Hallo,
folgendes: Ich besitze einen Plasma-TV aus der Anfangszeit und dieser
ist langsam aber sicher hinüber. Wäre zwar in der Lage, verdächtige
Elkos im Netzteil usw. auszutauschen, aber das Panel ist auch ziemlich
"fertig" nach über 12 Jahren (damals gab es wirklich noch Probleme mit
Einbrennen) und hat auch stark an Helligkeit verloren.
Das liegt an der Technik und ist eben Verschleiss. Also muss ein neues
Fernsehgerät her. Größe wie der bisherige, also 42" oder mehr.
Wenn ich mir die Preise und Geräte so ansehe, käme ich mit einem
halbwegs aktuellen Projektor/Beamer mit der Hälfte des Preises hin. Das
Gerät läuft eh nicht so oft, vielleicht zwei Stunden die Woche.
Nachrichten hör ich im Radio, also nur mal nen Film mit Bekannten am
Wochenende etc...
Spricht was gegen einen Projektor? Also abdunkeln kann ich den Raum,
Video kommt von Sat oder BD, brauch also keinen Tuner.
Also hätte ich mit einem Beamer ein mindestens gleichgroßes Bild zum
halben Preis. Oder übersehe ich da was?
Mfg, Wolle
Die Frage stell ich mir auch ab und zu. Bisher hab ich nichts neues
gekauft... Was bei einem Beamer zu beachten wäre, ist die Lautstärke im
laufenden Betrieb im Vergleich zum TV. Und die Ersatzlampen die extrem
teuer sind..
Vor inzwischen sieben Jahren stand ich vor der selben Entscheidung,
wobei ich ca. 1 - 2 Stunden täglich gucke (Beiträge aus den Mediatheken
der öffentlich rechtlichen oder DVDs, kein "TV"!). Ich habe mich für
einen Beamer (Panasonic PT-AX100E, ca. 1000,- EUR) entschieden und habe
es nicht bereut. Das Bild ist (nach wie vor) gut (habe ca. 220 cm
Diaonale, also 86"). Die Lampe war, wie vom Hersteller angegeben und wie
beim Kauf bereits eingeplant nach ca. 5 Jahren (ca. 3000 Std.) defekt.
Habe mir dann eine neue Lampe (250,- EUR) gekauft und gucke nach wie vor
mit dem selben Gerät. Ich würde es - bei diesem Nutzungsverhalten -
wieder so machen.
Klar, Full-HD oder 4k gehen damit nicht. Da ich aber auch keinen
Blu-Ray-Player oder sonst eine Signalquelle dafür habe, brauche ich das
auch nicht...
Gruß,
Alex
da miez schrieb:> Was bei einem Beamer zu beachten wäre, ist die Lautstärke im> laufenden Betrieb im Vergleich zum TV.
Da geb' ich dir sicher recht. Das ist am Anfang vielleicht etwas
gewöhungsbedürftig.
Kommt aber sicher auch drauf an wie empfindlich man für sowas ist.
> Und die Ersatzlampen die extrem> teuer sind..
Das ist jetzt relativ.
Bei meinem Gerät (Benq W700) soll die Lampe im ECO-Modus (den ich
verwende) wohl so 5000 Stunden halten.
Die Ersatzlampe kostet in etwa 120€.
Bei 2 Stunden Nutzung die Woche wird die Lampe das restliche Geräte
vermutlich überleben (rein rechnerisch).
Selbst bei 2 Stunden am Tag sind es rechnerisch noch fast 7 Jahre bis
zum Lampentod.
Ich hatte früher auch immer "Angst" vor den "enormen Lampenkosten" von
denen immer alle gesprochen haben. Das hat sich aber heute relativiert.
Wolle R. schrieb:> Das> Gerät läuft eh nicht so oft, vielleicht zwei Stunden die Woche.> Nachrichten hör ich im Radio, also nur mal nen Film mit Bekannten am> Wochenende etc...
Dann mach es so. Ich sehe nichts was dagegen spricht.
Ich selbst habe mir nach unsererm Umzug einen Beamer (wie gesagt: Benq
W700) gekauft, zusätzlich zum bereits vorhandenen TV.
Dazu eine günstige Motorleinwand, die vor dem TV runter läuft.
Das Ziel war damals: Möglichst günstig bleiben, da ich noch am Studieren
war.
