Klingt doch garnicht so schlecht, was Herr Mell hier schreibt.
Wieso also schimpfen so viele über ihn? Nur weil er für den VDI tätig
ist?
http://www.ingenieurkarriere.de/bewerberservice/karrieremagazin/heikomell/heikomellrecherche.asp?number=2506
Frage:
Mein Sohn studiert an der TU ... Fahrzeugtechnik und war damit
beschäftigt, sich einen Praktikumsplatz für das 7. Semester zu suchen.
Mittlerweile hat er einen gefunden, ist damit aber innerhalb seines
Semesters eine große Ausnahme.
Mehrere seiner Studienkollegen, auch mit guten und sehr guten Noten,
haben bereits mehrere Absagen von Firmen der Automobilbranche bekommen.
Das passt nicht in das Bild des "Nachwuchsmangels", welches die
Industrie so stark in der Öffentlichkeit vermitteln möchte. Wenn sie
nicht bereit ist, den Studenten entsprechende Praktikumsplätze
anzubieten, dann braucht sie sich nicht zu wundern, wenn später keine
ausgebildeten Ingenieure zur Verfügung stehen oder wenn sich die
fertigen Ingenieure in anderen Firmen eine Stelle suchen.
Ich empfinde das Lamentieren der Industrie hier schon als etwas falsch.
Warum wird von der Industrie nicht erkannt, dass ihr Ruf unter den
Studenten auch schon während des Studiums leiden kann?
Antwort:
Sie können nicht sehen, dass ich beim Sortieren meiner Argumente lächle.
Nicht über Sie, absolut nicht, sondern weil das Problem bekannt, aber
auch so verzwickt ist. Ich glaube die Antwort zu kennen, habe aber oft
Schwierigkeiten, sie einem nur auf einen Teilbereich (Studium) fixierten
Menschen herüberzubringen. Ich liste einfach alles auf, was mir dazu
einfällt. In einer immer wieder unterschiedlichen Kombination aus diesen
Aspekten (vor allem wegen unterschiedlicher Gewichtungen) liegt die
Erklärung. Und: Jedes Argument ist ernst gemeint:
1. Mit dem Ingenieurmangel ist das so eine Sache. Sagen wir es einmal
so: Die Presse kennt diesen Mangel. Die große Mehrheit der betroffenen
Betriebe und meine Branche, die Unternehmen bei der Personalsuche
unterstützt (dazu gehören auch Zeitungen und andere Medien, die
Stellenanzeigen abdrucken), kennen ihn (noch?) nicht, vielleicht kommt
er ja noch. Ich beobachte den deutschen Stellenmarkt seit 1975 - und
weiß, wie es aussieht, wenn in einer Hochkonjunkturphase die gut
verdienende Industrie verzweifelt Mitarbeiter sucht: ganzseitige
Anzeigenkampagnen, pausenloses Inserieren, Bereitschaft zu erheblichen
Investitionen in die Personalwerbung - das alles ist nicht!
2. Wenn die Industrie dringend Ingenieure sucht (einige sucht sie
natürlich schon), dann ihren Idealtyp "mit etwa zwei- bis fünfjähriger
Berufspraxis nach dem Studium". Anfänger sind deutlich weniger begehrt,
vielen Firmen sind sie eher lästig - sie wissen halt so wenig. Es hilft
kaum, dass die jungen Anfänger nichts dafür können - der Arbeitgeber
muss zwei Jahre Einarbeitung in sie investieren, bis sie selbstständig
"losmarschieren" können. Bis dahin kosten sie Geld, erst dann bringen
sie solches ein.
Der Druck, unbedingt Erfolg zu erzielen, Geld zu verdienen und möglichst
geringe Kosten zu verursachen, ist heute so groß, dass die einzelnen
betrieblichen Vorgesetzten sagen: "Ich brauche den sofort voll
einsatzfähigen Ingenieur, für Einarbeitung habe ich keine Zeit."
3. "Die Industrie" gibt es in dieser Frage gar nicht, sondern nur
einzelne Unternehmen, die jedes für sich ums Überleben kämpfen. Sie
müssen also immer das einzelne Unternehmen sehen, das rein egoistisch
denkt (denken muss), das nur auf kurz- bis mittelfristige
betriebswirtschaftliche Effekte ausgerichtet ist und das auf dem Markt
keinen Cent "Rabatt" dafür bekommt, etwa seiner kostenintensiven
"gesamtgesellschaftlichen Mitverantwortung für die Ausbildung junger
Leute" gerecht geworden zu sein.
