KFZ EFB Batterie Ladegerät Kaufen/Altes modifizieren?

OP #7871587

Hallo Elektotechniker, Kfz-ler, Mechatroniker oder sonstige die sich auskennen. Habe mir letztes Jahr einen Citoen C3 Aircross BJ 2020 zugelegt. Das Auto stand wohl etwas länger und hat dadurch keinen Start/ Stop gemacht. Nach mehrmaligem beschweren das das nicht ginge hat man in der Autowerkstatt die Batterie nachgeladen, da start stop wohl nur geht wenn die Batterie über 85% ladezustand liegt. So gut so schön. Denn nach einem Monat start stopp war wieder schluss, Kalte Jahreszet, Beleuchtung läuft ständig , Lüftung usw....

Jetzt ist wieder Frühjahr, Beleuchtung (bis auf Tagfahrlicht ist aus) keine Sitzheizung oder sonstige Stromfresser eingeschaltet. Wiederum kein Start Stop. Wollte daher selbst mein altes Thyristor-Ladegerät anschließen, kam aber nicht an den Minus pol, da Batterie komplett nochmals gekapselt. Nach entfernen der Kunststoffabdeckung musste ich feststellen, daß ich eine 70AH EFB Batterie habe. Kann ich mein altes Thyristor ladegerät nehmen und auf 14,4V Ladeschlussspannung trimmen(Einhell BT BC 10E)? oder muss es was gekauftes sein? oder gibt es da ne Bastellösung? Sollte ich mir (da ich die Abdeckung runter habe) ein "Minus" Kabel nach außen legen oder reicht der Kontakt mit dem Motorblock zum nachladen? +Kabel ist immer zugänglich über zusätzliche Klappe in der Batterieabdeckung.

Schade dass man den Kunden im Dunkeln stehen lässt, kein Warnhinweis in der Bedienungsanleitung oder bei dem Gespräch mit der Werkstatt. Oder ein Aufkleber auf der Batterieabdeckung.

#7871593

Das Auto stand wohl etwas länger und hat dadurch keinen Start/ Stop gemacht.

Ist das ein Problem das gelöst werden muss? Wie du schon bemerkt hast könnte es aufwändig werden. Als erstes könntest du eine neue Batterie kaufen, vielleicht geht es dann. Aber warum Geld ausgeben wenn das Auto doch fährt?

OP #7871600

Ist das ein Problem das gelöst werden muss?

Du hast recht, das Auto fährt auch so. Aber es hat es eben drinnen und sollte deshalb auch funktionieren, außerdem werden solche sachen auch mit in den Schadstoffausstoß/Spritverbrauch mit eingerechnet. Bei meinem Renault den ich vorher gefahren habe hat es funktioniert.Ebenfalls ist es ein komisches gefühl wenn man an der Ampel steht und als einziger(gefühlt) den Motor laufen hat.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7871615

Wenn die Karosserie auf dem Pol liegt, an den man zum Laden nicht heran kommt, ist das doch kein Drama. Klemmst den schwatten halt da ran. Falls Plus auf Blech liegt, eben entsprechend umgekehrt. Es soll ja so spinnerte Autohersteller geben...

Ich habs bei meinem Fahrautomat nach ein paar erfolglosen Versuchen aber auch deaktiviert. -Einfach die Zusatzbatterie ausgebaut.

Als reiner Langstreckler mit gerade mal 2 Ampeln auf dem Arbeitswege brauche ich die allerdings eh nicht. Dem Kesselprüfer ist das auch egal, ich fahre damit seit 12 Jahren so.

#7871624

Freue dich, dass StartStop nicht geht, aber mach dich darauf gefasst, dass du eines Tages wegen schwachem Akku liegen bleibst.

Dein Einhell Ladegerät ist nicht mehr zeitgemäss, das ruiniert (nicht wartbare) Akkus. Ein neues Ladegerät mit Ladeschlusserkennung kostet keine 20€, gönn dir eins.

#7871672

Wenn Du eine AGM Batterie hast ist das vorhandene Ladegerät OK; eine Gel-Batterie machst Du mit dem Ladegerät kaputt. Beim Laden der Batterie solltest Du NIEMALS direkt an der Batterie laden, sondern die Anschlusspunkte des Herstellers benutzen (Minus des LG ans Blech des Autos). Ansonsten umgehst Du das Batteriemanagement (das Du bei Start/Stop ja haben musst) und das rechnet dann falsch.

.● Des|ntegrator ●. schrieb:

Falls Plus auf Blech liegt...

Das habe ich bei PKWs ja schon seeehr lange nicht mehr erlebt.