Die Moral von der Geschicht': Den TV habe ich inzwischen abgehängt, der
steht im Schlafzimmer jetzt besser.
Beamer im Wohnzimmer: Aus meiner Sicht top! Vor allem bezüglich
Preis/Leistung.
PS:
Zum Preis:
- Beamer 300€ (gebraucht mit 70 Stunden auf der Uhr)
- Leinwand 100€ (für das Geld super und für mich voll ausreichend)
- Zubehör ~100€ (Deckenhalterung und so)
Gesamt also ca. 500€, Leinwandbreite 220cm (also etwa 100" Diagonale).
Für das "wenige" Geld total geil.
Alex Bürgel schrieb:> Klar, Full-HD oder 4k gehen damit nicht.
4K nicht, für das gleiche Geld gibts "heutzutage" aber auch schon
brauchbare Full-HD-Beamer meine ich.
Wenn Wolle recht wenig TV schaut, wie lange sind dann die 5000 Stunden
Lebensdauer des Brenners und gibts den dann noch nach?
Mir ist immer ein bisschen unwohl bei dem Gedanken, das ich den Brenner
früher oder später kaufen muss, wenns kein LED Beamer wird (die
erreichen ja angeblich 50000 Stunden). Wenn dann die Lampe nicht mehr
lieferbar ist...
Und auf Lager legen ist vermutlich auch nicht so gut, wg. der Diffusion
durchs Glas.
Danke für die Anteilnahme!
Also FullHD brauche ich nicht zwingend, hat mein alter Plasma auch
nicht, der ist bestenfalls HDready.
Beamer:
Für LED spräche die Lebensdauer und das geringe Gewicht, wenn das Teil
wirklich an die Decke soll, die ist nicht so belastbar. Nachteil ist der
noch deutlich höhere Preis, zumindest wenn man gute Lichtausbeute haben
will.
Geradezu verlockend günstig sind diese Mini-LED Beamer für 70 Euro, aber
da werd ich wohl nicht glücklich mit.
Zur Zeit denke ich eher an einen klassischen LCD, die gibts ab 350 Euro
und durchweg gut bewertet beim Onlinehandel. Wenn mir die Lampe 5 Jahre
hält, könnte ich das verschmerzen und vielleicht sind bis dahin die
Laserprojektoren bezahlbar. Ersatzlampe gleich mitkaufen ist -wie schon
geschrieben wurde- nicht sinnvoll, da diese auch ohne Betrieb altern.
Das sind doch Metallhalogendampflampen, die kenne ich aus der normalen
Beleuchtung und die sind nicht sehr zuverlässig, platzen gerne mal nach
wenigen Stunden oder sie halten "ewig". Muss also schauen, dass mir der
Hersteller eine Lampengarantie gibt.
Tipps und Anregungen immer willkommen!
Mfg, Wolle
Ich habe auch seit etwa 7 Jahren nur noch einen Beamer, "Fernsehen"
brauche ich auch nicht ;-)
Und zwei Meter Lernwandbreite bekommt man mit einem Fernseher für das
Geld auch nicht.
Wolle R. schrieb:> Zur Zeit denke ich eher an einen klassischen LCD, die gibts ab 350 Euro> und durchweg gut bewertet beim Onlinehandel. Wenn mir die Lampe 5 Jahre> hält, könnte ich das verschmerzen und vielleicht sind bis dahin die> Laserprojektoren bezahlbar. Ersatzlampe gleich mitkaufen ist -wie schon> geschrieben wurde- nicht sinnvoll, da diese auch ohne Betrieb altern.
Ich persönlich würde einen DLP Beamer nehmen. Zum einen werden die
Farben bei LCD Beamern durch die hohen Temperaturen mit der Zeit
schlechter (kann sein dass das mittlerweile besser geworden ist) und zum
anderen sind die Schwarzwerte bei DLP durch die Spiegel deutlich besser.
Bei DLP würde ich jedoch darauf achten, dass nicht nur ein DLP Chip
verbaut ist, da es dann zu Regenbogeneffekten bei Kopfbewegungen kommen
kann (kann auch sein, dass einen das nicht stört).
Wegen der Lebensdauer wurde ja schon gesagt, dass die im Eco-Modus nicht
zu schlecht ist. Für am WE mal einen Film mit Freunden schauen absolut
brauchbar, wenn der Fernseher den ganzen Tag nebenbei laufen soll wohl
nicht das richtige.
