Backup auf SATA-Platten

Gast #1075204
Ich bin Hobbyfilmer und nenne seit einer Woche ein HD-Camcorder mein 
eigen ;)

PC-technische habe ich auch schon aufgeruestet und mein RAID-Array auf 
7TB aufgestockt ;)

Nun stellt sich die Frage des Backups.

Ich habe noch eine ganze Menge "aelterer" SATA-Festplatten von 160GB bis 
500GB (Bestand aus alten RAID-Arrays, Platten, die vom Hersteller als 
Refurbished zurueckkamen und nicht mehr im Array haben wollte usw.).


Ich habe auch so eine USB-SATA-Dockingstation. Dort kann man die nackte 
Platte hochkant reinstecken.

Damit habe ich aber verschiedene Probleme:
- Die Platte steht senkrecht eher unguenstig (wird wohl fuer Lager nicht 
so toll sein)
- Die Platte wird mangels kuehlung (je nach Typ) recht warm
- Der SATA-Stecker ist nicht wirklich fuer taegliches Stecken ausgelegt 
(ich meine sogar mal in einem Datenblatt gelesen zu haben, dass nur 50 
Steckzyklen garantiert werden)


Alle SATA-Wechselrahmen, die ich gesehen habe, nutzen gleich den 
SATA-Stecker und haben nicht extra nochmal einen eigenen Stecker (wie 
bei PATA ueblich). Daher scheidet die Loesung schonmal aus.


Was koennte man da machen?
Was wuerdet ihr machen?

Gut man kann jeder Platte ein externes Gehaeuse sepndieren, aber das 
geht aus Geld ;)
Gast
> Die Platte steht senkrecht eher unguenstig (wird wohl fuer Lager nicht
> so toll sein)

Kannst Du im Datenblatt nachsehen, aber normalerweise spielt die 
Einbaulage bei heutigen Disks keine Rolle. Also die spezifizierte 
Lebensdauer sollte für beliebige Einbaulagen gelten, aber wie gesagt, 
sicherheitshalter im Datenblatt vom Hersteller nachschauen.
Gast
"RAID-Array auf 7TB aufgestockt ;)"?

Wenn ich in letzter Zeit nicht einen Sack kaputter Raidcontroller 
getauscht hätte, würde ich das evtl. ganz toll finden.

Schon mal einen Virusscann auf 7 TB gemacht?  Frohe Weihnachten!
Gast
Ich habe einen Adaptec 31205 Controller. Damit schaffe ich 720MB/s 
sequentiell lesen ueber ein RAID 5 mit 8 SATA-Platten. Sequentiell 
schreiben macht er mit etwa 620-650MB/s.


>warum willst du die überhaupt täglich an und abstecken ?

Die Backup-Platten passen nicht mehr in den Rechner mit rein; auch 
Anschlusstechnisch habe ich nicht so viele SATA-Ports...
Desshalb will ich die Platten extern ansteuern.

Da ich auch manchal ein "altes" Projekt archivieren will, ist das wohl 
die beste Loesung.
Gast
>Aha. Und Dein PC sowie das darauf laufende OS können diese Datenraten
>auch verarbeiten bzw. zur Verfügung stellen? Soso.

Koennen sie nicht. Aber das habe ich ja auch nicht behauptet.
Es geht mir hier ja primaer um den Speicherplatz.

Eigentlich sollte das eher die Frage
>und kommen da überhaupt noch Daten
>rausgetröpfelt, wenn der sich mit 7 Platten (oder sind es gar mehr?)
>beschäftigen muss?
beantworten.

Bei einfachen Aufgaben wie (de)multiplexen eines Transportstreams 
erreiche ich schon 200-350MB/s. Ist jedenfalls besser als mit nur einer 
Platte ausgebremst zu werden.
Gerade wenn gleichzeitig gelesen und geschrieben wird, dann faengt der 
RAID-Controller mit seinem 512MB grossen Cache einiges auf und 
verhindert, dass die Platten nicht soo viel Random-IO machen muessen...
Gast
Auch ein großer Cache ist bloß ein Zwischenspeicher.
Wenn der voll ist: dann gehts etwas langsamer, je nach HD-Durchsatz.
Schnelle Festplatten könnten dann durchaus nützlich sein.
die hdds kann man wirklich in nahezu jeder lage betreiben.

