Verstärkerschaltung +0,5

OP #4005150
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Hallo,

ich bin grad am Lernen für eine Klausur und komm mit einer Aufgabe 
leider überhaupt nicht klar.

Aufgabe:
Dimensionieren Sie einen Schaltplan mit +0,5 Verstärkung.
Warum ist diese zweistufig?

Ich habe einiges, auch hier im Forum, zu zweistufigen 
Verstärkerschaltungen gefunden, jedoch wie realisiere ich diese mit +0,5 
Verstärkung?

Ich steh grad auf dem Schlauch.
Gast #4005176
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Sebastian K. schrieb:
> Dimensionieren Sie einen Schaltplan mit +0,5 Verstärkung.
1
Eingang --+
2
          |
3
          R
4
          |
5
          +-- Ausgang
6
          |
7
          R
8
          |
9
        Masse
> Warum ist diese zweistufig?

zwei Teile, würde ich sagen, nicht zwei Stufen.

Aber wenn er will:
1
Eingang ----|+\
2
            |  >--+--+
3
         +--|-/   |  |
4
         |        |  R
5
         +--------+  |
6
                     +-----|+\
7
                     |     |  >--+-- Ausgang
8
                     R  +--|-/   |
9
                     |  |        |
10
                     |  +--------+
11
                     |
12
                   Masse
dann kann er eine bekommen die bei undefiniertem Ausgangs- und 
Eingangswiderstand immer noch um +0.5 verstärkt.
OP #4005196
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Es handelt sich um OPVs, dass hab ich vergessen zu erwähnen. Bitte um 
Verzeihung.


Also ich habe jetzt mal eine Schaltung mit zwei inv. Verstärkern 
hintereinander realisiert.

Da die Formel Ua = -(Rn/R1)*Ue für eine normale inv. Verstärkerschaltung 
ist müsste ich hier im vorderen Teil wie oben gesagt eine fünffache 
Verstärkung bekommen, d.h Rn1=5 Ohm, R1=1 Ohm und im zweiten teil eine 
0,1-fache Verstärkung, d.h Rn2=1 Ohm und R2= 10 Ohm.

Stimmt das so?
Angehängte Dateien:
Gast #4005288
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Wahrscheinlich sollte unser Bachelor lernen, daß Verstärker um 
mindestens 1 verstärken und es unter 1 kein Verstärker sein kann.
Wenn er dann noch bei Stabilität und Kompensation von 
Operationsverstärkern in der Vorlesung aufgepasst hätte, könnte er auch 
diese Klausur in Nullkommanix lösen.
#4005535
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Sebastian K. schrieb:
> d.h Rn1=5 Ohm, R1=1 Ohm und im zweiten teil eine
> 0,1-fache Verstärkung, d.h Rn2=1 Ohm und R2= 10 Ohm.

Dafür würdest Du von mir eine glatte 6 bekommen.
Angenommen, die OPVs werden mit +-15V versorgt, würde ich verlangen, daß 
die Schaltung mindestens bis 10V aussteuerbar ist und dann 5V am Ausgang 
liefert.
Nun werden sich Deine OPVs aber recht schwer tun, bei 10V an 1 Ohm 10A 
zu liefern. Und für den 100W Widerstand mußt Du nen kräftigen Lüfter 
installieren.

Eine Schaltung darf nicht nur mathematisch stimmen, sondern muß auch 
praktisch funktionieren.

Tipp: OPVs liefern typisch max 10mA. 1mA reichen oft schon völlig aus.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4005570
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Peter Dannegger schrieb:
> Eine Schaltung darf nicht nur mathematisch stimmen, sondern muß auch
> praktisch funktionieren.
Ich hatte mich seinerzeit auch immer wieder über Kommilitonen gewundert, 
die ganz unbedarft GA und pΩ ausgerechnet und als Lösung präsentiert 
haben. Aber es ist einfach so: dieses Wissen um die praktische 
Realisierbarkeit gibt die Schule nicht her. Das muss sich der Schüler 
selbst beibringen...

Sebastian K. schrieb:
> Aufgabe:
> Dimensionieren Sie einen Schaltplan mit +0,5 Verstärkung. Warum ist
> diese zweistufig?
Was ist der Zusammenhang dieser Aufgabe? Welche Zusatzinformationen hast 
du da noch?

