Handlöten, Lötzinnerfahrung

OP #5324745
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Ich muss demnächst wieder Lötzinn bestellen. Es soll auf jeden Fall 
bleihaltig sein für meine Hobbylöterei. Nun schwanke ich zw. dem HS10 
und dem Kristal505 von Stanol. Das Kristal hat einen etwas höheren 
Flussmittelanzteil.
Hat jemand Erfahrung was den Unterschied der beiden Lötdrähte betrifft?
#5325505
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Andy H. schrieb:
> Hat jemand Erfahrung was den Unterschied der beiden Lötdrähte betrifft?

Nein, es wird aber vermutlich im normalen Hobbybereich keinen 
bemerkbaren Unterschied geben.

Ich habe hier mal etwas zu einem Vergleich von etwa 5 bleihaltigen Loten 
von unterschiedlichen Herstellern geschrieben. Das waren die 
Lieblingslote die hier oft genannt werden, die Unterschiede waren aber 
minimal und das Elektroniklot vom Baumarkt war auch nicht wirklich 
schlechter.
Gast #5325859
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Gast #5326089
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Andy H. schrieb:
> Sn60Pb40

Meine Elektroniklote sind Sn60Pb37 bzw. Sn60Pb38Cu2 oder Sn60PbCu2 
beschriftet. Das war über Jahrzehnte Standard in der 
Elektronikindustrie, pur 60/40 ist mir dort nicht begegnet.

c.m. schrieb:
> 1mm ist gut um litze verzinnen,
> zum bauteile verlöten lieber 0,5mm.

Wenn die Litze dick genug ist, greife ich auch mal zu 1,5mm.

Solange man Bauteile mit Draht durch Loch lötet, ist 0,5mm absolut 
albern, das kann ich garnicht so schnell nachschieben, wie es 
abschmilzt. Ich verwende überwiegend 1,0mm.

Interessant ist auch der Flußmitteltyp, das alte F-SW26 lötet auf alten 
Oberflächen deutlich besser als die moderneren Varianten. Das wurde mal 
aus der Fertigung verbannt, weil man Langzeitkorrosion befürchtete und 
das mit irgendeiner Zertifizierung nicht mehr konform war.
#5326135
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Manfred schrieb:
> ist 0,5mm absolut
> albern, das kann ich garnicht so schnell nachschieben, wie es
> abschmilzt.

Ich arbeite gerne und gut mit 0.5 mm.

Bei den allermeisten SMD-Bauteilen wäre alles darüber wie die 
sprichwörtliche Kanone, die auf Spatzen zielt. Das ist es mir lieber, 
bei gelegentlichen TH-Lötungen etwas mehr nachzuschieben, als ständig 
zwischen verschiedenen Größen zu wechseln. Am anderen Ende lässt sich 
zur Not mit 0.5 mm MSOP löten (schon gemacht - allerdings unter einem 
Bino).
Gast #5326164
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Burkhard K. schrieb:
> Manfred schrieb:
>> ist 0,5mm absolut
>> albern, das kann ich garnicht so schnell nachschieben, wie es
>> abschmilzt.
> Ich arbeite gerne und gut mit 0.5 mm.

Du hättest gerne so freundlich sein dürfen, nicht sinnentstellend zu 
quoten! Was an "Bauteile mit Draht durch Loch" willst Du nicht 
verstehen?

Manfred schrieb:
> Solange man Bauteile mit Draht durch Loch lötet, ist 0,5mm absolut albern,
Gast #5326795
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Zwölf M. schrieb:

> Und ja auch bleifrei geht gut. Man will ja nicht dauernd Bleidaempfe
> ansaugen ... die geben einen schweren Kopf

Blei zu verdampfen wird Du mit Deiner Lötstation nicht schaffen.

Das was beim Löten dampft ist Flussmittel. Bei altem Bleilot ist das 
meist Kolophonium (das was sich der Geiger auf seinen Bogen schmiert). 
Bleifreie Lote haben deutlich aggressivere Flussmittel. Daher ist bei 
bleifreiem Löten eine Absaugung dringend empfohlen!
#5326878
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Andy H. schrieb:
> Ich muss demnächst wieder Lötzinn bestellen. Es soll auf jeden Fall
> bleihaltig sein für meine Hobbylöterei. Nun schwanke ich zw. dem HS10
> und dem Kristal505 von Stanol. Das Kristal hat einen etwas höheren
> Flussmittelanzteil.
> Hat jemand Erfahrung was den Unterschied der beiden Lötdrähte betrifft?

Wenn man löten kann ist das alles unkritisch. Wenn nicht, hilft einem 
das richtige Lötzinn auch nicht weiter.
Gast #5327269
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Auch bleifreie Legierungen lassen sich inzwischen sehr gut löten, kommt 
immer darauf an wie die Legierung zusammen gesetzt ist und welches 
Flussmittel drin steckt. Mit Felder ISO-CORE RA habe ich zum Beispiel 
sehr gute Erfahrungen gemacht. Bei normalen Sn60Pb3* gibt es meinem 
Empfinden nach nur wenige Unterschiede, privat verwende ich uraltes 
Stannol welches mir mein Großvater in großen Mengen überlassen hat in 
der Arbeit verwenden wir Edsyn der SS* und SU* Reihe.

Einige schwören bei bleifreien Loten auf Henkel/Loctite Multicore, die 
Dämpfe sind aber deutlich aggressiver als bei anderen Loten 
(Arbeitskollege kriegt bei diesem Lot Augenreizungen), ein 
Arbeitskollege lötet nur damit, ich empfinde das Lötverhalten als sehr 
schlecht.

Ist also reine Gewöhnungssache, wenn man mit einem Lot glücklich ist 
sollte man ruhig dabei bleiben, um was neues auszuprobieren kann man ja 
ne kleine Packung kaufen, Stannol bietet zum Beispiel 10g Packungen 
diverser Lote an.

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