4. In dieser Frage gibt es gerade im mittelständischen Bereich nicht
einmal "das einzelne Industrieunternehmen", das da beispielsweise
Praktikumsplätze anbieten könnte. So etwas müsste dann auf
Geschäftsführungsebene entschieden und per Anweisung festgelegt werden.
Dafür ist das Problem nicht wichtig genug. Auf der Tagesordnung der GF
stehen ja noch: a) Eroberung des chinesischen Marktes, b) Einstieg in
die zukunftsorientierte Branche XY, c) dringende Umsatzausweitung durch
Gewinnung neuer Großkunden, d) überzeugende Präsentation eines
Investitionsvorhabens bei der Bank zwecks Gewährung eines Kredits von
100 Mio. EUR (wobei die Bank deutlich mehr davon hat, Staatsanleihen zu
kaufen, die ihre Eigenkapitalquote nicht tangieren und hohe Zinsen
bringen). Und dann kommt e) Wir müssten Studenten mehr Praktikumsplätze
bieten, das wäre langfristig irgendwie vernünftig. Hat das eine Chance,
auf unternehmerischer (GF-)Ebene spontan ernstgenommen zu werden?
5. Also landet das Problem in der 2. Führungsebene, beim Personalleiter.
Der sieht das alles ein, kann aber selbst kein Praktikum gewähren und
keins gestalten. Er kann nur einen technischen Bereichsleiterkollegen
fragen, ob der eventuell einen Praktikanten nimmt. Und der sagt z. B.:
"Grundsätzlich schon, und Sie haben ja recht, eigentlich müssten wir.
Aber wir stehen gerade extrem unter Druck. Ich kann niemanden abstellen,
der sich um Praktikanten kümmert, der also seine Zeit damit verplempert,
Studenten ans Händchen zu nehmen. Ich kann ja schon keine
Ingenieuranfänger mehr einarbeiten, also das geht leider überhaupt
nicht." Das war es dann - niemand reagiert bösartig, alle sind im Grunde
guten Willens. Bloß es kommt nichts dabei heraus.
6. Der Nutzen, den ein einzelnes mittelständisches Unternehmen von einem
einzelnen Praktikanten hat, ist zweifelhaft. Dass er durch seine
praktische Arbeit wesentliche Probleme des Unternehmens löst, glaubt
wohl niemand. Also bleibt allein die Hoffnung, diesen einen Praktikanten
kennenzulernen, ihn als "interessant" einstufen zu können (sonst lohnt
es ja nicht) und darauf zu hoffen, dass man
a) genau dann, wenn der mit dem Studium fertig ist, in genau dem Bereich
des Unternehmens, bei dem er jetzt sein Praktikum machen würde, einen
Einsteiger-Ingenieur sucht und
b) dass genau dieser heutige Student dann auch genau zu diesem
Unternehmen kommt und dort einen Vertrag unterschreibt. Und nicht in
einem der beliebten Großkonzerne verschwindet. Und das ist alles ein
bisschen viel verlangt.
Großkonzerne sehen das anders, pauschaler: 100 Anfänger-Ingenieure
werden jedes Jahr eingestellt, also vergeben wir 150 Praktikantenstellen
(oder 200), außerdem sind glückliche Praktikanten gut fürs
Konzern-Image. Das darf ruhig etwas kosten.
7. Und dann gibt es noch die unter Studenten, besonders aber unter
Eltern von Studenten, weitverbreitete Meinung: Wenn die Studienordnung
Praktika vorschreibt und/oder wenn Praktika engagiert empfohlen oder
später von den Unternehmen, die Anfänger-Ingenieure einstellen, sogar
gefordert werden, dann muss "man" doch den armen Studenten ...
Dabei wird vergessen, dass es sich hier um mehrere grundverschiedene
handelnde Parteien handelt, von denen keine die Macht hat, die anderen
zu verpflichten. Die Spanne reicht vom Kultusministerium über
Karriereberater bis zu Industriefirmen.
