rfm12 Modul -> Richtantenne

Gast #2610641
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Hallo zusammen,
ich hab im Internet extrem viel zu diesem Modul lesen können, jedoch 
wollte ich wissen, ob man an dieses Modul auch eine Richtantenne z.b 
Yagi Antenne betreiben darf.

Die Ausgangsleistung wird ja mit 10 mW angegeben.

Wenn an diesem Modul z.b nur ein Kupferdraht angeschlossen wird, dann 
ist es doch eine Rundstrahlantenne odeR?

Demzufolge  würden die 10 mW auf die Winkel verteilt abgegeben werden.

Bei der Richtantenne wird ja dann aber alles in einem Winkel abgegeben.
Also in eine Richtung..

Darf man das und wie weit könnte man dann kommen?

Cu Andy
Gast #2610669
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andy schrieb:
> Darf man das

Ja.

http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/BNetzA/Sachgebiete/Telekommunikation/Regulierung/Frequenzordnung/Allgemeinzuteilung/ShortRangeDevicesSRD_Vfg40.pdf?__blob=publicationFile


> und wie weit könnte man dann kommen?

Das hängt von vielen Faktoren ab, nicht nur vom Gewinn der Antennen. 
Aber weit mehr als die paar zehn Meter mit einem simplen Draht ist schon 
drin.
Moderator Persönliche Seite #2611404
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andy schrieb:
> na toll...ich müsste 400-500 m überbrücken "SICHTVERBINDUNG"

Ein Teil des 868-MHz-Bandes ist (mit maximal 10 % Belegungsdauer)
für 500 mW ERP freigegeben, damit ist das kein Problem.  (Im
Prinzip schafft man es auch schon mit weniger Leistung.)  Und nein,
wie du eben bemerkt hast, heißt das keinesfalls, dass du nun
unbedingt deinen RFM12 gegen einen RFM22 oder RFM23 tauschen musst,
denn die ERP erhöht sich auch um den Antennengewinn.  Du kannst dir
also eine kleine Yagi mit 10 oder 12 dBi Gewinn dranhängen und bist
trotzdem noch gut unterhalb der zulässigen 500 mW ERP.
Gast #2611456
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Jörg Wunsch schrieb:
> hinz schrieb:
>> Jörg Wunsch schrieb:
>>> denn die ERP erhöht sich auch um den Antennengewinn.
>>
>> Die EIRP, nicht die ERP!
>
> Doch, auch die.  Der Unterschied zwischen beiden sind die 2,15 dBi
> Gewinn, die ein Dipol hat.

Sorry, recht hast du.

Aber mit den 500mW im 35cm Band sollte er dennoch locker hinkommen. Die 
RFM12 pusten da allerdings nur mit 0dbm, das wird dann schon eine nicht 
ganz kleine Yagi.
Moderator Persönliche Seite #2611471
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hinz schrieb:
> Aber mit den 500mW im 35cm Band sollte er dennoch locker hinkommen.

Sehe ich auch so.

> Die
> RFM12 pusten da allerdings nur mit 0dbm, das wird dann schon eine nicht
> ganz kleine Yagi.

Wir haben vergleichbare Entfernungen mit IEEE 802.15.4-Modulation
im 2,4-GHz-Band mit einer PCB-Antenne erreicht.  Allerdings ist das
eine wirklich gute PCB-Antenne, sie bringt's auf 6,5 dBi Gewinn
(an einem Sender mit +3 dBm Ausgangsleistung).

Stimmt natürlich, bei 868 MHz ist das dann alles dreimal so groß.
Ich hatte neulich mal ein Experiment gepostet:

Beitrag "Re: Billig-WLAN-Yagi Beschiss?"

Könnte es bei ordentlichem Aufbau auf 14 dBi Gewinn bringen (in
der "Pappklasse" hab' ich sie auf 12 dBi bekommen), allerdings ist
die bei 868 MHz dann auch schon etwa 1 m lang.

