Forum: Platinen Handlöten, Lötzinnerfahrung


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von Andy H. (gastrelais)


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Ich muss demnächst wieder Lötzinn bestellen. Es soll auf jeden Fall 
bleihaltig sein für meine Hobbylöterei. Nun schwanke ich zw. dem HS10 
und dem Kristal505 von Stanol. Das Kristal hat einen etwas höheren 
Flussmittelanzteil.
Hat jemand Erfahrung was den Unterschied der beiden Lötdrähte betrifft?

: Verschoben durch Moderator
von Werner H. (pic16)


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Andy H. schrieb:
> Das Kristal hat einen etwas höheren
> Flussmittelanzteil.

von Klaus I. (klauspi)


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Andy H. schrieb:
> Hat jemand Erfahrung was den Unterschied der beiden Lötdrähte betrifft?

Nein, es wird aber vermutlich im normalen Hobbybereich keinen 
bemerkbaren Unterschied geben.

Ich habe hier mal etwas zu einem Vergleich von etwa 5 bleihaltigen Loten 
von unterschiedlichen Herstellern geschrieben. Das waren die 
Lieblingslote die hier oft genannt werden, die Unterschiede waren aber 
minimal und das Elektroniklot vom Baumarkt war auch nicht wirklich 
schlechter.

von c.m. (Gast)


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kauf vor allem keinen zu dicken lötdraht. 1mm ist gut um litze 
verzinnen, zum bauteile verlöten lieber 0,5mm.

von Relais (Gast)


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Ich löte generell mit 0,5mm. Ich habe mir wieder den HS10 bestellt. 
Damit war ich bisher immer zufrieden. Danke

von GeraldB (Gast)


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von Andy H. (gastrelais)


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Hab ich bereits. Wobei Sn60Pb40 sowieso meine Wunschlegierung ist.

von Manfred (Gast)


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Andy H. schrieb:
> Sn60Pb40

Meine Elektroniklote sind Sn60Pb37 bzw. Sn60Pb38Cu2 oder Sn60PbCu2 
beschriftet. Das war über Jahrzehnte Standard in der 
Elektronikindustrie, pur 60/40 ist mir dort nicht begegnet.

c.m. schrieb:
> 1mm ist gut um litze verzinnen,
> zum bauteile verlöten lieber 0,5mm.

Wenn die Litze dick genug ist, greife ich auch mal zu 1,5mm.

Solange man Bauteile mit Draht durch Loch lötet, ist 0,5mm absolut 
albern, das kann ich garnicht so schnell nachschieben, wie es 
abschmilzt. Ich verwende überwiegend 1,0mm.

Interessant ist auch der Flußmitteltyp, das alte F-SW26 lötet auf alten 
Oberflächen deutlich besser als die moderneren Varianten. Das wurde mal 
aus der Fertigung verbannt, weil man Langzeitkorrosion befürchtete und 
das mit irgendeiner Zertifizierung nicht mehr konform war.

von Burkhard K. (buks)


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Manfred schrieb:
> ist 0,5mm absolut
> albern, das kann ich garnicht so schnell nachschieben, wie es
> abschmilzt.

Ich arbeite gerne und gut mit 0.5 mm.

Bei den allermeisten SMD-Bauteilen wäre alles darüber wie die 
sprichwörtliche Kanone, die auf Spatzen zielt. Das ist es mir lieber, 
bei gelegentlichen TH-Lötungen etwas mehr nachzuschieben, als ständig 
zwischen verschiedenen Größen zu wechseln. Am anderen Ende lässt sich 
zur Not mit 0.5 mm MSOP löten (schon gemacht - allerdings unter einem 
Bino).

von Manfred (Gast)


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Burkhard K. schrieb:
> Manfred schrieb:
>> ist 0,5mm absolut
>> albern, das kann ich garnicht so schnell nachschieben, wie es
>> abschmilzt.
> Ich arbeite gerne und gut mit 0.5 mm.

