Alesia schrieb:> Ebay-Artikel Nr. 353112185995*
Für meine ziemlich baugleiche nehme ich dieses:
> RAVENOL Vakuumpumpenöl ISO VG 100 empfohlen
Da die Pumpe keinen Gasballast hat, ist es aber eh keine qualitätsvolle
Pumpe, notfalls geht Motoröl.
ich habe eine ähnliche Pumpe,
habe mal Vakuumpumpenöl ISO VG 32 eingefüllt, danach schwitzte die Pumpe
aber das Öl über alle Gehäusedichtungen aus, so dass ich das Öl nochmal
gewechselt habe auf Hydrauliköl HLP 68 (war das Einzige welches da war).
Seitdem kaum Ölschwitzen.
Wenn du eh Öl bestellen musst, nimm ISO VG 100 oder noch höher.
Es muss nicht unbedingt Vakuumpumpenöl sein.
EDIT: das versprochene Endvakuum erreichen diese Pumpen niemals.
meine 2 Stufige schafft gerade mal 0,02 mBar.
> Da spielt es u.A. eine Rolle, was Du pumpen willst.
Im Sinne von ? Lassen wir mal Chlor, Ammonika, Ozon und dergleichen weg.
Und evakuiern zB Helium, Luft, Argon, ..
Alesia schrieb:> Kennt sich hier wirklich keiner aus?> Beim Auto gibt es Spezifikationen fürs Öl, zB. VW 504 00 für VW, sowas> muss es doch auch für VacPumpen geben.
Natürlich gibts das. Aber, genau wie beim Auto, gibts für
unterschiedliche Anwendungen unterschiedliches Öl.
brauchst du wirklich 5 Liter?
Du kannst auch 1 Liter kaufen:
https://www.ebay.de/itm/1L-Universal-Vakuumpumpenol-fur-Vakuummaschine-Vakuumol-Ol-Vakuumpumpe-10-29-L/321041440216?hash=item4abf8f9dd8:g:37cAAOSwRaFcXC39
Und wie schon erwähnt, es kommt nicht auf die Ölsorte an, wichtiger ist
das überhaupt genug Öl drin ist.
Für eine weitergehende Empfehlung erzähl mal was du mit der Vakuumpumpe
vor hast, wenn die nur kurzzeitig benutzt wird und noch nicht einmal
warm läuft, dann brauchst du ein eher dünneres ÖL und musst das häufiger
wechseln um das Wasser darin loszuwerden. Falls du die Pumpe aber
stundenlang am Stück laufen lässt, wäre ein eher dickeres Öl von Vorteil
und ein Gasballastventil. Also, raus mit der Sprache!
Alesia schrieb:> Mit der Pumpe möchte ich Epoxidharz und Silikone entgasen, mehr> nicht. Wenn, dann läuft die nur 5min am stück.
Solche Pumpen laufen immer mindestens 1 Stunde: 30 min vor Benutzung zum
aufwärmen, 30 min danach zum entgasen des Öls.
Sie sind sehr schlecht um Luft irgendwo rauszupumpen, dabei werfen sie
Ölnebel aus dem Auspuff, nur gut um hohes Endvakuum zu erreichen. Zum
entgasen wäre wohl eine Thomas WOBL besser, die man auch bei
Vakuumspannplatten oder eben Beatmung verwendet. Denn ob du 0.1, 0.01
oder 0.001 bar erreichst, ist ziemlich Wursch.
Da muss ich dir leider wiedersprechen. Wichtig fürs Entgasen ist das die
Luft möglichst schnell abgesaugt wird, gerade bei Epoxidharz hast du
kurze Topfzeiten, Silikone sind je nach Silikon bis zu zähflüssig und da
will ich keine Pumpe haben die da ewig rumsaugt.
Alesia schrieb:> Wichtig fürs Entgasen ist> das die Luft möglichst schnell abgesaugt wird, gerade bei Epoxidharz> hast du kurze Topfzeiten, Silikone sind je nach Silikon bis zu> zähflüssig und da will ich keine Pumpe haben die da ewig rumsaugt.