Oder eben doch gleich einen RFM22B nehmen, der bringt es auf +20 dBm,
damit hätte man noch maximal 7 dBd (also 9 dBi) für den Antennengewinn
übrig, um im Limit der 500 mW ERP zu bleiben.
Gast #2611573
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868 mhz darf nur 1/10 von 1 Minute gesendet werden....bäh
2,4 GHZ keine Ahnung, hört sich nach Wlan an....keine Ahnung was das 
Gesetz dazu sagt...ich hatte gedacht, das man da nur max. 500 mW 
Ausgangsleistung haben darf, wenn sich das Wlan Gerät im Haus/Gebäude 
befindet.
Moderator Persönliche Seite #2611590
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andy schrieb:
> 868 mhz darf nur 1/10 von 1 Minute gesendet werden....bäh

Ja, und?  Hast du für deine Frequenz was bezahlt?  Wieviel willst
du denn senden, dass du mit 10 % nicht auskommst?  Andere wollen
schließlich auch mal was übertragen, du bist nicht allein auf der
Welt.

(Übrigens ist es genau genommen 1/10 einer Stunde, d. h. du kannst
6 min pro Stunde am Stück senden oder diese 360 s Sendezeit auch
irgendwie anders verteilen über die Stunde.)

Dafür kann dir auf 433 MHz ein Funkamateur in der Nähe mit 'ner
5-Watt-Handfunke deine Schotten komplett dicht machen.  Der ist
dort Primärnutzer, dem kannst du nicht einmal moralisch einen
Vorwurf machen dafür.  (Er dürfte bis zu 750 W HF benutzen in
diesem Band.)

> 2,4 GHZ keine Ahnung, hört sich nach Wlan an....

Ja, auch.

> keine Ahnung was das
> Gesetz dazu sagt...

Dann lies nach: Allgemeinzuteilung

> ich hatte gedacht, das man da nur max. 500 mW
> Ausgangsleistung haben darf, wenn sich das Wlan Gerät im Haus/Gebäude
> befindet.

Entschieden zu viel.  Je nach Bandbreite und Modulation 10 ... 100 mW.
Aber wie ich oben schon schrieb, reicht das durchaus (sofern man freie
Sicht hat).

Ja, wahrscheinlich wird das mit der von dir oben genannten Antenne
funktionieren können.  Ich habe jetzt nicht nachgelesen, auf welche
Empfindlichkeit es die RFM12 bringen, das hängt sicher auch noch von
der Datenrate ab.  Wenigstens -100 dBm sollten sie bei der von dir
gewünschten Rate noch empfindlich sein, damit du da eine Chance hast.
Moderator Persönliche Seite #2611956
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andy schrieb:

> was würde denn eine Amateurfunklizens kosten...ich meine der Lehrgang
> usw.

Lehrgang: hängt davon ab, bei wem du was machst, kann man auch
komplett im Selbststudium machen, oder als Fernlehrgang, oder bei
anderen Funkamateuren (dann typischerweise im Rahmen von deren
Vereinstätigkeit, bspw. beim DARC).

Prüfung: die Prüfungsgebühren kannst du meiner Erinnerung nach in
der AFuV nachlesen.

> auf welchen Frequenzen darf man dann senden und mit was für einer
> Leistung?

Steht auch in der AFuV (findest du bei gesetze-im-internet.de).
Im 70-cm-Band sind es 750 W (HF, nicht ERP/EIRP).

Aber: Amateurfunk hat einen anderen Zweck.  Es ist ein Experimentier-
funk, darf auch Spaß machen ;-), wird von Funkamateuren untereinander
ausgeübt.  Es gilt ein striktes Kommerzverbot, der Funk ist für
jedermann öffentlich und darf auch nicht verschlüsselt werden.

Da du nichts über deinen Anwendungszweck geschrieben hast, kann man
erstmal nicht sagen, ob das auch auf Amateurfunk passen würde oder
nicht.
Gast #2613294
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Hi,
also zu meinem eigendlichen Problem.

In meiner Wohnung "Eigentum" hatte ich bisher nur DSL 3000 gehabt.
Es wären zwar DSL 16000 möglich, jedoch wäre laut Telekom alle Ports in 
meiner Stadt vergeben.

Ok, dann hatte ich mal netterweise bei unitymedia angefragt, ob 
eventuell TV-Kabel-DSL wie bei meinem Vater bei mir verfügbar wäre.