schräg is den lagern an sich auch egal, die lager sind nämlich stark 
überdimensioniert was die belastung angeht, und verschleißen sowieso 
nicht wirklich stark während der lebendsdauer der platte, theoretisch 
überhauptnicht (hydrostatische lager)

ich würde mir einfach n gescheites gehäuse kaufen, wo der kram 
reinpasst, oder nen zweiten pc benutzen und den per gigabitlan an den 
ersten hängen.

es gibt auch NAS die mit nem halben duzend platten umgehen können, kost 
halt auch was, n anderer pc steht vielleicht sowieso rum.
oszi 40 wrote:
> Auch ein großer Cache ist bloß ein Zwischenspeicher.
> Wenn der voll ist: dann gehts etwas langsamer, je nach HD-Durchsatz.
Der Durchsatz ist nicht das Alleinseligmachende. Die eigentliche Bremse 
ist die Kopfpositionierung. Gerade wenn eine Anwendung Daten einliest 
und gleich wieder in eine Datei zurückschreibt, muß ständig 
umpositioniert werden. Und genau hier beschleunigt ein Cache die Sache 
ungemein, in dem die vielen kleinen Zugriffe zu einem großen Zugriff 
zusammengefaßt wird. Und dann kann die Platte diesen großen Block in 
einem Rutsch zurückschreiben, bzw. gleich einen großen Block in einem 
Rutsch auch auf Vorrat lesen. Das beschleunigt die Sache doch recht 
heftig.
Gast
Genau Jadeclaw! Wenn viele Positionierungen nötig sind, dauert es auch 
länger. Dafür ist der Cache nützlich.   Wenn jedoch z.B. die Platten 
LANGSAMER die gelieferten Daten speichern ist irgendwann der Cache VOLL. 
Genau dann muß auch der teuerste PCi-Contoller ein wenig warten, womit 
der allgemeine Durchsatz nach einiger Zeit in den Keller gehen kann. Das 
wird beim Speichern einer einfachen <512 MB-Datei nicht auffallen, weil 
der Cache noch ausreicht. Aber größeren Datensicherungen habe ich schon 
oft erlebt, das nach kurzer Zeit die berechnete MS-Zeit sich u.a. aus 
solchem Grund verlängert hat.

Wenn man die Zugriffszeiten später auf einer stark fragmentierten HD 
misst, kommen noch weitere Zeiten hinzu. Deshalb ist eine schnelle HD 
mit vielen Umdrehungen und kurzen Positionierungszeiten meist eine gute 
Wahl, WENN der laute Rechner nicht am Schreibtisch steht.
Bei PCI-Karten wirste wohl kaum auf eine zu langsame Festplatte stoßen, 
da liegt der Flaschenhals woanders, der ATA-133-Controller aus meiner 
Computerkiste könnte genauso auch als ATA-33 durchgehen :)

Anders sieht das beim in Servern (noch) verbreiteten PCI-X aus, das sind 
64 statt 32 Bit und bis zu 133 statt meist 33MHz. Oder man geht gleich 
zu PCI-Express, das den Flaschenhals auch für normale Rechner verlagert 
(diesmal vor allem auf die Chipsätze der billigeren RAID-Controller).

Einen Controller wie den von Hans hätte ich auch gern, wäre der nicht so 
teuer :D
Gast
> Alle SATA-Wechselrahmen, die ich gesehen habe, nutzen gleich den
> SATA-Stecker und haben nicht extra nochmal einen eigenen Stecker (wie
> bei PATA ueblich). Daher scheidet die Loesung schonmal aus.

Sowas ist natürlich schei^H^Hlecht.
Da wirst wohl weiter suchen müssen.

Ein guter Anlaufpunkt wäre da Fröhlich&Walter.
Da konnte man noch nach Jahren zueinander passende Wechselrahmen
erstehen. Die Dinger waren auch recht preiswert.

Filmschnitt (nur DVBS-Streams) mache ich im Ping-Pong zwischen 2 
Platten.
Da brauchts keinen aufwendigen Controller und man kann die sequentiellen
Transferraten der Platten voll nutzen.

Spiele installiere ich auf UW-SCSI-Platten mit knackigen Zugriffszeiten.
Die dürfen dann beim Spielen auch Lärm machen ;-)

Jedem Tierchen also sein Pläsierchen.
Gast
P.S.:
Einem Wechselrahmen habe ich ein ausgeschlachtetes SCSI-Gehäuse
spendiert, mit einem IDE-USB-Adapter aus einer 2,5"-Gehäuse.

Das machte die ganze Sache dann Hotplugfähig.

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 17 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.