Weidezauntester

Gast #7690309
Lesenswert?

Hallo! Mir wurde mein Weidezauntester (ELV Bausatz WT 10 )zweckentfremdet,das heist er wurde von jemand gefunden bevor ich ihn verloren habe 😁.Nun würde ich diesen gerne nachbauen.Ich weiß dass es sich niemals lohnt,aber das Gerät war echt super (ich repariere auch selber Weidezaungeräte).Nun suche ich jemanden der mir die Platine erstellen könnte. Im Anhang die Unterlagen.

Angehängte Dateien:
#7690314
Lesenswert?

Oskar K. schrieb:

Nun suche ich jemanden der mir die Platine erstellen könnte. Im Anhang die Unterlagen.

Dort ist aber nur ein Schaltplan drin. Heißt das, du suchst jemanden, der die den Schaltplan in einem CAD-System nachzeichnet und das Layout entwirft? Das wäre eher eine Anfrage im Forum Markt. Alternativ kann ich einen 10kV Tastkopf empfehlen, damit kann man direkt messen und was sehen. Ein Digitaloszi hat heute jeder. Den Schaltplan dafür kann ich liefern.

Beitrag "Re: [s] DIAC, 35-45V"

#7690383
Lesenswert?

Kurt A. schrieb:

Christoph db1uq K. schrieb:

Da fehlt nur die Platinen"folie" auf Transparentpapier. Ich habe das Heft hier.

Ich habe die Folie auch. Habe das Layout angeschaut. Die Lötpads sind so klein, dass nur eine Platine mit Durchkontaktierung in Frage kommt. Bei einer nur einseitigen Platine müssten die Pads vergrössert werden.

Also als Alternative: in Kicad nacharbeiten, dann JLCPCB für wenige Euro die geätzte und gebohrte Platine holen.

#7690388
Lesenswert?

Das ist 1200 dpi, ich muss meinen alten HP-Scanner aus dem Keller holen, der hat noch einen Durchlichtaufsatz für Rollfilm, das reicht hoffentlich aus. Ansonsten müsste ich es mit dem Digitalfotoapparat auf dem Leuchtpult knipsen. Der gute alte HP5470c, den USB-Treiber habe ich noch in der Virtual Box mit WinXP installiert. Leider ist die Platine etwas breiter als Rollfilm, da fehlt noch etwas auf beiden Seiten. Man sieht jedenfalls, dass es prinzipiell geht. Kommt mir vor wie im SciFi-Film "Lautlos im Weltall" wo sie den halbtoten Kommandanten nochmal auftauen, um ihn um Rat zu fragen. https://de.wikipedia.org/wiki/Lautlos_im_Weltraum Muss doch ein anderer Film gewesen sein. https://de.wikipedia.org/wiki/Dark_Star_%E2%80%93_Finsterer_Stern das wars. "Doolittle konsultiert das Gehirn des verstorbenen, tiefgekühlten Kapitäns," Im Keller steht auch noch ein Umax-Scanner und ein damals von Escom gekaufter HP.

Angehängte Dateien:
Gast #7690530
Lesenswert?

Andrew T. schrieb:

Peter D. schrieb:

Nur 68kΩ, warum muß der Spannungstester so niederohmig sein?

ja muss er -- ist ein Belastungstest.

Bei 10kV sind das 150mA, das zeckt aber ordentlich, wenn die Erdverbindung nicht perfekt ist.

das tut es auch wenn sie perfekt ist. Ist der Sinn eines WZ Gerätes.

Genau wegen dieser Funktion (messen unter Belastung) ist das Gerät interessant!

#7690543
Lesenswert?

Oskar K. schrieb:

Genau wegen dieser Funktion (messen unter Belastung) ist das Gerät interessant!

Sicher, daß das notwendig ist? Eine Unterbrechung, die trotzdem die volle Spannung durchläßt, ist recht unwahrscheinlich. Die Probleme sind eher Ableitungen durch Nässe oder Bewuchs und das kann auch ein hochohmiger Tester feststellen. Ich würde 100MΩ nehmen, dann fällt man nicht sofort vom Stuhl, wenn mal die Erde abgerissen ist.

#7690568
Lesenswert?

Teo D. schrieb:

dann fällt man nicht sofort vom Stuhl, wenn mal die Erde abgerissen ist.

Was? Warum?

Wenn man das Ding ohne gute Erdverbindung anschließt, liegt die gesamte Schaltung auf Weidezaunpotential. Und da das Gehäuse nicht für 10kV Isolation ausgelegt ist, sucht sich die Spannung den Weg zur Erde über den Menschen, der das Ding in der Hand hält.

#7690575
Lesenswert?

Peter D. schrieb:

Ich würde 100MΩ nehmen, dann fällt man nicht sofort vom Stuhl, wenn mal die Erde abgerissen ist.

