Elektrisch leitfähige Kontaktpaste

Gast #3861584
Hallo Leute,
ich möchte Bauelemente zwischen 2 Kontakten pressen.  Ich habe das 
gerade testweise mal probiert und einen kontaktwiderstand von 72µOhm 
gemessen.

Diesen möchte ich auch beibehalten und möchte die Kontaktfläche mit 
einer Art leitfähigen Paste bearbetien, was sowohl (ähnlich wie bei 
Wärmeleitpaste) die fehlenden Kontaktstellen füllt (rauheit ausgleichen) 
und auch oxidation verhindert...

Es gibt diesen WireGlue-Kleber aber ich wollte eigentlich nicht kleben, 
sondern echt nur einschmieren und pressen.
Hat jemand bezugsquellen für sowas? Dieser WireGlue-Kleber wäre auch ok, 
wenn jemand damit erfahrung hat und bestätigen kann, dass man den mit 
einem kleien Ruck wieder losbekommt, könnt ich damit leben.

Ich würde Ebay oder Amazon als Bezugsquelle bevorzugen, aber alles was 
man findet ist Wärmeleitpaste -.- es scheint man muss den konkreten 
Produktnamen kennen....

Kontaktiert wird Kupfer auf verzinntes Kupfer.

Hat jemand Ideen?  Kontaktspray wäre mir übrigens zu dünnflüssig....
Gast
Irgendwas auf Graphitbasis könnte ich mir vorstellen.Den Abrieb von 
einem sehr weichen Bleistift? Die Medizintechnik benutzt in der 
Elektrotherapie manchmal Dauerelektroden welche mit einem recht pappigen 
Gel auf der Haut befestigt werden. Ich kenne das vom Orthopäden und ist 
nicht mit diesem Ultraschall Gel zu verwechseln.Eventuell taugt das für 
deinen Zweck
Gast
uuiiiiii
Also die Kupferpaste habe ich gefunden. Cool.
Das blöde daran scheint abre zu sein, dass es den Kontaktpunkten nicht 
weicht, sondern als schmiermittel ja auch irgendwie dazwischen bleiben 
wird..... da hab ich etwas schiss, dass ich zum schluss den 
Kontaktwiderstand nich noch übermäßig erhöhe.... Und austrocknen und 
abbröckeln darfs auch nicht :-O

Das Zeug auf Graphitbasis scheint irgendwie OK zu sein, aber nicht so 
toll, was den Widerstand angeht. Es gibt ähnliche Produkte auf 
silberbasis... die haben 50x kleineren Widerstand.


Also sowas:
http://www.ebay.de/itm/Kupferpaste-125g-Kupferfett-Warmeleitpaste-Leitlack-26-kg-/231335256880?pt=%C3%96le_Schmierstoffe&hash=item35dca7e330
oder das hier:
http://www.ebay.de/itm/BUSCH-5900-Silber-Leitlack-alle-Spurweiten-Neu-/361076278377?pt=DE_Modellbau_Modelleisenbahnen&hash=item5411d2c469
Kupferpaste trocknet höchstens in geologischen Zeiträumen aus.
Besorge Dir einen kleinen Klecks in der nächstbesten Schrauberbude und 
mach daran eine Widerstandsmessung.
Die Autoschrauber nehmen das übrigens für Auspuffschrauben oder die 
Gleitflächen der Bremsklötze, allerdings nicht wegen der 
Leitfähigkeit.;-)

Alternativvorschlag: Leitsilber auf die Kontaktstelle tupfen.
Gast
Vielleicht wäre auch so eine 'Flüssigmetall' Wärmeleitpaste was für 
Dich. Ich weiß nicht genau was da drin ist, aber wohl eie Bismur-Gallium 
Legierung, die bei Raumtemperatur schon flüssig ist. Sowas wurde nur 
hart werden, aber es besteht die Gefahr, dass es langsam oder schell 
(bue Gallium und Aluminium z.B.) eine Legierung mit dem Metallen der 
Kontakte bildet und dann hat man irgend was undefiniert es, das man 
sicher gar nicht will.