#7871701

Bei meinem Auto ist das so: -Es wird oft nur 1x / Woche im Kurzstreckenverkehr gefahren. Wenn die Batterie älter als 4 Jahre ist wird start/stopp auch nach längeren Fahrten nicht mehr aktiv. (Stört mich nicht und der Starter lebt länger.) Mit einem kleinen Ladegerät 13,8V 300mA 2 bis 3 Tage am Zigarettenanzünder laden. -Dann funktioniert start/stopp für etliche Wochen wieder. Die Batt. ist jetzt ca. 8 Jahre alt - Startprobleme gab es nie. Nur der Computer meint manchmal dass die Batt. zu schwach ist.

#7871754

H. H. schrieb:

Innenwiderstand der Batterie prüfen. Es kann gut sein, dass das Auto länger mit teilentladener Batterie rumstand, und dann ist die teilsulfatiert.

Das Auto ist ca. 5 Jahre alt, der Akku hat also schon gut 50% seiner Lebensdauer hinter sich. Dann stand er wohl noch einige Wochen oder eher Monate rum bis das Auto verkauft wurde und hatte da wunderbar Zeit sich über den Ruhestrom und die Selbstentladung zu entleeren. Wahrscheinlich ist der Akku so gut wie hin und hat außer einem höheren Innenwiderstand auch nur noch ein Bruchteil seiner ursprünglichen Kapazität.

OP #7871802

oder kauf halt für 15€ ein billiges AGM-Batterieladegerät... .

Hallo Matthias, richtig Lesen, Es ist eine EFB Batterie, also nix AGM. Wenn du mir sagst wo ich für 15 bis 20 Euronen so etwas Herbekomme dann lass ich das mit Sicherheit mit dem Basteln und kaufe lieber.

#7871833

Ralf W. schrieb:

Aber es hat es eben drinnen und sollte deshalb auch funktionieren,

Die anderen 100 Threads zum Thema Stop-Start Automatik beinhalten, wie man die möglichst dauerhaft los wird.

Die arme Batterie muss ja nicht nur den Motor wieder starten, sondern auch alle Elektronik, Licht, Sitz- und Heckscheibenheizung sowie Radio... versorgen. Da würde ich als Batterie auch bald streiken.

#7871882

Ok, dann halt eins für auch-EFB für 30 €: https://www.amazon.de/Dino-KRAFTPAKET-136312-Batterieladeger%C3%A4t-Erhaltungsladung/dp/B07KSFBMXF/ref=asc_df_B07KSFBMXF?mcid=612dba0c06b03fd69c8278ef47f17621&th=1&psc=1&tag=googshopde-21&linkCode=df0&hvadid=696884877990&hvpos=&hvnetw=g&hvrand=17537769232919373934&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=&hvdev=m&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9042492&hvtargid=pla-598015159111&psc=1&gad_source=1

Das Vorgängergerät von lidl kommt mit tiefentladenen Batterien nicht klar, das von amazon wirbt mit 0,7V Startspannung. Das Einhell aber erstmal nicht wegwerfen, für komplett tote Batterien taugt das immer noch.

VG

#7871901

Michael B. schrieb:

Dein Einhell Ladegerät ist nicht mehr zeitgemäss, das ruiniert (nicht wartbare) Akkus.

Weil? Er schreibt oben 14,4 Volt Endspannung, das ist für eine EFB weitab von ruinieren.

Ralf W. schrieb:

Nach mehrmaligem beschweren das das nicht ginge hat man in der Autowerkstatt die Batterie nachgeladen, da start stop wohl nur geht wenn die Batterie über 85% ladezustand liegt. So gut so schön. Denn nach einem Monat start stopp war wieder schluss,

Der Ladezustand wird vom Steuergerät errechnet, vermutlich hat die Werkstatt geladen und das Batteriemanagement neu initialisiert.

Ich glaube, dass Du mit nur Nachladen nichts erreichen wirst. Du müsstest per Tester auslesen, warum das Auto S-S verweigert.

OP #7872123

Ich glaube, dass Du mit nur Nachladen nichts erreichen wirst. Du müsstest per Tester auslesen, warum das Auto S-S verweigert.

ich denke das ist der Weg den ich einschlagen werde, da die Werkstatt mir den Start Stop (wie auch einige hier im Forum) ausreden wollen.

#7872157

Ralf W. schrieb:

Wiederum kein Start Stop.

Dann ist die Batterie hinüber. Ich hatte das kürzlich auch bei meinem Clio. SS ging immer seltener an. Teilweise stand sogar im Display, daß er im Lademodus ist (höhere Leerlaufdrehzahl).

Mit neuer Batterie geht alles wieder. Ein extra Ladegerät braucht man normalerweise nicht.

#7872174

Michael B. schrieb:

Na ja, seit Corona fahre ich so selten, dass mich mein Auto schon vor leerem Starterakku gewarnt hat. Seit dem lade ich nach.