Du hättest gerne so freundlich sein dürfen, nicht sinnentstellend zu 
quoten! Was an "Bauteile mit Draht durch Loch" willst Du nicht 
verstehen?

Manfred schrieb:
> Solange man Bauteile mit Draht durch Loch lötet, ist 0,5mm absolut albern,

von Purzel H. (hacky)


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Ich wuerd nicht zu duennes Lot nehmen. Ich mach alles mit 1.0mm, sei das 
nun 0603, TQFP, TSSOP,
Und ja auch bleifrei geht gut. Man will ja nicht dauernd Bleidaempfe 
ansaugen ... die geben einen schweren Kopf.

: Bearbeitet durch User
von Relais (Gast)


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Ich habe beim löten noch nie Temperaturen erreicht wo Blei verdampft.

von Dgf (Gast)


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Relais schrieb:
> Ich habe beim löten noch nie Temperaturen erreicht wo Blei verdampft

Schafft dein Lötkolben keine 1500°C?

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Zwölf M. schrieb:

> Und ja auch bleifrei geht gut. Man will ja nicht dauernd Bleidaempfe
> ansaugen ... die geben einen schweren Kopf

Blei zu verdampfen wird Du mit Deiner Lötstation nicht schaffen.

Das was beim Löten dampft ist Flussmittel. Bei altem Bleilot ist das 
meist Kolophonium (das was sich der Geiger auf seinen Bogen schmiert). 
Bleifreie Lote haben deutlich aggressivere Flussmittel. Daher ist bei 
bleifreiem Löten eine Absaugung dringend empfohlen!

von Purzel H. (hacky)


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Auch ueber einer Fluessigkeit gibt es einen Dampfdruck. Deshalb will man 
das Quecksilber ja nicht mehr. Weil die Daempfe giftig sind. Das Metall 
ist nicht giftig.

Ja, der Dampfdruck ist in den 10E-6

von Cyblord -. (cyblord)


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Andy H. schrieb:
> Ich muss demnächst wieder Lötzinn bestellen. Es soll auf jeden Fall
> bleihaltig sein für meine Hobbylöterei. Nun schwanke ich zw. dem HS10
> und dem Kristal505 von Stanol. Das Kristal hat einen etwas höheren
> Flussmittelanzteil.
> Hat jemand Erfahrung was den Unterschied der beiden Lötdrähte betrifft?

Wenn man löten kann ist das alles unkritisch. Wenn nicht, hilft einem 
das richtige Lötzinn auch nicht weiter.

von Andy H. (gastrelais)


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Na das versteht sich von selbst, ändert aber nicht an der Tatsache dass 
sich gewisse Legierungen besser löten lassen. Aber wie schon 
geschrieben, ich hab mein bekanntes HS10 bestellt.

von René F. (therfd)


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Auch bleifreie Legierungen lassen sich inzwischen sehr gut löten, kommt 
immer darauf an wie die Legierung zusammen gesetzt ist und welches 
Flussmittel drin steckt. Mit Felder ISO-CORE RA habe ich zum Beispiel 
sehr gute Erfahrungen gemacht. Bei normalen Sn60Pb3* gibt es meinem 
Empfinden nach nur wenige Unterschiede, privat verwende ich uraltes 
Stannol welches mir mein Großvater in großen Mengen überlassen hat in 
der Arbeit verwenden wir Edsyn der SS* und SU* Reihe.

Einige schwören bei bleifreien Loten auf Henkel/Loctite Multicore, die 
Dämpfe sind aber deutlich aggressiver als bei anderen Loten 
(Arbeitskollege kriegt bei diesem Lot Augenreizungen), ein 
Arbeitskollege lötet nur damit, ich empfinde das Lötverhalten als sehr 
schlecht.

Ist also reine Gewöhnungssache, wenn man mit einem Lot glücklich ist 
sollte man ruhig dabei bleiben, um was neues auszuprobieren kann man ja 
ne kleine Packung kaufen, Stannol bietet zum Beispiel 10g Packungen 
diverser Lote an.

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