Nur mal so zum Vergleich: Die Leistung entspricht der Gasflamme eines
"richtigen" Woks bzw. 3-4 "normalen" Gasbrennern auf einem Gasherd.
Wie heiss darf die Platte werden? Ich würde spontan an
Flüssigkeitskühlung denken, bei einer so hohen Leistung.
Ein (kleines) Problem dürfte auch die thermisch/mechanische Ankopplung
der Kühlung sein.
Die Wärmeleitfähigkeit von 1.4301 ist nämlich sehr gering und je nach
örtlicher Verteilung der Leistung braucht es erst mal einen "heat
spreader".
Energieeffizienz beachten schrieb:> Nur mal aus Interesse: Wie baut man ein Gerät, das fast 8kW> Verlustleistung produziert?
Z.B. indem man ein Rasterelektronikmikroskop baut.
Jedenfalls hatten die früher einen Verbrauch in
dieser Grössenordnung.
blubb schrieb:> (Siedekühlung)
Mal noch ein bischen rumgerechnet. Wenn ich mich jetzt nicht vertan habe
dann würde bei der Leistung in ca. 300 Sekunden ein ganzes kg Wasser
verdampfen.
Der Andere schrieb:> Harald W. schrieb:>> Jedenfalls hatten die früher einen Verbrauch in>> dieser Grössenordnung.>> Aber nicht alles auf einer Fläche von 26 mal 26cm :-)
Ein grosser Teil der Kühlleistung wurde für die Öldiffusionspumpe
benötigt, die in etwa diese Abmessungen hat. Ohne genauere Angaben
des TEs kann man wenig zu Sinn und Zweck der Kühlanlage sagen.
Hansi schrieb:> Kann mir jemmand einen Hersteller oder vieleicht eine Ausführung> empfehlen?
Autokühler, notfalls LKW. Basteln muss man sowieso, schon um die
Leistung von der Stahlplatte wegzubringen. Womit sich die Frage erhebt,
wie kommt diese Leistung überhaupt dahin?
Ist ja sicher alles streng geheim.
Georg
Georg schrieb:> Autokühler, notfalls LKW.
LKW Brauchst du nicht. Es gibt eine alte Autobauer Faustformel: Von dem
verbrannten Sprit geht 1/3 der Gesamtenergie in die Abgase, 1/3 in echte
mechanische Energie und 1/3 in die Kühlung.
Ein moderner Turbodiesel oder Benzinerdirekteinspritzer mag das um
10-20% zugunsten der mechanischen Leistung verschoben haben, aber mehr
auch nicht.
Also sollte die Kühlung eines alten R4 oder einer Ente dafür genügen.
Vorausgesetzt er kriegt die Wärme erst mal von der Metallplatte ins
Wasser.
Es handelt sich um eine Induktive Anwendung, die Leistung wird ca.
5s-10s angelegt,die Temperatur der Platte sollte im Maximum ca. 150°C
betragen.
Nach 10s habe ich eine Oberflächen Temperatur von 70°C gemessen.
Die Wärme kann sollte dann nach etwa 60s soweit abgeführt werden, dass
die Oberflächentemperatur Stahlplatte wieder 50°C beträgt.
Hab ichs mir doch gedacht: sicher ein Preheater.
Warum nimmst du keine ALU-Platte? Stahl ist zu träge.
Ein Kühlkörper könnte auch gehen, schnell aufheizbar
und auch schnell abkühlbar. Übrigens rechnet man nicht
mit Leistung, sondern mit der Wärmemenge Q in Kcal. oder
Kjoule. Steht auch im Wikipedia.
https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rme
Hansi schrieb:> Es handelt sich um eine Induktive Anwendung, die Leistung wird ca.> 5s-10s angelegt,die Temperatur der Platte sollte im Maximum ca. 150°C> betragen.>> Nach 10s habe ich eine Oberflächen Temperatur von 70°C gemessen.>> Die Wärme kann sollte dann nach etwa 60s soweit abgeführt werden, dass> die Oberflächentemperatur Stahlplatte wieder 50°C beträgt.
Nimm statt Wasser eine Ölkuhlung mit entsprechendem Öl und die Sache ist
gegessen, 8kW sind nix was sonderlich aufregend wäre.
Wie? Einfach einen Hohlraum hinten anschweißen und diagonal mit Öl
durchspülen. Ggfs für ausreichend Verwirbelung des Öls sorgen, damit es
nicht nur quer durchfließt und dadurch Hotspots entstehen.
MiWi
MiWi schrieb:> Nimm statt Wasser eine Ölkuhlung mit entsprechendem Öl und die Sache ist> gegessen, 8kW sind nix was sonderlich aufregend wäre.
Neugierige Frage, vielleicht weist Du das ja aus dem Stehgreif ungefähr
zu beantworten:
Um wieviel ist den Öl im Wärmetransport schlechter als Wasser? Lässt
sich das ungefähr als Hausnummer beziffern?
Ich hab hier mehrere Alukühler mit Flüssigkeitskühlkanälen von denen
einer durch Wasser durchgefressen wurde...
ichbin
ichbin schrieb:> MiWi schrieb:>> Nimm statt Wasser eine Ölkuhlung mit entsprechendem Öl und die Sache ist>> gegessen, 8kW sind nix was sonderlich aufregend wäre.>> Neugierige Frage, vielleicht weist Du das ja aus dem Stehgreif ungefähr> zu beantworten:> Um wieviel ist den Öl im Wärmetransport schlechter als Wasser? Lässt> sich das ungefähr als Hausnummer beziffern?> Ich hab hier mehrere Alukühler mit Flüssigkeitskühlkanälen von denen> einer durch Wasser durchgefressen wurde...>> ichbin
Nein, ich weiß das nicht, ich weiß nur daß es solche Öle im
Lebensmitttelbereich (Backöfen) gibt. Sollte aber nicht schwer sein daß
über die Wärmemenge zu rechnen...
MiWi
MiWi schrieb:> Sollte aber nicht schwer sein daß über die Wärmemenge zu rechnen...
Ganz so einfach ist das nicht. Schau dir bei Wikipedia mal den
Wärmeübergangskoeffizient an. Das ist stark vom Fluid, Geometrie und
Strömungsgeschwindigkeit abhängig.
ichbin schrieb:> Ich hab hier mehrere Alukühler mit Flüssigkeitskühlkanälen von denen> einer durch Wasser durchgefressen wurde...
Erstens muss er ja kein Alu verwenden, und zweitens ist es
Geschmackssache, ob man im Fehlerfall lieber Wasser oder Öl in der
Gegend herumfliessen hat.
Alukühlkörper mit Wasserkühlkanälen haben da oft in die Bohrungen
eingepresste Kupferrohre, das hat seine Gründe. Ich habe mit direkter
Wasserkühlung in Alu auch schlechte Erfahrungen gemacht, es war
notwendig das Wasser stark zu vergiften, damit sich der Kreislauf nicht
mit Bakterien zusetzt. Irgendwie mögen die Alu.
Georg