Und bis die Lampe im Wochenendbeamer defekt ist gibt es vermutlich eh
schon OctaHD Beamer für 100€ ;-)
Wolle R. schrieb:> wenn das Teil> wirklich an die Decke soll, die ist nicht so belastbar.
Wie belastbar ist die Decke denn genau? Die meisten Halterungen
verteilen das Gewicht auf 3-4 Punkte, es gibt auch genügend Dübelsysteme
für "Hohlräume".
Wenn alles nichts hilft (z.B. sehr alte Decke/ Holzdecke) könnte man
auch mit Metallprofilen eine entsprechende Unterstützung bauen, die das
Gewicht an der Wand hält (zugegeben, nicht die schönste Lösung).
Wolle R. schrieb:> Geradezu verlockend günstig sind diese Mini-LED Beamer für 70 Euro, aber> da werd ich wohl nicht glücklich mit.
Ich denke mal, die kann man eher als Spielzeug ansehen ;-)
Hubert Mueller schrieb:> Ich selber schaue lieber an einem TV, finde die Farben einfach "besser"
Gut, dass es hier so differenzierte Meinungen gibt ;-)
Gerade wenn man gerne Filme guckt und auch noch von BD, dann würde ich
mir die Matsche von einem Beamer nicht antuen wollen. Das Bild ist um
Lichtjahre schlecht er als von einem aktuellen Fernseher. Wer natürlich
nicht mehr so gut gucken kann und hauptsächlich "Groß" will, für den mag
es eine Alternative sein. Sind dann so Leute die bei einer Musikanlage
auch auf "hauptsache Laut" schauen und nicht auf guten Klang.
Claus M. schrieb:> Das Bild ist um> Lichtjahre schlecht er als von einem aktuellen Fernseher. Wer natürlich> nicht mehr so gut gucken kann und hauptsächlich "Groß" will, für den mag> es eine Alternative sein.
Ich habe mir mehrere Geräte (Beamer) live angesehen und kann das so
nicht bestätigen!
Gibt durchaus gute Geräte, die trotzdem weniger kosten als ein
vergleichbares Fernsehgerät.
Geht auch nicht um "groß" sondern gleich groß für weniger Geld.
Wobei es nichtmal am Geld direkt liegt, eher am Platz und vor dem
Hintergrund eines möglichen Umzuges. Das mag ich mir mit einem PlasmaTV
wirklich nicht mehr antun...
Wolle R. schrieb:> Ich habe mir mehrere Geräte (Beamer) live angesehen
Hast du sie auch angeHÖRT? Unabhängig von der Bildqualität käme ein
Beamer als TV-Ersatz für mich nicht in Frage. Ganz einfach wegen der
Geräuschentwicklung. Manche sind zwar -für Beamerverhältnisse- relativ
leise, aber das permanente Lüftergeräusch nervt auf Dauer, vor allem bei
ruhigen Szenen.
Also ich hab einen 39" Fernseher (Samsung Smart TV, ca. 350Euro im
letzten Sommer gekauft, war n Sonderangebot beim Saturn) und einen
Optoma FullHD Beamer (HD131Xe). Der Fernseher ist fürs Fernsehen da, der
Beamer hat keinen Tuneranschluss. Damit kann ich nur Videos Streamen
oder von BD schauen.
Ich hab auch meine 5.1 Anlage für den Beamer ausgerichtet (Der Beamer
schaut 90° vom TV gedreht. TV hängt ca. 3m von der (Eck-)Couch entfernt,
der Beamer über dem Couchtich, die Leinwand hängt aber 4,5m von ihm weg,
sind ca. 5,3m Augenabstand.) Leinwand hab ich von Conrad, für 150Euro ne
Motorleinwand mit 2,65m Breite, da muss man nicht überlegen. (Der
Gainfaktor von 1,3 stört mich nicht, da ich eh nur direkt auf die
Leinwand schaue, nicht von der Seite)
Wenn man Filme schauen will muss man sich auf den anderen Couchschenkel
setzen, aber das ist machbar.
Diese Größenkombination ist absolut ok. Damit kommt durchaus Kinofeeling
auf. Wenn morgen dann noch die ZD2100 Brille kommt bin ich mal gespannt,
wie die Filme sich in 3D machen. Laut den Rezensionen soll damit ein
besseres 3D Bild entstehen, als im Kino. Ich werde berichten wenn
gewünscht.
