Stoersicherheit

Gast #1209867
Hi,

ich moechte gerne die Stoersicherheit einer RS422 Datenleitung 
verbessern.
Da diese in industrieller Umgebung installiert ist wird sie relativ 
stark mit Stoerungen/-feldern bombardiert.Die Chips, die ich 
benuetze:DS8921.

Aktuell ist die Abschirmung des Kabels (twisted) beidseitig geerdet,was 
deutliche Verbesserung gebracht hat. Die Eingaenge sind failsafe 
geschaltet...hat ebenfalls Verbesserung gebracht. Jetzt denke ich daran 
die
Ein und Ausgaenge mittels 10nF gegen Erde zu versehen...ist das OK ?

Welche Verbesserungen kann ich noch einsetzen ?
Muss sagen, dass nur eine von vier Datenleitungen einmal alle 2 Tage ' 
gestoert ' wird. Andere Kabelfuehrung moechte ich moeglichst vermeiden.

Wie kann ich mit einfachen Mitteln kuenstlich den Datenkanal stoeren.
Ich kenne nur die Methode mit der Feile....da funkt es machtig...
Wer schlaegt einen poppigen Stoergenerator vor ?

Ich glaube dieses Thema beruehrt jeden frueher oder spaeter,der mit 100m
langen Kabeln umgeht.

HS
Gast #1209894
Hi,

nett von euch !
die AN bullet....kenne ich.
die Klingel....versuchen.

Wie kopple ich evtl. Bursts oder sontige Stoerungen in die Leitungen ein 
? kapazitiv?  induktiv?
Gast #1209936
Ja, beide Adern mit 1nF gegen Erde passt. 10nF sind eher etwas viel, das 
haengt aber von der Baudrate ab. Wie schaut es denn mit der 
Gleichtaktspannung aus ? Die ist standardmaessig nur 7V.
Gast #1210567
Hi,

ausprobiert ? Machst du da nicht einen perfekten K-schluss ?

Habe 24Vac mittels funkendem Kurzschluss_Feilenkontakt ueber mehrere 
Windungen in die D-leitung eingekoppelt...keine Stoerung kein Prob....
Wahrscheinlich habe ich mit energiereichen Spikes zu tun...

GasHerdAnzuender ...ichkaufmireinen
Gast #1210814
Ich würd den Gasherdanzünder irgendwo offen lassen, so dass z.B. eine 
2-4 mm lange Funkenstrecke ensteht.

Was auch gut ging: Blechplatte von 30x30cm unter das Gerät gelegt, Masse 
des Piezo an die Blechplatte und mit anderem Ende Funken 
draufgeschossen. Das brachte damals Siemens-ISDN-Telefon regelmäßig zum 
Absturz. Oder die Masse an die Gerätemasse und dann überall auf die nach 
außen hin zugängliche Gerätemasse des Gerätes geschossen, z.B. an 
Sub-D-Steckern. So ein Piezo hat schon echt unglaublich durchdringende 
Wirkung. Ich glaub, bei Conrad gibt es die Teile...
Gast #1211099
Ein "Verfahren" aus der Industrie:

Eine elektronische Zündung mit Zündspule.

Eine einstellbare Funkenstrecke aus 2 angespitzen Schrauben in gutem 
Isolator.

Die "Sendeantenne" ist ein Draht, 2-3 Windungen, mit dem du über die 
Schaltung und Leitungen streichst.

Damit hat ein Kollege früher Baugruppen für Röntgengeräte gehärtet.

Zu den üblichen Vorschtsmaßnahmen für Leib und Leben würde ich das auch 
nicht in einem Raum mit Meßgeräten versuchen.
Gast #1211142
Was für eine Störung tritt auf? wie lang?  Falsche Daten, Bus blockiert, 
sporadisch, periodisch usw.

Erst mal eingrenzen. die beschriebenen Maßnahmen sind Standard und 
passen fast immer. Wie hoch ist der Widerstand Schirm gg. Erde. Gibt es 
Unterbrechungen, korrodierte Kabeldurchführungen. Woher kommen die 
Störfelder? Im welchem Bereich? Energiekabel parallel zu Datenleitungen?
usw. usf.

Die Leitungen kapzitiv noch weiter an die Erde zu koppeln als Sie 
sowieso schon sind halte ich für keine gute Idee (Erden ist ein Problem, 
keine Lösung).

Möglich wäre (z.B. wenn die Datenrate nicht zu hoch) die Pegel höher 
setzen (12/24V statt 5) so das der Störabstand steigt. kann man 
Professionell aufbauen, ist aber trotzdem eine Lösung gegen jeden 
Standard.
Gast #1211175
Bus blockiert....Verdacht auf latch-up !?    wie_warum

bin noch am Suchen und es ist nie ausgeschlossen,dass die software einen 
(mehrere) bug hat.
Datenrate ...9600bd langsamer gings nicht ;-)

Dank fuer die Tipps,die mich auf Trab halten....schaffe ich schon.
Gast #1211568
Na dann wird es ja einfacher.

Erstmal den Blockierer einkreisen. Geräte nacheinander vom Bus nehmen.

Versuchsweise ein paar Transzorbs gg. Systemmasse (nicht!! Erde/PE usw.) 
und parallel über die Twisted Pair Leitung legen.

Vorher auf Erdschluß und die "Impedanz 0 Hz" (0,5x Abschlusswiderstand + 
2x Aderwiderstand) prüfen .

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