8. Es gibt in einzelnen Unternehmen durchaus auch folgende Einstellung,
die vielleicht nicht sehr schön, aber völlig legal ist: "Bleiben Sie mir
mit den Praktikanten vom Leib. Das bedeutet Aufwand, jemand muss sich
kümmern, die halten uns von der Arbeit ab. Machen wir nicht. Hinterher
gehen die mit dem Studium fertig gewordenen jungen Leute ja doch nicht
ausgerechnet dorthin, wo sie ein Praktikum gemacht haben. Aus
Dankbarkeit, weil wir ihm damals geholfen haben, kommt niemand zu uns.
Also ersparen wir uns den ganzen Ärger - und wenn wir einmal einen
Ingenieur-Anfänger einstellen sollten (noch lieber nehmen wir
berufserfahrene Leute), dann bieten wir finanziell etwas mehr, dann sind
wir für ihn attraktiv. Und wirtschaftlich ist das für uns sogar
günstiger. Sollen andere Firmen Praktika anbieten."
9. Letztlich hat die Vergabe von Praktika für Unternehmen nur einen
Wert, wenn sie auf diesem Weg spätere Ingenieure für sich begeistern
können. Und zwar nur solche, die sie auch einstellen würden. Also legen
viele an Praktikanten und ihre Werdegänge, Noten, Studienspezialisierung
etc. dieselben Maßstäbe an wie später an fertige Jungingenieure.
Konkret: Ein Unternehmen nimmt nicht jeden Anfänger und folgerichtig
nicht jeden Praktikanten. Absagen bei Bewerbungen um ein Praktikum sind
also in erheblichem Maße einzuplanen.
Und quasi als Punkt 10 dieser Aufzählung (aber von der Systematik her
dort nicht hineinpassend) ist der Hinweis fällig, dass dennoch (trotz 1
- 9) viele Firmen bereit sind, Praktikanten zu beschäftigen, manche
berechnend, manche selbstlos. So wie Ihr Sohn, geehrter Einsender,
letztlich ja doch noch eine Chance bekommen hat. Und: Die Problematik
ist vergleichbar mit dem Facharbeitermangel: In der Vergangenheit haben
manche Firmen händeringend neue Mitarbeiter gesucht, wollten aber keine
Lehrlinge ausbilden.
Bedenken Sie, dass ich immer wieder darauf hinweise: Das System ist
keineswegs durchgängig logisch, in seinem Aufbau vielfach unzulänglich,
zweifelsfrei an allen Ecken und Enden optimierungsbedürftig - und doch
das effizienteste, das wir je hatten. Es ist dies ein Teil des "ganz
normalen täglichen Wahnsinns".
VDI nachrichten Nr. 37, 16.9.2011
Marx W. schrieb im Beitrag #2821238:
> Heiko M.?> Würd ich nicht mal als Futter für`m Hund empfehlen.
Also hier kann ich dem Herrn Mell mal vollständig zustimmen. Den
berühmten "Ingenieurmangel" weist er ganz klar zurück, die
Schwierigkeiten für Absolventen und Praktikanten werden genau beleuchtet
und decken sich mit meinen Erfahrungen. Und dass man viel leichter in
großen Betrieben ein Praktikumsplatz finden kann, als beim
Mittelständler, der nur 100 Mann beschäftigt und genug mit seinem
Überleben beschäftigt ist. Einziger Haken ist, die Noten müssen absolut
stimmen, ansonsten wandert man beim Konzern sofort auch in Ablage P.
Kenne einige, die ihr Studium um 2 Semester überziehen mussten, bis sie
durch Kniffe ein 6-monatiges Praktikum dann schließlich hatten und die
Diplomarbeit intern schreiben mussten trotz FH-Studium, wo dies ja nicht
üblich ist. Die Industrie ist größtenteils mit den vielen Studenten
überfordert und braucht vielleicht später maximal die Hälfte von denen.
So ist dann auch die Wertschätzung.
Marx W. schrieb im Beitrag #2821238:
> Heiko M.?>> Würd ich nicht mal als Futter für`m Hund empfehlen.
Der Herr Mell macht es sich wieder mal sehr einfach und wirft
allemöglichen Postulate hin und bittet den Leser, sich die hier richtige
Kombination der Antworten zu suchen.
Auf Deutsch: Google allemöglichen Tatsachen und baue Dir dir Antwort.