Fakt ist, daß ich diese Kombi nicht bereuhe. Ich selbst schaue zwar auch
wenig Fern, aber meine Frau konsumiert doch stärker.
nen 4k Beamer kaufen halte ich, mangels aktuell verfügbarem Abspielgerät
und Datenträgern, für nicht sinnvoll. Da kann man auch noch ein paar
Jahre warten und dann umstellen. Bis dahin wird die Technik nicht stehen
geblieben sein. Was ich in jedem Fall Empfehlen kann ist ein Full HD
Beamer. Der Unterschied zwischen DVD und BluRay ist exorbitant. Auf dem
TV ist der Unterschied nicht so gravierend, erkennbar ja, störend: nein.
Beim Beamer schon.
Störend an der Kombi ist nur, daß das Verhältnis genau umgedreht ist: TV
350Euro, Beamer allein 680, + 150 Leinwand + 200 BD Player, ok, darüber
lässt sich streiten, aber auch ohne den Player ist der Beamer mehr als
doppelt so teuer.
Claus M. schrieb:> die Matsche von einem Beamer nicht antuen wollen. Das Bild ist um> Lichtjahre schlecht er als von einem aktuellen Fernseher.
Das kommt wohl ziemlich darauf an, welche Beamer du mit welchen
Fernsehern vergleichst. So pauschal kann man wohl keine Aussage treffen.
Nenn' mal bitte Beispiele von den Beamern (samt Randbedingungen) die du
als matschig empfindest.
Denn "matschig" empfinde zumindest ich das Bild guter Beamer nicht, aber
das könnte auch daran liegen, dass man die Dinger scharf stellen muss.
Wenn das zu kompliziert ist, lieber den Fernseher nehmen, da fällt das
weg.
Ansonsten gibt es sicher viele weitere Gründe, warum das Bild" matschig"
sein könnte. Ein 5m Composite-Kabel könnte auch der Grund sein, das hat
aber mit dem Beamer nichts zu tun, am Fernseher sieht das Bild genauso
aus.
Ein weiterer Grund könnten falsche Softwareeinstellungen sein
(https://de.wikipedia.org/wiki/Overscan), weil der PC meint, einen CRT
zu betreiben. Dann rechnet der PC das Bild größer, wodurch ein Pixel
nicht mehr einem Pixel des Beamers entspricht und dementsprechende
Effekte auftreten.
Und ja, in vielen Konferenzräumen sieht man Beamer, die entweder nicht
sauber justiert sind oder (und) bei denen die Leinwand schief zur
optischen Achse steht. Analoger Anschluss mittels langer Kabel ist da
Standard. Und wer macht sich bei der Präsentation Gedanken darüber, wie
er seine Software konfigurieren muss? Die meißten sind doch froh, wenn
ein Bild an die Wand kommt.
Das alles sagt aber nichts über die Fähigkeiten des Beamers im Vergleich
zu LCD-Fernsehern aus. Mit nem' Trabbi wirst du auch schneller als ein
Porsche mit Parkkralle sein, trotzdem ist der Trabbi nicht überlegen.
Gibt also ziemlich viele Gründe, warum ein Bild matschig sein könnte,
das liegt aber in der Regel am Anwender und nicht am Beamer. Sicher gibt
es dann noch Beamer, deren Optik einfach schlecht ist, aber schlechte
Fernseher gibt es ja auch.
Sni Ti schrieb:> Gibt also ziemlich viele Gründe, warum ein Bild matschig sein könnte,> das liegt aber in der Regel am Anwender und nicht am Beamer.
Nö, das liegt daran, dass ein FullHD Beamer auch nicht billiger ist als
ein Fernseher und die meisten dann eben zum billigen Beamer greifen, der
nur 800x600 kann und für Präsis gedacht ist. Außerdem ist der Kontrast
und das schwarz eben Technologiebedingt nicht mit einem FS zu
vergleichen.
Claus M. schrieb:> und die meisten dann eben zum billigen Beamer greifen, der> nur 800x600 kann
Eindeutig Fehler des Anwenders.
