Fabian schrieb:
> Gibt es also ein Bauteil, welches im Grunde funktioniert wie ein
> Flipflop nur ohne Versorgungsspannung?
Du suchst was anderes.
Versorgungsspannung hast du ja, aus der Power Bank.
Erstens: Viele Power Banks schalten sich ab, wenn der Strombedarf zu
niedrig wird (z.B. unter 5mA).
Der rPi könnte sich selbst schlafen legen und unter diese Stromaufnahe
kommen Dann schaltet die PowerBank ab und erst wieder ein, wenn jemand
ihr Knöpfchen drückt, egal ob die Netzspannung inzwischen wieder kommt
oder nicht.
Das Verhalten willst du auch nicht, du willst wohl, daß der rPi wieder
startet, wenn die Netzspannung wieder da ist. Man müsste also das
Knöpfchen drücken simulieren bei wieder kommender Netzspannung. Und auch
das würde nur funktionieren, wenn die Power Bank mit dieser
Mindestlastabschaltung ausgestattet ist.
Also besser eine andere Lösung:
Wenn die Netzspannung weg geht, bekommt dein rPi das derzeit ja mit,
über welche Leitung auch immer.
Nun fährt er sich herunter, dann kann nach einiger Zeit auch von der
Power Bank abgeklemmt werden. Das ist eine ZEITVERZÖHRUNG.
Wenn nun die Netzspannung wieder kommt, sollte man auch etwas warten
(ZEITVERZÖGERUNG, könnte ja instabiles Netz sein) und dann die PowerBank
und damit den rPi einschalten.
Allerdings dient für die erste Zeitverzögerung, zum Abschalten, die
Power Bank als Spannungsquelle und für die zweite Zeitverzögerung, zum
Einschalten, die Netzspannung als Spannungsquelle.
Die erste Zeitverzögerung schaltet die Power Bank aus, wie auch immer
das bei deinem Modell erfolgt, Knöpchen drücken oder Last abschalten.
Die zweite Zeitverzögerug schaltet die Power Bank ein, wie auch immer
das bei dir dann erfolgt, Last anklemmen oder Knöpchen drücken.
Es gibt fertige Zeitverzögerungen für 230V~, aber die sind für
Hutschienenmontage teuer und klobig, oder klein und doof, für
Lüfter-Nachlaufsteuerungen. Wenn man sowieso Gleichspannung aus
Sekundärseite schalten will, tut es ein Optokoppler oder PhotoMOS
Relais, und wenn man primärseitig eine Zeitverzögerung haben will, muss
man sie aus der Netzspannung versorgen, also per Kondensatornetzteil. Da
wäre eine fertige Lüfter-Nachlaufsteuerung nicht grösser, nur schaltet
sie eventuell bei der kleinen Last eines Optokopplers oder PhotoMOS
nicht durch, und müsste eine extra Belastung bekommen (Widerstand, wird
warm, macht die Sache nicht kleiner). Eine optimale Lösung wäre also
wohl ein zweites kleines Netzteil wie HLK-PM01 und ein konventionelles
MonoFlop als Zeitverzögerung.
Bleibt das Aschalten wenn die Netzspannung weg ist. Hier nutzt man die
Spannnug der Power Bank als Versorgung und das Signal über das schon
jetzt der rPi erfährt daß die Netzspannung weg bleibt, ebenfalls ein
konventionelles MonoFlop wie CD4096, und schaltet entweder die
Stromversorgung des rPi per MOSFET ab, oder die Power Bank per
Simulierung des Knöpfchen-Drückens.
Die Schaltung ist nur nötig, wenn du es nicht hinbekommst, die
Stromaufnahme des rPi nach shutdown unter die Abschalt-Stromaufnahme der
Power Bank zu senken, oder die Power Bank so ein Feature nicht hat.