Ich würde einfach einen Impedanzwandler mit V=1, dahinter  einen 
Spannungsteiler mit Ra=Rb und hinterher nochmal einen Impedanzwandler 
mit V=1 nehmen:
1
          |\               |\ 
2
   Uin ---|+\        .-----|+\
3
          |  >-o-10k-o     |  >-o--- Uout
4
        .-|-/  |     |   .-|-/  |
5
        | |/   |    10k  | |/   |
6
        |      |     |   |      |
7
        '------'     |   '------'
8
                    ---
Begründung: hohe Eingangsimpedanz und niedrige Ausgangsimpedanz.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4005638
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Kai Mauer schrieb:
> So wie MaWin um 13:04 Uhr?
Ähm ja. Allerdings habe ich eine Ausrede: ich habe dort dank des 
proportionalen Fonts auf dem Tablet nur einen Strichhaufen gesehen. In 
etwa so wie im Anhang. Mit den passenden Tags wäre das nicht passiert:
1
[pre]
2
   ----     ----     ----
3
[/pre]
Ich habe die Tags in MaWins Beitrag mal nachgerüstet.
Angehängte Dateien:
Gast #4005765
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Joachim B. schrieb:
> +0,5 Verstärkung keine Verstärkung sondern

Doch, eine Verstärkung mit dem Faktor 0,5.
Wenn Du im Auto auf die Bremse trittst, ist die Wirkung (hoffentlich) 
eine Beschleunigung mit negativem Vorzeichen.
Der TO ist aber soweit von jeglicher Realität bzw. Eigeninitiative 
entfernt, daß es völlig belanglos ist, was wir hier schreiben.
#4005856
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m.n. schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>> +0,5 Verstärkung keine Verstärkung sondern
>
> Doch, eine Verstärkung mit dem Faktor 0,5.
> Wenn Du im Auto auf die Bremse trittst, ist die Wirkung (hoffentlich)
> eine Beschleunigung mit negativem Vorzeichen.

Formal ist das zwar korrekt, aber im Sprachgebrauch trotzdem 
ungebräuchlich bis grob wirklichkeitsverzerrend (z.B. als 
Negativwachstum in der Ökonomie).

Man spricht statt von "negativer Beschleunigung" eher von "Verzögerung" 
oder "Abbremsen". Und statt von "Verstärkung kleiner 1" eher von 
"Abschwächung" oder "Dämpfung".
Gast #4005947
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Axel Schwenke schrieb:
> Formal ist das zwar korrekt, aber im Sprachgebrauch trotzdem
> ungebräuchlich bis grob wirklichkeitsverzerrend (z.B. als
> Negativwachstum in der Ökonomie).
Wirklichkeitsverzerrend? Eher schönredend! Schlimmer finde ich noch, 
wenn man die zweite Ableitung heran nimmt, um sich positiv darzustellen: 
"Das Schuldenwachstum hat sich verringert ..."

> Man spricht statt von "negativer Beschleunigung" eher von "Verzögerung"
> oder "Abbremsen". Und statt von "Verstärkung kleiner 1" eher von
> "Abschwächung" oder "Dämpfung".
Im technischen Sprachgebrauch ist beides nicht unüblich. Gerade, wenn du 
von einem allgemeinen Ansatz aus eine Berechnung machst, dann kommt halt 
mal eine negative Zahl für die zu bestimmende Beschleunigung heraus - 
warum denn nicht? In Prosa kann man dann immer noch von einer 
Verzögerung reden.
Und in einem Kassenbuch würden Schulden auch mit einem negativen 
Vorzeichen geführt.
#4006076
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meinereiner schrieb:
> Axel Schwenke schrieb:
>> Man spricht statt von "negativer Beschleunigung" eher von "Verzögerung"
>
> Nein. Definitiv nicht. Bremsen ist keine Verzögerung. Bremsen ist
> defintiv Beschleunigung. Gleiche Formel. Ganz sicher.

Welchen Teil von "formal ... korrekt, aber im Sprachgebrauch ...
ungebräuchlich" hast du nicht verstanden?

Selbstverständlich ist Bremsen eine negative Beschleunigung. Aber kein 
Mensch verwendet das umgangssprachlich. Oder hast du schon mal jemanden 
sagen hören "... als ich sah daß die Ampel vor mir auf rot schaltete, 
beschleunigte ich mein Fahrzeug bis zum Stillstand"?
Gast #4006088
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Axel Schwenke schrieb:
> Man spricht statt von "negativer Beschleunigung" eher von "Verzögerung"
> oder "Abbremsen". Und statt von "Verstärkung kleiner 1" eher von
> "Abschwächung" oder "Dämpfung".

Deshalb auch das Minuszeichen, wenn man das Verhältnis von Ausgangs- zu 
Eingangsleistung logarithmisch angibt ;-)

Oder gibt es extra eine Einheit für den Logarithmus der Abschwächung?

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