Nein ist es nicht.

Ich war sogar im Keller...ergebnis: negativ.

In dem Haus gibt es sieben Wohnungen....im Flur scheinen Kabelschächte 
zu sein, denn pro Ebene hat es 2 Deckel.
Also ein TV-Kabel könnte ich eventuell von oben nach unten verlegen.

AAABBBBEERRRRR.
Für 500 € würde unitymedia bis 10 m Kabel verlegen und ein Gerät im 
Keller installieren.

Jo....aber es scheint ca. 15 m von dem Haus ein TV-Kabel zu sein, 
jedenfalls wäre in dieser Straße und sogar TV verfügbar.

Was es über 10 m kostet k.A. bestimmt extrem teuer.

Mein Vater wohnt von mir Luftlinie 400-500 m entfernt...kann auch etwas 
näher sein.

Ich wollte von mir zu Hause zu ihm eine Funkstrecke aufbauen, so dass 
ich über ihn surfen könnte.

Eine andere Lösung wüsste ich jedenfalls nicht.
Über Infrarot mit einer Sammellinse wie bei den LAserpointer könnte 
eventuell auch gehen, jedenfalls würde ich nie einen Laserpointer 
nehmen, da es im dunklen bestimmt ziemlich störend wäre.

cu andy
Gast #2613766
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Im Internet hab ich einmal eine Seite gefunden, wo ein Anwohner entlang 
seiner Siedlung eine WLAN RIchtantenne gebaut hat. Das hat auch 
wunderbar funktioniert, doch die Idee mit RFM12 ist wircklich naja....

DFTT
Gast #2614544
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ERP Signalstärke vom Modul
EIRP Signalstärke vom Modul u. Verstärkerantenne?

Stimmt das so?

Und wegen der Wlan-Methode mit Richtantenne.

Wie stark darf die Richtantenne ungefähr verstärken?

Also es sind 350 m Luftlinie von mir zu meinem Stiefvater zu 
überbrücken, wobei ein Haus dazwischen ist.
Dieses Haus steht direkt vor dem Haus meines Vaters.

Gegebenenfalls kann ich ja im Garten, bei dem einen großen Baum einen 
Masten stellen.

Klar....mit dem rfm12 modul komme ich nicht weit, da einfach die 
Transferrate viel zu gering ist.

Nochmals danke an Euch
Gast #2614552
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+ elektrische Sendeleistung (dBm)
    + Verstärkung eines zusätzlichen Verstärkers (dB) (falls vorhanden)
    − Dämpfung der Kabel (dB/m × Länge)
    − Dämpfung der Stecker (dB) (meist vernachlässigbar)
    − Dämpfung eines Blitzschutzadapters (dB) (falls vorhanden)
    + Gewinn der Antenne (dBi)
= = EIRP (dBm)
Moderator Persönliche Seite #2614620
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andy schrieb:
> ERP Signalstärke vom Modul
> EIRP Signalstärke vom Modul u. Verstärkerantenne?

Nein.  Kannste bei Wikipedia nachlesen.  ERP: abgestrahlte Leistung
in Richtung der stärksten Abstrahlung, bezogen auf einen normalen
Dipol.  EIRP: das gleiche, aber bezogen auf einen (hypothetischen)
Kugelstrahler.  Der Unterschied zwischen beiden sind daher die
2,15 dBi Gewinn, die der Dipol hat.

> Wie stark darf die Richtantenne ungefähr verstärken?

So viel du willst, aber nach oben begrenzt der Materialaufwand
das Ganze.  Zur Einhaltung der geforderten ERP-Werte musst du
halt die Sendeleistung zurücknehmen, aber der Antennengewinn
hilft dir trotzdem noch 1.) für den Empfänger und 2.) durch
Zurückdrängen anderer Aussendungen, die nicht in der Hauptstrahl-
richtung der Antenne liegen.

> Dieses Haus steht direkt vor dem Haus meines Vaters.

Ein Sichthindernis dürfte bei der Entfernung tödlich sein.

> Gegebenenfalls kann ich ja im Garten, bei dem einen großen Baum einen
> Masten stellen.

Ja.

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