Wenn du von einem solchen Gerät vergleichbare Werte wie bei einem
aktuellen FHD erwartest, ist die ganze Diskussion hier ziemlich wertlos
;-)
Claus M. schrieb:> Außerdem ist der Kontrast> und das schwarz eben Technologiebedingt nicht mit einem FS zu
Hm.. Laut Wikipedia erreichen DLP Beamer bis zu 4000:1, ohne den ganzen
"dynamic contrast" Kram. TNs liegen etwa bei 800~1000:1, ebenso wie die
meisten IPS. Selbst bei professionellen IPS Paneln (z.B. CG276) reichen
anscheinend Kontrastwerte um die ~1000:1 aus. Ich weiß jetzt natürlich
nicht, wie viel besser das 46" Panel im 1000€ MediamarktTV ist, wenn der
27" Monitor 2000 kostet.
Zugegeben, die Werte sind nicht beeindruckend, meine 4 Jahre alten S-PVA
können schon deutlich mehr, aber PVA erwarte ich nicht wirklich in TV
Geräten..
Beamer würde ich nicht nehmen.
Gründe:
- Kabelverlegung oftmals schwierig
- Lüftergeräusch
- Selten interne Tuner (nur ein Anzeigegerät)
- Wenn das Ding an der Decke hängt kann man nicht eben schnell was
anschließen
- Leinwand muss irgendwie irgendwo befestigt werden.
- Raum sollte dunkel sein für gescheites Bild
Wie schon gesagt wurde: Wenn man großes Bild für recht wenig Geld will
ist das OK, aber will man richtig gutes Bild und die Größe ist nicht so
wichtig, würde ich eher bei "richtigen" Fernsehern bleiben.
Icke ®. schrieb:> Hast du sie auch angeHÖRT? Unabhängig von der Bildqualität käme ein> Beamer als TV-Ersatz für mich nicht in Frage. Ganz einfach wegen der> Geräuschentwicklung.
Ja. Nur genauso schlecht wie ich schlafen kann, höre ich auch. Klar hört
man die Lüfter ein wenig, aber im PlasmaTV habe ich auch zwei Lüfter
drinnen und die nerven mehr, weil die nach 12 Jahren nicht mehr so leise
sind wie am Anfang.
Also geht es wohl eher richtung DLP, weil die aus Prinzip eben echtes
Schwarz können (kenne es nur von den Eidophor-Geräten, mit denen ich
beruflich zu tun hatte, die lenkten das Licht eben ins "Nichts" bei
Schwarzbild oder Zeilenrücklauf). Die waren klasse, aber nichts für zu
Hause. Zu groß, zu viel Stromverbrauch und wirklich laut...!
Röhrenprojektoren kenne ich auch noch, aber das ist ebenfalls keine
Alternative, aus mehreren Gründen, auch wenn ich die Qualität
ausgezeichnet finde (in unserer Firma hatten wir so ein Teil für
Schulungen).
Und LCD sind eben verlockend günstig, aber wie ich hier gelernt habe,
können Farben verblassen und kein richtigs Schwarz.
Mal drüber schlafen und morgen weiter schauen...
Mfg, Wolle
Jörg S. schrieb:> Beamer würde ich nicht nehmen.>> Gründe:> - Kabelverlegung oftmals schwierig
Das ist soweit richtig, zumindest wenn man ihn an die Decke schraubt
(was imho die sinnvollste Betriebsart ist, wenn man öfter Filme schauen
will).
Ich hatte den Einbau schon beim Renovieren geplant und ein 35-er
Leerrohr in Wand und Decke verlegt, ein HDMI Kabel war, dank darin
befindlichem Zugseil, problemlos eingebaut. In einer Mietwohnung ist das
natürlich nicht machbar.
> - Lüftergeräusch
Das ist vorhanden aber bei guten Geräten nicht so störend. Ich hab
meinen in einer Klappe montiert die aus der Decke herunterfährt, da ist
das Lüftergeräusch nochmal geringer, da es vom Zuschauer weggelenkt
wird.
> - Selten interne Tuner (nur ein Anzeigegerät)> - Wenn das Ding an der Decke hängt kann man nicht eben schnell was> anschließen
wozu sollte man das auch müssen? Im Zweifel kann man sich nen kleinen
Wohnzimmer PC Basteln, der dann als "Bridge" funktioniert oder kauft ein
Apple TV oder Androidbox Dingens.
Ich hab an der Wand eine Dosenabdeckung mit 2 HDMI Buchsen davon ist an
einer ein Kabel. Wenn ich was anderes als den BD Player anschließen
wöllte, dann dort. Aber bisher ging alles auch so. Der BD Player kann
ausm Netzwerk streamen und auch Fotos direkt vom USB Stick kann ich so
anschauen ohne an der Verkabelung etwas zu ändern.
