Uhrensohn schrieb:> Ist das normal
Ja, weil physikalisch bedingt und genormt.
Der Faktor steht sogar in der Artikelbezeichnung 3850ppm
Suche "Pt1000 Tabelle" und du findest genug im Internet.
Deiner hat allerdings die schlechteste Toleranz B, bei Reichelt hätte es
billiger denselben als Klasse A gegeben.
Für Platinmesswiderstände gibt es die Norm EN 60751, da steht die
Kennlinie:
https://de.wikipedia.org/wiki/Platin-Messwiderstand
BTW:
Auch für deinen angeborenen Temperaturfühler gibbets ne Norm ;-)
-> EN ISO 4074:2015
SCNR
Röhrender Rudolf schrieb:> Für Platinmesswiderstände gibt es die Norm EN 60751, da steht die> Kennlinie:
Die Kennlinie rechnet aber Temperatur in Widerstand um.
Man muss die Formel umstellen.
Für Werte unter 0 °C wird es dank der 3. Potenz aber spaßig.
Dirk B. schrieb:> Du hast den Grundwert von 1000 Ohm für 0 °C.> Pro Grad Celsius ändert sich der Widerstand um ca. 3,85 Ohm
Wenn man mit dieser vereinfachenden Annahme über den interessierenden
Temperaturbereich zufrieden ist, kann man das natürlich so rechnen.
Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe mir nun die Tabellen
angeschaut. Soweit so klar. Ich möchte den Sensor mit einer
Brückenschaltung und einem OP-Verstärker auswerten. Der OPV dient ja als
Verstärker und Messgerät. Dazu habe ich die Schaltung auf folgender
Seite gefunden:
https://rn-wissen.de/wiki/index.php/PTC/NTC
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist doch bei 0°C die Brücke
abgeglichen, da dann der PT1000 einen Widerstand von 1000Ohm hat. Dann
würde die Spannungsdifferenz zwischen dem Nicht invertierender und
Invertierender Eingang des OPVs eine Spannung von 0V aufweisen. R3 dient
ja nur der Verstärkung.
Da steht, das der Temperaturbereich zwischen -25 °C bis +250 °C wäre.
Den Teil verstehe ich aber nicht. Müsste ich dafür den OPV mit +V und -V
versorgen?
MfG
Uhrensohn schrieb:> bei 0°C die Brücke> abgeglichenUhrensohn schrieb:> Temperaturbereich zwischen -25 °C bis +250 °CUhrensohn schrieb:> Müsste ich dafür den OPV mit +V und -V> versorgen?
Niemand zwingt dich die Brücke für 0°C abzugleichen!
Kommt drauf an, welche Genauigkeit und Temperaturbereich du erreichen
willst.
Statt dem Gebimsel mit Brücke/Verstärker kann man auch andere Varianten
wählen:
-einfacher Spannungsteiler, ADC sollte dann eine rel. niedrige
Referenzspannung haben. Musst dann ein bisschen "geraderechnen", aber
linear ist der PTx ja auch nicht wirklich. Muss man so oder oder auch
mit Brücke "nachbessern"
-Spezial-ICs, z.B. AD7793, machen einem das Leben leichter
Uhrensohn schrieb:> Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist doch bei 0°C die Brücke> abgeglichen,
Für eine Brücke brauchst du aber noch 3 andere temperaturstabile,
aufeinander abgestimmte Widerstände.
Uhrensohn schrieb:> Da steht, das der Temperaturbereich zwischen -25 °C bis +250 °C wäre.> Den Teil verstehe ich aber nicht. Müsste ich dafür den OPV mit +V und -V> versorgen?
Normalerweise wertest Du nur unterschiedliche Widerstände (in
Abhängigkeit von der T) aus.
Ob dabei 0°C unterschritten werden spielt an sich keine Rolle.
Die Einsatzbedingungen des T-Fühlers kenne ich zwar nicht, kann Dir aber
nur raten, wenn irgendwie möglich den T-Fühler in Eiswasser und
kochendem zu überprüfen.
Damit erhältst Du wahre "Eckwerte" für die Widerstandswerte, die Du in
Deiner Region verarbeiten willst. :)
Grüße
Dirk B. schrieb:> Für eine Brücke brauchst du aber noch 3 andere temperaturstabile,> aufeinander abgestimmte Widerstände.
