Hallo,
ich habe eine Frage zur Grundschaltung des AT328p.
Ich baue sie immer so wie ich es einmal in einem Video gesehen hatte mit
zwei 22pF Kondensatoren, 16mhz Quarz, einen 10kOhm Widerstand und einen
100nF Kondensator auf.
Mir geht es eigentlich nur um den 100nF Kondensator.
Ich hatte vor einer weile mal mehrere Öldruckanzeigen für meinen PKW
gebaut und hatte da das Problem dass die Anzeige sehr stark geschwankt
hat und das manschmal schon wenn der Motor noch gar nicht lief. Die
fehlersuche hatte mich echt verrückt gemacht ich hatte schon vermutet
dass das Boardnetz im Fahzeug störungen liefert. Jedenfalls konnte ich
das Problem schließlich lösen als ich noch einen 10uF elko neben den
ATmega gesetzt habe. Quasi parallel zum 100nF Kondensator.
Seither mache ich mir immer wieder Gedanken wenn ich die Grundschaltung
aufbaue.
Den Messtrom... na gut das ist schon eine Weile her ich weiss jetzt
nicht mehr wie groß ich die Widerstände gewählt habe aber bestimmt nicht
so dass da ein großer Strom geflossen wäre. Jedenfalls kann ich mir
nicht ganz erklären wieso im ATmega da schwankungen auftreten konnten
noch dazu wie erwähnt bei Ausgestellten Motor und eigentlich stabiler
Eingangsspannung.
Ich hatte den 100nF kondensator schon ersetzt weil ich dachte er sei
defekt als ich gemerkt habe dass der elko hilft.
Jetzt überlege ich mir immer ob ich den 100nF in Zukunft immer weg lasse
und gleich einen Elko nehme. Bringt so ein kleiner Kondensator
vielleicht nur bei hohen Frequenzen etwas?
Der lange Text tut mir Leid das sind nur ein paar Gedanken dazu. Ich
kann da keine klare Frage formulieren da ich ja nicht weiß was der Grund
für das Problem gewesen ist.
Dieter schrieb:> Jetzt überlege ich mir immer ob ich den 100nF in Zukunft immer weg lasse
Abblockkondensatoren weg zu lassen ist wohl immer eine ganz schlechte
Idee.
Außerdem benötigt der ATMega328P eher 2 davon.
Dieter schrieb:> Bringt so ein kleiner Kondensator vielleicht nur bei hohen Frequenzen> etwas?
Bei Kondensatoren ist, bezogen auf die Wirksamkeit für oder gegen
irgendwas, die Stelle ganz wichtig, wo sie eingebaut sind. Und auch, an
welchen Pins sie angeschlossen sind. Relevant sind daher der Schaltplan
UND das Layout.
> da ich ja nicht weiß was der Grund für das Problem gewesen ist.
Das ist immer ganz schlecht, denn dann weißt du nicht, wie du es
eigentlich richtig hättest machen sollen.
Dieter schrieb:> Jedenfalls konnte ich> das Problem schließlich lösen als ich noch einen 10uF elko neben den> ATmega gesetzt habe. Quasi parallel zum 100nF Kondensator.
Der MC wird ja von irgendwo versorgt werden und dieser Spannungsregler
braucht einen Kondensator am Ausgang. 100nF reichen da oft nicht, mal
ins Datenblatt schauen.
Auch gibt es im KFZ gerne mal Spannunseinbrüche, ein dicker Elko am
Eingang des Spannungsreglers mit Diode gegen Rückströme hilft dagegen.
> Das stimmt!> Vor allem sagt niemand, an welche Pins die Bauelemente ran sollen...
Ich fand es Überflüssig zu erwähnen dass die Kondensatoren zum
stabilisieren der Eingangsspannung da sind. Also 8 und 22 sowie 7 und 20
welche auf beiden Seiten mit einander verbunden sind. Tut mir leid wenn
ihr zwei das nicht mitbekommen habt.
> Auch gibt es im KFZ gerne mal Spannunseinbrüche, ein dicker Elko am> Eingang des Spannungsreglers mit Diode gegen Rückströme hilft dagegen.
Ist richtig. Nur gibe es neben der Öldruckanzeige noch eine
Spannungsanzeige. Und wenn ich da einen großen Elko am Eingang habe
befürchte ich dass die dann zu träge reagiert oder gar falsche Werte
anzeigt daher habe ich das gelassen.
Den Schaltplan habe ich absichtlich weg gelassen weil die Frage ja ehr
allgemein gemeint war und sich nicht konkret auf das o.g. Beispiel
bezogen hat. Aber schon einmal gut zu wissen dass ein 100nF eigentlich
zu wennig sind.
Bei der ersten Öldruckanzeige die ich gemacht hatte, verwendete ich auch
einen 10uF Kondensator nach dem Spannungsregler (und trotzdem
störungen). Möglicherweise lag es daran dass damit gleich 3 ATmega
versorgt worden sind und 10uF dafür zu wenig waren.