> - Leinwand muss irgendwie irgendwo befestigt werden.
Sollte sie, entweder an der Decke oder an der Wand. Natürlich ist diese
dann immer sichtbar, esseidenn, man entscheidet sich für die versenkt
einbaubaren. Aber das muss man schon beim Deckenbau wissen und die
Dinger sind auch alles andere als Günstig. Oder man nimmt eine
Ständerleinwand und räumt die immer wieder weg. Nat. kann man auch auf
eine weiße Wand direkt projezieren. Aber dann sollte es keine
Rauhfaserwand sein.
> - Raum sollte dunkel sein für gescheites Bild
das ist einer der größten Nachteile.
Aber es ist eben doch was anderes, wenn man einen Film auf 105" sieht
oder auf 42"
>> Wie schon gesagt wurde: Wenn man großes Bild für recht wenig Geld will> ist das OK, aber will man richtig gutes Bild und die Größe ist nicht so> wichtig, würde ich eher bei "richtigen" Fernsehern bleiben.
Man kann auch mit Beamern richtig gutes Bild haben, aber das beißt sich
natürlich mit dem Anspruch, wenig zu kosten. Wie meißt im Leben gilt
auch hier: you get what you pay for.
Ich habe beides und will auch nicht auf eines der beiden verzichten.
Der Fernseher (40") ist gut um "nebenbei" was im TV zu schauen oder für
Nachrichten usw. Das wirkt auf dem Beamer einfach nicht gut, wenn der
Nachrichtensprecher einen 1m großen Kopf hat. Außerdem ist der Fernseher
schneller an. Der Beamer muss immer erst hochlaufen, die Leinwand
runterfahren, der Raum verdunkelt werden.
Den Beamer (FullHD) nutze ich nur zum DVD und BlueRay gucken. Dafür ist
er halt, mit seinem riesen Bild, sehr gut geignet.
Die Kabel für den Beamer und die Sourround Anlage wurden beim Hausbau
direkt in Leerrohren verlegt, stören also nicht beim WAF.
Wie sieht das eigentlich mit der Bildwiederholrate bei Beamern aus?
Mein LED TV hat nur 120Hz, was besonders bei schnellen Bewegungen und
Kameraschwenks grottig aussieht. Neuere TV Geräte bieten ja bis zu 800Hz
(wenn auch nur geschummelt). Den Unterschied sieht man sehr deutlich...
Was bieten aktuelle Beamer in der Hinsicht?
Ich habe den EPSON TW3200:
http://www.hcinema.de/pro/anzeigen.php?angabe=epsonehtw3200
Die Wiederholrate ist wohl maximal 150MHz. Habe bisher noch keine
negativen Effekte bemerkt. Habe aber auch keinen Vergleich zu schnellen
Fersehern.
Aber gerade bei Kinofilmen ist das nicht so entscheidend. Die sind ja
meistens noch mit niedriegen Bildraten gedreht. HFR habe ich bisher nur
selten im Kino gesehen und daran muss man sich erst mal gewöhnen. Das
sieht nicht mehr nach dem gewohnten Kinobild aus.
Boris P. schrieb:> Mein LED TV hat nur 120Hz, was besonders bei schnellen Bewegungen und> Kameraschwenks grottig aussieht.
Das liegt wohl weniger an den 120Hz als an der Berechnung der
Zwischenbilder. Hast du mal an den Einstellungen gespielt?
Rufus Τ. Firefly schrieb:> MHz?
Du hast recht. Da habe ich den falschen Wert genommen. Laut Datenblatt:
H-sync: 15-80 kHz
V-sync: 24-85 Hz
Bandbreite max.: 150 MHz
Bedeuten diese Angaben, dass es sich um maxial 85Hz handelt?
Boris P. schrieb:> Mein LED TV hat nur 120Hz, was besonders bei schnellen Bewegungen und> Kameraschwenks grottig aussieht.
Im Kabel Deutschland (DVB-C) ist die Datenrate eh grottenschlecht, da
nützen auch 800Hz nichts.
Ein 90min Film ist oft nur 1GB klein. D.h. eine DVD hat bis zu 8-mal
bessere Qualität.
Die kostenpflichtigen HD-Kanäle sind geringfügig besser, kommen aber
auch nicht an gute DVDs ran.