Wie kommst du auf drei temperaturstabile zusätzliche Widerstände, zumal
unter dem Aspekt, dass es absolute Temperaturstabilität nicht gibt?
Eine Brücke besteht aus vier Widerständen, einer davon ist der
temperaturabhängige Pt1000, der zweite bildet mit ihm einen
Spannungsteiler und muss in der Tat halbwegs stabil sein oder zumindest
einen ausreichend gut bekannten TK aufweisen. Der dritte und vierte
Widerstand bilden wiederum einen Spannungsteiler und da kommt es
bekanntlich nur auf das Verhältnis der Widerstände an. Solange also
beide einen ausreichend gleichen TK aufweisen, ist Temperaturstabilität
eine völlig überzogene Anforderung. Allenfalls musst du auf gute
thermische Kopplung achten.
Und wie temperaturstabil der eine "temperaturstabile" Widerstand
wirklich sein muss, lässt sich leicht abschätzen:
Der Pt1000 besitzt einen TK von 3850ppm/K. Gängige Widerstände liegen
mit ihrem TK in der Größenordnung von 25ppm/K. Und jetzt vergleiche den
dadurch induzierten Fehler, insbesondere unter Berücksichtigung des
meist deutlich reduzieren Arbeitstemperaturbereichs der Messelektonik,
mit den auf Grund der Genauigkeitsklasse B zulässigen Sensorfehlern. Für
den Temperaturbereich von -25 °C bis +250 °C sind das immerhin über 1.5K
Uhrensohn schrieb:> Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist doch bei 0°C die Brücke> abgeglichen
Nein, die Brücke ist immer abgeglichen, weil der OpAmp sie zum Abgleich
zieht.
Ohne OpAmp ist die Brücke irgendwo in der Mitte des Messbereichs.
Berechnung siehe:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.32
L. H. schrieb:> wenn irgendwie möglich den T-Fühler in Eiswasser und> kochendem zu überprüfen.>> Damit erhältst Du wahre "Eckwerte"
Es ist äusserst unwahrscheinlich, dass das so genau ist wie die
Liefer-Genauigkeit eines Pt-Fühlers - damit verschlechtert man also die
Messung.
Georg
Georg schrieb:> Es ist äusserst unwahrscheinlich, dass das so genau ist wie die> Liefer-Genauigkeit eines Pt-Fühlers - damit verschlechtert man also die> Messung.
Die Messung prüft das Gesamtsystem, und das sehr gut.
Die Schaltung allein könnte man auch mit Festwiderständen prüfen. Die
würden aber z.b. Eigenerwärmung nicht berücksichtigen.
Beim Kochen den Luftdruck grob berücksichtigen, und VE-wasser nehmen.
Georg schrieb:> Es ist äusserst unwahrscheinlich, dass das so genau ist wie die> Liefer-Genauigkeit eines Pt-Fühlers - damit verschlechtert man also die> Messung.
Die Messmimik wird man wohl eher kalibrieren, indem man ein paar
verschiedene Kalibrierwiderstände an Stelle des Pt1000 anschließt.
Mit ein paar 0.1%ern, die zusammen vielleicht 1€ kosten, liegt man
besser als 1/3°C. Das musst man mit Eiswasser, kochend Wasser und
Barometer erstmal hinkriegen.
A. S. schrieb:> Die würden aber z.b. Eigenerwärmung nicht berücksichtigen.
Ob du die mit einer Gesamtkalibrierung berücksichtigt kriegst, hängt vom
bisher unbekannten Messmedium ab. Eis- oder kochend Wasser leiten die
Verlustleistung des Pt1000 ganz anders ab, als z.B. Luft.
Wolfgang schrieb:> Eis- oder kochend Wasser leiten die> Verlustleistung des Pt1000 ganz anders ab, als z.B. Luft.
Eben deshalb ist Eigenerwärmung nicht zu berücksichtigen, sondern zu
vermeiden.
Georg
Wolfgang schrieb:> besser als 1/3°C. Das musst man mit Eiswasser, kochend Wasser und> Barometer erstmal hinkriegen.
Mit Eiswasser kann man schon auf einige Zehntel K genau kalibrieren.
Mit kochendem Wasser klappt das nicht so gut. Für raumtemperatur-
ähnliche Messbereiche würde ich eher ein Fieberthermometer für den
zweiten Kalkibrierpunkt nehmen.