Eben drum WOBL, die kann Durchsatz.
Wie groß ist eigentlich die Kammer, in der ein Vakuum erzeugt werden
soll?
Wenn man etwas Aufwand betreibt, kann man auch in zwei Kammern ein
Vakuum erzeugen, eine Kammer zum Arbeiten und eine zum Speichern wenn
man das so nennen will. Während des Warmlaufens der Pumpe kann man die
Speicher-Kammer entleeren und wenn man das Vakuum dann braucht, zuerst
die meiste Luft aus der Arbeitskammer in die Speicherkammer strömen
lassen bevor man den Rest mit der (dann betriebswarmen) Pumpe erledigt.
Ben B. schrieb:> Wie groß ist eigentlich die Kammer, in der ein Vakuum erzeugt werden> soll?>> Wenn man etwas Aufwand betreibt, kann man auch in zwei Kammern ein> Vakuum erzeugen, eine Kammer zum Arbeiten und eine zum Speichern wenn> man das so nennen will. Während des Warmlaufens der Pumpe kann man die> Speicher-Kammer entleeren und wenn man das Vakuum dann braucht, zuerst> die meiste Luft aus der Arbeitskammer in die Speicherkammer strömen> lassen bevor man den Rest mit der (dann betriebswarmen) Pumpe erledigt.
Wenn man grössvolumige und hohe Vakua erzeugen möchte, kommen eh mehr-
oder vielstufige Pumpen (u.a.) seriell unterschiedlicher Art zum
Einsatz, z.B. beim CERN.
Möchte man regelmässig benutzte Schleusen zwischen Vakua und
Normalatmosphäre, wie sie z.B. bei einem Hyperloop erforderlich sind,
nutzt man selbsverständlich auch Vakua-Speicher.
Bei Alesia sind diese Ansprüche/Voraussetzungen wohl nicht gegeben.
Sollte eigentlich so eine Drehschieberpumpe warmlaufen ehe sie richtig
Benutzt wird, also ähnlich wie bei einem Automotor (bei geringer
Drehzahl fahren), oder ist der das mechanisch gesehen egal?
Das kommt darauf an, wie gut das Vakuum sein soll, was Du damit erzeugen
möchtest. Du kannst die Pumpe auch kalt benutzen bzw. beim Benutzen
warmlaufen lassen. Warmgelaufen erreichen die Pumpen ein besseres
Endvakuum und Dämpfe/Feuchtigkeit wird nicht so schnell oder so stark
ins Öl eingetragen, vor allem bei Pumpen ohne Gasballast (da wird kaltes
Öl bei der geringsten Menge Wasserdampf sofort milchig und man muß die
Pumpe hinterher 'ne gefühlte Ewigkeit mit wenig Fördervolumen laufen
lassen um die Feuchtigkeit wieder raus zu kriegen).
da hast du gerade mal die untere Sinnvolle Temperatur erreicht.
Ich lasse meine mit einem Handtuch um den Pumpenkopf gewickelt
warmlaufen, damit es schneller geht.
Bis 110°C brauchst du dir um das Öl keine Sorgen machen, sobald du über
100 kommst, kannst du dir wenigstens sicher sein dass kein Wasser mehr
drin ist.
Matthias H. schrieb:> da hast du gerade mal die untere Sinnvolle Temperatur erreicht.> Ich lasse meine mit einem Handtuch um den Pumpenkopf gewickelt> warmlaufen, damit es schneller geht.> Bis 110°C brauchst du dir um das Öl keine Sorgen machen, sobald du über> 100 kommst, kannst du dir wenigstens sicher sein dass kein Wasser mehr> drin ist.
Ohne zu wissen, was Dein Vorforist und Du selber für Pumpen haben, ist
jede Aussage zu einer Qualität Euer Aussagen unmöglich.
