Hallo,
ich habe mir für mein aktuelles Projekt eine kleine Funkfernbedienung im
Schlüsselanhängerdessign incl. Empfängerplatine gekauft. Die
Fernbedienung hat 4 Tasten und wird mit einer kleinen 12V Batterie
betrieben.
Ich möchte nun in die Fernbedienung einen kleinen µC zwischen die Tasten
und dem Sendechip verbauen, so dass bei einem Druck auf eine der 4
Tasten der Sender mehrere Halbbytes verschickt. Sinn soll sein, dass ich
den Sendern eine ID zuordnen kann (ich mehrere davon) und die Empfänger
(es gibt drei verschiedene) auswerten können, ob sie angesprochen sind.
Nun meine Frage: Wie kann ich die 12V auf die benötigten 5V für meinen
µC umsetzen ohne das die Batterie stark belastet wird. Die Schaltung
soll nur bei Tastendruck arbeiten und kann sich dann wieder schlafen
legen. Wie viel Strom zieht ein Längsregler wenn am Ausgang fast keine
Last hängt? Oder reicht eine Z-Diode? Der µC verbraucht ja nur wenige mA
wenn er läuft und im Sleep nur nA. Das ganze musste natürlich in SMD
sein, da ich fast keinen Platz mehr habe in der FB.
Anbei ein Bild der FB
Gruß
Sven
Naja, da sitzt so ein IC drinn, wie er auch in FBs zu Funksteckdosen
verwendet wird. Ich kann auf den 8 Adressleitungen eine Kennung
einstellen, allerdings reagiert dann auch nur der Empfänger, welcher die
selbe Kennung eingestellt hat. Bei mir soll aber ein Empfänger 5
verschiedene FB erkennen. Die FB müssen also alle die selben Adressen
nutzen. Hinzu kommt noch, dass ein zweiter Empfänger ebenfalls auf die 5
FB regieren soll. Allerdings soll der erste nur auf die Tasten A+B und
der zweite auf die Tasten C+D reagieren. Desshalb der µC zwischen den
Tasten und dem Sendechip.
Sven
Hab gerade mal Überschlagen: So eine 12V Batterie hat ja nur 38mAh. Das
hiese, sie hält bei 1mA Ruhestrom nur ca. 1,5 Tage. Die
Ruhestromaufnahme müsste also unter 3µA liegen, damit die Batterie
wenigstens ein Jahr durchhält. Oder mir fällt noch etwas ein, wie man
die gesamte Zusatzschaltung so anklemmt, das sie nur Strom bekommt, wenn
man eine Taste drückt. Da hab ich aber keine rechte Idee zu...
Vielleicht ist der Schaltplan im Anhang eine Lösung für dein Problem.
Der uC und der eingang des jeweiligen tasters bekommen nur dann strom,
wenn der taste gedrückt ist. die internen pullups des uCs müssen
natürlich aktiviert sein.
mfg Markus
Es wäre interessant zu wissen wie es im Sender aussieht. Ich würde auch
die komplette Schaltung nur bei einem Tastendruck bestromen, D.H. jedes
mal wenn Du eine Taste drückst läuft Dein Proz von neuem hoch und
initialisiert.
Der achteil wäre, dass der Tastendruck ein wenig länger dauern muss als
wie wenn Du den Proz nur aus dem sleepmodus holen willst, das ist aber
alle noch im ms-Bereich, dafür bracuht das Teil überhaupt keinen Strom
wenn nichts gedrückt wird!
Die Versorgung liegt dann an allen vier Tasten an, wird eine gedrückt,
bekommt der Proz über eine der vier Tasten seine Betriebsspannung -
quasi Uss vier mal parallel, zusätzlich solltest Du dann von jeder Taste
über eine Diode einen Inputpin ansprechen, je nachdem welcher pin einen
hi-Pegel hat kannst Du dann den entsprechenden Button selektieren!?
müsste doch gehen, oder?
hab nochmal ein Bild angehängt wie ich das meine.
den Spannuingsteiler an Port Input A hab ich jetzt mal dazu gezeichnet
weil du wohl kaum mit 12V an einen Input fahren kannst - bei den anderen
3 Ports habe ich es aufgrund meiner faulheit weg gelassen ;)
Falls er einen AVR benutzen will, wird er aber damit schwierigkeiten
bekommen, da dieser LOW-Active ist, die taster also an GND sollten.
Zumindest erinnere ich mich an einige versuche, taster an +5V zu hängen,
der AVR hat einen tastendruck dann nicht erkannt. Vielleicht habe ich
mich aber damals auch nur zu dämlich angestellt.
mfg Markus
ob Du nun einen pull-up widerstand hast an den Du low legst oder einen
pull-down an den Du High legst, dürfte dem Prozessor so ziemlich egal
sein - Garantieren kann ich es aber auch nicht!
Danke für die vielen Tipps. Das geht doch schon in die Richtung wie ich
mir das vorstelle. Dummerweise verbraucht der Längsregler den meisten
Strom. Man müsste also etwas bauen, was bei Tastendruck die 12V zu dem
Längsregler einschaltet und gleichzeitig einen Port des µC aktiviert
(low oder high ist erst mal egal). Benutzen will ich einen PIC, da ich
den schon ganz gut kenne.