Harald W. schrieb:> Für raumtemperatur-> ähnliche Messbereiche würde ich eher ein Fieberthermometer für den> zweiten Kalkibrierpunkt nehmen.
Gute Idee für diesen Messbereich.
Danke für die geistige Anregung. :)
Grüße
Uhrensohn schrieb:> Ich möchte den Sensor mit einer> Brückenschaltung und einem OP-Verstärker auswerten. Der OPV dient ja als> Verstärker und Messgerät. Dazu habe ich die Schaltung auf folgender> Seite gefunden:
..LM358
Also, schreib erstmal, was du eigentlich möchtest.
Ist es dir denn so sehr wichtig, daß du eine Brücke und dann noch mit
einem LM358 zusammenlötest?
Oder ist es dir eher wichtig, einen verläßlichen Temperaturwert zu
erhalten?
Also sieh die ollen Schaltungen mit OpV, Brücke,
"Präzisions"-Widerständen, fummeligem Zweipunktabgleich und dergleichen
mal an als das, was sie sind: Schnee von vorgestern.
Heutzutage nimmt man einen einigermaßen hochauflösenden (etwa 20 Bit
oder mehr) und per se linearen SigmaDelta-ADC und einen stabilen
Vorwiderstand. Das reicht, es ist nicht teurer als 1 OpV und 3
Präzisions-R - und es ist mit weitem Abstand das allerbeste, was man tun
kann.
So macht man sowas heutzutage. Alles andere ist bestenfalls
Steckbrett-Wurschtelei.
Obendrein braucht man dann nur noch einen Einpunkt-Abgleich mit einem
richtigen Präzisions-Widerstand. Sowas gibt's mit 0.05% Präzision und
TK3 oder besser, kostet aber m.W. um die 16 Euro (pro Stück).
W.S.
W.S. schrieb:> einen Einpunkt-Abgleich mit einem> richtigen Präzisions-Widerstand
Wenn man ein gutes Digital-Multimeter hat, kann man sich auch einen
Widerstand mit geringem Tk selber ausmessen, der Wert ist ja nicht
entscheidend, das können auch z.B. 1000,358 Ohm sein oder was passendes
im gewünschten Temperaturbereich.
Georg
W.S. schrieb:> Obendrein braucht man dann nur noch einen Einpunkt-Abgleich
Man verwendet Pt-Sensoren gerade damit man Sensoren wechseln kann OHNE
einen Abgleich machen zu müssen bzw. Temperaturen absolut messen kann
OHNE Vergleichstemperaturen herstellen zu müssen.
Pt1000 und Abgleich ist blöd.
MaWin schrieb:> Pt1000 und Abgleich ist blöd
Mit einem Präzisionswiderstand gleicht man ja nicht den Pt1000 ab,
sondern die Messschaltung.
Völliges Unverständnis der Technik, ist wohl wieder der Fake-MaWin.
Georg
Georg schrieb:> Völliges Unverständnis der Technik, ist wohl wieder der Fake-MaWin.
Meinst Du das, weil er nicht laut genug pöbelt?
Wenn die Auflösung nicht sonderlich hoch sein muß, reicht doch die
einfache Schaltung mit ATmegaXX und einem zusätzlichen 1 k Widerstand
mit getakteter Erfassung. Mit einem 12 Bit ADC gibt es eine bessere
Auflösung.
Alternativ verwendet man einen OPV zur Erhöhung der Auflösung und
Eingrenzung des Meßbereiches. Siehe Bild.
Die Umrechnung erledigt der µC.
m.n. schrieb:> Alternativ verwendet man einen OPV..
Warum nur immer wieder sowas?
Nein, alternativ fängt man mit Herumjustieren an.
Vor 30 Jahren war es Mode, Thermometer mit nem 3-1/2 stelligen
Multimeter-Chip und einer Diode als Fühler zu bauen. Auf deren Rückseite
waren dann 2 Löcher für den Schraubenzieher, eines für den nie
stimmenden Nullpunkt und das andere für die Steilheit.
OK, das war damals Stand der bezahlbaren Technik. Aber daß du heutzutage
genau solchen Kram noch als Alternative nennst, das nervt. Jaja - kann
man ja machen, wurde früher ja auch mal gemacht, aber es ist wie das
Basteln eines Audions zum Radiohören. Eben
Nostalgie-Steckbrett-Gepfriemel.
W.S.
W.S. schrieb:> m.n. schrieb:>> Alternativ verwendet man einen OPV..>> Warum nur immer wieder sowas?
