Schaltung zum erzeugen glatter DC-Fehlerströme (1 Phasig)

OP #8026395

Hallo zusammen,

folgendes Thema: RCDs Typ B kommen immer mehr auf. Diese sind laut normsprech "allstromsensitiv".

Schalten also bei DC über 50 Hz bis zu mehreren kHz Fehlerstrom ab.

Mich interessiert die DC Serie:

Ich suche Schaltbeispiele (gerne als Simulation) um diese DC Fehlerströme einzuprägen. Einmal als fixer Strom für die Abschaltzeit und einmal als Rampe für die Messung des Fehlerstroms.

Irgendwie will das nicht so in meinen Kopf wie man das hinbekommt (außer mit Hilfe einer Fremdspannung z.B. 30mA zwischen N und L (normalweise fast ein Kurzschluss einzuspeisen)

Ich bin auf eure Ideen bzw. Links gespannt ich habe nämlich nichts im Netz gefunden (vielleicht die falschen Suchbegriffe?

Idealerweise wäre eine Schaltung die mal mit einem uC steuern könnte.

Ich bin auf eure Vorschläge gespannt!

Gast

Würde es da nicht schon reichen einen Brückengleichrichter mit entsprechenden Kondensator und dann den Plus oder Minus Pol mittels Widerstand mit Schutzerde zu verbinden.

Weil ausschlaggebendend ist ja die fehlende galvanische Trennung zur DC Seite, wenn man einen uC einsetzen will, könnte der ja mittels Relais Widerstände nach Schutzerde schalten, ein Relais als Umschalter zwischen Plus und Minus, und dann ein paare Relais für 2mA 4mA 8mA 16mA und 32mA, dann kann man jeden Strom von 2mA bis 62mA einstellen und schaeun wann ausgelöst wird.

Oder liege ich damit falsch?

(Firma: Hobbytheoretiker)

Die DC-Auslösung testet man einfach mit einer 9V-Blockbatterie, die zwischen N und PE eingespeist wird. Über ein Drahtpoti wird der Strom eingestellt.

Der Schaltausgang von NE555 kann bis zu 200mA und als Signal zwischen N und PE eingespeist werden.

Gast

Einphasig kann es einen glatten DC-Fehlerstrom nur geben wenn schon das Netz den enthält. Das wäre allerdings für zahlreiche Verbraucher fatal, z.B. solchen mit 50Hz Eisenkerntrafo.

Ein Gerät wie ein Frequenzumrichter, für den ja ein Typ-B RCD verwendet werden muß, kann durchaus im Fehlerfall einphasig auf PE einen glatten DC Fehlerstrom einspeisen. Die Spannung dafür kann auch zweipolig aus dem Netz gezogen und gleichgerichtet worden sein, also muß keineswegs der gleichartige Fehlerstrom schon im Netz vorhanden gewesen sein. In Verbindung mit einer eingangsseitigen PFC kann die netzseitige Stromaufnahme für den glatten DC-Fehlerstrom sogar strikt sinusförmig sein.

: Bearbeitet durch User
Gast

Thorsten S. schrieb:

Ein Gerät wie ein Frequenzumrichter, für den ja ein Typ-B RCD verwendet werden muß,

Niemand schreibt den da vor.

kann durchaus im Fehlerfall einphasig auf PE einen glatten DC Fehlerstrom einspeisen.

Ströme auf dem PE kann kein FI erkennen.

Gast

H. H. schrieb:

Einphasig kann es einen glatten DC-Fehlerstrom nur geben wenn schon das Netz den enthält. Das wäre allerdings für zahlreiche Verbraucher fatal, z.B. solchen mit 50Hz Eisenkerntrafo.'

"glatten DC-Fehlerstrom" ist die etwas abstrakte Darstellungsform wenn man den Strom in seine Frequenzanteile zerlegt.

Gast

Flip B. schrieb:

Chantalle schrieb:

einen Brückengleichrichter mit

EInweggleichrichter, dahinter am besten eine geregelte stromquelle zum PE, da N-PE schonmal gut 10V wechselspannung überlagert sein kann.

Nein, nicht einphasig, dann hat der FehlerStrom immer wieder 0mA und Typ A sollte auch auslösen. Besser B6, dann hat der Fehlerstrom eine geringer Variation

(Firma: Hobbytheoretiker)

Scyte R. schrieb:

RCDs Typ B kommen immer mehr auf.

Ein FI-Schalter Typ B (allstromsensitiv) ist immer dann erforderlich, wenn elektrische Geräte glatte Gleichfehlerströme erzeugen können, die Standard-FI-Schalter (Typ A) "erblinden" lassen. Typische Einsatzgebiete sind Wallboxen (E-Ladestationen), Photovoltaikanlagen (PV), Wärmepumpen, Frequenzumrichter und Baustromverteiler. Er erkennt Wechsel-, Puls- und glatte Gleichfehlerströme.

Hier steht noch warum B oder B+ https://www.eaton.com/de/de-de/markets/residential/safe-smart-energy-efficient-homes/arc-fault-protection/rcd-type-b.html

Wobei hier davon auszugehen sein duerfte, dass ein FI B im Dreiphasennetz sitzt und der TO an einer Phase einer Schukosteckdose den DC Fehler verursachen moechte.

Gast

H. H. schrieb:

Chantalle schrieb:

Besser B6,

1-phasig...

RCD Typ B wird z.B. bei Wallboxen vorgeschrieben wenn diese den nicht beinhalten oder auch bei Gerätren mit Frequenzumrichter wenn der Zwischenkreis nicht fehlerströme selber detektiert und sich abschaltet. All dies wird 3 phasig angeschlossen, nur da können DC Fehlerströme entsehen die auf einem hohen level vergleichweise geringe Variation haben.

Entsprechend dem, war die Antwort auf reale Fälle und nicht auf unsinnige Fälle bezogen. Man will mir hier Ahnungslosigkeit unterstellen und hat ausser reachthaberiched Gehabe selber nichts drauf.

Und an einer Phase mit einem Gerät kann man schwerlich einen DC Fehlerstrom erzeugen, ausser man benutzt einen Trafo um dann Ausgangsseitig im DC Netz einen Seite zu erden, das bekommt der RCD im AC Netz dann aber nicht zu sehen, dafür sind die auch nicht da.

(Firma: Hobbytheoretiker)

Als die ersten FI installiert wurden, ...

Typ AC: Nur für reine Wechselströme. In Deutschland und vielen anderen Ländern nicht mehr für Haushalte empfohlen oder zulässig.

... wurden Föhns mit Diode für die Stufe mit halber Leistung gesucht. Die wurden an Steckdosen im Haus, die an unterschiedlicher Phase hingen, verteilt angesteckt um zu sehen, wie es dem FI schwerer fällt auszulösen.

Heute, ab dem Typ A, geht so was nicht mehr.

: Bearbeitet durch User

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