Egal, eines noch. Bei den 100nF habe ich ja schon gehört dass er
möglichst dicht am ATmega sitzen soll. Wenn er zu weit weg ist kann ich
mir schon gut vorstellen dass der Effekt aus bleibt. Gilt das auch für
den 10uF Elko?
(Abstandsregel^^)
Dieter schrieb:> Egal, eines noch. Bei den 100nF habe ich ja schon gehört dass er> möglichst dicht am ATmega sitzen soll. Wenn er zu weit weg ist kann ich> mir schon gut vorstellen dass der Effekt aus bleibt. Gilt das auch für> den 10uF Elko?> (Abstandsregel^^)
Allgemeine Antwort. Der Verbraucher der am nächsten, am dichtesten dran
sitzt gewinnt. Also hat den größten Nutzen vom Energiespeicher. Notfalls
muss man mehrere vorsehen. Der Regler benötigt sein direktes Umfeld und
der Controller auch.
Ein hinkender Vergleich - aber ein Vergleich.
Stell dir die Ölpipeline vor. Von den Russen zu uns. Wenn irgendwelche
Länder unterwegs unrechtmäßig etwas anzapfen gibt es an jeder dieser
Stellen Druckverluste. Bei uns kommt weniger an. So ungefähr kannste dir
das vorstellen. Damit zusammen mit anderen Gründen niemand anzapfen kann
wird Nordstream 2 gebaut. Ich bin klarer Befürwörter. Dazu stehe ich,
auch wenn es hier nicht hingehört. ;-)
> Ein hinkender Vergleich - aber ein Vergleich.
Hmm.. dann kann es natürlich sein dass die Leuchtdiode mit der der
ATmega den aktuellen Wert anzeigt den Strom vom Kondensator weggeklaut
hat. Also lieber zu viele Kondensatoren als zu wenige.
In Ordnung danke euch.
Dieter schrieb:> Mir geht es eigentlich nur um den 100nF Kondensator.
Na dann, bau ihn dran.
Vorausgesetzt dein uC wird aus einer stabilen Spannungsquelle, Batterie
oder Spannungsregler oder Netzteil, versorgt, sind die 100nF nur für 1
Zweck da:
Den Strom für die winzig kurze Zeit zu liefern, bis der benötigte Strom
von der Spannungsquelle über die Zuleitung nachgeliefert wird.
Und da Strom sich fast mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet (eine Leitung
hat etwa 10nH/cm) und die Leitung unter 1m lang sein wird, ist das nur
eine verdammt kurze Zeit, die der 100nF Kondensator den Strom liefern
können muss, daher reicht er.
Da ein Elko grössere Kapazität aber grösser ist und längere Stromwege
hat, sitzt er eher 1cm weiter weg als der 100nF drangebaut werden
könnte.
Und wo kommt dann der Strom in der kurzen Zeit her die er für den 1cm
benötigt, wenn du den 100nF weglässt ?
https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.14.1
Erwin D. schrieb:> Udo S. schrieb:>> Mein Trolldetektor ist fast auf Vollausschlag.>> Das stimmt!> Vor allem sagt niemand, an welche Pins die Bauelemente ran sollen...
Die komplette Standardbeschaltung sieht wie folgt aus.
Hi
>Die komplette Standardbeschaltung sieht wie folgt aus.
In der AVR042 befindet sich eine Schaltung für den ATMega32, aber nicht
für den ATMega328.
Deine Schaltung ist zwar prinzipiell richtig aber schon bei externer
Referenz falsch.
MfG Spess
Hallo,
die App Note ist nirgends speziell für einen ATmega32 geschrieben. Die
ist ganz allgemein verfasst.
> Deine Schaltung ist zwar prinzipiell richtig aber schon bei externer> Referenz falsch.
Verwendet man Aref nicht, gilt die allgemeine App Note. Damit macht man
erstmal nichts falsch. Verwendet man Aref, siehts natürlich anders aus.
Ist doch logisch. Ich sehe keinen Widerspruch.
Dieter schrieb:> zwei 22pF Kondensatoren, 16mhz Quarz, einen 10kOhm Widerstand und einen> 100nF KondensatorDieter schrieb:> Ich fand es Überflüssig zu erwähnen dass die Kondensatoren zum> stabilisieren der Eingangsspannung da sind. Also 8 und 22 sowie 7 und 20> welche auf beiden Seiten mit einander verbunden sind.
2x22pF und 1x100nF?
dann gehe ich davon aus dass die 22pF an den Power Pins des Kontrollers
hängen. Das wird so nicht funktionieren. Da gehören 2x100nF hin und auch
nicht an 8+22 und 7+20 sondern an 7+8 und 20+22.
Dieter schrieb:> das Problem dass die Anzeige sehr stark geschwankt> hat
Das hat nichts mit den Kondensatoren zu tun. In Deinem Fall hängt sich
der Kontroller auf oder Resettet bestenfalls unregelmäßig.