Weil es einfach ist, der ADC schon im µC steckt und für den Fühler des
TO hinreichende Genauigkeit liefert.
Nur ein Depp senkt sein Nutzsignal in den Millivolt Bereich ab, um
anschließend mit einem 20 Bit ADC den Meßwert aus dem Rauschen zu
kitzeln.
Ja ja, die Jugend von heute.
Georg schrieb:> Wenn man ein gutes Digital-Multimeter hat, kann man sich auch einen> Widerstand mit geringem Tk selber ausmessen
WENN...
Aber wer hat denn ein so gutes DMM? Die üblichen FeldWaldWiesen-Dinger
haben mal eben 11 Bit, bessere dann etwa 13 Bit. Ich hatte früher in der
Fa. ein 7-1/2 stelliges von Schlumberger, inclusive Vertrag mit dem
Eichamt. Das kann man selbst von normalen Labors in einer
mittelprächtigen Firma nicht erwarten.
Da ist es allemal besser und billiger, sich einen 1000 Ohm Widerstand
(siehe angehängtes PDF) zu leisten. Man braucht das Ding ja nur als
Referenz zum einmaligen Einmessen des Gerätes - den
Widerstands-Nullpunkt kriegt man ja wohl selber hin - gelle.
W.S.
W.S. schrieb:> Warum nur immer wieder sowas
Weil man es kann.
Du kannst keine Analogelektronik ?
Schade eigentlich, dann musst du warten bis ein Chiphersteller dir dein
'Shield' mit in den uC integriert.
Ist dann halt teurer.
W.S. schrieb:> Vor 30 Jahren war es Mode, Thermometer mit nem 3-1/2 stelligen> Multimeter-Chip und einer Diode als Fühler zu bauen. Auf deren Rückseite> waren dann 2 Löcher für den Schraubenzieher, eines für den nie> stimmenden Nullpunkt und das andere für die Steilheit.
So eines hätte ich gerne.
ALLE meine kommerziell gekauften LCD Aussenfühlerthermometer zeigen
nämlich eine um +/-2 GradC schwankende Temperatur an, wenn sich die
Temperatur der Auswerteelektronik, nicht etwa die des Fühlers, ändert.
Will ich die genaue Temperarur messen, muss ich mein
Quecksilber-Laborthermometer rausholen (das nicht teurer war als der
elektronische Ramsch).
Georg schrieb:> Mit einem Präzisionswiderstand gleicht man ja nicht den Pt1000 ab,> sondern die Messschaltung
Wozu ?
Die Messschaltung baut man nicht mit Kohlemassewiderständen von 1950
auf, sondern mit Metallfilm von heute, selbst bei Reichelt ist 0.1%
25ppm erschwinglich, d.h. deutlich billiger als der Sensor, damit
verdirbt man nicht die Genauigkeit eines Klasse B Sensors. Da passt der
ratiometrische Messwert einfach auf 1 GradC genau, ohne Abgleich.
Und wer 1/10B verwendet, nutzt sowieso eine andere Messschaltung.
W.S. schrieb:> Oder ist es dir eher wichtig, einen verläßlichen Temperaturwert zu> erhalten?
Eigentlich brauche ich nur einen möglichst genauen Temperaturwert. Ich
habe mir die Brückenschaltung herausgesucht und wollte auch bisschen
analoge Schaltungen verstehen.
Eine Genauigkeit von -/+ 2°C würde mir reichen. Ich habe mir die
Schaltung zusammen gestellt. Dieser würde bis -30°C gehen.
MfG
Uhrensohn schrieb:> Eigentlich brauche ich nur einen möglichst genauen Temperaturwert.
welchen Bereich möchtest du messen.
> Eine Genauigkeit von -/+ 2°C würde mir reichen.
unter möglichst genau verstehe ich etwas anderes.
Uhrensohn schrieb:> Eine Genauigkeit von -/+ 2°C würde mir reichen.
Weißt Du denn schon wie Du auf die Temperatur kommst? Über VOUT und dem
Verstärkungsfaktor kommst Du auf die Spannung die am PT1000 liegt. Der
Spannungs-Offset des OPV kann 4,5 mV betragen. Eine Drift müsste auch
noch berücksichtigt werden. Um einen Rückschluss auf die Temperatur zu
erhalten müsstest den Widerstand des PT1000 kennen. Per Tabellle und
Interpolation oder direkt per Formel kommst Du auf die Temperatur.
