10er Pack DVD-Rams gekauft habe weil die dort preiswerter waren wie bei uns und zumindest damals gab es nur sehr wenig was bei uns teurer war wie in Japan.
Korrekt, aber das war halt so eine deutsche Sache.
So selten war SCSI nun auch nicht. Abgespeckte SCSI-Karten kamen ja z.B. mit Scannern und die hatten meist auch einen internen Port, an den man dann ein CD-ROM Drive, (Writer gab's ja noch nicht), anschließen konnte.
Mag ja sein. So ganz grob hatte man halt damals folgende 4 Optionen,
wenn man ein paar hundert DM übrig hatte:
Adaptec SCSI Controller
Turtle Beach Soundkarte
Oder man kaufte sich damals(tm) eine Pro Audio Spectrum (16) und hatte eine Soundkarte mit integriertem SCSI-Controller. Ursprünglich war der zwar nur für SCSI-CDROM-Laufwerke gedacht, aber da er auf einem NCR5380 (-kompatiblem Baustein) basierte, gab es sehr bald auch eine inoffzielle Treiberunterstützung. Linux unterstützte das Teil schon sehr frühzeitig.
Damals(tm) in den 1990er Jahren hatte ich sehr viel mit SCSI-Geräten herumgespielt und hatte alle möglichen Controller von Adaptec, Seagate/Future Domain, usw.. WIMRE gab es eine Zeit, in der Seagate einen ST-01 mit den SCSI-Festplatten mitlieferte, z.B. zu meiner alten ST4096. Den ST-01 nutzte ich aber primär für meinen Flachbettscanner, da dieser während des Scannens den gesamtem Bus hart blockierte und nix mehr. Die Platten hingen dann an einem Adaptec AHA-1742 bzw. später 2940UW.
Zu den MO-Laufwerken: Rein theoretisch waren die Aufzeichnungsformate zwar strikt standardisiert, aber in der Praxis gelegentlich völlig inkompatibel. Ich erinnere mich an einen Bekannten, dessen (bzw. das seines Instituts) MO-Laufwerk defekt war und deswegen ein neues kaufte. Anschließend suchte er langwierig nach einer Möglichkeit, das alte Medien auszulesen, da das ursprüngliche Laufwerksmodell nicht mehr lieferbar war und auch der Rechtsnachfolger des Herstellers keine Lust hatte, die Daten auf ein aktuelles Medium umzukopieren. Hierdurch ging ein Großteil des Datenbestandes einer Uni-Arbeitsgruppe unwiderbringlich verloren, da natürlich auch sämtliche Backups mit dem alten Laufwerk geschrieben worden waren.
Zu den MO-Laufwerken: Rein theoretisch waren die Aufzeichnungsformate
zwar strikt standardisiert,
Ich hab einfach ext2 drauf und fertig. Es gab nur mal bei irgendeiner Kernelversion ein Problem weil die Reihenfolge der Daten vertauscht wurde. Die Scheiben haben ja selber 1k oder groessere Bloecke und werden vom Kernel auf 512Bytes umgemappt.
War aber ein 10min patch und fertig.
Ich glaube Probleme haben immer nur Leute mit dem falschen Betriebsystem. :-p
Habe ich "Dateisystemformat" oder "Aufzeichnungsformat" geschrieben?
Es handelte sich damals(tm) übrigens um eine HP-UX-Workstation und keinen normalen PC. Das physikalische Aufzeichnungsformat auf dem Datenträger wich deutlich von dem ISO(?)-Aufzeichnungsformat ab, und auch die Nachfolgelaufwerke unterstützten diese Format nicht einmal mehr für Leseoperationen. WIMRE war das irgendein französischer Hersteller, von dem ich nie wieder etwas gehört habe.
Bei Disketten müssen ja schließlich auch nicht nur die Dateisystemstruktur und die Blockgrößen stimmen, sondern auch das physikalische Dateisystemformat. Und früher(tm) konnten auch nicht alle Diskettencontroller alles lesen, selbst mit direkter Registerprogrammierung. Ein Klassiker sind die Disketten des Apple II, die kein normaler Controller versteht, weil GCR-codiert statt FM oder MFM. Mittlerweile kann man das mit "Brute Force" erschlagen und das Rohsignal mittels eines speziellen Interfaces in den PC einlesen und per Software demodulieren.
Das physikalische Aufzeichnungsformat auf dem Datenträger wich deutlich
von dem ISO(?)-Aufzeichnungsformat ab
MO-Laufwerke (zumindest die 3.5"-Geräte) waren ganz simple Blockdevices, die haben einzelne Sektoren geschrieben. Deren Größe war hart vorgegeben (man konnte die Sektorierung auf den Medien mit bloßem Auga sehen).
Mit ISO-Aufzeichnungsformat (wie man es von CDs o.ä. her kennt) hatten die daher gar nicht zu tun. Abgesehen davon, daß das Wechselmedien waren, die auch im entsprechenden Deskriptor so markiert waren, konnte man davon booten, vorausgesetzt, der verwendete SCSI-Controller war bootfähig, oder man nutzte ein MO-Laufwrk mit ATAPI-Interface.