Die eigentliche Aufgabe, nämlich DIE tatsächlich passende Antwort zu
geben, hat er wie immer nicht erledigt. Der Mann zeigt deutliche
Abnutzungserscheinungen.
Pedigree schrieb:> Also hier kann ich dem Herrn Mell mal vollständig zustimmen. Den>> berühmten "Ingenieurmangel" weist er ganz klar zurück,
Nein, tut er nicht. Man beachte das "noch". Er stellt die gesamte
Thematik ins Diffuse und lässt ein Hintertürchen offen, damit er es sich
mit der Industrie nicht verscherzt!
Letztlich ist die Sache einfach:
Entweder, man steuert staatlich dagegen und belohnt Ausbildungsfirmen,
oder man überlässt sie dem Ingenieurmangel. Die BWLer werden sich dann
schon überlegen, dass es sinnvoll ist, die jungen Leute früh an die
Firma zu binden, z.B. indem man ihnen das Praktikum gehaltsteigernd
anrechnet, wodurch sie nach dem Studium gerne wiederkommen.
Peterle schrieb:> Nein, tut er nicht. Man beachte das "noch". Er stellt die gesamte> Thematik ins Diffuse und lässt ein Hintertürchen offen, damit er es sich> mit der Industrie nicht verscherzt!
Er sagt "noch" in Klammern mit Fragezeichen. Es kann ja sein, dass sich
die Situation irgendwann ändert, was aber wohl sehr unwahrscheinlich
ist, alle Indikatoren sprechen dagegen.
Abseits davon spricht er Klartext, kein Ingenieurmangel über all die
Branchen hinweg erkennbar, in die er Einblick hat.
Das letze Mal, als er einen wirklichen Mangel gesehen hat, war 1975.
Ansonsten war von da an für Ingenieure Land unter oder
Pseudoingenieurmangel angesagt.
"Die große Mehrheit der betroffenen Betriebe und meine Branche, die
Unternehmen bei der Personalsuche unterstützt (dazu gehören auch
Zeitungen und andere Medien, die Stellenanzeigen abdrucken), kennen ihn
(noch?) nicht, vielleicht kommt er ja noch. Ich beobachte den deutschen
Stellenmarkt seit 1975 - und weiß, wie es aussieht, wenn in einer
Hochkonjunkturphase die gut verdienende Industrie verzweifelt
Mitarbeiter sucht: ganzseitige Anzeigenkampagnen, pausenloses
Inserieren, Bereitschaft zu erheblichen Investitionen in die
Personalwerbung - das alles ist nicht!"
Das ist wirklich diametral zu dem, was so manche Personen oder der
Vorsitzende des VDI quartalsmäßig rumposaunen/rumlügen.
Pedigree schrieb:> Das letze Mal, als er einen wirklichen Mangel gesehen hat, war 1975.> Ansonsten war von da an für Ingenieure Land unter oder> Pseudoingenieurmangel angesagt.
Upss, falsch gelesen, seit 1975 beobachtet er nur den Stellenmarkt. Ist
die Frage, wann er dann das letzte Mal einen wirklichen Mangel gesehen
hat, Ende der 70er, Ende 2000 oder ab 2005?
Oli Venöl schrieb:> Peterle schrieb:>> Entweder, man steuert staatlich dagegen>> DDR hatten wir schon, hat nicht funktioniert.
Die hatte aber weniger Schulden nach 40 Jahren als HRE-Bank mal eben an
einem Tag verbrannt hatte...
Staatlich dagegen steueren hat überings nichts mit DDR zu tuen. China
ist hochkapitalistisch aufgestellt und eine kommunistische Diktatur.
Leben wir jetzt in einer kommunistischen Diktatur? Aber schön dass du
dir das von den weichgespülten Medien einreden lässt. Ein weiterer Esel
der brav dem Bankendiktat gehorcht.
Und wieder zur Bildung:
http://gffstream-7.vo.llnwd.net/c1/m/1345976038/radio/dok5_feature/wdr5_dok_5_das_feature_20120826_1200.mp3
Ich kann das Thema mit den angeblich nicht vorhandenen
Praktikantenstellen nicht nachvollziehen.
Im Gegenteil, ich habe den Eindruck, es gibt deutlich mehr
Praktikumsstellen als Stellenangebote. Das Thema wurde übrigens in
diversen Threads immer wieder angesprochen: Stichwort Generation
Praktikum!