Und dann gubts da noch so spezielle Gallium Folien, bis man zur Montage 
von bestimmten Laserdioden auf Kühlkörpern benutzt, das ist vielleicht 
auch passend.

Grüße
Flo
Gast
WackelkontaktPhobie schrieb:
> cool Leitsilber klingt echt am besten bis jetzt. das scheint ja
> regelrecht dafür gemacht

Es klingt zwar gut, aber es hat einen hohen Widerstand und ist für große 
Ströme ungeeignet.

WackelkontaktPhobie schrieb:
> Hallo Leute,
> ich möchte Bauelemente zwischen 2 Kontakten pressen.  Ich habe das
> gerade testweise mal probiert und einen kontaktwiderstand von 72µOhm
> gemessen.

Welchen Wert willst du erreichen und welche Ströme sollen fließen?

WackelkontaktPhobie schrieb:
> Kontaktiert wird Kupfer auf verzinntes Kupfer.

Komische Kombination für sowas. Erhöhe doch einfach den Kontaktdruck!
Gast
Vielleicht wäre auch so eine 'Flüssigmetall' Wärmeleitpaste was für 
Dich. Ich weiß nicht genau was da drin ist, aber wohl eie Bismur-Gallium 
Legierung, die bei Raumtemperatur schon flüssig ist. Sowas wurde nur 
hart werden, aber es besteht die Gefahr, dass es langsam oder schell 
(bue Gallium und Aluminium z.B.) eine Legierung mit dem Metallen der 
Kontakte bildet und dann hat man irgend was undefiniert es, das man 
sicher gar nicht will.

Und dann gubts da noch so spezielle Gallium Folien, bis man zur Montage 
von bestimmten Laserdioden auf Kühlkörpern benutzt, das ist vielleicht 
auch passend.

Grüße
Flo
Gast
Also das flüssigmetall fände ich jetzt nicht so interessant....

Den Anpressdruck zu erhöhen ist natürlich kein problem, allerdings wird 
der gleiche Anpressdruck auch das Leitsilber verdrängen, sodass es nur 
an stellen bliebt, wo der druck nicht präsent ist. somit wäre das 
immernoch ein zuverlässigerer kontakt als vorher.

Mir geht es nicht darum, unbedingt einen speziellen Widerstand zu 
erreichen... einfach nur darum, dass es zuverlässig ist.

Ich denke ich wers mit dem Leitsilber versuchen.
Gast
WackelkontaktPhobie schrieb:
> Den Anpressdruck zu erhöhen ist natürlich kein problem, allerdings wird
> der gleiche Anpressdruck auch das Leitsilber verdrängen, sodass es nur
> an stellen bliebt, wo der druck nicht präsent ist. somit wäre das
> immernoch ein zuverlässigerer kontakt als vorher.

Was redest du da? Ich denke du hast Zinn auf der zweiten Kupferschicht.
Deine 72µOhm willst du doch unterbieten. Mit was hast du das gemessen?
Und ein Kontaktwiderstand hat nichts mit Zuverlässigkeit zu tun.
Beitrag #6905880 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast
WackelkontaktPhobie schrieb:
> Kupfer auf verzinntes Kupfer

Das ist übrigens das Konzept einer Wagoklemme. Durch Federkraft wird der 
massive Leiter auf eine verzinnte Stromschiene gedrückt.
Dabei ist das Zinn die gesuchte "Kontaktpaste", es gibt (wenig und 
langsam) nach und formt eine gasdichte Verbindung:
"Die Zinnschicht ist verantwortlich für die Gasdichtheit der 
Kontaktstelle und verhindert die Korrosion"
https://www.wago.com/de/gebaeudetechnik/elektroinstallateur/praxistipps/anwendungstipps-verbindungsklemmen

Für Alu-Leiter gibt es noch eine Kontaktpaste. Kupfer funktioniert 
millionenfach ohne.

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 12 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.