Ich werde heut Abend die FB noch mal aufschrauben und mal versuchen die
Schaltung nachzuzeichnen. All zuviel war da nicht drin. Jetzt muss ich
aber erst mal Rasen mähen bei dem Wetter ;-)
Sven
@ Gonzo
An so eine Schaltung hab ich auch erst gedacht.
Nur nach den Electrical Characteristics im Datanblatt eines AVR darf die
Eingangsspannung nicht höher als 0,5V über der Versorgungsspannung sein.
Bei deiner Schaltung wären es sogar 0,7 Volt(siliziumdioden) weniger.
Vielleicht sind da Schutzdioden die sonst anfangen zu leiten.
Besser in die Signalleitungen auch Dioden schalten damit Uin nicht
>Vcc wird.
Lötkünstler
<Mit der Lizenz zum löten>
nö wieso, er hat doch extra noch den Widerstand längs eingefrimmelt -
somit hat man einen Spannungsteiler zum pullUp- da kannst Du jede
x-beliebige Spannung an die Ports legen!
hi,
Ich will nicht lügen, aber auf den dingern sitzt ein pt2260/62 und ein
PT2270/72, son teil habe ich mir bei ebay auch bestellt (warte immernoch
drauf) Ich habe mich ein wenig mit den ICs auf solchen komponenten
beschäftigt und weiss, dass die teile ein Vcc von höchstens 6-7V mögen.
Ich nehme an, dass bei deiner Fernbedienung (ohne draufgeguckt zu haben)
an dem IC auch ungefähr die spannung anliegt. Mess doch einfach mal
zwischen den pins vcc und vss (datenblätter hast du sicherlich) einmal
mit und einmal ohne tastendruck... die HS22XX und RS22XX serien sind
übrigens pinkompatibel.
Wenn da wirklich 6-7V anliegen, sollte das kein grosses problem mehr
sein.
schönen gruss
Elko
So, ich hab nun mal den interessanten Teil versucht zu zeichnen. Als IC
sitzt da ein SC2260R4 drin, welcher mit 12V angesteuert wird, sobald man
eine Taste betätigt. Den Teil an Dout habe ich mal nicht mitgezeichnet,
da dort der ganze HF-Kram dran hängt und im Moment nicht so wichtig ist.
So wie ich die Schaltung verstehe, wird bei einem Tastendruck die Basis
des Transistors über den IC auf Masse gezogen. Der Transistor leitet und
legt die 12V an den IC und an die LED. Das das funktioniert liegt sicher
an den Eigenheiten des IC. Nun wäre die Frage, wie man da noch den PIC
dazwischen schalten kann ohne das der PIC dabei drauf geht. Wenn ihr
also eine Idee habt, immer her damit. Ich hab im Moment keine. Aber
eventuell sehe ich auch den Wald vor Bäumen nicht.
Danke für euer Interesse.
Sven
Übrigens werden die teile tristate betrieben... ich denke, dass der
Transistor da auch eine erhebliche Rolle spielen könnte.
Ich arbeite gerade mit den LSD2262 chips und da lagen orginal auch nur
7V an, obwohl die schaltung auch mit einer 12V batterie betrieben wurde.
Darum die frage wegen den Dioden. In jeglichen Schaltung,die ich in der
hand hatte, waren auch jede menge si- und z-dioden verbaut, aber wenn du
sagst, dass da die kompletten 12V anliegen?! -.-
Versuch doch mal den handsender mit einer anderen spannung zu betreiben.
Der IC und kleinkram machen das mit, aber der sender selbst wird sehr
wahrscheinlich an sendeleistung verlieren.
MFG Elko
Also zwischen den beiden Spannungsversorgungspins des IC messe ich bei
Tastendruck 12,2 V. Wenn keine Taste gedrückt ist 0V. Es besteht auch
keine Verbindung zwischen dem Pluspol der Batterie und Vcc des IC. Laut
Datenblatt verkraftet der IC 15V Versorgungsspannung. Z-Dioden (bzw
überhaupt eine Diode) habe ich nirgens gefunden. Ich werde heute Abend
mal messen, welche Spannung an den Eingängen anliegt und auch die
restliche Schaltung mit einzeichnen.
Die Idee mit einer kleineren Batteriespannung kam mir auch schon. Ich
kann das auch mal mit 5V probieren. Diese Batterien gibt es ja auch als
6V. Noch eine Diode dazwischen und alles wäre gut. Der Sender muß nur ca
3m Senden, allerdings durch eine Wand hindurch (das ganze wird eine
Alarmanlage fürs Gartenhaus). Allerdings wird wohl die LED dann nicht
mehr leuchten. Bei dem Vorwiderstand (5x kontrolliert, es steht 622 auf
dem SMD-R) fliesen ja jetzt schon nur ca. 1,5mA durch die LED.
Falls das nicht geht, wie müsste man denn den PIC an den IC schalten? An
jede Leitung eine Z-Diode?
