433 Mhz Funksignal nachbilden.

Gast #5476291
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Hallo,

ich hätte eine Frage zum Datenstrom eines Funksenders auf 433Mhz-Basis.


Das gemessene Signal stammt von einem Handsender.
Ich möchte  den Empfänger mit einem µC via Funk ansteuern,
dazu möchte ich den Signalverlauf mit dem µC nachbilden.


Gibt es eine feste "Definition" des Signalverlaufes, also ist eine 
logische 1  -> 200us High und 600us low - Pegel - oder ist das eine 
logische 0?

Danke!
Angehängte Dateien:
Gast #5476308
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Stefan schrieb:
> Gibt es eine feste "Definition" des Signalverlaufes, also ist eine
> logische 1  -> 200us High und 600us low - Pegel - oder ist das eine
> logische 0?

Das kannst du, genauso wie der Hersteller deines unbekannten 
Handsenders,  machen wie die Witwe Bolte und die machte es, wie sie es 
wollte.

Du könntest den Handsender aufmachen und mit etwas Glück die Bezeichnung 
von dem IC ablesen, dass für die Kodierung zuständig ist. Im Datenblatt 
findest du dann mehr. Oft sitzt ein SC5262 o.ä. drin, der mit seinen 
verschiedenen An-/Aus-Folgen drei Zustände ("0","1","F") übertragen 
kann.
Dein Screen-Shot ist leider "etwas" zu kompakt, um da definitiv etwas 
rauszulesen.
Gast #5476339
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In dem Datenstrom, also innerhalb den High-Pegeln, sind keine weiteren 
Daten sichtbar. Die Bildschirmkopie ist leider etwas unscharf, daher die 
Rippel auf den Pegeln..

Er werden lediglich 25Bits übertragen mit einer länge von

200/600ms oder 600/200ms.

Ich denke der ganze Datenverkehr ist ganz einfach aufgebaut.
Hab das Signal heute aufgenommen, werde morgen abend mal einen Attiny
programmieren, damit der mir das Signal so erzeugt.

die einzigen Angaben die ich hab sind,
Funk: 433,92Mhz - Modulation AM (OOK)
Entschlüsselung: Belehrungscode
#5476349
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Sieht wirklich sehr ähnlich dem Protokoll aus, das auch die billigen 
Funksteckdosen mit PT2262/SC5262 nutzen - nur dass die meist längere 
Pulsdauern als 200µs/600µs verwenden.
Allerdings ist es nicht genau dieses Protokoll - es könnte aber das 
Protokoll sein, das die xx1527-ICs benutzen, und von dem das 
Billig-Funksteckdosen-Protokoll quasi eine Untermenge ist. Bei diesem 
Protokoll ist die Kodierung  folgendermassen:
Kurzer High-Pegel, gefolgt von (drei mal so) langem Low-Pegel = 0
Langer High-Pegel, gefolgt von (ein Drittel so) kurzem Low-Pegel = 1

https://github.com/sui77/rc-switch/wiki/KnowHow_LineCoding

Interessant wäre, wie lange die Pause bzw. Low-Phase zwischen zwei 
Wiederholungen ist - wenn das Protokoll tatsächlich mit besagtem 
xx1527-Protokoll kompatibel ist, müsste diese Pause/low-Phase 
6200µs=6.2ms lang sein.

Falls es nicht dieses Protokoll ist, dann könnte die 
Bit-Kodierung/Zuordnung aber natürlich auch genau anders herum sein.
Gast #5476376
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ich glaub fast nicht dass es ein Tri-State Code ist,
es schaut mir nur nach 0 und 1 aus.

Es handelt sich um ein Funk-Armband (Vibrationsarmband),
die Verschlüsselung ist glaub ich nicht all zu komplex..
#5476382
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Stefan schrieb:
> die Pause beträgt 6,2ms!

Sehr schön, dann kannst Du die oben genannte Kodierung wohl als 
einigermassen gesichert ansehen; der von Dir hochgeladene 
Signal-Screenshot würde demnach den Daten
011001100100001100000001
entsprechen. In diesem Fall gibt es auch nur 24 Daten-Bits - der letzte 
High-Pegel ist nicht Teil der Daten, sondern der Start der 
Synchronisations-Sequenz.

Der Tri-State Code der PT2262/2272 etc. kann es in der Tat nicht sein, 
da hast Du völlig Recht - in dem von Dir hochgeladenen Signal gibt es 
nämlich Bitfolgen, die bei diesem Tri-State-Code nicht vorkommen können.

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