Temperatur auf Blech mit mehreren Thermoelementen messen

OP #5290923
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Hallo!
Ich muss für meine Diplomarbeit (Bauingenieurwesen) auf einem Blech, 
welches auf ca. 200°C erhitzt wird, an 8 Punkten gleichzeitig und 
möglichst exakt die Temperatur messen.
Messen will ich das Ganze mit Thermoelementen. Hierzu möchte ich euch 
gerne 2 Fragen stellen.

1) Was brauche ich um mit 8 Thermoelementen  gleichzeitig zu messen?
2) Wie kann ich die Thermoelemente am Blech befestigen? (evtl. 
schweißen?)

Über konstruktive Antworten würde ich mich sehr freuen.
liebe Grüße aus Wien,
Christoph
Gast #5290959
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Ein Messgerät mit 8 Eingängen, oder eine Umschaltmatrix, aber Achtung, 
Thermoelemente (K-Typ) können nicht einfach beliebig verbunden werden, 
da die Anschlusstellen (Schraubklemmen, Relaiskontakte usw..) selbts zu 
Thermoelementen werden. Thema Kaltstellenkompensation.

Es gibt spezielle Kleber für das, oder Kaptonband wenns bei den 200°C 
bleibt...
#5290988
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Die Messschaltung hängt direkt davon ab, welche Sensoren Du verwendest.
Also PT100 oder PT1000, irgendetwas aus der K-Serie oder was auch immer 
Dir so einfällt.

Die Anzahl an Eingängen ist Geschmackssache. Da sich im thermischen 
Bereich meist nichts schnell ändert, kann auch ein gemultiplexter Kanal 
verwendet werden.

Die Art der Befestigung hängt zu 100% von der Konstruktion ab. Sehr 
beliebt ist hier auch: Klemmen. Kannst Du eine Schraube anschweißen oder 
-punkten? Geeignete Kleber sollten sich auch beschaffen lassen. 
Allerdings ist da meist bei 200° Schluß.
Gast #5291164
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"Gleichzeitig" klingt, als ob sich eine zeitkritische Komponente in der 
Meßaufgabe verbirgt. Thermische Trägheit der Sensoren, Synchronisation 
der Messungen. Weil bei einem eingeschwungenen Zustand nehme ich ein 
3-Euro-Thermometer von Aliexpreß (mit Thermoelement "bis 1300 °C") und 
halte es nacheinander an die 8 Stellen, fertig.

Gut, als Bauingenieur ist man kein Elektroniker. Aber so ein bißchen 
mehr Grundkonzept dürfte oben schon stehen. Du wirst nicht 
drumrumkommen, Dir mehr Gedanken zu machen, was Du auf welche Weise 
messen willst und auf welche Aspekte es dabei ankommt. Die technische 
Lösung ergibt sich daraus dann eher leicht.

Präzise Meßtechnik ist obszön teuer.
Neben mir liegt eine alte Meßkarte mit 8 Modulen 5B34 von Analog 
Devices.
http://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/5B34.pdf
Sind für PT100, gab es in vielen Varianten für alles mögliche.

Dürften damals in den 90ern so um die 100, 200 Mark gekostet haben, das 
Stück. Kann man wunderbar mit nem PC mit passender Karte oder dem 
heutigen Arduino/Raspberry-Kram auslesen.

Gibt auch billige Wandlerkarten für Thermoelemente beim Chinesen 
(billig= 2, 3,4 Euro), mit Analog oder SPI/I2C-Ausgängen. Hängst Du 
einmal in einen Topf mit heißem Kühlerfrostschutz und genauem 
Laborthermometer und notierst die Korrekturwerte.

Wenn Du mit Elektronik gar nix am Hut hast und nur wenige Meßwerte 
brauchst, kanns tatsächlich schneller und billiger sein, 8 fertige 
Thermometer zu nehmen, als irgendein Höllen-Meßwerterfassungsystem, in 
das Du Dich erstmel 4 Wochen einarbeiten mußt, oder ein Selbstbau mit 
ähnlich hohem Fertigstellungsaufwand.

Falls Du ganze Meßreihen brauchst, mußt Du erstmal präziser über Deine 
Anforderungen nachdenken.
Gast #5291176
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Widerstand schrieb:

> Präzise Meßtechnik ist obszön teuer.
> Neben mir liegt eine alte Meßkarte mit 8 Modulen 5B34 von Analog
> Devices.

Ah, die Module werden aktuell noch verkauft. Hier die Variante für 
Thermoelemene:
https://www.bmc.de/thermoelement-messverst%C3%A4rker-linearisierend-bandbreite-4hz/60-900-100-0180

Stück nur 213 Euro. Die Grundsteckkarte für 8 Module nur 99 Euro.

Übrigens ist für das, was ich hier in 10 Minuten suchen rausgefunden und 
aufgrund meiner altruistischen Ader hier reingeschrieben habe, dasselbe 
Verfahren nötig, wie Du es als Diplomand schon einige Jahre anwenden 
solltest: Das Problem erkennen, zerlegen, nachforschen. Nicht: Einfach 
jemanden fragen wies geht.

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