Hallo,
kennt sich hier jemand fundiert mit Potentialunterschieden in Verbindung
mit Netzwerkkarten aus? Ich benötige eine fachliche Meinung zur
Ethernet-Verkabelung von zwei Etagen in einem Mehrfamilienhaus.
In die eine Etage kommt ein normaler DSL-Router mit Steckernetzteil. In
der darunterliegenden Etage soll ein Rechner per Kabel(!) an den Router
angebunden werden.
Die zu überbrückende Strecke beträgt ca. 30 Meter. Die Geschwindigkeit
der Karte muss nicht unbedingt auf 100 MBit gestellt werden, 10 MBit
reichen völlig. Ich dachte deswegen spontan an ein langes
UTP-Patch-Kabel, da die keine äußere Schirmung haben (Stecker ist außen
aus Plastik) und ich immer der Meinung war, dass in so gut wie allen
Netzwerkkarten Optokoppler verbaut sind. In meiner favorisierten 3Com
3C905C-TXM sitzt ein H1154 von PULSE, konnte aber kein Datenblatt
finden. Mir wurde schon ein Netzwerk-Entkoppler empfohlen, aber das
scheinen medizinische Nischenprodukte zu sein und dementsprechend sind
auch die Preise...jenseits von Gut und Böse!
Und wie sieht das mit eventuell verschiedenen Phasen innerhalb einer
Wohnung aus, wenn z.B. knapp 50 Meter von einem Router zum PC zu
überbrücken sind? Kann es da auch schon Probleme geben oder gibt es
sogar irgendwelche Vorschriften bezüglich dieser Problematik?
Da man heutzutage ja für jeden Furz persönlich haftet, möchte ich
möglichst vermeiden, dass meine Verkabelung in irgendeiner Weise gegen
irgendwelche Vorschriften verstößt.
Das Thema ist nur wichtig wenn es Potenzialunterschiede zwischen den PEs
der zu verbindenden Stellen gibt.
Also wenn es innerhalb deines Hauses Potenzialunterschiede des
PE-Leiters gäbe, dann ist bereits was in der Vergangenheit verpfuscht
worden und die Gedanken über die Vorschriftmässigkeiten de
Netzwerkverbindung sind dann auch vollends egal.
Die Gehäuse(Masse) von zwei ATX-Computern innerhalb eines normalen
Hauses sollten normalerweise ca. 0 V Unterschied haben.
PS: Ich habe von dem Thema keine Ahnung und deswegen soltle jemand
antworten der sich auskennt ;-)
Man sehe mal hier:
http://www.wut.de/e-8wwww-13-apde-000.php
Ansonsten empfehle ich, alles ruhig geschirmt auszuführen, und nur das
Anschlußkabel zum PC als UTP - dann ist der Bus geschirmt und nur an
einem Punkt mit Erde verbunden...
Netzwerkkarten sind immer per Trafo entkoppelt.
Im Altbau gibt es oft arge Probleme mit PE-Verschiebungen, weil kein
getrennter PE-Leiter geführt ist. Wenn jedoch ein getrennter PE geführt
ist, was in allen Bauten ab irgendwann 197x der Fall ist, gibt es da
normal keine Potenzialunterschiede und auch keine Probleme mit
geschirmter Verkabelung.
Den Schirm nur einseitig anschließen, beeinträchtigt die Wirksamkeit des
Schirms beträchtlich. Wo es geht, würde ich geschirmt arbeiten.
Verteiler und Dosen evtl. zusätzlich erden.
>> Also wenn es innerhalb deines Hauses Potenzialunterschiede des>> PE-Leiters gäbe, dann ist bereits was in der Vergangenheit verpfuscht>> worden und die Gedanken über die Vorschriftmässigkeiten de>> Netzwerkverbindung sind dann auch vollends egal.>> Die Gehäuse(Masse) von zwei ATX-Computern innerhalb eines normalen>> Hauses sollten normalerweise ca. 0 V Unterschied haben.
Das stimmt so nicht. Potentialunterschied kann in einem TN-C-Netz völlig
normal sein.
Aber da du ja schreibst, dass der Router ein Steckernetzteil hat und der
PC das einzige Gerät mit PE ist, hast du auch kein Problem mit dem
PE(N).
1. Der Router, der galvanisch gekoppelt aus dem Netz Spannung
verschleppen darf wird die VDE - Prüfung wohl nicht bestehen.
2. Es werden via - Netzwerkkabel-Schirm die PE-Ebenen beider Systeme
verbunden. Das ist beim PE volkommen in Ordnung nur kann es natürlich
sein, dass wie schon gesagt alte Leitungen und alte Installation zu
einer Differenz führen, die Du nun mit dem Kabel verbindest. In der
Regel stört das Deinen Datenverkehr.
3. Wenn Du auf nummer Sicher gehen willst, verbinde Deine PC-Gehäuse,
mit dem Potentialausgleich und sollte keiner da sein, machts Du das
gleich parallel zum legen des Netzwerkkabels.
Hallo Tom,
in einem Haus hat man kein TN-C Netz, ausser die Bude ist uralt
"klassische Nullung" oder du verdrahtest deine Steckdosen mit >10mm²
(möchte die Steckklemmen an der Schukosteckdose sehn).
Innerhalb eines "normalen" Gebäudes braucht man sich über
Potentilunterschiede am PE keine Gedanken machen.
Viele Grüsse,
Christian
an Karl-j. B.
Du trennst jawohl schon am Hausanschl. N und PE und führst diese auf je
eine seperate Klemmstelle, an der alle weiteren PE's aufgelegt werden.
Somit hast du zwischen 2 PE's im Haus auch keine Potentialunterschiede.
Lediglich zwischen N und PE können dann Potentialunterschiede sein.
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