Und seit Einführung der BR haben neue DVDs auch stark nachgelassen.
Man muss halt bedenken, dass Raum abdunkeln wirklich entscheidend ist
für den Bildeindruck. Das, was man auf der Leinwand sieht, wenn der
Beamer nicht an ist, ist das Dunkelste, was es geben kann.
Nur bei wirklich (weitgehend) absoluter Dunkelheit kann man hier von
schwarz reden. In den meisten Fällen beschneidet man hier aber den
Helligkeitsbereich deutlich und fängt bei einem mehr oder weniger
dunklen grau an.
Ein Fernseher hingegen ist auch bei Licht schwarz.
Peter Dannegger schrieb:> Ein 90min Film ist oft nur 1GB klein. D.h. eine DVD hat bis zu 8-mal> bessere Qualität.
Na, ob da nicht zwei unterschiedliche Komprimierungsverfahren am Werk
sind? Die Datenmengen einfach so nebeneinander zu stellen hat keine
Aussagekraft.
Von der Aussage 8 Mal größer => 8 Mal bessere Qualität mal ganz zu
schweigen ;)
Boris P. schrieb:> Mein LED TV hat nur 120Hz, was besonders bei schnellen Bewegungen und> Kameraschwenks grottig aussieht.
Wie schon gesagt wurde, liegt das eher an Zwischenbildern. Bin mir nicht
sicher, aber ~60Hz dürften wohl den meisten Filmen entsprechen.
Dahingehend am Besten mal rumspielen, ob das Bild bei verschiedenen
Frequenzen besser wird.
Jörg S. schrieb:> - Leinwand muss irgendwie irgendwo befestigt werden.
Die meisten Gründe spielen ja laut dem ersten Beitrag keinen Grund. Und
auch ein Fernseher muss irgendwie "befestigt" werden. Entweder auf
irgend einem Tisch, der dann als Staubfänger dient und Platz weg nimmt,
oder auch an der Wand. Vorteil vom Beamer ist, dass er an der Decke mit
einrollbarer Leinwand keinen Platz wegnimmt.
Ist sicher alles eine Geschmackssache, vor einer Weile habe ich "keinen
Tuner" noch als Vorteil gesehen, aber das war vor der GEZ Umstellung.
Wolle R. schrieb:> Also geht es wohl eher richtung DLP, weil die aus Prinzip eben echtes> Schwarz können
DLP (mit einem Chip) fangen für HD bei etwa 300€ an (pro Farbkanal ein
Chip wäre zu bevorzugen, aber auch Geschmackssache), sind also durchaus
"bezahlbar".
Für die Meckerer: Nein, der 300€ Beamer wird sicher nicht das
Nonplusultra sein, behaupte ich auch nicht.
> Und LCD sind eben verlockend günstig, aber wie ich hier gelernt habe,> können Farben verblassen und kein richtigs Schwarz.
Ich würde mich da aber noch mal aktuell informieren. Kann sein, dass die
Panels oder die Kühlung mittlerweile besser geworden ist, die Hersteller
entwickeln auch ständig weiter. Und wenn du eh nicht vor hast, die Lampe
zu wechseln, werden sich die Farben vermutlich nicht so gravierend
verändern, als wenn das Teil jeden Tag 8h im Konferenzraum läuft.
Und auch der Kontrast ist bei LCD-Beamern nicht so schlecht, wie es
manche hier darstellen, die 30€ Beamer Gimmicks mit 2k€ Fernsehern
vergleichen.
Ich persönlich finde DLP gegenüber LCD überlegen, trotzdem würde ich dir
aber raten, vor dem Kauf verschiedene Modelle und Reviews zur Technik
ansehen und dann überlegen, welcher Beamer passt. Muss dir gefallen und
nicht irgendwelchen Leuten, die zwar den ganzen Tag vor ihrer TN-Gurge
im Forum trollen aber mords Ahnung haben, wie schlecht doch Beamer sind
;-)
Und ob der Beamer jetzt 1000:1, 3000:1 oder 100000000:1 dynamic sonst
was Kontrast hat, sollte doch nebensächlich sein, wenn das Bild passt
;-)
Christian Peters schrieb:> Na, ob da nicht zwei unterschiedliche Komprimierungsverfahren am Werk> sind? Die Datenmengen einfach so nebeneinander zu stellen hat keine> Aussagekraft.
Kabel Deutschland komprimiert seit 2013 nochmal kräftig nach.