R101 bis R105 sollten möglichst genau sein. Also 1%ige Widerstände wären
mir da etwas zu ungenau um +/- 2°C zu erreichen. Dein PT1000 ist ja
nicht gerade der Beste, bestenfalls der dritt Beste. Aber OK, nur damit
Du weißt was Du erwarten kannst.
Also Du kannst über VOUT, dem Verstärkungsfaktor und dem bekannten Wert
von R101 auf den Strom in diesem Zweig schließen.
Ur101 = 3,3 V - Upt1000
Izweig = Ur101 / R101
Rpt1000 = Upt1000 / Izweig
Dabei ist jetzt die Genauigkeit der 3,3 V ebenso wichtig und geht in die
Fehlerrechnung mit ein.
Für den Anfang würde ich die Schaltung ruhig mal testen. Sie ist recht
einfach und kann Deine gewünschte Genauigkeit von +/- 2°C erreichen.
Sonst weisst Du ja was man verbessern müsste.
Google mal nach "PT1000 ratiometrisch". Es muß nicht der MAX31865 sein,
aber das Meßprinzip umgeht einfach ein paar Unsicherheiten.
mfg Klaus
Uhrensohn schrieb:> Eigentlich brauche ich nur einen möglichst genauen Temperaturwert. Ich> habe mir die Brückenschaltung herausgesucht und wollte auch bisschen> analoge Schaltungen verstehen.>> Eine Genauigkeit von -/+ 2°C würde mir reichen. Ich habe mir die> Schaltung zusammen gestellt. Dieser würde bis -30°C gehen.
Welche Mess-Genauigkeit Dir taugt, ist Deine Sache, worüber es auch gar
nichts zu diskutieren gibt.
Wenn Du Dich mit Analogtechnik befassen willst, verstehe ich nicht so
ganz, warum Du das dann nicht auch konsequent machst.
Du hast einen T-Fühler, welcher Dir in Abhängigkeit von einer zu
messenden T (in einer ganz bestimmten Anordnung, die ich nicht kenne)
unterschiedliche Widerstandswerte liefert.
Die Du mit einem stinknormalen Meßgerät (völlig egal ob mit einem
analogen oder digitalen) auch messen kannst.
Alle einigermaßen gute T-Fühler haben (annähernd lineare) Kennlinien
über weite T-Bereiche.
Du hast zu Deinem speziellen T-Fühler eine exakte Angabe, welchen
Widerstandswert der bei 0°C liefert, nämlich 1000 Ohm.
(Weshalb der Pt-Fühler (vermutlich) auch seine Bezeichnung Pt1000 hat.)
Eiswasser hat auf der ganzen Welt 0°C, weshalb man sich dann auch über
einen Wert mit drei Nachkommastellen an sich überhaupt nicht zu
unterhalten braucht.
Ist doch wohl alles nur überflüssiger Firlefanz und weiter gar nichts.
:)
Ferner hast Du eine Tabelle zu weiteren Widerstandswerten bei anderen T.
Und was glaubst Du, was diese Tabelle eigentlich repräsentiert?
Wenn nicht den statistischen Mittelwert aus der Produktion des Pt1000?
Die "Tabellen-Gläubigkeit" in manchen Beiträgen irritiert mich etwas:
Denn geliefert werden Pt1000 wohl auch mit gewissen Abweichungen davon.
Wenn Du einen T-Fühler z.B. per Wärmeleitpaste irgendwo anschraubst, um
T messen zu können, dürftest Du mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit sofort außerhalb gen. Tabellenwerte liegen.
Verlaß Dich deshalb also nicht auf solche Tabellenwerte, sondern fertig
Dir selbst eine Tabelle an, welche Dir verläßliche Werte unter den
Einsatzbedingungen des T-Fühlers liefert.
Der erste Schritt ist dabei, die Linearität des T-Fühlers im gewünschten
Meßbereich zu überprüfen.
Und der zweite Schritt, danach die Anzeige-Abweichungen (bedingt durch
die Einsatzbedingungen) feststellen zu können.
Im Endeffekt wirst Du damit bei einer Tabelle "landen", die es Dir
erlaubt, einen R-Wert des Fühlers direkt einem korrekten T-Wert zuordnen
zu können.
Und wenn Du diese Tabelle dann sowieso schon hast, kannst Du den R-Wert
des Fühlers auch gleich analog messen.