Unter diesem Gesichtspunkt kann ich diese vergebliche Suche nicht
verstehen.
Zumal ja auch immer wieder die völlig gegenteilige Meinung zu hören ist,
dass Praktikanten / Azubis billige Arbeitskräfte sind und daher
bevorzugt gesucht werden, da sie ja auch immer nur für einen begrenzten
Zeitraum beschäftigt werden.
Für mich und mein Umfeld war es leicht, Praktika zu finden.
Übernommen zu werden, ist dafür wie ein 6er im Lotto, trotz
Abschlussarbeiten mit 1,0 und 1,3 und nachweisbar guter Arbeit im
Betrieb.
Es besteht einfach kein Bedarf und wenn einer aufkommt, gibt es genug
Bewerber.
Daniel schrieb:> Für mich und mein Umfeld war es leicht, Praktika zu finden.>> Übernommen zu werden, ist dafür wie ein 6er im Lotto, trotz> Abschlussarbeiten mit 1,0 und 1,3 und nachweisbar guter Arbeit im> Betrieb.>> Es besteht einfach kein Bedarf und wenn einer aufkommt, gibt es genug> Bewerber.
Was hast du studiert? Sonst ist deine Aussage inhaltslos.
Daniel schrieb:> Informatik (M. Sc. (univ.)) im Norden.
Das ist natürlich hart bei solch einem guten Abschluss und der jahrelang
Arbeit die dahinter steht.
EGS_TI schrieb:> Warum wird von der Industrie nicht erkannt, dass ihr Ruf unter den>> Studenten auch schon während des Studiums leiden kann?
Weil diejenigen, die jetzt in der Firma das Sagen haben, vom Ruf der
Vergangenheit profitieren und nicht von dem in der Zukunft. Eine
Investition in den Ruf einer Firma bei Studenten lohnt sich nicht :-)
kxk schrieb:> Ich kann das Thema mit den angeblich nicht vorhandenen> Praktikantenstellen nicht nachvollziehen.> Im Gegenteil, ich habe den Eindruck, es gibt deutlich mehr> Praktikumsstellen als Stellenangebote.
Ja, das tun die firmen aber nicht, um der jungend einen gefallen zu tun,
sondern, um sich mit billigen Ingenieren zu versorgen
> Tja, jetzt bemitleiden die mich. Nach einem Jahr BE haben die schon die> 50k Grenze geknackt. Und Diensleister kennen die nur aus der sicht als> Dienstleister selber. Wer heute noch E-Technik/Nachrichtentechnik oder> Informatik studiert hat nicht mehr alle Latten am Zaun.
Traurig aber es ist ( leider ) wahr ..
Würde es nicht ausschliessen das in den nächsten Jahren statt den
derzeitigen etwa 50 % , 70-80 % nach dem Studium leer ausgehen könnten
Ob man diese Zahlen dann auch noch unter den Teppich kehren kann wage
ich zu bezweifeln !
studi schrieb im Beitrag #2942593:
> genervt schrieb im Beitrag #2942460:>> Du kannst ja mal dem "Pseudoökonom" Dirk Müller zuhören, du Leuchte!>> Dirk Müller ist kein Ökonom. Er ist Bankkaufmann und Börsenhändler und> ein Schwarzmaler.
richtig. Dennoch sagt er Dinge, die viel zu wenig in der Öffentlichkeit
bekannt sind, wie z.B. die unendliche Geldschöpfung der Banken aus dem
Nichts und der Zinseszinseffekt, so dass das System mal crashen muss und
es auch in der Vergangenheit regelmässig gecrasht hat. Die meisten
Menschen wissen nicht mal, dass eine Bank gerade mal ca. 10 % Einlage
bei der EZB hinterlegen muss um so Geld aus dem Nichts zu schaffen.
Unser Geld ist nur durch unser Vertrauen abgesichert, durch sonst rein
gar nichts.
genervt schrieb im Beitrag #2942591:
> da hat sich nur eine meinen Nick> geklaut.
Den kann jeder benutzen, denn du hast da keinen Anspruch drauf.
Anmelden ist ja so schwer...
Heiner schrieb:> durch sonst rein> gar nichts.
