Die beste Nation der Welt

(Firma: mc.net) #6222733
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COBOL läuft auch hier noch zu genüge im Banken- und 
Versicherungsbereich, keine Ahnung was das mit USA-Bashing zu tun hat. 
Und warum hält sich das solange? Im Wesentlichen zwei Gründe: Zu geizig 
für Neuinvestitionen, aber warum auch, never touch a running System, das 
Zeug läuft und ist robust programmiert, woran es mangelt ist Wartbar- 
und Erweiterbarkeit, diesen Aspekt merkt man nun.
IBM bietet derzeit auch COBOL-Kurse an, also wäre als freelancer gerade 
low-hanging fruits pflücken möchte, scheint mir das recht einträglich.
Was läuft eigentlich noch in Japan so an Altsystemen?
#6222824
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Andreas B. schrieb:
> Da fällt einem wirklich nicht mehr ein :
> 
https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-04-13/an-ancient-computer-language-is-slowing-america-s-giant-stimulus
>
> Kommentar meiner Frau: Wie haben die es bloß zum Mond geschafft?

Wer ist 'Sie'?
Wimre hat der deutsche Werner die Amerikaner zum Mond geschossen. X-)

Mag sein, dass US-Land bei irgend welchen superspeziellen 
Wissenschaftsthemen noch vorn mitmischen, aber die Welt funktioniert 
seit etwa 50 Jahren auch wieder ohne die konsumgeilen Sieger des 2WK 
ganz gut.

Es ist halt wieder das übliche Geheule, weil man die Expertise gefeuert 
hat und die importierten Fachkräfte es nicht mehr können. Dort wie hier.
Gast #6222949
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Ich glaube eher, COBOL ist ein Garant dafür, dass es zuverlässig läuft. 
Dass es dafür erprobte Frameworks gibt, die in C, D, E oder F 
zuverlässiger und schneller laufen und von 2 Nerds gepflegt werden 
könnten, ist ja Quatsch.

Große Firma haben doch eh oft ihre eigenen Sprachen, R, oder objektive 
oder oder.
OP #6223035
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Der Freundliche Gast X. schrieb:
> woran es mangelt ist Wartbar-
> und Erweiterbarkeit, diesen Aspekt merkt man nun.

Das hätte man schon spätestens vor 20 Jahren (Jahrhundertproblem) merken 
können.
Daß Cobol auch noch woanders läuft, macht es nicht besser. Vor allen 
Dingen weil es keiner mehr beherrscht, von der Spaghettiprogrammierung 
mal abgesehen. Ich hatte es mal vor Äonen von Jahren lernen müssen und 
es kam mir damals schon überholt vor.

Der Freundliche Gast X. schrieb:
> Was läuft eigentlich noch in Japan so an Altsystemen?
Keine Ahnung.
Was JP und Organisation betrifft, die haben gerade für jeden Haushalt 2 
Masken per Post verschickt. Über den Aufwand und die Kosten schweigen 
wir lieber mal. Aber die bekommen das hin, das ist der Unterschied.

Michael X. schrieb:
> In Berlin wird das noch per Schreibmaschine
> und Akte erledigt.

Berlin möchte ich jetzt mal nicht als Maßstab nehmen. ;-)

Roland E. schrieb:
> Es ist halt wieder das übliche Geheule, weil man die Expertise gefeuert
> hat und die importierten Fachkräfte es nicht mehr können. Dort wie hier.

In diesem Fall wohl nicht. Die Expertise ist schlicht ausgestorben.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #6223632
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Werner H. schrieb:
> Ich habe auch noch einen XP-Rechner in Betrieb (für alte Programme, die
> auf Win10 nicht mehr wollen).

haha

 Ich habe im Januar ein Programm in PL7.1 (läuft unter MS-DOS) für eine 
TSX17-20 (Telemechanik SPS)  neu geschrieben und so die HW der 
Liftsteurung vor dem Schrott gerettet, nach dem mein Exarbeitgeber von 
vor 11 Jahren noch die original CMOS Batterie (0789) darin hatte. Die 
Monteure haben den Strom bei einer Reparatur abgeschaltet. Eine Woche 
später beim power on dann das böse Erwachen. Back up nicht vorhanden.