Vor 2013 waren aufgenommene Filme auf meinem PC etwa 4..5GB groß.
Die bessere Qualität der alten Aufnahmen ist deutlich sichtbar. Bewegte
Szenen verschwimmen jetzt regelrecht.
Sni Ti schrieb:> Ich persönlich finde DLP gegenüber LCD überlegen, trotzdem würde ich dir> aber raten, vor dem Kauf verschiedene Modelle und Reviews zur Technik> ansehen und dann überlegen, welcher Beamer passt.
Das kann ich bestätigen, wobei ich ehrlich sagen muss, daß ich mir um
die Technik (anfangs) keine Gedanken gemacht habe. Ich hatte 3 Vorgaben
für die Auswahl berücksichtigt:
1.: Full HD Beamer, Geräte mit kleinerer Auflösung sind imho nicht
sinnvoll.
2.: Da das Loch in der Decke mit Leerrohrende fürs HDMI Kabel, Steckdose
und Aufzugmechanik schon fest stand (weil vorhanden war seit dem Umbau),
ebenso die Steckdose für die Leinwand schon vormontiert war gab es einen
definierten Abstand. D.h. bei mir war die Throw Rate entscheidendes
Kriterium. Kurzdistanzbeamer (BenQ z.B.) fielen somit schon direkt aus,
da die 4,3m - 6m Abstand Objektiv - Leinwand gesetzt waren. (Die Frage
war nur noch: Leinwand vorm Esstisch oder danach)
3.: Der Preis. Das Gerät sollte maximal 800€ kosten. Mit 680 war da noch
Luft.
Natürlich habe ich dann die Geräte, welche aufgrund der technischen
Daten in die nähere Auswahl kamen Testberichte gelesen und danach
ausgewählt.
Es ist zwar immer etwas schwammig, sich auf subjektive
Erfahrungsberichte zu stützen, aber wenn man selbst von der Materie noch
keine Ahnung hat bleibt einem fast nichts anderes übrig.
Sni Ti schrieb:> Entweder auf> irgend einem Tisch, der dann als Staubfänger dient und Platz weg nimmt,> oder auch an der Wand. Vorteil vom Beamer ist, dass er an der Decke mit> einrollbarer Leinwand keinen Platz wegnimmt.
Allerdings staubt der Beamer unter der Decke auch ein und den dann zu
putzen, kann lustig werden, zumal er durch den unvermeidlichen Lüfter
auch immer schön Staub durch sich durchsaugt. Wer nach zwei Jahren mal
sein PC Netzteil aufschraubt, weiss, was ich meine.
Es kommt halt auf die Sehgewohnheiten an. Wer wie ich eher der
Doku-Freak ist oder den TV als Unterhaltung nebenbei benutzt, wird mit
einem LCD/LED TV zufrieden sein, wer aber gerne Kinofilme schaut, ist
ein Beamer Kandidat.
Matthias Sch. schrieb:> Allerdings staubt der Beamer unter der Decke auch ein und den dann zu> putzen, kann lustig werden, zumal er durch den unvermeidlichen Lüfter> auch immer schön Staub durch sich durchsaugt.
Wobei der Staub deutlich geringer ist, als das was im PC ankommt, der
den ganzen Tag läuft und am Boden steht.
Den Beamer einmal pro Jahr abzuwischen und den Staubsauger dran zu
halten, sollte vermutlich reichen. Das kann man je nach Größe und
Deckenhöhe schon mit einem Stuhl erreichen. Wenn einen das stört, gibt
es Möglichkeiten, den Beamer in die Decke einzufahren. Wobei der
Fernseher wohl reinigungsintensiver sein dürfte, da der Staub auf dem
Beamer kaum stört ;-)
> Es kommt halt auf die Sehgewohnheiten an.
Eben. Man muss den Einzelfall betrachten. Wolle hat ja geschrieben, dass
er eher selten mal einen Film schaut, als den Beamer zur
Dauerberieselung zu nutzen. Pauschal zu sagen "Beamer ist besser" ist
natürlich falsch.
Nochmals Danke für die Antworten! Das hilft schon weiter, auch die Ideen
zur Deckenanbringung. Ein wenig überlegen werde ich noch. Soll ja
ordentlich gemacht werden und nicht so halbgar.
Wenns Neuigkeiten gibt sag ich Bescheid.
Mfg, Wolle