Ist der Einlagen-Sicherungsfond gar nichts?
Michael S. schrieb:> Ist der Einlagen-Sicherungsfond gar nichts?
ja aus was besteht der ? auch wiederum nur aus Geld, was von den Banken
quasi aus dem Nichts geschöpft wird. Wenn jemand ein Haus kauft mit z.B.
10 % Eigenkapital, dann geht die Bank damit zur Zentralbank ( also mit
den 10 % ) und leiht sich den Rest für 0,75 %, die Zentralbank schöpft
dieses Geld dann aus dem Nichts ! es sind lediglich ein paar bytes auf
einem Rechner. Mehr nicht, es steckt nichts dahinter, ausser eben der
Glaube des Verkäufers, dass er etwas bekommt was einen Wert hat ( eben
das Geld ) und das Vertrauen dass er sich in Zukunft etwas damit kaufen
kann. So funktioniert unser Geldsystem in etwa. Wenn das Vertrauen ins
Geld schwindet, ist das Geld nur noch das Papier wert auf dem es
gedruckt ist, auch das Geld vom einem Sicherungsfond.
Dirk Müller ist einer der wenigen, der darauf hinweist und vom
Mainstream zumindest wahrgenommen wird.
Heiner schrieb:> Dennoch sagt er Dinge, die viel zu wenig in der Öffentlichkeit> bekannt sind, wie z.B. die unendliche Geldschöpfung der Banken aus dem> Nichts und der Zinseszinseffekt> Unser Geld ist nur durch unser Vertrauen abgesichert, durch sonst rein> gar nichts.
Stimmt. Wären diese Dinge in der Öffentlichkeit mehr bekannt, so würde
das Vertrauen zusammenbrechen.
http://www.youtube.com/watch?v=eY8F9fztRpo
Der Heiner schreibt zurzeit die besten Beiträge hier. Was ist los, eine
nette Dauerfreundin kennengelerntt ? ;-)
Frau schrieb:> Der Heiner schreibt zurzeit die besten Beiträge hier. Was ist los, eine> nette Dauerfreundin kennengelerntt ? ;-)
danke für die Blumen. Nein eine Freundin habe ich nach wie vor nicht,
dafür viel Zeit mich nebenberuflich weiterzubilden, auch im Bereich
Wirtschaft und Finanzen.
Frau schrieb:> Was ist los, eine> nette Dauerfreundin kennengelerntt ? ;-)
Vielleicht ist bei ihm der Groschen gefallen das Bildung allein
noch lange keine Anerkennung und Glück bedeuten. Man muss es
auch souverän rüber bringen ohne andere vor den Kopf zu stoßen
was dann bekanntlich zur Löschung führt. Ist dann nur vergeudete
Zeit überhaupt was zu schreiben. Man nennt das erwachsen werden.
So was mögen Frauen.
Heiner schrieb:> dafür viel Zeit mich nebenberuflich weiterzubilden, auch im Bereich>> Wirtschaft und Finanzen.
scheint ohnehin die beste Zusatzbildung für älter werdende Ingenieure zu
sein. Mit 50 ist man abgemeldet - egal ob man mal ein Praktikum hatte
oder nicht.
E. M. schrieb:> Heiner schrieb:>> dafür viel Zeit mich nebenberuflich weiterzubilden, auch im Bereich>>>> Wirtschaft und Finanzen.>> scheint ohnehin die beste Zusatzbildung für älter werdende Ingenieure zu> sein. Mit 50 ist man abgemeldet - egal ob man mal ein Praktikum hatte> oder nicht.
darum möchte ich nicht noch mit 50 Entwickler sein. Auch möchte ich mit
50 kein Haus abstottern müssen etc. sondern im Idealfall schon durch
Kapitalerträge größtenteils leben können. Das ist wenigstens ein Vorteil
wenn man keine Frau findet, man muss kleine überteuerte Einbauküche in
einem überteuerten Haus in der Pampa abstottern bis zur Rente.
>> dafür viel Zeit mich nebenberuflich weiterzubilden, auch im Bereich>> Wirtschaft und Finanzen.> scheint ohnehin die beste Zusatzbildung für älter werdende Ingenieure zu> sein. Mit 50 ist man abgemeldet - egal ob man mal ein Praktikum hatte> oder nicht.
Jedenfalls in Deutschland ..