Kunde zu mir: Kannst du dir das mal anschauen?
Klar doch:
- Erfassung der Anlagenfunktion und Schaltbildrekonstruktion: 12h 
(mangels Unterlagen)
- Neuentwickung des Programms 125h
- Installation und Inbetriebnahme und Feinabstimmung 8h

Namaste
(Firma: vyuxc) #6224393
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A. S. schrieb:
> Ich glaube eher, COBOL ist ein Garant dafür, dass es zuverlässig läuft.
> Dass es dafür erprobte Frameworks gibt, die in C, D, E oder F
> zuverlässiger und schneller laufen und von 2 Nerds gepflegt werden
> könnten, ist ja Quatsch.
>
> Große Firma haben doch eh oft ihre eigenen Sprachen, R, oder objektive
> oder oder.

Cobol heißt dass es auf einem Mainframe läuft. Sowas ersetzt man nicht 
eben.
(Firma: matzetronics) #6226564
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Michael X. schrieb:
> In Berlin wird das noch per Schreibmaschine
> und Akte erledigt.

Na, dann lies mal das hier:
https://www.tip-berlin.de/corona-zuschuss-geldregen-vom-staat-wie-gut-das-system-funktioniert/

Und das kann ich bestätigen. Am 8.April beantragt, am 9.April waren die 
Mäuse aufm Konto. Sag das mal den Bayern, die warten schon seit 2 
Wochen.
#6226578
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Andreas B. schrieb:
> Berlin möchte ich jetzt mal nicht als Maßstab nehmen. ;-)

OK nehmen wir Stuttgart
Das Projekt wurde 1994 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Bauarbeiten 
begannen am 2. Februar 2010. Die geplante Inbetriebnahme wurde 
zwischenzeitlich von Dezember 2019 in mehreren Schritten verschoben. Die 
Eröffnung des Hauptbahnhofs ist nunmehr für Dezember 2025 geplant, 
einzelne Projektteile sollen später folgen.

wie ist das mit anhydrit Gestein?
https://www.fh-muenster.de/hochschule/aktuelles/news/index.php?newsId=595
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-weiterhin-skepsis-bei-tunnelbau-durch-gestein-anhydrit.cb2c232a-c119-488e-b5af-950e911c6d70.html
#6226623
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Andreas B. schrieb:
> fühlst Dich auf den Schlips
> getreten.

nö, nur sind überall solche Baustellen zu finden und IMHO auch mit 
Fachkräften von überall her! (inclusive auch eigener "Flachkräfte" meist 
Fachfremd, wir gönnen uns das Aufsichträte und Posten zu besetzen die 
alles machen nur keine Aufsicht)
wie wurde doch Mehdorn rumgereicht? und warum wo er an keinem Posten 
glänzen konnte?

BER muss nicht fertig werden, das ist doch nur eine ABM für 
weggefallende Arbeitsplätze!
Gast #6232388
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> Die beste Nation der Welt
Kann ja nur rein rethorisch gemeint sein!

Nur dank unserer Koryphäen (besonders der einen aus der ehemaligen
Ostzone) heimsen "wir" ja noch jede Menge mehr Nobelpreise ein,
als z.B. Saudi-Arabien, Syrien, Türkei oder Bangladesh ...
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6232517
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Joachim B. schrieb:
> wir gönnen uns das Aufsichträte und Posten zu besetzen die
> alles machen nur keine Aufsicht)

Doch, die Aufsichtsräte kontrollieren sehr genau, dass die Gelder strikt 
nach Parteibuch und Absprachen in miefigen Parteihinterzimmern an 
wohlverdiente Parteifreunde verteilt werden. Das Problem bei solchen 
Langläuferprojekten besteht darin, dass sie nach gewisser Zeit eine Art 
ökologische Nische für Schmarotzer darstellen, die anschließend auf dem 
"freien Markt" keine Chancen auf Aufträge oder Anstellung mehr hätten. 
Also werden sie dann irgendwie durchgefüttert.

Ich erinnere mich mit Grausen an DeTeWe und Konsorten. Nach der 
Wiedervereinigung hatten sie einen gewaltigen Auftragseingang, um die 
Umstellung des gesamten Telefonnetzes auf ISDN usw. durchzuführen. 
Leider wollte keiner verstehen, dass dies niemals ein auf Dauer 
angelegtes Geschäft war, sondern einfach nur ein sehr großes Projekt mit 
langer Laufzeit. Und dass nach Auslieferung der letzten 
Vermittlungsstelle die Nachfrage schlagartig einbrechen würde, wurde 
auch nicht als Projekterfolg angesehen.

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