Richtig ist, dass jede Mechanik vor (voller?) Belastung auf
Betriebstemperatur kommen sollte, bzw. die Schmierung, Kühlung und
gesamte Konstruktion passend ausgelegt sein sollte.
Die Aussage von Alesia "Nach gut 1,5 Stunden Dauerbetrieb wird die Pumpe
ganz schön warm, ich schätze 50°C-60°C" ist natürlich wirklich Quatsch,
solange es sich nicht um ein tonnenschweres Gerät handelt.
Und dann ist es da ggf. auch noch nicht auf Betriebstemteratur.
Die an Kühlrippen gemessene Temperatur sagt eh nichts über die Teperatur
auf den Laufflächen aus, solange man das Gerät nicht kennt.
Ähnlich für Kühlwasser- oder Öltemperatur.
Eine thermische Isolation während der Aufwärmung ist garantiert nicht
überall anzuraten.
Schnellaufheizung sorgt immer für Spannungen, die ggf. nicht passend
abgebaut werden können.
Dann geht das auch auf die Lebensdauer.
@ Ralf
wenn du den Thread komplett gelesen hättest, wäre dir bestimmt
aufgefallen dass ich im Grunde genommen seit Anfang an beteiligt bin,
und somit Kenntnisse über seine Pumpe, sein Öl und seinen Einsatzzweck
habe.
Und über meine Pumpe(n) brauchst du dir keine Sorgen machen, die laufen
wie eh und je.
Matthias H. schrieb:> @ Ralf> wenn du den Thread komplett gelesen hättest, wäre dir bestimmt> aufgefallen dass ich im Grunde genommen seit Anfang an beteiligt bin,> und somit Kenntnisse über seine Pumpe, sein Öl und seinen Einsatzzweck> habe.> Und über meine Pumpe(n) brauchst du dir keine Sorgen machen, die laufen> wie eh und je.
Du bist seit 10 Jahren hier angemeldet und solltest mal die
Zitierfunktion ausprobieren.
Oder verstehen, wie ein öffentliches Forum genutzt wird, auch von
zufälligen Google-Usern auf der Suche zur Lösung ihres Problems.
Wenn Du ganz spezielle Umstände ansprichst, sollte das auch aus Deinem
Kommentar eindeutig hervorgehen.
Deine bisherigen Empfehlungen (also viele(!) davon), halte ich nicht
unbedingt für fachgerecht.
Du hast aber recht, dass ausreichend falsches Öl noch besser als gar
keines ist. :-)
Ralf X. schrieb:> Du bist seit 10 Jahren hier angemeldet und solltest mal die> Zitierfunktion ausprobieren.
extra für dich, die Zitierfunktion ausprobiert :-)
Ralf X. schrieb:> Wenn Du ganz spezielle Umstände ansprichst, sollte das auch aus Deinem> Kommentar eindeutig hervorgehen.
Die Umstände sind im Thread ersichtlich.
Generell kannst du technische Öle ohne Probleme bis zu diesen
Temperaturen verwenden, Ausnahmen gibt es - sind aber selten.
Ralf X. schrieb:> Deine bisherigen Empfehlungen (also viele(!) davon), halte ich nicht> unbedingt für fachgerecht.
Das ist deine persönliche Meinung, ich bin aber offen für
Berichtigungen.
Ich bin mit meinen Empfehlungen (allgemein) bei mir selbst bis jetzt
eigentlich immer weiter gekommen.
Klar gab es auch mal den einen oder anderen Rückschlag, aber aus Fehlern
lernt man ja bekanntlich. Ich habe keine Empfehlung ausgesprochen die
irgendwas beschädigen würde. Das es in einer Anwendung in einem Labor
natürlich das genau spezifizierte Öl benötigt ist klar, aber hier
kannste theoretisch auch Küchenöl reinkippen, das funktioniert für diese
Anwendung genauso.
Ralf X. schrieb:> Du hast aber recht, dass ausreichend falsches Öl noch besser als gar> keines ist. :-)
siehe einen Absatz drüber :-)