Hi.
Ich frage mich, ob es möglich ist, über das öffentliche BK Netz eine
direkte Datenverbindung herzustellen.
Ich dachte an folgendes:
Man speist nahe des Hausübergabepunktes noch vor dem Hausverstärker ein
HF Signal ein. In einem anderen Gebäude, welches Netztechnisch an der
selben Koax-Linie hängt, soll das Signal dann wieder empfangbar sein.
Um im Kabel nix zu stören und möglichst nicht aufzufallen, müsste man
mit der Frequenz über den "offiziellen" BK Frequenzbereich gehen.
Offiziel geht Kabel ja bis 862 MHz.
Es gibt Funkmodems / Wlan Equipment, was im Bereich von 900 MHz funkt.
Die liegen somit ausserhalb des offiziellen BK Frequenzbereiches.
Das Koaxnetz und die Komponenten wie Abzweiger sollten 900 MHz aber noch
einigermaßen durchlassen, auch wenns ausserhalb der Spezifikation ist.
Diese 900 MHz Funkmodems haben auch ordentlich Sendeleitung, die höhere
Dämpfung wird dadurch wohl ausgeglichen.
Die Sendeleistung der 900 MHz Funkmodems liegt um ein vielfaches höher
wie das was so bei DOCSIS verwendet wird.
Ich weiß dass der Kabelnetzbetreiber sowas mit Sicherheit nicht gerne
sieht, aber solange es keine Störungen gibt, sollte es nicht auffallen,
wenn man "out-of-band" was überträgt.
Ist auch mehr ne theoretische Frage, interessiert mich, ob sowas rein
theoretisch funktionieren würde.
Für den Preis, den die Funkmodems kosten würden, kann man auch ne ganze
Weile lang zwei mal einen Privatkunden Internetzugänge über Kabel
Deutschland ordern, ohne dass man vielleicht Probleme bekommt wegen
nicht genehmigter Nutzung des BK Netzes.
Und dann ne VPN Verbindung herstellen.
Ist halt die Frage wie die reagieren, wenn man ordentlich Traffic macht
und den Upstream oft am Limit ausnutzt.
So in der Größenordnung von 200 GB-300 GB und mehr im Monat.
Der Kabelnetzbetreiber würde wohl recht schnell den Vertrag kündigen.
HD Videomaterial braucht eben Bandbreite.
Ne direkte Wlan Verbindung funktioniert leider nur sehr unzuverlässig.
Trotz Richtantennen. Die Verbindung geht "nur grade so" und auch nur
wenn das Wetter mitspielt.
Effektiv bekommt man über die Verbindung nur so ca 20-50 kbyte/Sec.
Das würde aber vorraussetzen, das die Verstärker im BK Netz die 900 MHz,
die an ihrem Ausgang ankommen, auch verstärken würden. Der Rückkanal
vom Kunden, den die aber nur verstärken, endet aber spätestens bei 60
MHz, manchmal auch bei 30 MHz. Und dieser wiederum geht nur in Richtung
Wurzelknoten/Internet, nicht zu anderen Kunden.
Nein ist nicht möglich bedenke Abzweiger in der Linie haben zwischen den
Teilnehmern (Sprich den einzelnen ÜPs) 30dB Entkopplung. Das würde beim
Betreiber ganz schnell auffallen wenn an den Verstärkern bei 900MHz mit
richitg gut Pegel was reinkommt, Vergess nicht Intermodulations
Störungen. Es geht nur wie auch der Rückkanal nach Docsis genutzt wird.
Also zurück zum Hub senden und dann umsetzten und wieder vorwärts
einspeisen.
Sollte aber keine Probleme geben bei nem Internet Vertrag wenn man den
Upload voll ausnutzt man zahlt ihn ja schließlich.
Was gehen würde einen ganz tiefe Frequenz nehmen. 5.10MHZ dort ist
meistens nichts aktiv und in den nächsten C-Verstärkerschrank einen
umsetzer auf 900MHz einbauen und im anderen haus diesen dann abgreifen.
Wird dir aber warscheinlich kein netzbetreiber erlauben.
Hi.
Wir hängen an der selben Linie, zwischen mir und dem anderen Haus ist
keine aktive Netztechnik verbaut.