Ist weder sinnvoll noch technisch möglich. Bei 100M müßte man einen kapazitiv-ohmschen Teiler bauen, denn 100M allein schaffen die schmalen Pulse nicht.(naja, ein paar hundert Mikrosekunden). Unnötiger Aufwand. Am Anfang hab ich auch gestaunt, beim längeren Nachdenken fand ich die Dimensionierung OK.

JA! Ohne gescheiten Erdanschluß könnte das kribbeln! Allerdings wir der Mensch in solchen Fällen als 2k Widerstand simuliert, was dann einen Spannungsteiler von ca. 35:1 macht und von 10kV noch ~300V beim Menschen ankommen. Kribbelt, bringt aber keinen um.

Ich würde eher IC1A zum echten Präzisionsspitzendetektor ändern, sprich die Rückkopplung geht an D5 Kathode und nicht Anode. Den 700mV Offset sind bei 6V Maximum schon 10% Fehler und damit 1 Diode in der Anzeige. Naja, ist halt nur ein Schätzeisen. Aber diese Änderung kostet NULL.

#7690673
Lesenswert?

Lothar M. schrieb:

Die Originalplatine ist mit mit Sicherheit nicht durchkontaktiert. Denn wenn sie durchkontaktiert wäre, dann hätte sie zwingend auch 2 Kupferlagen und dann wäre ein wesentlich einfacheres Layout möglich gewesen.

"Ich bind dafür, die Dinge so weit wie möglich zu vereinfachen. Aber nicht weiter."

Albert Einstein

Was zum Geier ist an DEM Layout NICHT einfach? Es gibt gerade mal EINE 0 Ohm Brücke!

#7690678
Lesenswert?

Der Stab auf dem Bild kommt mir jedenfalls für 150mA doch arg kurz vor. Ich schätze ihn mal auf 15cm. In trockenem Sandboden dürfte kein realer Spannungswert zu erwarten sein bei nur 68kΩ. Die Erdleitung dürfte Standardlitze sein (Prüfspannung 2500 VAC), würde ich beim Test besser nicht anfassen.

#7690688
Lesenswert?

Peter D. schrieb:

Die Erdleitung dürfte Standardlitze sein (Prüfspannung 2500 VAC), würde ich beim Test besser nicht anfassen.

Meine (bzw. die Erfahrung einiger Pferdehalter in meinem Bekanntenkreis) Erfahrung mit H07V-K für Weidezaungeräte ist: Geht einige Monate gut, dann haben die HV-Pulse die Isolation so geschädigt, daß es Durchschläge gegen Erde gibt. Für den gelegentlichen Prüfeinsatz hätte ich also mit normaler Schaltlitze als Erdungsleitung keine Angst.

Und wenn ich mal 1kOhm Erdungswiderstand ansetze (bei den steilen Pulsen hilft die Kapazität des Erders ja noch mit :-) ) komme ich auf 150V.

Also kein Problem Jörg

Gast #7690860
Lesenswert?

Thomas R. schrieb:

Wenn es die Platine noch/wieder gäbe würde ich gern eine abnehmen. Meine umliegenden Land/Pferdewirte halten es nicht so genau mit ihren Zäunen, da hat man schon mal ein Highland Cattle im Garten stehen!!

Habe ELV angeschrieben. Platine ist nicht mehr erhältlich... Habe mich entschlossen das Teil auf einer Lochraster Platine aufzubauen. Trotzdem vielen Dank für die Antworten und den Aufwand das Layout zu scannen. Danke auch an die Forumsbeiträge die verstanden haben um was es geht. (Ich wollte ja nicht den Weidezaun überprüfen sondern das Weidezaungerät)

(Firma: Privat) #7690876
Lesenswert?

Der einfachste Weidezauntest, wenn man kein Weidezauntester hat, ist die Funkenlänge zu beobachten, wenn der Funke zur Erde überspringt. Also Stange in die Erde stecken, Draht anklemmen und diesen Draht am Weidezaundraht annähern. 1mm Funkenlänge entspricht etwa 1000V. Ist nicht sehr genau, aber um abzuschätzen ob der Weidezaun funktioniert reicht das normalerweise. Was den Weidezaun stark schwächt, ist wenn viele Grashalme den Weidezaundraht berühren. Irgendwann ist der Zaun dann wirkungslos.

Gast #7690896
Lesenswert?

Günter L. schrieb:

Der einfachste Weidezauntest, wenn man kein Weidezauntester hat, ist die Funkenlänge zu beobachten, wenn der Funke zur Erde überspringt. Also Stange in die Erde stecken, Draht anklemmen und diesen Draht am Weidezaundraht annähern. 1mm Funkenlänge entspricht etwa 1000V. Ist nicht sehr genau, aber um abzuschätzen ob der Weidezaun funktioniert reicht das normalerweise. Was den Weidezaun stark schwächt, ist wenn viele Grashalme den Weidezaundraht berühren. Irgendwann ist der Zaun dann wirkungslos.

Lesen sollte man können..

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren