Morgen,
ich will in Zukunft einfache Schweißarbeiten selber erledigen können,
statt immer zum Nachbarn zu rennen und ihn damit zu nerven.
Dazu gehören Gepäckträger/Rackkonstruktionen am Motorrad,
Reparaturarbeiten an Gartengeräten und just4fun-Projekte.
Schweißgut ist aufgrund des Preises und der Stabilität vermutlich so gut
wie immer stinknormaler Stahl, maximal noch Edelstahl. Alu mag ich
nicht, damit habe ich im Praktikum mal arbeiten müssen.
Das Material ist dabei alles mögliche zwischen Vierkantrohren mit 2mm
Wandstärke und massive 6mm-Stahlplatten.
Kurz: Welches Schweißgerät (gerne Inverter, kann aber auch Kategorie
Trafoklotz sein) und welchen Schweißschutz würdet ihr nehmen?
Welche Elektroden kann ich benutzen? Ich dachte jetzt an 3,2 mm für die
dicken Sachen (6mm) und 2mm für die dünnen Sachen (2mm).
Ich bin aktuell Werkstudent und da sitzt das Geld nicht so locker. Klar
würde ich am liebsten eine Elektra Beckum und einen Speedglas benutzen,
aber das gibt das Budget nicht her, basta.
Was benutzt ihr? Kann man so einen billigen Inverter wie diesen hier
verwenden oder ist das Kernschrott?
https://www.amazon.de/Kompakt-Elektrodenschwei%C3%9Fger%C3%A4t-200A-Schwei%C3%9Fger%C3%A4t-Einschaltdauer/dp/B00D7JY0NO
Benutzt jemand einen der (zahlreichen) Billig-Schweißhelme? Welchen?
Danke und Gruß
Schau beim Automatikhelm daß der möglichst austauschbare Glasscheiben
hat, und eine austauschbare Batterie und/oder Solarzellen.
Gut ist auf jeden Fall auch eine Regelung der Abdunklung.
beim Inverter kann ich dir nichts raten, ich schweiße im Moment noch mit
eltem 400V Trafo von Elektra Beckum (ca. 25 jahre alt aus Baumarkt) und
bin auch am Überlegen einen Inverter der auch Wig kann anzuschaffen.
Das ist fast wurscht was du da nimmst.
Beim Elektrodenbräter ist das unkritisch. Du kannst auch nen 50 Jahre
alten gebrauchten Schweißtrafo dafür hernehmen.
Der Inverter ist auch nur ein dickes Schaltnetzteil.
Mit dem Gleichstrom daraus brennt der Lichtbogen zugegebenermaßen
ruhiger.
Faustregel sind 30-40A pro mm Materialstärke was in einem Durchgang
verschweißt wird und Elektroden nicht dicker als das Material.
Wenn der Strom nicht reicht musst du halt mehrlagig schweißen.
Mit einem höheren Preis kaufst du beim Inverter keine bessere
Schweißnaht sondern eine höhere Lebensdauer.
Ergo: Ja, für kleine Sachen wird es das Ding tun. Zum Panzer schweißen
in Heimarbeit eher nicht. Und Elektra Beckum ist auch eher bei Low
Budget anzusiedeln.
Profigeräte gibts auch hier von den üblichen Verdächtigen und zu
üblichen Preisen.
Die einfachen Automatikschweißhelme funktionieren. Ein manueller
Schweißschild täte es genauso, bei den Preisen spart man da aber nichts
mehr.
zisch schrieb:> Kurz: Welches Schweißgerät (gerne Inverter, kann aber auch Kategorie> Trafoklotz sein) und welchen Schweißschutz würdet ihr nehmen?> Welche Elektroden kann ich benutzen? Ich dachte jetzt an 3,2 mm für die> dicken Sachen (6mm) und 2mm für die dünnen Sachen (2mm).
Gerade als Anfänger besser Inverter und Automatikhelm (ohne Batterie),
und trockene Elektrode halt passend zum Schweissgut.
Ich fahre bisher mit einem überdimensionierten 200A Inverter recht gut,
er hält, was man von chinesischen Billigprodukten nicht immer sagen
kann.
Dann noch ordentliche Handschuhe und Kleidung, und los geht's.
Michael B. schrieb:> Ich fahre bisher mit einem überdimensionierten 200A Inverter recht gut,
Kannst du mir sagen was das für eine Firma ist?
Wie gesagt ich kann mich im Moment noch nicht entscheiden was ich kaufe.
Und ich hab keine Lust nach 3-5 Jahren mit wenig Nutzung dann einen
defekten rumstehen zu haben.
Ich würde eher ein MiG , oder wenn es nicht auf Geschwindigkeit ankommt
zu einem Wig Gerät raten. Irgendwann willst du auch mal Bleche
schweißen, oder am Auto, dann kommst du mit Elektroden nicht weit, bzw.
nicht durch den TÜV.
Habe selber nur billige MiG und Wig Geräte, meiner Meinung nach reichen
die für private Dinge und sind gebraucht auch in deinem Preisrahmen zu
bekommen.
Elektroden benutze ich nur, wenn ich draußen etwas schweissen muss der
(wegen dem Wind) , oder wenn ich nur mit einer Elektrode an die
Schweisstelle komme.
Gruss Thomas
Schonmal danke. Scheint also möglich zu sein, für <300 ins Schweißen
einzusteigen. Dann werde ich vermutlich den verlinkten Inverter und dazu
einen Automatikschweißhelm verwenden, bei dem zumindest ein deutscher
Importeur greifbar ist und den Rest vom Budget in Elektroden und
Übungsschrott investieren.
@Thomas: Wieviel Gas braucht man denn da? MIG und WIG sind ja m.W. beide
mit Inertgas - den Verbrauch kann ich halt so gar nicht einschätzen,
Elektrodenschweißen kenne ich von Freunden und braucht m.E. nicht viel
Elektrode.
Hi, Gasverbrauch ist sehr gering und wenn du 10, oder besser 20 Liter
Flaschen hast, kostet die Füllung beim Gashändler auch nur 20-30€ für
Mischgas. Ich habe die 20l Flasche vom MiG Gerät bisher nur einmal in
den letzten Jahren füllen lassen müssen. Nach deinen Angaben zum
Verwendungszweck wird die bei dir auch ewig halten. Wig habe ich noch
nicht so lange. Da habe ich eine 10 Liter Flasche. Da ist die Füllung
aber etwas teurer, da Edelgas. Bisher aber noch nicht füllen müssen.
Ob man die Flaschen komplett im Tauschsystem mietet, oder kauft muss
jeder selber nach Verbrauch und Händlern in Reichweite entscheiden. Ich
habe die 10 Liter Flasche als Eigentum mit dem Wig Gerät gebraucht
gekauft und die 20 Liter Flasche mischgas gefüllt über eBay für unter
100€. Bei meinem Gashändler bekomme ich die Flaschen gegen gefüllte
andere Flaschen mit neuem TÜV getauscht, ohne extra kosten für TÜV oder
so.
Hm...
Ich glaube, es wird doch der günstige Inverter und ein billiger
Automatikhelm.
Das Problem sehe ich beim Gas, da bekomme ich ziemlich sicher Probleme
mit meinen Eltern, bei denen die Werkstatt im Keller steht. Die mögen
ohnehin nicht besonders, dass soviele Gerätschaften hier rumstehen
(Oberfräse mit Tisch, Kreissäge, Stichsäge, Flex, Bandschleifer,
Schwingschleifer, Lackierpistole, Standbohrmaschine, 2 Akkuschrauber,
Lötstation, ...).
Außerdem dürften die bei Druckgas sehr skeptisch werden und den Inverter
kann ich halt einfach dazustellen. Der ist ohne Strom absolut
ungefährlich, selbst wenn er einem auf den Kopf fällt.
Bleche muss ich so gut wie nie schweißen, da komme ich bisher mit
Hartlöten wunderbar klar und würde das auch so beibehalten. Nur bei
dickerem Material schafft halt die Lötlampe die Temperatur nicht mehr.
Statt mir nur dafür ein Acetylengerät zu kaufen und mir eine potentielle
Bombe in den Keller zu stellen habe ich mir gedacht, dass ich
stattdessen auch mal ein richtiges Schweißgerät besorgen könnte. Wenn
das noch dazu recht günstig ist werde ich das wohl so machen.
Gerade für dünne sachen würde ich auf MIG/MAG oder noch besser WIG
gehen.
Mit Elektroden wird das vermutlich eher ein krampf.
Eventuell könnten gebrauchte markengeräte (fronius, lorch) interessant
sein.
MIG/MAG ist außerhalb deiner Preisklasse. Die einfachen Inverter können
zwar für WIG den Strom liefern, aber davon haste noch keinen Brenner,
und auch kein Gasventil da drin.
Eine 10l Flasche kostet rund 150€ im Kauf plus Füllung zwischen 30 und
50€.
Ics1702 schrieb:> Hi, Gasverbrauch ist sehr gering und wenn du 10, oder besser 20 Liter> Flaschen hast, kostet die Füllung beim Gashändler auch nur 20-30€ für> Mischgas. Ich habe die 20l Flasche vom MiG Gerät bisher nur einmal in> den letzten Jahren füllen lassen müssen.
Deshalb sind Dir die aktuellen Preise nicht geläufig. Eine 20 Liter
Flasche Argon kostet im Tausch 50 Euro!
Feldkurat
Wieviel Strom kommt bei dir aus der Steckdose?
Bei 380V/63A oder 32A würde ich ein altes MesserGriessheim oder ESS
nehmen, da Power ohne Ende und billig.
Wenn nur 380V/16A, dann besser einen Inverter, da die normalerweisse auf
3 Phasen laufen.
zisch schrieb:> Sind 2mm schon zu dünn für Elektroden?
Nein, geht gut. Nimm Rutil Elektroden 1,5 - 2mm z.B. Fincord von
Oerlikon oder Phoenix grün.
Aber Elektrodenschweißen drinnen kannst du vergessen. Da entsteht soviel
Rauchgase, daß du nach 30 Sekunden die Flucht ergreifst. Da braucht man
eine sehr gute Belüftung oder gleich draussen schweißen.
zisch schrieb:> Außerdem dürften die bei Druckgas sehr skeptisch werden
Daher hatte ich mich dann auch nur für eine 10-l-Flasche entschieden.
Das sind alles zusammen 2 m³, falls die wirklich mal komplett in den
Keller „auslaufen“, auf 10 m² Grundfläche verteilt sich das ausreichend.
Wenn du die volle Flasche nur mit aufgesetzter Schutzkappe trägst,
ist das Risiko, das Ventil unter Druck abzureißen, auch weg. Bleibt
als Restrisiko, dass sie im Keller halt standsicher sein muss.
Ich möchte WIG jedenfalls nicht mehr missen. ;)
Rote T. schrieb:> Bei 380V/63A oder 32A würde ich ein altes MesserGriessheim oder ESS> nehmen, da Power ohne Ende und billig.
Er will doch kein Panzerstahl verschweißen, für 2mm Vierkantrohr reicht
ein 230V Inverter dicke.
Jörg W. schrieb:> Ich möchte WIG jedenfalls nicht mehr missen. ;)
Ich klinke mich mal hier ein, da ich auch mit einer ähnlichen
Anschaffung (rein privat) befaßt bin. Die Anwendung ist ähnlich der oben
beschriebenen. Welches WIG-Gerät könnt ihr empfehlen?
Der Andere schrieb:> Kannst du mir sagen was das für eine Firma ist?
Das billigste chinesische, Importeur Berlan, Hauptsache es hat
HF-Zündung und Alu geht damit leider nicht. Absichtlich
überdimensioniert gekauft, von den 200A nutze ich höchstens 120.
Joe G. schrieb:> Welches WIG-Gerät könnt ihr empfehlen?
Ich habe auch das billigste genommen, was man damals so bekam. Bei
ebay als „Sonderaktion“ eines Händlers, zusammen mit einem
Automatikhelm und natürlich Schlauch, Kabel und Elektrodenhaltern für
reichlich 300.
Weitere Kosten: ein paar Ersatz-Gasdüsen, dürften mal um die 20 Euro
gewesen sein, natürlich weitere Wolframelektroden. Die Gasflasche
schlägt (wie schon genannt wurde) mit einem reichlichen Hunderter in
der Anschaffung zu Buche, Argon ist offenbar mittlerweile teuer
geworden. Die letzte Füllung war vor noch nicht einmal so langer
Zeit für unter 30 Euro, mittlerweile stehen bei Hornbach 38 Euro für
10 Liter in der Preisliste.
Beim Budget des TE würde er sich wohl WIG nicht sofort zulegen können,
aber wenn der Inverter es hergibt, kann man das halt später aufrüsten.
Der Andere schrieb:> Irgendwelche Probleme gehabt?
Nachdem es bei einer Überflutung des Kellers 10 cm tief im Wasser
stand, sprang das Ding nicht mehr an. Hatte mich schon darauf
gefreut, es von der Versicherung bezahlt zu bekommen und mir dann
doch ein AC-taugliches Gerät (für Alu) zu kaufen :-), aber nö: zwei
Tage später ging alles wieder …
Für den Preis also völlig OK. Hobbymäßige Benutzung, aber ein paar
10-l-Argon-Flaschen sind bisher da schon durchgelaufen. Antennenhalter,
zwei Fahrradständer für unser Haus, das Stahlgestell einer Gartenbank,
um mal die größeren Dinge zu nennen.
zisch schrieb:> Dazu gehören Gepäckträger/Rackkonstruktionen am Motorrad,> Reparaturarbeiten an Gartengeräten und just4fun-Projekte.
Elektroden-Schweißgeräte sind für diese Arbeiten ungeeignet. Da nimmt
man MIG/MAG oder WIG.
Günstige Geräte gibt es von Schweißkraft oder Stahlwerk.
Als Helm geht auch ein günstiger für 35€, gab erst vor kurzem eine
Diskussion hier dazu.
Eine 10l Eigentumsflasche Mischgas gibt es für ca. 100€ bei I-Bay. Eine
Füllung bei Hornbach 38€.
zisch schrieb:> Bleche muss ich so gut wie nie schweißen, da komme ich bisher mit> Hartlöten wunderbar klar und würde das auch so beibehalten. Nur bei> dickerem Material schafft halt die Lötlampe die Temperatur nicht mehr.
Du kannst auch gut mit Propan + Sauerstoff aus der Flasche hartlöten,
das
macht schon einen enormen Unterschied gegenüber normaler Luft. Da muss
man
nicht unbedingt Acetylen verwenden.
E-Bastler schrieb:> Du kannst auch gut mit Propan + Sauerstoff aus der Flasche hartlöten
Um 2 l Sauerstoff würde ich mir im Keller allerdings mehr Sorgen
machen als um 10 l Argon (nur mal so am Rande).
Jörg W. schrieb:> Ich möchte WIG jedenfalls nicht mehr missen. ;)
Dito. Es ist sauber. Es stinkt kaum. Es ist leise (solange kein Alu
geschweißt wird). Nur mit dem 300-Euro-Budget wird das nicht klappen.
Ich würde wie Jörg auch zu einem WIG- bzw. Kombi-Gerät raten.
Grundsätzlich gilt, dass Du mit WIG all das machen kannst, was mit
MIG/MAG und Elektrode möglich ist - aber eben noch viel, viel mehr. Ok,
Unterwasserschweißen fällt raus ;-)
Wenn das Geld anfangs nicht für Gas etc. reicht, dann kann man ja mit
preiswertem Elektrodenschweißen beginnen - aber man hat die Option zur
Aufrüstung.
Alleine die Möglichkeit der frei bestimmbaren Menge der Materialzufuhr
ist ein unschätzbarer Vorteil (Zulaufenlassen!). Dazu kann man damit von
Stahl, Messing, Kupfer, Edelstahl, Titan, Alu (mit AC-Option) etc. fast
alles verarbeiten, was nach Draht und Metall aussieht ;-) Darüberhinaus
ist es für nicht ganz so Geübte schön, dass man nicht ganz so gelungene
Nähte sehr gut korrigieren kann.
Davon abgesehen ist es gerade im Hinblick auf die Eltern und
geschlossenen Räumen viel besser: es gibt keinerlei Funkenbildung und
sehr wenig Rauchentwicklung - im Gegensatz zum Elektrodenschweißen!
Gasflaschen werden zwar oft mißtrauisch beäugt, aber generell sind sie
schon sehr, sehr sicher, gerade bei Schutzgas. Man stellt sie einmal
richtig auf - bspw. in einer Ecke und sichert vernünftig mit 1-2 Ketten,
dann ist es praktisch ausgeschlossen, dass da irgendetwas passiert.
Der Gasverbrauch hält sich wirklich in Grenzen, insbesondere in
geschlossenen Räumen ohne Luftzug. Wenn man dann noch in einem
Schutzbehälter arbeitet, kann weiter reduziert werden. Geh mal im
Schnitt von 6-7 Litern pro Minute aus. Bei einer 10l-Flasche mit 2m³
sind das dann knapp fünf Stunden Nonstopschweißen. Bei einer 20l-Flasche
- die nur ein wenig dicker ist bei fast gleicher Größe - sind es schon
10 Stunden. Die Füllung kostet übrigens fast immer gleich viel, sei es
eine 10l-, 20l- oder 50l-Buddel. 10L kosten hier 35€, 50L aber nur 42€
brutto. Das Teure ist nicht das Argon, sondern der Rest.
Als Helm tun es übrigens auch die sehr preiswerten Helme. Unser
Zweithelm hier hat bei ebay 20€ gekostet - damit kann man durchaus
vernünftig arbeiten, auch wenn das Sichtfenster natürlich nicht das
allergrößte ist. Aber: es funktioniert - für den Hobbybereich allemal.
@Joe:
Da kannst Du mittlerweile fast jeden Chinakracher nehmen - die Geräte,
die ich bisher testen durfte, sind absolut in Ordnung. Meist sind sie
nicht ganz so komfortabel (Speicherung der Parameter etc.) und die
mitgelieferten Brennerpakete recht klobig und schwer, aber rein von der
Leistung her kann ich über die Geräte nichts Schlechtes sagen. Man kann
mit diesen Geräten sehr gute, absolut professionelle Ergebnisse
erzielen.
Wir selbst haben hier ein Stahlwerk WIG 200 Plus/Plasma von 2011 (damals
um die 700€ netto, noch für 1P/230V) und das läuft hier schon sehr, sehr
oft - bisher einwandfrei.
Jörg W. schrieb:> Ich habe auch das billigste genommen, was man damals so bekam.Chris D. schrieb:> Da kannst Du mittlerweile fast jeden Chinakracher nehmen
Besten Dank, dann werde ich mal eine Variante mit 20l Flasche
zusammenstellen.
Joe G. schrieb:> Besten Dank, dann werde ich mal eine Variante mit 20l Flasche> zusammenstellen.
Schreibst du was zu deinen ersten Erfahrungen wenn du zeitnah kaufst?
Bei mir hat das noch etwas Zeit da ich erst mal noch Werkzeug für meinen
Trekker kaufen muss und die Schweißarbeiten an dem erst für nächstes
Jahr anstehen.
Ich hatte mir schon mal das in die nähere Auswahl genommen. In der
Hoffnung dass es langlebiger und robuster ist als die ganz
billigen/preiswerten(?):
https://www.amazon.de/GYS-Schwei%C3%9Finverter-10-inkl-Zubeh%C3%B6r/dp/B00AC3XOGW/ref=pd_sbs_328_1
Chris D. schrieb:> Wenn das Geld anfangs nicht für Gas etc. reicht, dann kann man ja mit> preiswertem Elektrodenschweißen beginnen - aber man hat die Option zur> Aufrüstung.
Hast du dafür eine konkrete Empfehlung? EIn Gerät, das Elektrode kann
und man auf WIG aufrüsten kann? Oder kann man das mit jedem
Elektrodenbräter?
Elektrodenschweißen würde ich ohnehin draußen, das Gefunke und Gesaue
kenne ich schon.
WIG kenne ich ebenfalls, aber nur vom Sehen im Praktikum. Machen durfte
ich das selber leider nicht.
Inscheniör schrieb:> EIn Gerät, das Elektrode kann> und man auf WIG aufrüsten kann?
Praktisch jedes Wig Gerät kann auch Elektroden.
Die billigen Geräte sind nur ca. 50-100 Euro teurer als billige reine
Elektrodeninverter.
Inscheniör schrieb:> Chris D. schrieb:>> Wenn das Geld anfangs nicht für Gas etc. reicht, dann kann man ja mit>> preiswertem Elektrodenschweißen beginnen - aber man hat die Option zur>> Aufrüstung.>> Hast du dafür eine konkrete Empfehlung? EIn Gerät, das Elektrode kann> und man auf WIG aufrüsten kann? Oder kann man das mit jedem> Elektrodenbräter?
Wie der Andere schon schrieb: das fällt quasi als Abfall mit ab. Für die
Elektrode benötigt man nur irgendeine Stromquelle. Man schaltet also
einfach nur die HF-Zündung und das Gasventil vom WIG-Teil ab und hat
schon sein Elektrodenschweißgerät.
> WIG kenne ich ebenfalls, aber nur vom Sehen im Praktikum. Machen durfte> ich das selber leider nicht.
Daher also die Abneigung gegen das Alu-Schweißen ;-) Das ist mit WIG
nämlich ein Traum :-)
Wenn Du halbwegs löten kannst, dann solltest Du mit WIG sehr schnell
zurecht kommen.
Auf die Schnelle habe ich jetzt nur das hier von Stahlwerk gefunden:
http://www.stahlwerk-schweissgeraete.de/de/wig-200-s/stahlwerk-dc-wig-200-s.html
Aber das hier ist halt nicht für Alu geeignet.
Nur weil ich immer Stahlwerk erwähne, muss das nicht heissen, dass die
besonders gut wären. Solider Durchschnitt, würde ich sagen. Es gibt noch
Dutzende anderer Firmen, die in der Preisklasse solche Geräte anbieten.
Letztendlich werden die alle in China gefertigt, teilweise von einer
Firma. Einfach mal in Ruhe überlegen und schlau machen, was es bei WIG
alles an Optionen gibt (2T/4T, Pulsen, Stromabsenkung, Pedalbetrieb,
usw.). Bei YT gibt es gute Videos darüber, bspw.:
https://www.youtube.com/watch?v=h0oiq7BIT4Q&list=PLp0pALmMwc6us2HZnzfvfoqcP-7xibubS
Thomas F. schrieb:> zisch schrieb:>> Dazu gehören Gepäckträger/Rackkonstruktionen am Motorrad,>> Reparaturarbeiten an Gartengeräten und just4fun-Projekte.>> Elektroden-Schweißgeräte sind für diese Arbeiten ungeeignet. Da nimmt> man MIG/MAG oder WIG.
Das KANN man schon mit Elektrode schweißen, wenn man es den kann.
Erfordert aber unendlich viel Übung.
Autogen- oder WIG-Schweißen ist für Hobbyzwecke meist sinnvoller.
Laserschweißen macht noch mehr Spaß und ist Anfängertauglich, aber da
ist das Schweißgerät leider nicht ganz billig. Nur sollte man sich nicht
in den Finger lasern, denn das tut weh!!!
Chris D. schrieb:>> Hast du dafür eine konkrete Empfehlung? EIn Gerät, das Elektrode kann>> und man auf WIG aufrüsten kann? Oder kann man das mit jedem>> Elektrodenbräter?>> Wie der Andere schon schrieb: das fällt quasi als Abfall mit ab. Für die> Elektrode benötigt man nur irgendeine Stromquelle. Man schaltet also> einfach nur die HF-Zündung und das Gasventil vom WIG-Teil ab und hat> schon sein Elektrodenschweißgerät.
WIG geht auch ohne HF-Zündung.
Alz zubehör zum WIG-Schweißen empfehle ich noch einen Schleifbock zum
elektroden anschleifen (braucht Anfänger oft) und (für den
Hobbygebrauch) thoriumfreie Elektroden...
Schreiber schrieb:> WIG geht auch ohne HF-Zündung.
Macht aber mit deutlich mehr Spaß, und ist auch bei den Billigteilen
normalerweise ohnehin mit dabei. Was man ja auf jeden Fall braucht
ist ein gesteuertes Gasventil.
Schreiber schrieb:> WIG geht auch ohne HF-Zündung.
Ja, ist aber ganz klar nicht mehr State of the Art. Das Anreißen
beschädigt die Spitze und führt zu Materialanhaftungen - nicht gut.
Das würde ich heutzutage nur noch akzeptieren, wenn man ein altes Gerät
sehr günstig erstehen kann.
> Alz zubehör zum WIG-Schweißen empfehle ich noch einen Schleifbock zum> elektroden anschleifen (braucht Anfänger oft)
Ja. Er hat ja einen Bandschleifer, der geht für Hobbyzwecke auch. Wenn
es optimal sein soll, dann empfehlen sich Diamantscheiben und eine
Halterung für definierte, immer identische Spitzen.
> und (für den> Hobbygebrauch) thoriumfreie Elektroden...
Ja. Wobei wir mittlerweile nur noch mit 2%-Lanthanoxid-Elektroden
(üblicherweise blau) arbeiten. Die sind sehr gutmütig, bilden aber bei
Aluminium nur eine kleine Kugel aus und ergeben einen schön begrenzten,
nicht wandernden Lichtbogen. Ansonsten tun sich die
Elektrodendotierungen mMn nicht sehr viel. Zwischen Thorium und Cer habe
ich bspw. keinen echten Unterschied bemerkt. Zündverhalten und Verhalten
bei Stromrampen ist bei allen gutmütig.
@Schreiber: Autogen für das Hobby?
Das ist doch heute absolute Nische, man braucht einen teuren Brenner und
gleich zwei Flaschen. In der guten Metallwerkstatt ist das sicherlich
nicht verkehrt, aber für den Erstling? Ja nee, eher nich so.
Soll er halt nen WIG fähigen Inverter nehmen und erstmal mit MMA
anfangen. Dann wird er auch sehen wo er landet.
Für die genannten Einsätze wäre das sinnvollste Verfahren eigentlich
MIG/MAG, aber da ist der Einstiegspreis (genau wie bei Autogen) einfach
mal deutlich über dem veranschlagten Budget.
Ja, man bekommt Geräte in der Preisklasse. Mit 5% Einschaltdauer bei
150A und solchen Späßen. Und Gas ist auch noch nicht dabei.
P. W. schrieb:> @Schreiber: Autogen für das Hobby?> Das ist doch heute absolute Nische, man braucht einen teuren Brenner und> gleich zwei Flaschen.
...und dafür weder Steckdose weder noch Stromerzeuger
Hartlöten kann man damit auch noch, sehr gut sogar.
Es hängt eben eangestrebten Einsatzgebiet ab. Mit zwei kleinen Flaschen
(kann man mit Umfüllbogen bequem und günstig nachfüllen) wird das
Autogenschweißgerät sogar Tragbar.
P. W. schrieb:> Soll er halt nen WIG fähigen Inverter nehmen und erstmal mit MMA> anfangen. Dann wird er auch sehen wo er landet.
passt für mindestens 75% aller Hobbyanwendungen und ist bezahlbar. Als
Zubehör gute Elektroden, einen alten Backofen um diese zu trocknen und
einen Schlackehammer fürs Elektrodenschweißen. Automatischer
Schweißschirm ist auch noch sinnvoll. Dazu eine große Kiste Schrott zum
Üben...
Für WIG kann man später/bei bedarf noch Gasflasche, Wolframelektroden
und Schweißdraht nachkaufen.
WIG und Wind/Outdoor verträgt sich nicht besonders, hier muss man dann
zum Elektrodenschweißen greifen. Bei WIG auf peinlichst saubere
Oberflächen achten, Rost/Beschichtungen gründlichst abschleifen, sonst
hebt es nicht.
Bei WIG die Schweißnaht wenn möglich beidseitig mit Argon schützen,
erfordert einen Druckminderer mit zwei Durchflussmessern und etwas
Bastelgeschick.
dudley schrieb:> der hat alles dabei
Hmm, weder Automatikhelm noch Argonflasche noch Druckminderer,
zusammen damit kommt er aber über seine veranschlagten 300.
Michael B. schrieb:> Hmm, weder Automatikhelm noch Argonflasche noch Druckminderer,
Naja, die Argonflasche dürfte übers Internet auch etwas schwierig
werden. ;-)
Jörg W. schrieb:> Naja, die Argonflasche dürfte übers Internet auch etwas schwierig> werden. ;-)
Weshalb?
Habe meine Flasche bei ebay gekauft. Wurde problemlos per Spedition
angeliefert.
Jörg W. schrieb:> Ich möchte WIG jedenfalls nicht mehr missen. ;)
UND!!! Auf keinen Fall ohne Hochfrequenzzündung. Nicht nur um Alu zu
schweißen, sondern auch für weniger Elektrodenabbrand.
Ich habe ein sehr gutes Lorch, aber leider war mir damals das größere
Gerät zu teuer. Heute kriegt man die ja fast fürn Appel und en Ei.
F. F. schrieb:> Ich habe ein sehr gutes Lorch, aber leider war mir damals das größere> Gerät zu teuer. Heute kriegt man die ja fast fürn Appel und en Ei
Hi foldi, nach deinem "Appel und Ei" hab ich mal auf der Lorch Homepage
gesurft. Das "HandyTIG 200 AC/DC ControlPro" hätte mir ja ganz gut
gefallen, aber als ich dann nach dem Preis geschaut habe wollte ichs
doch nicht mehr: > 3K!
Insofern ist das "Appel und Ei" doch sehr relativ :-)
F. F. schrieb:> So was sehe ich öfter bei Kunden in den Werkstätten.
Ja nun, Firmen zahlen effektiv die Hälfte, weil die ihre Anschaffungen
gleich aus den Einnahmen bezahlen, und erst dann Steuern entrichten,
während du erst Steuern und Sozialabgaben (~50%) auf dein Einkommen
entrichten musst und dir erst dann deine Spielzeuge kaufen kannst.
Für den halben Preis würde ich die auch nehmen, zudem wenn letztendlich
die Kunden es mir bezahlen.
"Buddy Tig 160
Die Buddy ™ Arc 60 ist eine robuste und langlebige Stromquelle für den
Gelegenheitsschweißer. Die Maschine bietet sehr gute
Schweißeigenschaften und ist aufgrund seiner modernen IGBT Technologie
sehr zuverlässig. Die Buddy™ Arc 160 ist ein leichtes und
benutzerfreundliches Schweißgerät. Für zusätzliche Zuverlässigkeit, wird
die interne Elektronik mit einem hocheffizienten Lüfter gekühlt und wird
durch das Wärmeschutzsystem überwacht. Die Maschine ist mit drei
Kühlkörpern ausgestattet, die zu einer verlängerten Lebensdauer des
Produktes führen. Das Gehäuse ist widerstandsfähig und eignet sich gut
für eine raue Umgebung (IP23s). Das Gerät hat ein Schultergurt sowie ein
Tragegriff."
aka
Die Buddy ist eine Stromquelle endlicher Lebensdauer für nur
gelegentliche Schweisseinsätze. Ein Könner bekommt mit der Stromquelle
leidliche Schweissnähte hin leider geht sue auf Grund der IGBT
Technologie schnell kaputt. Die Buddy ist ein Schweißgerät mit geizigem
Materialeinsatz und kaum vorhandenen Einflussmöglichkeiten des
Bedieners. Damit es wenigstens die erste Inbetriebnahme überlebt, wird
die unterdimensionierte Elektronik mit einem mickrigen Lüfter gekühlt,
der ist aber trotzdem unzureichend so daß ein Überhitzungsschutz nötig
ist. Die Maschine ist mit drei Kühlkörpern ausgestattet, ohne die es
sofort kaputt wäre. Das Gehäuse ist stabil wie eine Karton und eignet
sich nicht für raue Umgebung (IP23s), also keinesfalls draussen im Regen
oder drinnem im Staub. Das Gerät hat einen Tragegurt sowie einen Henkel
zum wegwerfen.
P.S.: Ich weiss nicht, warum unter der TIG 160 ein Absatz über ARC 60
steht, wahrscheinlich das Eingeständnis daß sie nur 60A bringt.
Michael B. schrieb:> Ja nun, Firmen zahlen effektiv die Hälfte, weil die ihre Anschaffungen> gleich aus den Einnahmen bezahlen, und erst dann Steuern entrichten,> während du erst Steuern und Sozialabgaben (~50%) auf dein Einkommen> entrichten musst und dir erst dann deine Spielzeuge kaufen kannst.
Die Hälfte wovon?
Von den Einnahmen? Vom Umsatz? Von den Löhnen? Von den Versicherungen?
Von den Steuern?
Die Hälfte ist eine Relativangabe, du musst schon die Basis dafür mit
angeben. Auch der Steuervorteil ist nicht so wie du ihn beschreibst.
Schon mal was von einer Afa-Tabelle gehört? Als Unternehmer darfst du
diese Anschaffung über die Laufzeit abschreiben, für den restlichen
Gewinn sind weiterhin fleißig Steuern zu zahlen. Sozialabgaben muss der
Unternehmer auch tätigen von Rücklagen ganz zu schweigen. Es gibt einen
einzigen Unterschied zwischen Unternehmer und Privatmann. Der
Unternehmer muss mit diesen Anschaffungen Geld verdienen, der Privatmann
schafft sich diese Anschaffungen als Hobby an.
Joe G. schrieb:> Die Hälfte wovon?> Von den Einnahmen? Vom Umsatz? Von den Löhnen? Von den Versicherungen?> Von den Steuern?
Vom Kaufpreis.
Der Privatnutzer darf das Gerät vom versteuerten Einkommen bezahlen und
Mehrwertsteuer bezahlen
Der Untrnehmer ist Vorsteuerabzugsberechtigt (=keine Mehrwertsteuer) und
kann das Gerät abschreiben, zahlt also weniger Gewerbesteuer.
Joe G. schrieb:> Es gibt einen> einzigen Unterschied zwischen Unternehmer und Privatmann. Der> Unternehmer muss mit diesen Anschaffungen Geld verdienen, der Privatmann> schafft sich diese Anschaffungen als Hobby an.
Der Privatmann beschafft sich das Schweißgerät um die Rostlöcher in
seinem fahrbarn Untersatz zu flicken, damit er morgens zum Arbeitsplatz
kommt sowie um einen stabilen Zaun um sein Eigenheim zu bauen, zwecks
Vermeidung unerwünschter Besitzübertragung.
Wäre eigentlich als Irgendwo-in-der-Pampa-Version eigentlich auch
denkbar, einen Satz Startbatterien in Reihe zu schalten?
Den Strom und die Spannung dürften die jedenfalls auch bringen. Einzig
die begrenzte Schweißzeit ist ein Nachteil, günstiger sind sie auch.
Nur für die Stromregelung müsste man sich was einfallen lassen.
noch einer schrieb:> Wäre eigentlich als Irgendwo-in-der-Pampa-Version eigentlich auch> denkbar, einen Satz Startbatterien in Reihe zu schalten?
Nein, ein Schweissgerät ist eher eine strombegrenzte Quelle als eine
harte Spannungsquelle.
Der Akku könnte wegen Überstrombelastung explodieren und seine
Schwefelsäure um sich spritzen.
Und für Vorwiderstände wären die Verluste doch zu hoch.
noch einer schrieb:> Nur für die Stromregelung müsste man sich was einfallen lassen.
Halbdurchdachte Ideen "es fehlen doch nur noch 10%" sind meistens
Sackgassen.
Michael B. schrieb:> Der Akku könnte wegen Überstrombelastung explodieren und seine> Schwefelsäure um sich spritzen.>> Und für Vorwiderstände wären die Verluste doch zu hoch.
Doch, das geht schon.
Als Vorwiderstand nimmt man etwas dicken Stahldraht, den man zur Kühlung
in einem Fass Wasser versenkt.
Oder statt des Wasserfasses einfach um einen Backstein gewickelt.
Theoretisch geht es mit einer Batterie, bei 12V hat man für den
Lichtbogen aber sehr wenig Spannung. Ich habe es mal spaßeshalber
probiert. Ging nicht sooo toll weil man kaum Abstand zum Werkstück
aufbauen konnte.
Eine LKW-Batterie mit ihren 24V oder einfach mehrere hintereinander
sollten das besser tun.