Die Schalter könnte ich ja mit einer Eingangsschutzschaltung
(Shottky-Diode gegen 5V+10k Widerstand) an den PIC klemmen. Das müsste
doch gehen?
Sven
Hi,
ich denke bei deiner Fernbedienung wird der sender aus einer art
pendelaudion bestehen. Wenn du die Spannung von dem Sender auf 5 oder 6V
drosselst, wirst du die 3 meter zwar hinbekommen, allerdings denke ich
nicht, dass da dann eine wand stehen darf... Du müsstest wenigstens den
sender mit 12V betreiben und da der auf einer platine sitzt,
schwierig... Was liegt denn an den Ax-Pins an??? wenn der IC mit 12V
betrieben wird, so wird an den pins auch mit 12V adressiert!? wenn du da
dein PIC dranhängst, hmmm ob der IC dann die Pegel korrekt erkennt? Du
müsstest schon "irgendwie :-)" erreichen, dass dein IC mit einer
niedrigeren Spannung läuft. Poste mal die komplette schaltung... wenn
ich mein funkset auch bekommen würde (so langsam) könnte ich dir
genaueres sagen, bzw die schaltung nachvollziehen.
Wie lange hast du auf dein Set gewartet wenn ich fragen darf(wenn der
von virt.Vill ist)??
MFG ELko
Hier nun also die vollständige Schaltung. Bitte wundert euch nicht über
die eigenwillige Zeichnung, aber ich vermute mal, dass das
Leiterplattenlayout mit zum Sender zählt. Deshalb die komische Schleife.
Was ich so garnicht verstehe, sind die 12V, welche über einen
Kondensator an der Antenne hängen. Nur ein Gag oder hat das wirklich
eine Funktion? Dieses runde BX-Dingels kenne ich auch nicht. Sind sicher
irgendwelche Spulen oder? Zu den Kondensatoren gibt es keine Werte, da
die nicht drauf stehen. Und an die Transistoren habe ich das geschrieben
was drauf steht. Keine Ahnung wie die richtig heißen.
Hab heute den Sender mal mit 6V betrieben. Hat eigentlich ganz gut
funktioniert. Ca. 5m mit einer Wand dazwischen (vom Wohnzimmer bis zur
Küche). An dem IC liegen bei einer gedrückten Taste 4,6V an und an dem
IC-Eingang des gedrückten Schalters 5,3V. Das könnte zum Problem werden,
da an den Eingängen die Spannung nicht höher wie die Spannungsversorgung
sein darf. Auch habe ich noch keine Idee, wie ich Q3 durchsteuere, wenn
der PIC noch keinen Strom hat. In dem IC1 sollen laut Datenblatt
Pull-Down Widerstände drin sein. Wenn das so ist, dann kann ich mir
erklären, wie der Transistor durchsteuert bei einem Tastendruck. Warum
dann allerdings eine positive Spannung an dem Dateneingang anliegt ist
mir ein Rätsel. Am einfachsten wäre es wohl die 12V Batterie durch eine
6V zu ersetzen und den PIC im Sleep-Mode zu betreiben und nur bei
Tastendruck aufzuwecken. Ein Ausgang des PIC könnte dann den Transistor
durchschalten und 4 Ausgänge legen das entsprechende Halbbyte an die
Dateneingänge des IC1. Ich glaube das könnte klappen.
Ja, die Teile sind von virt.Village. Hat ca. 2 Wochen gedauert. Kommen
ja aus China ;-)
Gruß
Sven
Hab das nun mal so umgezeichnet wie ich mir das denke. Der PIC befindet
sich immer im SLEEP-Modus und verbraucht da unter 1µA. Wenn eine Taste
gedrückt wird wacht er auf, wertet die Taste aus und legt die
entsprechenden Bitkombinationen an RB0-3. Über RA0 kann der Sender
aktiviert werden. Wenn alles übertragen ist, schaltet der PIC den Sender
wieder ab und legt sich schlafen. Über die Diode sollte so ca. 1V
abfallen. Eventuell auch zwei hintereinander. Könnte das klappen? Ich
bin zumindest im Moment der Meinung das das so klappen könnte.
Gute N8
Sven
Das die Schaltung so aussieht, hat schon einen Grund.
Die Schleife ergibt zusammen mit C2 einen Resonanzkreis, durch die
Ausdehnung wirkt es wie eine Rahmenantenne, die natürlich aufgrund der
Frequenz wesentlich kleiner ist, als die Version, die man aus
Großmutters Zeiten vom Detektorradio kennt. Das 'BX-Dingels' ist ein
Oberflächenwellenresonator, der wie ein Quarz die Frequenz konstant
hält.
Gruß
Jadeclaw.
Sowas in der Art hatte ich mir schon gedacht. Ich bin aber in
Funkangelegenheiten völlig unbewandert und hab auch eine gewisse
Abneigung davor (k.A. woher das kommt). Trozdem versteh ich nicht, warum
der Pluspol der Batterie an diesem Resonanzkreis angeschlossen ist. Der
müsste doch diesen Kreis stabil auf 12V halten, oder überlagert sich die
Gleichspannung mit der Wechselspannung? ** grübel **
Sven