Das heisst, man müsste mit seinem Signal lediglich passive
Netzkompnenten wie Abzweiger überwinden. Dass da keine aktiven
Netzkomponenten dazwischen sind, weiß ich aus sicherer Quelle, hatte mal
einen Kabel Deutschland Techniker getroffen und ein wenig mit ihm
geredet als die hier mit Internetausbau Zugange waren. Hatte den
gefragt, wieviele Leute sich die Übertragungskapazität teilen. Und da
sagte er mir, dass bei uns der gesamte Ortsteil "eine Linie" ist und es
eine Verstärkerstation gibt, die wiederum an einem anderen Teil des
Netzes angeschlossen ist.
Damals war es glaube ich sogar noch so, dass die "internetkanäle" über
eine recht goße Distanz übertragen wurden, einfach über Analoge
Verstärker ohne dass das Signal digital verarbeitet wurde, und die CTMS
etwas weiter weg war.
Ob man ein HF Signal innerhalb der Linie direkt zwischen 2
Teilnehmeranschlüssen übertragen kann, habe ich ihn leider nicht
gefragt.
Aber rein theroretisch müsste es ja funktionieren.
Ich mein selbst wenn so ein Abzweiger zum Kunden hin 30 dB Dämpfung hat,
wenn man mit 25 dBm ins Netz rein sendet, müsste auf der anderen Seite
immer noch genug raus kommen. Selbst wenn man 2x 30 dB Abzweigerdämpfung
und nochmal 30 dB Leitungsdämpfung/sonstige Dämpfung annimmt.
25 dBm Sendeleistung - 90 dBm Dämpfung = -65 dBm, was für einen
Empfänger noch locker ausreicht.
Und die Docsis Modems schaffen es ja auch, den Abzweiger zu überwinden
und ins Netz rein zu senden. Und die haben keine 25 dBm Sendeleistung.
Selbst hinterm Haus Verstärker kommt weniger als 25 dBm Upsteamleistung
raus.
Aber erlaubt wird es mit sicherheit nicht sein. Weil man sich quasi
Übertragungskapazität "klaut". selbst wenn man niemanden stört.
Die korrekte Lösung mit Internetvertrag abschließen und VPN würde ich
auf jeden Fall bevorzugen.
Vor allem: Man bräuchte noch nicht mal nen extra Vertrag abschließen,
weil wir beide bereits Internet haben.
Also einfach nur VPN einrichten und die Sache läuft.
Der Traffic ist nur das Problem an der Sache. Es heisst zwar, Flatrate.
Bei übermäßiger Nutzung werden die aber sicherlich kündigen. Hab auch
irgendwo schonmal sowas in der Richtung gehört.
Konkret gings mir halt drum, HD TV und auch SD TV "Direkt vom Sat" zu
streamen. Mein Bekannter ist ein richtiger Freak.
Er hat sich nen "Videoserver" eingerichtet.
In diesem Server sitzen Sat Karten.
Die Kiste ist an seiner Sat-Anlage angeschlossen und kann 4 verschiedene
Sats empfangen.
Auf dem Videoserver kann man auch Sendungen aufnehmen, in dem man über
das selbstgeschriebene HTML Interface Sendungen in die Aufnahmeliste
einträgt.
Mittlerweile liegen auf diesem Server ca 1,8 TeraByte Film und
Videomaterial, also ne Menge zum Downloaden :)
Natürlich kann man über den Server auch einen live Stream bekommen.
Der kann in der Bitrate und Codierung der zur Verfügung stehenden
Bandbreite angepasst werden.
Ich hab von Kabel Deutschland nur den Internettarif und
"TV-Grundversorgung". Über den Server könnte ich natürlich viel mehr
Programme sehen, ohne dass ich dafür extra bezahlen muss wie ich es bei
Kabel Deutschland müsste. Und viele Programme gibts über Kabel
Deutschland noch nicht mal über optional zubuchbare Programmpakete.
Ich häng zwar über Wlan noch bei ihm im Netz, aber trotz Richtantenne
meinerseits bekomm ich nur 20-50 kbyte/s hin. Ist halt keine
Sichtverbindung.
Und wenns dann regnet, bricht das Wlan ganz zusammen.
Da ist VPN trotz beschränktem Upstream bei
Privatkunden-Internetanschlüssen schneller.
Dass der Provider mich oder ihn kündigt ist meine größte Befürchtung,
wenn da plötzlich mehrere 100 Gbyte im Monat Traffic entsteht :)