Ja, mit der alten Batterie ging er oft in den Sparmodus und schaltete das Media-Nav ab. Die Elektronik kriegt mit, wenn der Innenwiderstand der Batterie zu hoch ist. Man kann das auch gut mit einem DMM an der Batterie im Leerlauf messen. Bei hohem Innenwiderstand zappelt der Anzeigewert heftig. Bei neuer Batterie bleibt er stabil stehen.

#7872541

Gerald B. schrieb:

Sei froh, das sich der Mist selbst deaktiviert hat. Start/Stopp verschleißt Anlasser und Batterie.

Zumindest im Stau auf der Autobahn ergab sich eine deutliche Absenkung des Durchschnittsverbrauchs. Leerlauf im Stand läßt den Sprit fröhlich weiter fließen und die Anzeige hochschnellen.

#7872776

Peter D. schrieb:

Zumindest im Stau auf der Autobahn ergab sich eine deutliche Absenkung des Durchschnittsverbrauchs.

Im Stand verbraucht so ein Motor 0,6 bis 1,1 l/h, je nach Gebrauch der Klimaanlage. Da läßt sich ja soooo viel sparen. Dafür hat man dann ggf. eine leere Batterie und einen defekten Anlasser. Ich weiß nun nicht wie Dein Auto funktioniert. Ich kann jedenfalls bei meinem den Motor auch manuell ausschalten. Bei Stau mit Stillstand könnte man das tun, ebenso an geschlossenen Bahnschranken und ewig roten Baustellenampeln.

#7873431

Jörg P. R. schrieb:

Michael B. schrieb:

Ein Batteriemanagement kommt damit klar wenn ein Akku fremdgeladen wird, genau so wie es mit Akkuselbstentladung klar kommt.

Das passiert meist nicht und man muss es dem Managment erst per Software beibringen.

Die Autoforen sind voll mit Diskussionen um das Batteriemanagement. Da scheint jeder Hersteller seinen individuellen Pfusch zu liefern, zuverlässig ist die wohl bei keinem.

Die Autopfuscher in der Vertragswerkstatt erzählen durchweg Quatsch, es liegt an Kurzstrecken oder zu langen Standzeiten.

#7873525

Manfred P. schrieb:

Die Autoforen sind voll mit Diskussionen um das Batteriemanagement. Da scheint jeder Hersteller seinen individuellen Pfusch zu liefern, zuverlässig ist die wohl bei keinem. Die Autopfuscher in der Vertragswerkstatt erzählen durchweg Quatsch, es liegt an Kurzstrecken oder zu langen Standzeiten.

Das Problem ist, dass die Autoschrauber nicht das geringste vom Batteriemanafement verstehen, weil die Autohersteller Informationen verschweigen und hinter mysteriösen Anlerncodes verstecken.

Aber die Akkustandzeit hat sich seit BMS deutlich verlängert, heute eher 10 Jahre als die 3-5 bei AGM Akkus an dummen Lichtmaschinen und 5-8 bei wartbaren BleiSäure die auch gewartet wurden.

Hauptgrund sind an den Akku angepasste Ladespannungen. Je nach Akkumodell (AGM, Gel, Calcium, Silber, LiIon, wartbare Bleisäure mit Antimon) werden unterschiedliche Spannungen programmiert, daher ist bei einem WECHSEL des Akkutyps ein neu-anlernen notwendig. Baut man denselben ein, ist es nicht nötig.

Hauptgrund für OBD Aktion nach Akkuwechsel sind die Fehlermeldungen die viele Steuergeräte nach Spannungsausfall liefern, die werden zurückgesetzt. Daher ist OBD Akkureset auch nötig wenn dasselbe Akkumodell eingebaut wurde (wenn man nicht das Bordnetz gepuffert hat).

Dann versucht das BMS zwar noch was über den Akkuzustand (Zellenschluss, Hochohmigkeit, Restkapazität) rauszufinden und schaltet gewisse Verbraucher bei bestimmten Akkuzuständen ab, aber das ist Spielwiese der Entwickler und im Zuge des "halte deinen Kunden dumm damit er in die noch dümmere Markenwerkstatt fährt" wird darüber meist gar nichts erzählt, schon gar nicht im Multifunktionsdisplay angezeigt, es passiert also alles wie schlechter Zauber. z.B. dass Sitzheizung oder Heckscheibe nicht mehr geht.

Diese Aktionen sind aber adaptiv, wird der Akku wieder besser (weil ein neuer eingebaut oder nachgeladen wurde) merkt das das BMS nach einiger Zeit.

So gibt es das bescheuerte Verhalten dass eine als 'schlecht' angezeigte Batterie nach Batteriewechsel noch einige Zeit weiterhin als 'schlecht' angemeckert wird, bis das System gelernt hat dass es nun besser ist, bei meinem Auto z.B. passiert das beim Funkschlüssel.

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