Um die ihm "zugehörige" T aus Deiner Tabelle entnehmen zu können.
Grüße
Klaus R. schrieb:> Dabei ist jetzt die Genauigkeit der 3,3 V ebenso wichtig und geht in die> Fehlerrechnung mit ein.
Nur, wenn man den Fehler macht, gegen eine separate Referenzspannung zu
messen.
Die Spannung für ADC-Referenz und Pt1000 Spannungsteiler sollten schon
direkt miteinander zusammen hängen, sonst gehen ratiometrische
Messverfahren unweigerlich schief.
L. H. schrieb:> Wenn Du einen T-Fühler z.B. per Wärmeleitpaste irgendwo anschraubst, um> T messen zu können, dürftest Du mit an Sicherheit grenzender> Wahrscheinlichkeit sofort außerhalb gen. Tabellenwerte liegen.
Kannst du das bitte mal erklären.
Du solltest natürlich keine Wärmeleitpaste verwenden, die elektrisch
leitfähig ist und parallel zum Pt1000 einen Strompfad eröffnet.
Klaus R. schrieb:> Der Spannungs-Offset des OPV kann 4,5 mV betragen
Ja nun, bloss weil RN-Wissen den LM358 und Uhrensohn den MCP6001 gewählt
haben, muss man ja nicht bei der ungeschickten Wahl des billigsten und
ungenauesten OpAmp bleiben, der schon von sich aus zu Ungenauigkeiten in
der Temperaturmessung von +/-15GradC führt.
Besser als 100uV ist keine Hexerei, z.B. MCP6V11.
L. H. schrieb:> Die "Tabellen-Gläubigkeit" in manchen Beiträgen irritiert mich etwas
Wahscheinlich bist du auch kein Freund von Physik, sondern eher
Esoterikgläubig.
Klaus R. schrieb:> Google mal nach "PT1000 ratiometrisch
Warum sollte er, er mitt mit OpAmp und 3.3V schon ratiometrisch.
Keine Ahnung warum hier von Ahnungslosen der Pt1000 totgeredet werden
soll, der in einem Grossteil der industriellen Temperaturmessungen
verwendet wird, eben weil austauschbar und ohne Kalibrierung auf besser
als 1 GradC genau.
Ja, man muss die Schaltung richtig bauen, das steht aber alles in der
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.32
L. H. schrieb:> Alle einigermaßen gute T-Fühler haben (annähernd lineare) Kennlinien> über weite T-Bereiche.
Du scheinst von Platin-Temperatursensoren noch nicht viel gelesen haben.
MaWin schrieb:> Keine Ahnung warum hier von Ahnungslosen der Pt1000 totgeredet werden> soll, der in einem Grossteil der industriellen Temperaturmessungen> verwendet wird, eben weil austauschbar und ohne Kalibrierung auf besser> als 1 GradC genau.
MaWin spricht einen großen Vorteil an. Der PT1000 hat keine lineare
Kennlinie. Der Verlauf ist jedoch ziemlich genau berechenbar. Die
Genauigkeit ist in Klassen eingeteilt. Wird ein Sensor mit einem Sensor
der gleichen Klasse getauscht, so funktioniert die Schaltung sofort ohne
Abgleich.
Dies alles ist jedoch hier im Thread schon erwähnt worden.
mfg Klaus
Klaus R. schrieb:> L. H. schrieb:>> Alle einigermaßen gute T-Fühler haben (annähernd lineare) Kennlinien>> über weite T-Bereiche.>> Du scheinst von Platin-Temperatursensoren noch nicht viel gelesen haben.
Hast recht damit:
Nahm einfach an, der Pt1000 habe eine lineare Kennlinie.
Das nicht zu überprüfen war ein Fehler.
Grüße
L. H. schrieb:> Nahm einfach an, der Pt1000 habe eine lineare Kennlinie.
Lineare Kennlinien gibt es nicht.
Ob man eine Kennlinie als linear beschreiben kann, hängt davon ab, über
welchen Bereich die Linearisierung gelten soll und welche Fehler man
dabei bereit ist, zu akzeptieren.
m.n. schrieb:> Ach so! Darum funktionieren Spannungsteiler nicht.
Spätestens, wenn die Verlustleistung an den beteiligten Widerständen
unterschiedlich ist, bekommst du durch den TK ein Linearitätsthema.